Christliche Kirchen Gottes
[252]
(Ausgabe
1.2 19981005-19990607) Audio (Englisch)
Das Gesetz
besteht aus zwei Geboten. Die zwei großen Gebote bilden die Grundlage des
Gesetzes und das Zeugnis der Propheten, und
Jesus Christus inbegriffen, die in dem als die Bibel
verstandenen
Buch, geschrieben steht. Das erste große Gebot lautet: Du sollst
den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem
Herzen, aus Seele und mit aller Kraft. Das zweite Große Gebot heißt: Du sollst deinen Nächsten lieben wie
dich selbst.
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(Copyright ã 1998, 1999 Wade Cox)
(Tr. 2003)
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Das Erste Große Gebot [252]
Verständnis und
Absicht des Gesetzes unterliefen im Wandel der Zeit einer wechselnden
Wertigkeit. Offensichtlich veränderte sich mit der Zeit die Perspektive, so daß das Gesetz in Schichten verschiedener Akzente
betrachtet werden kann. Grob gesagt scheinen
die ersten Propheten das Gesetz meistens vom Standpunkt der sozialen
Gerechtigkeit aus zu sehen.Später
erkennen die Propheten darin die Widerspiegelung von Liturgie und priesterlichen Funktionen. Manche sorgen sich für das
prophetische Gericht und die Wiederherstellung des Gesetzes von Israel. Das
sogenannte Neue Testament konzentriert sich auf die Messianische Autorität
und das Fortbestehen der Gesetze im
Gegensatz zur neuen Methode der rabbinischen Urteile. Das Koptische Thomasevangelium
beginnt mit einer Frage, die den Kern
der ganzen Botschaft enthält. Die zeitbedingten Annahmen drehten sich darum,
wie oft man beten muß, wann man fastet, und in welchem Ausmaß man Almosen geben
muß. Alle diese Elemente wurden in den Koran übernommen und erneut abgewogen, womit sich der Kreis schließt und die
soziale Gerechtigkeit wieder in den Vordergrund tritt.
Jedes Detail des Gesetzes
erfordert eine Betrachtung hinsichtlich der
zeitbezogenen Akzente und der Absicht der ursprünglichen Gesetzesordnung. Am wichtigsten dabei ist, daß Christus kein
Jota und kein Tüpfelchen keinen Punkt und kein
Komma in dem Gesetz entfernt hat. Wie wir sehen werden, dreht sich die ganze
Botschaft der biblischen Geschichte darum, den Menschen zur Liebe und damit auch zum Gehorsam zu Gott zu führen und zur
Liebe zu seinen Mitmenschen.
In den Geboten
sehen wir mit Hilfe der Analyse der Gesetze
Gottes eine kohärente zusammenhängende Erläuterung der
zeitlichen Entwicklung der biblischen Botschaft
dessen, wie sich die biblische Botschaft im Laufe der Zeit entwickelt hat.
Das Gesetz Gottes ist seit jeher dasselbe. eben Alle Problemen und Fragen, die
Liturgie, Keuschheit, Almosen und Fragen des Glaubens betreffend, wird durch
eine sorgfältige Auslegung bei der Verlesung der Gesetze begegnet, die alle
sieben Jahre stattfindet.
Wir werden sehen,
das wir nicht durch die Einhaltung des Gesetzes gerettet werden. Wir werden
durch Gnade erlöst. Wir konnten, wie es uns der Jüdische Stamm und die christlichen
Völker in den letzten 3000 Jahren so ausführlich zeigten, das Gesetz ohne den Heiligen Geist nicht einhalten. Wir halten uns an das Gesetz, weil wir aus
Liebe und Gehorsamkeit Gott gegenüber dazu verpflichtet
sind. Dies
war schon immer so vorgesehen, doch die Priester dieser Welt lehrten uns
Anderes oder verfälschten die Gesetze Gottes und Seinen Kalender so sehr, dass sie nicht eingehalten werden können.
Die Hauptrichtung
des modernen Christentums lehrt, ausgehend von
einer fehlerhaften Interpretation der Stelle bei
Kolosser 2,14-15, fälschlicherweise, daß die Gesetze Gottes ans Kreuz genagelt
sind. Es war unsere Schuldenlast vor dem Gesetz, cheirographon, die ans Kreuz geschlagen wurde, und nicht das Gesetz Gottes. Die Römische Ordnung, die dann
Christentum genannt wurde, strebte danach,
Christus an die alte Ordnung des heidnischen
Systems anzupassen und dieses System in die bestehende griechisch-römische
politische Struktur zu integrieren. Dazu dieses zu bewerkstelligen, mußte das
ganze biblische System unauffällig unterminiert und zerstört werden.Auf diese Weise entstanden die Fiktion des Neuen
Testamentes und die Beseitigung der Gesetze
Gottes. Der Gotteskalender und sein System des Gottesdienstes
wurden durch den heidnischen Kalender des Sonnenkults und das Weihnachts- und
Ostersystem ersetzt.
Die Römer
übertrugen die Religion auf ihr Reich, und als
es zerstört wurde, schufen sie ein Ebenbild des Tieres damit das
religiöse System das Volk kontrollierten konnte und an die Stelle des Staates
treten konnte. Das konnte nur verwirklicht
werden, indem eine völlig veränderte Form des
religiösen Systems verwendet wurde, denn die bestehenden Gottesgesetze standen in
völligem Gegensatz zu dem griechisch-römischen politischen und religiösen
System des Dreieinigen Gottes. Dieses falsche religiöse und politische System
ist heute noch gültig, und Europa ist verpflichtet es durchzusetzen. Das wird sich
in der nahen Zukunft ändern.
Es ist unsere
Aufgabe wie es in den Gottesgesetzen geschrieben steht, das Gesetz zu lesen und auszulegen. Indem wir
das machen, sehen wir, was es langfristig unter der
Herrschaft des Messias ersetzen wird.
Wenn wir uns daran gehalten hätten, wären wir
nie vom Weg abgewichen, und unsere Geschichte
wäre anders verlaufen.
Unabhängig von beliebten
Fabeln existierten die Gesetze Gottes und die Gebote schon von Anfang
an zur Gänze. Das wird in den Texten The Doctrine of Original Sin Part 1, The Garden
of Eden [264] und Doctrine Sin Part 2
The Generations of Adam [248] gezeigt.
Die Vorstellung einer Gesetzesordnung des Noah, die schon vor Sinai
bestand, ist eine Fiktion des späteren Rabbinischen Judaismus.
Das Gottesverständinis und die Ehrfurcht vor Gott existierten in Israel von
Adam zu den Patriarchen und später in Ägypten:
Alle
Bibel Zitate in diesem Schriftstück sind von der Űbersetzung Martin
Luthers revidiert 1956/1964:
2 Mose 1,17-21 17
Aber die Hebammen fürchteten Gott und taten nicht, wie der König von
Ägypten ihnen gesagt hatte, sondern ließen die Kinder leben. 18 Da
rief der König von Ägypten die Hebammen und sprach zu ihnen: „Warum tut ihr
das, daß ihr die Kinder leben laßt?” 19 Die Hebammen antworteten dem
Pharao: „Die hebräischen Frauen sind nicht wie die ägyptischen, denn sie sind
kräftige Frauen. Ehe die Hebamme zu ihnen kommt, haben sie geboren.” 20 Darum
tat Gott den Hebammen Gutes. Und das Volk mehrte sich und wurde sehr stark. 21
Da gebot der Pharao seinem ganzen Volk und sprach: „Alle Söhne, die geboren
werden, werft in den Nil, aber alle Töchter laßt leben.”
Und Gott sprach
zu Seinen Dienern und Propheten, und besonders zu Moses durch den
Engel des Jahova (siehe The Angel of YHVH
[24]).
2 Mose 3,2-22. 2
Und der Engel des Herrn erschien ihm in einer feurigen Flamme aus dem
Dornbusch. Und er sah, daß der Busch im Feuer brannte und doch nicht verzehrt
wurde. 3 Da sprach er: „Ich will hingehen und die wundersame
Erscheinung besehen, warum der Busch nicht verbrennt.” 4 Als aber
der Herr sah, daß er hinging, um zu sehen, rief Gott ihn aus dem Busch und
sprach: „Mose, Mose!” Er antwortete: „Hier bin ich.” 5 Gott sprach:
„Tritt nicht herzu, zieh deine Schuhe von deinen Füßen; denn der Ort, darauf du
stehst, ist heiliges Land!” 6 Und er sprach weiter: „Ich bin der
Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs.”
Und Mose verhüllte sein Angesicht; denn er fürchtete sich, Gott anzuschauen. 7
Und der Herr sprach: „Ich habe das Elend meines Volks in Ägypten gesehen und
ihr Geschrei über Bedränger gehört; ich habe ihre Leiden erkannt. 8
Und ich bin herniedergefahren, daß ich sie errette aus der Ägypter Hand und sie
herausführe aus diesem Lande in ein gutes und weites Land, in ein Land, darin
Milch und Honig fließt, in das Gebiet der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter,
Perisiter, Hewiter und Jebusiter. 9 Weil nun das Geschrei der Kinder
Israels vor mich gekommen ist und ich dazu ihre Not gesehen habe, wie die
Ägypter sie bedrängen, 10 so geh nun hin, ich will dich zum Pharao
senden, damit du mein Volk, die Kinder Israels, aus Ägypten führst.” 11
Mose sprach zu Gott: „Wer bin ich, daß ich zum Pharao gehe und führe die Kinder
Israels aus Ägypten?” 12 Er sprach: „Ich will mit dir sein. Und das
soll dir das Zeichen sein, daß ich dich gesandt habe: Wenn du mein Volk aus
Ägypten geführt hast, werdet ihr Gott opfern auf diesem Berge.” 13
Mose sprach zu Gott: „Siehe, wenn ich zu den Kindern Israels komme und spreche
zu ihnen: Der Gott eurer Väter hat mich zu euch gesandt! und sie mir sagen
werden: Wie ist sein Name? was soll ich ihnen sagen?” 14 Gott sprach
zu Mose: „ICH WERDE SEIN, der ICH SEIN WERDE.” Und sprach: „So sollst du zu den
Kindern Israel sagen: ‚Ich werde sein’, ‚der hat mich zu euch gesandt’.” 15
Und Gott sprach weiter zu Mose: „So sollst du zu den Kindern Israels sagen: Der
Herr, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs
hat mich zu euch gasandt. Das ist mein Name auf ewig, mit dem man mich anrufen
soll von Geschlecht zu Geschlecht. 16 Darum geh hin und versammle
die Ältesten von Israel und sprich zu ihnen: Der Herr, der Gott eurer Väter,
ist mir erschienen, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, und
hat gesagt: Ich habe mich euer angenommen und gesehen, was euch in Ägypten
widerfahren ist, 17 und habe gesagt: Ich will euch aus dem Elend
Ägyptens führen in das Land der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Perisiter,
Hewiter und Jebusiter, in das Land, darin Milch und Honig fließt. 18 Und sie werden auf dich
hören. Danach sollst du mit den Ältesten Israels hineingehen zum König von
Ägypten und zu ihm sagen: Der Herr, der Gott der Hebräer, ist uns erschienen.
So laß uns nun gehen drei Tagereisen weit in die Wüste, daß wir opfern dem
Herrn, unserm Gott. 19 Aber ich weiß, daß euch der König von Ägypten
nicht wird ziehen lassen, er werde denn gezwungen durch eine starke Hand. 20
Daher werde ich meine Hand ausstrecken und Ägypten schlagen mit all den
Wundern, die ich darin tun werde. Danach wird er euch ziehen lassen. 21
Auch will ich diesem Volk Gunst verschaffen bei den Ägyptern, daß, wenn ihr
auszieht, ihr nicht leer auszieht, 22 sondern jede Frau soll sich
von ihrer Nachbarin und Hausgenossin silbernes und goldenes Geschmeide und
Kleider geben lassen. Die sollt ihr euren Söhnen und Töchtern anlegen und von
den Ägyptern als Beute nehmen.”
ICH WERDE SEIN, DER ICH SEIN WERDE bedeutet ‘eyeh’asher’eyeh’.
Der einzig Wahre Gott, der allein unsterblich
ist (Johannes 17,3; Johannes 5,20; 1 Timotheus 6,16), der Allerhöchste
(Elyon) (5 Mose 32,8), ELOAH (vgl.Esra 4,24-7,26; Sprüche 30,4-5) mußte sich selbst erweitern, um Gott als ELOHIM zu werden. Und diese Fähigkeit gab er
an seine Söhne
weiter. (vgl. Psalmen 82,1, 6).
Er salbte seinen
geistigen Sohn als ELOHIM,
Psalmen 45,7-8. 7
Gott, dein Thron bleibt immer und ewig; das Zepter deines Reichs ist ein
gerechtes Zepter. 8 Du liebst Gerechtigkeit und hassest gottloses Treiben;
darum hat dich der Herr, dein Gott, gesalbt mit Freudenől wie keinen
deinesgleichen.
und schickte ihn zur Menschheit.
Hebräer 1,8-9 8
Aber von dem Sohn sagte er: „Gott, dein Thron währt von Ewigkeit zu Ewigkeit”,
und „Das Zepter der Gerechtigkeit ist seines Rechtes Zepter.“ 9 Du
hast geliebt die Gerechtigkeit und gehaßt die Ungerechtigkeit; darum hat dich,
o Gott, gesalbt dein Gott mit dem Öl der Freude wie keinen andern neben dir.
Das geschah,
damit auch sie
ELOHIM werden könnten:
Psalmen 82,1-6 Ein Psalm Asaphs – Gott steht in der
Gottesgemeinde und ist Richter unter den Göttern. 2 „Wie lange wollt
ihr unrecht richten und die Gotteslosen vorziehen? (Sela) 3 Schaffet
Recht dem Armen und der Waise und helft dem Elenden und Bedürftigen zum Recht. 4
Errettet den Geringen und Armen und erlöst ihn aus der Gewalt der Gottlosen.” 5
Sie lassen sich nichts sagen und sehen nichts ein, sie tappen dahin im
Finstern. Darum wanken alle Grundfesten der Erde. 6 „Wohl habe ich
gesagt: Ihr seid Götter und allzumal Söhne des Höchsten!“
Eloah gab das
Volk Israel seinem Sohn zum Besitz , als Jahova von Israel.
5 Mose 32,8-9 8
Als der Höchste den Völkern Land zuteilte und der Menschen Kinder
voneinander schied, da setzte er die Grenzen der Völker nach der Zahl der
Kinder Israels. 9 Denn des Herrn Teil ist sein Volk, Jakob ist sein
Erbe.
Die Menschen
müssen zu ELOHIM werden, und die Schrift muss erfüllt werden. (Johannes
10,4-35) Und Gott sprach durch seine Diener und
Propheten zu den Menschen.
2 Mose 4,1-10
Mose antwortete und sprach: „Siehe, sie werden mir nicht glauben und nicht auf
mich hören, sondern werden sagen: Der Herr ist dir nicht erschienen.” 2
Der Herr sprach zu ihm: „Was hast du da in deiner Hand?” Er sprach: “Einen Stab.”
3 Der Herr sprach: „Wirf ihn auf die Erde.” Und er warf ihn auf die
Erde; da ward er zur Schlange, und Mose floh vor ihr. 4 Aber der
Herr sprach zu ihm: „Strecke deine Hand aus und erhasche sie beim Schwanz.” Da
streckte er seine Hand aus und ergriff sie, und sie ward zum Stab in seiner
Hand. 5 Und der Herr sprach: „Darum werden sie glauben, daß dir
erscheinen ist der Herr, der Gott ihrer Väter, der Gott Abrahams, der Gott
Isaaks, der Gott Jakobs.” 6 Und der Herr sprach weiter zu ihm:
„Stecke deine Hand in den Bausch deines Gewandes.” Und er streckte sie hinein.
Und als er sie wieder herauszog, siehe, da war sie aussätzig wie Schnee. 7
Und er sprach: „Tu sie wieder in den Bausch deines Gewandes.” Und er tat sie
wieder hinein. Und als er sie herauszog, siehe, da war sie wieder wie sein
anderes Fleisch. 8 Und der Herr sprach: „Wenn sie dir nun nicht
glauben und nicht auf dich hören werden bei dem einen Zeichen, so werden sie
dir doch glauben bei dem andern Zeichen. 9 Wenn sie aber diesen zwei
Zeichen nicht glauben und nicht auf dich hören werden, so nimm Wasser aus dem
Nil und gieß es auf das trockene Land; dann wird das Wasser, das du aus dem
Strom genommen hast, Blut werden auf dem trockenen Land.” 10 Mose
aber sprach zu dem Herrn: „Ach, mein Herr, ich bin von jeher nicht beredt
gewesen, auch jetzt nicht, seitdem du mit deinem Knecht redest; denn ich habe
eine schwere Sprache und eine schwere Zunge.”
2 Mose 4,29 Und
sie gingen hin und versammelten alle Ältesten der Kinder Israels.
Gott, als Eloah, sandte
Seine Boten, sowohl geistig als auch physisch, als Elohim zu den Menschen.
2 Mose 7,1 Der
Herr sprach zu Mose: „Siehe, ich habe dich zum Gott gesetzt für den Pharao, und
Aaron, dein Bruder, soll dein Prophet sein.”
Seit dieser Zeit
wirkt Gott durch sein Volk Israel, unter der Führung seines Sohnes, um die Welt zu erlösen. Dieses Geistwesen, von göttlicher Autorität, trug
Seinen Namen Jahova, und
sprach durch die Propheten zur Welt. Später erschien es aus Gehorsam zu Gott
in Fleisch und Blut.
2 Mose 11,1-10 1
Und der Herr sprach zu Mose: „Eine Plage noch will ich über den Pharao und
Ägypten kommen lassen. Dann wird er euch von hier wegziehen lassen, und nicht
nur das, sondern er wird euch von hier sogar vertreiben. 2 So sage
nun zu dem Volk, daß ein jeder sich von seinem Nachbarn und eine jede von ihrer
Nachbarin silbernes und goldenes Geschmeide geben lasse.” 3 Und der
Herr verschaffte dem Volk Gunst bei den Ägyptern, und Mose war ein sehr
angesehener Mann in Ägyptenland vor den Großen des Pharao und vor dem Volk. 4
Und Mose sprach: „So spricht der Herr: Um Mitternacht will ich durch
Ägyptenland gehen, 5 und alle Erstgeburt in Ägyptenland soll
sterben, vom ersten Sohn des Pharao an, der auf seinem Thron sitzt, bis zum
ersten Sohn der Magd, die hinter ihrer Mühle hockt, und alle Erstgeburt unter
dem Vieh. 6 Und es wird ein großes Geschrei sein in ganz
Ägyptenland, wie nie zuvor gewesen ist noch werden wird; 7 aber ganz
gegen Israel soll nicht ein Hund mucken, weder gegen Mensch noch Vieh, auf daß
der Herr einen Unterschied macht zwischen Ägypten und Israel. 8 Dann
werden zu mir herabkommen alle diese deine Großen und mir zu Füßen fallen und
sagen: Zieh aus, du und alles Volk, das dir nachgeht. Und daraufhin werde ich
ausziehen. Und Mose ging vom Pharao mit grimmigem Zorn. 9 Der Herr
aber sprach zu Mose: „Der Pharao wird nicht auf euch hören, auf daß meiner
Wunder noch mehr werden in Ägyptenland.” 10 Und Mose und Aaron
haben diese Wunder alle getan vor dem Pharao; aber der Herr verstockte ihm das
Herz, so daß er die Kinder Israels nicht ziehen ließ aus seinem Lande.
Gott bediente sich Israels,
um Wunder zu wirken und den Völkern und gefallenen Engeln Seine Macht zu zeigen.
2 Mose 14,1-30 1
Und der Herr redete mit Mose und sprach: 2 „Rede zu den Kindern Israels
und sprich, daß sie umkehren und sich lagern bei Pihachiroth zwischen Migdol
und dem Meer, vor Baal-Zephon; diesem gegenüber sollt ihr euch lagern. 3
Der Pharao aber wird sagen von den Kindern Israels: Sie haben sich verirrt im
Lande; die Wüste hat sie eingeschlossen. 4 Und ich will sein Herz
verstocken, daß er ihnen nachjage, und will meine Herrlichkeit erweisen an dem
Pharao und aller seiner Macht, und die Ägypter sollen innewerden, daß ich der
Herr bin.” – Und sie taten so. 5 Als es dem König von Ägypten
angesagt wurde, daß das Volk geflohen war, wurde sein Herz verwandelt und das
Herz seiner Großen gegen das Volk, und sie sprachen: „Warum haben wir das getan
und haben Israel ziehen lassen, so daß sie uns nicht mehr dienen?” 6
Und er spannte seinen Wagen an und nahm sein Volk mit sich 7 und
nahm sechshundert auserlesene Wagen und was sonst an Wagen in Ägypten war mit
Kämpfern auf jedem Wagen. 8 Und der Herr verstockte das Herz des
Pharao, des Königs von Ägypten, daß er den Kindern Israels nachjagte, während
sie voll Zuversicht weiterzogen. 9 Und die Ägypter jagten ihnen nach
mit Rossen, Wagen und ihren Männern und mit dem ganzen Heer des Pharao und
holten sie ein, als sie sich gelagert hatten am Meer bei Pihachiroth vor
Baal-Zephon. 10 Und als der Pharao nahe herankam, hoben die Kinder
Israels ihre Augen auf, und siehe, die Ägypter zogen hinter ihnen her. Und sie
fürchteten sich sehr und schrien zu dem Herrn 11 und sprachen zu
Mose: „Waren nicht Gräber in Ägypten, daß du uns wegführen mußtest, damit wir
in der Wüste sterben? Warum hast du uns das angetan, daß du uns aus Ägypten
geführt hast? 12 Haben wir’s dir nicht schon in Ägypten gesagt: Laß
uns in Ruhe, wir wollen den Ägyptern dienen? Es wäre besser für uns, den
Ägyptern zu dienen, als in der Wüste zu sterben.” 13 Da sprach Mose
zum Volk: „Fürchtet euch nicht, stehet fest und sehet zu, was für ein Heil der
Herr heute an euch tun wird. Denn wie ihr die Ägypter heute seht, werdet ihr
sie niemals wiedersehen. 14 Der Herr wird für euch streiten, und ihr
werdet stille sein.” 15 Und der Herr sprach zu Mose: „Was schreist
du zu mir? Sage den Kindern Israels, daß sie weiterziehen. 16 Du
aber hebe deinen Stab auf und recke deine Hand über das Meer und teile es
mitten durch, so daß die Kinder Israels auf dem Trockenen mitten durch das Meer
gehen. 17 Siehe, ich will das Herz der Ägypter verstocken, daß sie
hinter euch herziehen, und will meine Herrlichkeit erweisen an dem Pharao und
aller seiner Macht, an seinen Wagen und Männern. 18 Und die Ägypter
sollen innewerden, daß ich der Herr bin, wenn ich meine Herrlichkeit erweise an
dem Pharao und an seinen Wagen und Männern.” 19 Da erhob sich der
Engel Gottes, der vor dem Heer Israels herzog, und stellte sich hinter sie. Und
die Wolkensäule vor ihnen erhob sich und trat hinter sie 20 und kam
zwischen das Heer der Ägypter und das Heer Israels. Und dort war die Wolke
finster, und hier erleuchtete sich die Nacht, und so kamen die Heere die ganze
Nacht einander nicht näher. 21 Als nun Mose seine Hand über das Meer
reckte, ließ es der Herr zurückweichen durch einen starken Ostwind die ganze
Nacht und machte das Meer trocken, und die Wasser teilten sich. 22
Und die Kinder Israels gingen hinein mitten ins Meer auf dem Trockenen, und das
Wasser war ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken. 23 Und die
Ägypter folgten und zogen hinein ihnen nach, alle Rosse des Pharao, seine Wagen
und Männer, mitten ins Meer. 24 Als nun die Zeit der Morgenwache
kam, schaute der Herr auf das Heer der Ägypter aus der Feuersäule und der Wolke
und brachte einen Schrecken über ihr Heer 25 und hemmte die Räder
ihrer Wagen und machte, daß sie nur schwer vorwärtskamen. Da sprachen die
Ägypter: „Laßt uns fliehen vor Israel; der Herr streitet für sie wider
Ägypten.” 26 Aber der Herr sprach zu Mose: „Recke deine Hand aus
über das Meer, daß das Wasser wiederkomme und herfalle über die Ägypter, über
ihre Wagen und Männer.” 27 Da reckte Mose seine Hand aus über das
Meer, und das Meer kam gegen Morgen wieder in sein Bett, und die Ägypter flohen
ihm entgegen. So stürzte der Herr sie mitten ins Meer. 28 Und das
Wasser kam wieder und bedeckte Wagen und Männer, das ganze Heer des Pharao, das
ihnen nachgefolgt war ins Meer, so daß nicht
einer von ihnen übrigblieb. 29 Aber die Kinder Israels gingen
trocken mitten durchs Meer, und das Wasser war ihnen eine Mauer zur Rechten und
zur Linken. 30 So errettete der Herr an jenem Tage Israel aus der
Ägypter Hand. Und sie sahen die Ägypter tot am Ufer des Meeres liegen.
Israel
wurde mit der Taufe im Roten Meer in Seinen Dienst genommen. Er wurde zum Gegenstand
ihrer Anbetung und zum Mittelpunkt ihrer Gottesverehrung, mit dem Ziel,
seine Auserwählten zu werden, in der Obhut seines erweitertes Wesens als
Elohim, als der
Engel von Jahova.(vgl. Sach. 12,8).
Es werden 10 Lieder der Anbetung erwähnt
(vgl. (1) 2 Mose 15,1-19; (2) 4 Mose 21,17-19; (3) 5 Mose
32,1-43; (4) Richter 5,1-31; (5) 1 Samuel 2,1-10; (6) 2 Samuel
22,1-51; (7) Lukas 1,46-55; (8) Lukas 1,68-70, (9) Lukas 2,29-32; (10)
Offenbarung 14,3; 15,3)). Wenn das Lied von Moses
(5 Mose 32,1-43) ist, dann könnte das zweite Lied (vgl.2 Mose 15,1-19) das Lied
des Lammes sein, da es ein Lied der Anbetung ist. Diese beiden Lieder von Mose und dem Lamme sind jene,
die die Auserwählten identifizieren in der Wiederherstellung.
Offenbarung 15,3-4 3
Und sangen das Lied des Mose, des Knechtes Gottes, und das Lied des Lammes, und
sprachen: „Groß und wundersam sind deine Werke, Herr, allmächtiger Gott!
Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, du König der Völker. 4 Wer
sollte dich nicht fürchten, Herr, und deinen Namen preisen? Denn du allein bist
heilig! Ja, alle Völker werden kommen und anbeten vor dir, denn deine gerechten
Gerichte sind offenbar geworden.”
(vgl. Psalmen
86,9-12; Jesaja 66,15, 16, 23; Sacharja 2,11; Sacharja 14,16-21)
Mit dieser Handlung werden wir die Macht der Ruhmeslieder der Morgensterne wiederherstellen,
so, wie es am Anbeginn der Welt war. (Hiob 38,4-7):
Hiob 38,4-7 4
Wo warst du, als ich die Erde gründete? Sage mir’s, wenn du so klug bist! 5
Weißt du, wer ihr das Maß gesetzt hat oder wer über sie die Richtschnur gezogen
hat? 6 Worauf sind ihre Pfeiler eingesenkt, oder wer hat ihren
Eckstein gelegt, 7 als mich die Morgensterne miteinander lobten und
jauchzten alle Gottessöhne?
Wir werden Elohim
sein, und Gott wird unser Lied sein. Wir
bereiten Ihm eine Wohnung. Er ist der Elohim unserer Väter, und wir sind Sein
Tempel. Der Elohim unseres Elohim hat uns als seinen Wohnsitz auserwählt.
2 Mose 15,1-19 1
Damals sangen Mose und die Kinder Israels dies Lied dem Herrn und sprachen:
„Ich will dem Herrn singen, denn er hat eine herrliche Tat getan, Roß und Mann
hat er ins Meer gestürzt. 2 Der Herr ist meine Stärke und mein
Lobgesang und ist mein Heil. Das ist mein Gott, ich will ihn preisen, er ist
meines Vaters Gott, ich will ihn erheben. 3 Der Herr ist der rechte
Kriegsmann, HERR ist sein Name. 4 Des Pharao Wagen und seine Macht
warf er ins Meer, seine auserwählten Streiter versanken im Schilfmeer. 5
Die Tiefe hat sie bedeckt, sie sanken auf den Grund wie die Steine. 6
Herr, deine rechte Hand tut große Wunder, Herr, deine rechte Hand hat die
Feinde zerschlagen. 7 Und mit deiner großen Herrlichkeit hast du
deine Widersacher gestürzt; denn als du deinen Grimm ausließest, verzehrte er
sie wie Stoppeln. 8 Durch dein Schnauben türmten die Wasser sich
auf, die Fluten standen wie ein Wall; die Tiefen erstarrten mitten im Meer. 9
Der Feind gedachte: Ich will nachjagen und ergreifen und den Raub austeilen und
meinen Mut an ihnen kühlen. Ich will mein Schwert ausziehen, und meine Hand
soll sie verderben.10 Da ließest du deinen Wind blasen, und das Meer
bedeckte sie, und sie sanken unter wie Blei im mächtigen Wasser. 11
Herr, wer ist dir gleich unter den Göttern? Wer ist dir gleich, der so mächtig,
heilig, schrecklich, löblich und wundertätig ist? 12 Als du deine
rechte Hand ausrecktest, verschlang sie die Erde. 13 Du hast
geleitet durch deine Barmherzigkeit dein Volk, das du erlöst hast, und hast sie
geführt durch deine Stärke zu deiner heiligen Wohnung. 14 Als das
die Völker hörten, erbebten sie; Angst kam die Philister an. 15 Da
erschraken die Fürsten Edoms, Zittern kam die Gewaltigen Moabs an, alle
Bewohner Kanaans wurden feig.16 Es fiel auf sie Erschrecken und
Furcht; vor deinem mächtigen Arm erstarrten sie wie die Steine, bis dein Volk,
Herr, hindurchzog, bis das Volk hindurchzog, das du erworben hast. 17
Du brachtest sie hinein und pflanztest sie ein auf dem Berge deines Erbteils,
den du, Herr, dir zur Wohnung gemacht hast, zu deinem Heiligtum, Herr, das
deine Hand bereitet hat. 18 Der Herr wird König sein immer und ewig.
19 Denn der Pharao zog hinein ins Meer mit Rossen und Wagen und
Männern. Und der Herr ließ das Meer wieder über sie kommen. Aber die Kinder
Israels gingen trocken mitten durchs Meer.”
Israel wurde
gerettet und so auf den Berg von Jahwes Vermächtnis
verpflanzt. Jakob herrscht als Israel vom
Gottesberg aus (vgl. 5 Mose 32,8). Jakob als Israel der Bedeutung „Er soll wie Gott herrschen”
wurde von Jahova in
das von seinen Händen gebaute Heiligtum gebracht.Auf diese Weise wurden wir zu Miterben Jahovas, und als Miterben nehmen
wir als Elohim an dem Erbe teil, das uns aus freiem Willen gegeben wird, die
unser Vater Eloah ausgewählt hat (Römer 8,17; Galater 3,29; Titus 3,7; Hebräer
1,14; 6,17; 11,9; Jakobus 2, 5; Petrus 3,7; vgl. auch Maleachi 2,10; Hebräer
2,11). Wir sind Gottessöhne zusammen mit den himmlischen Heerscharen
(vgl.Hiob1,6; 2,1), alle geheiligt unter einem Vater (vgl.Maleachi
2,10) von
derselben Herkunft wie der Messias
(Hebräer 2,11), da er durch die Auferstehung von den Toten mit Befugnis zum Sohn
Gottes geworden ist. (Römer 1,4).
Aber die Menschen
murrten gegen ihre Befreiung:
2 Mose 15,20-27
20 Da nahm Mirjam, die Prophetin, Aarons Schwester, eine Pauke in
ihre Hand, und alle Frauen folgten ihr nach mit Pauken im Reigen.21
Und Mirjam sang ihnen vor: „Laßt uns dem Herrn singen, denn er hat eine
herrliche Tat getan, Roß und Mann hat er ins Meer gestürzt.” 22 Mose
ließ Israel ziehen vom Schilfmeer hinaus zu der Wüste Schur. Und sie wanderten
drei Tage in der Wüste und fanden kein Wasser. 23 Da kamen sie nach
Mara; aber sie konnten das Wasser von Mara nicht trinken, denn es war sehr
bitter. Daher nannte man den Ort Mara. 24 Da murrte das Volk wider
Mose und sprach: „Was sollen wir trinken?” 25 Er schrie zu dem
Herrn, und der Herr zeigte ihm ein Holz; das warf er ins Wasser, da wurde es
süß. Dort gab er ihnen Gesetz und Recht und versuchte sie 26 und
sprach: „Wirst du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorchen und tun, was
recht ist vor ihm, und merken auf seine Gebote und halten alle seine Gesetze,
so will ich dir keine der Krankheiten auferlegen, die ich den Ägyptern
auferlegt habe; denn ich bin der Herr, dein Arzt.” 27 Und sie kamen
nach Elim; da waren zwölf Wasserquellen und siebzig Palmbäume. Und sie lagerten
sich dort am Wasser.
Israel sollte von
seiner Ungerechtigkeit geheilt und den zwölf und den siebzig untergeordnet
werden, die sie unter
der Führung des Messias mit Wasser versorgen und schützen
sollten, wie sie es in Elim getan hatten (siehe Moses
and the Gods of Egypt [105] und Pentecost
at Sinai [115]).
Aber Gott wies
sie zuerst mit Nahrung zurecht, die zu reichhaltig für eine Verdauung war:
2 Mose 16,9-12 9
Und Mose sprach zu Aaron: „Sage der ganzen Gemeinde der Kinder Israels: Kommt
herbei vor den Herrn, denn er hat euer Murren gehört.” 10 Und als
Aaron noch redete zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israels, wandten sie sich
zur Wüste hin, und siehe, die Herrlichkeit des Herrn erschien in der Wolke. 11
Und der Herr sprach zu Mose: 12 „Ich habe das Murren der
Kinder Israels gehört. Sage ihnen: Gegen Abend sollt ihr Fleisch zu essen haben
und am Morgen von Brot satt werden und sollt innewerden, daß ich, der Herr,
euer Gott bin.”
Gott ernährte sie vierzig Jahre lang in der Wüste mit
Manna. Jene, die
das Erbe Gottes abgewiesen hatten, starben. Die
Versorgung in der Wüste war ein Schatten dessen,
was noch folgen sollte, denn es wies auf die Kirche als Auserwählte hin und auf den heiligen Geist als
sein Beistand in
vierzig Jubeljahren. Wir kőnnen Gott in unserem jetzigen Zustand nicht sehen, sonst müssten wir
sicher sterben. Kein Mensch hat ihn gesehen oder wird ihn je sehen können. Er allein, der sich in unzugänglichem Licht aufhält, ist
unsterblich (1 Timotheus 6, 16).
Dies
müssen wir bis zur Wiederkehr des Messias im Gedächtnis behalten.
2 Mose 16,32-36
32 Und Mose sprach: „Das ist’s, was der Herr geboten hat: Fülle
einen Krug davon, um es aufzubewahren für eure Nachkommen, auf daß man sehe das
Brot, mit dem ich euch gespeist habe in der Wüste, als ich euch aus Ägyptenland
führte.” 33 Und Mose sprach zu Aaron: „Nimm ein Gefäß und tu Manna
hinein, den zehnten Teil eines Scheffels, und stelle es hin vor den Herrn, daß
es aufbewahrt werde für eure Nachkommen.” 34 Wie der Herr es Mose
geboten hatte, so stellte Aaron das Gefäß vor die Lade mit dem Gesetz, damit es
aufbewahrt werde. 35 Und die Kinder Israels aßen Manna vierzig Jahre
lang, bis sie in bewohntes Land kamen; bis an die Grenze des Landes Kanaan aßen
sie Manna. 36 Ein Krug ist aber der zehnte Teil eines Scheffels.
Gott bestimmte
die Bedingungen, unter denen wir das Erbe dieser Verheißung antreten und Ihm
ein besonderer Schatz werden können.
2.Mose 19,1-25 1
Am ersten Tag des dritten Monats nach dem Auszug der Kinder Israels aus Ägyptenland,
genau auf den Tag, kamen sie in die Wüste Sinai. 2 Denn sie waren
ausgezogen von Raphidim und kamen in die Wüste gegenüber dem Berge. 3
Und Mose stieg hinauf zu Gott. Und der Herr rief ihm vom Berge zu und sprach:
„So sollst du sagen zu dem Hause Jakob und verkündigen den Kindern Israels: 4
Ihr habt gesehen, was ich mit den
Ägyptern getan habe und wie ich euch getragen habe auf Adlerflügeln und euch zu
mir gebracht. 5 Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen
Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze
Erde ist mein. 6 Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und
ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Kindern Israels sagen
sollst.” 7 Mose kam und berief die Ältesten des Volks und legte
ihnen alle diese Worte vor, die ihm der Herr geboten hatte. 8 Und
alles Volk antwortete einmütig und sprach: „Alles, was der Herr geredet hat,
wollen wir tun.” Und Mose sagte die Worte des Volks dem Herrn wieder. 9
Und der Herr sprach zu Mose: „Siehe, ich will zu dir kommen in einer dichten
Wolke, auf daß dies Volk es höre, wenn ich mit dir rede, und dir für immer
glaube.” Und Mose verkündete dem Herrn die Worte des Volks. 10 Und
der Herr sprach zu Mose: „Geh hin zum Volk und heilige sie heute und morgen,
daß sie ihre Kleider waschen 11 und bereit seien für den dritten
Tag; denn am dritten Tage wird der Herr vor allem Volk herabfahren auf den Berg
Sinai. 12 Und zieh eine Grenze um das Volk und sprich zu ihnen:
Hütet euch, auf den Berg zu steigen oder seinen Fuß anzurühren; denn wer den
Berg anrührt, der soll des Todes sterben. 13 Keine Hand soll ihn
anrühren, sondern er soll gesteinigt oder erschossen werden; es sei Tier oder
Mensch, sie sollen nicht leben bleiben. Wenn aber das Widderhorn lange tönen
wird, dann soll man auf den Berg steigen.” 14 Mose stieg vom Berge
zum Volk herab und heiligte sie, und sie wuschen ihre Kleider. 15
Und er sprach zu ihnen: „Seid bereit für den dritten Tag, und keiner rühre eine
Frau an.” 16 Als nun der dritte Tag kam und es Morgen ward, da erhob
sich ein Donnern und Blitzen und eine dichte Wolke auf dem Berge und der Ton
einer sehr starken Posaune. Das ganze Volk aber, das im Lager war, erschrak. 17
Und Mose führte das Volk aus dem Lager Gott entgegen, und es trat unten an den
Berg. 18 Der ganze Berg Sinai aber rauchte, weil der Herr auf den
Berg herabfuhr im Feuer; und der Rauch stieg auf wie der Rauch von einem
Schmelzofen, und der ganze Berg bebte sehr. 19 Und der Posaune Ton
ward immer stärker. Und Mose redete, und Gott antwortete ihm laut. 20
Als nun der Herr herniedergekommen war auf den Berg Sinai, oben auf seinen
Gipfel, berief er Mose hinauf auf den Gipfel des Berges, und Mose stieg hinauf.
21 Da sprach der Herr zu ihm: „Steig hinab und verwarne das Volk,
daß sie nicht durchbrechen zum Herrn, ihn zu sehen, und viele von ihnen fallen.
22 Auch die Priester, die sonst zum Herrn nahen dürfen, sollen sich
heiligen, daß sie der Herr nicht zerschmettere.” 23 Mose aber sprach
zum Herrn: „Das Volk kann nicht auf den Berg Sinai steigen, denn du hast uns
verwarnt und gesagt: Zieh eine Grenze um den Berg und heilige ihn.” 24
Und der Herr sprach zu ihm: „Geh hin, steig hinab und komm wieder herauf, du
und Aaron mit dir; aber die Priester und das Volk sollen nicht durchbrechen,
daß sie hinaufsteigen zu dem Herrn, damit er sie nicht zerschmettere.” 25
Und Mose stieg hinunter zum Volk und sagte es ihm.
Gott übergab das Gesetz durch den Großen Engel (der Engel
des Großen Rats in der LXX-Übersetzung). Auf diesem
Weg, mit Hilfe eines Vermittlers, gab
Gott Mose die Gliederung der Gesetze, und dieser geistige Fels war
Christus (1 Korinther 10,4).
2 Mose 20,1-3
Und Gott redete alle diese Worte: 2 „Ich bin der Herr, dein Gott,
der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe.
[І] 3 Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
[ІІ] 4 Du sollst dir kein Bildnis noch
irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem,
was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist:5 Bete
sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein
eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte
Glied an den Kindern derer, die mich hassen, 6 aber Barmherzigkeit
erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.
[ІІІ] 7 Du sollst den Namen des Herrn,
deines Gottes, nicht mißbrauchen; denn der Herr wird den nicht ungestraft
lassen, der seinen Namen mißbraucht.
[ІV] 8 Gedenke des Sabbattages, daß du ihn heiligest. 9
Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. 10 Aber am
siebenten Tage ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du keine
Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein
Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. 11 Denn
in sechs Tagen hat der Herr Himmel und und Erde gemacht und das Meer und alles,
was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der Herr den
Sabbattag und heiligte ihn.
[V] 12 Du
sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß du lange lebest in dem
Lande, das dir der Herr, dein Gott, geben wird.
[VІ] 13 Du sollst nicht töten.
[VII] 14
Du sollst nicht ehebrechen.
[VIII] 15
Du sollst nicht stehlen.
[IX] 16
Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
[X] 17 Du
sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines
Nächsten Weib, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat.“
Die Teilung des
Gesetzes in die zwei Großen Gebote wird später
im fünften Buche Mose vorgenommen.
Die Struktur ist leicht identifizierbar: In den ersten vier Geboten geht es um
die Liebe zu Gott, und in den letzten sechs Geboten um die Liebe zum
Mitmenschen. Das wurde dann auch dem Volke beigebracht
(siehe Love and the Structure of the Law
[200]).
Wir
sind als erstes Gott verpflichtet, dann erst unseren Mitmenschen. Unsere
Pflicht besteht darin, zu einem geeigneten,
passenden Behälter für den Lebendigen Gott zu
werden. Er ist der Gott der Lebenden, nicht der Toten.
Matthäus 22,29-46 29
Jesus aber antwortete und und sprach zu ihnen: „Ihr irret und kennet die
Schrift nicht noch die Kraft Gottes. 30 In der Auferstehung werden
sie weder freien noch sich freien lassen, sondern sie sind gleichwie die Engel
im Himmel. 31 Habt ihr aber nicht gelesen von der Auferstehung der
Toten, was euch gesagt ist von Gott, da er spricht: 32 ‚Ich bin der
Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs’? Gott ist nicht ein Gott
der Toten, sondern der Lebendigen.“ 33 Und da solches das Volk
hörte, entsetzten sie über seine Lehre. 34 Da aber die Pharisäer hörten,
daß er den Sadduzäern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich. 35
Und einer unter ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und fragte: 36
„Meister, welches ist das vornehmste Gebot im Gesetz?” 37 Jesus aber
sprach zu ihm: „Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von
ganzer Seele und von ganzem Gemüte. 38 Dies ist das vornehmste und
größte Gebot. 39 Das andre aber ist dem gleich: Du sollst deinen
Nächsten lieben wie dich selbst. 40 An diesen zwei Geboten hängt das
ganze Gesetz und die Propheten.“ 41 Da nun die Pharisäer beieinander
waren, fragte sie Jesus 42 und sprach: „Was denkt ihr von dem
Christus? Wessen Sohn ist er?” Sie sprachen: „Davids.” 43 Er sprach
zu ihnen: „Wie kann ihn dann David im Geist einen Herrn nennen, wenn er sagt: 44
Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: ‚Setze dich zu meiner Rechten, bis daß ich
lege deine Feinde unter deine Füße?’ 45 So nun David ihn einen Herrn
nennt, wie ist er dann sein Sohn?” 46
Und niemand konnte ihm ein Wort antworten, und wagte auch niemand von dem Tage
an, ihn hinfort zu fragen.
Wieso nannte
David ihn seinen
Herrn und Elohim (Psalmen 45,6-7; Hebräer 1,8-9)? Weil er der Elohim Israels
war, der mit den Patriarchen und Propheten sprach. Er war der Engel des Jahova,
der Führer von Israel. (Sacharja 12,8).
Der erste Teil des Gesetzes bezieht sich auf die Liebe zu
Gott. Sie muß von ganzem Herzen, Verstand
und ganzer Seele kommen. Der zweite Teil bedeutet: Liebe deinen Nächsten
wie dich selbst. Denn wenn du deinen Nächsten, den du gesehen hast, nicht
liebst, wie kannst du dann Gott, den du nicht gesehen hast, lieben?
1 Johannes
4,20-21 20 So jemand spricht: „Ich liebe Gott, und hasset seinen
Bruder, der ist ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht,
wie kann er Gott lieben, den er nicht sieht?” 21 Und dies Gebot
haben wir von ihm, daß, wer Gott liebt, daß er auch seinen Bruder liebe.
Die Struktur des
ersten Großen Gebotes bildet die Grundlage für
das zweite Große Gebot, und an diesen zwei
Geboten hängen das gesamte
Gesetz und die Propheten. Somit sind die Zehn
Gebote eine Untergliederung dieser zwei Gebote, und die übrigen Gesetze eine
Untergliederung der Zehn Gebote. Das Erste Große
Gebot ist in den ersten vier der Zehn Gebote
enthalten.
Der Herr verhält sich nach dieser Struktur, ausgehend von der
Logik, daß Er der Ursprung aller Schöpfung und
Erlösung ist. Er bestimmt, wem und nach welchen Regeln das Ewige Leben
gegeben wird.
Das Erste Gebot verkündet die Einzigartigkeit und
Vormachtstellung Gottes.
2 Mose 20,1-3 1 Und Gott redete alle diese Worte: 2
„Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der
Knechtschaft geführt hat. 3 Du sollst keine anderen Götter haben
neben mir.”
Das Zweite Gebot
erklärt die Weltlichkeit der Abgötterei und die
Anbetung materieller Dinge. Gott will, daß die Menschen Ihn in Geist und
Wahrheit anbeten.
[ІІ] 4
Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was
oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser
unter der Erde ist: 5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn
ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter
heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich
hassen, 6 aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich
lieben und meine Gebote halten.
Dieses Gebot macht uns auf das Thema der Anbetung aufmerksam. Wir dürfen
uns keinen
Ebenbild von irgendetwas machen, vor dem wir niederknien oder es
verehren. Das bedeutet jegliches, wie ein
Kreuz, verschiedene Statuen und sogenannte Darstellungen von Gott selber, und selbstverständlich nicht von Christus und den toten Heiligen, von
denen nur Christus alleine auferstanden ist.
Das dritte Gebot wurde geschaffen, um die Macht des Namens
Gottes zu schützen und alle Taten, die in
Seinem Namen geschehen, sei es das Gottesgericht, das geistige Amt oder die Verwaltung. Alles geschieht durch seine Macht, Stärke und Autorität.
[ІІІ] 7 Du sollst den Namen des Herrn,
deines Gottes, nicht mißbrauchen; denn der Herr wird den nicht ungestraft
lassen, der seinen Namen mißbraucht.
Das Vierte Gebot
beabsichtigt, Seine gesamte Struktur in Seiner Ordnung des Gesetzes, in Seinen
Kalender und System einzubinden. Das Vierte Gebot weist nicht nur auf den Tag
des Sabbats hin, es identifiziert das Sabbatsystem sowie das gesamte Gesetz und die Ordnung des Systems.
[ІV] 8 Gedenke des Sabbattages, daß du ihn heiligest. 9
Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. 10 Aber am
siebenten Tage ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du keine
Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein
Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. 11 Denn
in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was
darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der Herr den Sabbattag
und heiligte ihn.
So bedeutet die Einführung eines Kalenders, der auf einem anderen System
oder eine andere
Basis beruht, Blasphemie, einen Gesetzesbruch und die Anbetung eines falschen
Gottes.
Gott führte die Sabbate und die Neumonde ein, aber auch die jährlichen Sabbate und
Feste.Keine andere Struktur außer der, die er verordnet hat, ist zulässig.Das
gefälschte Sonntagssystem, aber auch das Feiern von Weihnachten und Ostern ist
das System des Dreieinigen Gottes und darum
heidnisch. Es entspricht einer Übertretung
aller vier Gebote des Ersten Großen Gebotes
(siehe Origins of Christmas and Easter
[235]; The Doctrine of Original Sin Part 1 The Garden of Eden [246] und Doctrine of Original Sin Part 2 The
Generations of Adam [248]).
Die Annahmen, auf
die sich das moderne Christentum stützt, daß nämlich die Gesetze Gottes
aufgehoben sind, entspringen einer tiefen Unkenntnis der Struktur des Gesetzes,
der Propheten, der Botschaft Christi und der Apostel. Es besteht im Gesetz
Gottes ein Unterschied zwischen dem Gesetz, das
zurückgeht auf die Zwei Großen Gebote und die Zehn Gebote einerseits und die
Opferbestimmungen, die die sogenannten Zeremoniellen Gesetze bilden,
andererseits, und die Teil des Tempelsystems sind. Ein großer Teil des
modernen Christentums verwechselt diese Punkte und ordnet den Kalender und
andere wichtige Aspekte des Gesetzes fälschlicherweise den Opferbestimmungen
zu, damit das Gottesgesetz nicht beachtet werden muss und
durch das heidnischeSystem der Sonnen- und Mysterienkulte missbraucht werden
kann. Dieser Unterschied wird in dem Referat
Distinction in the Law [096] erklärt
und auch im Rahmen der Referate (s.o.) untersucht, die sich mit den einzelnen Geboten
beschäftigen .