Christen-Gemeinden Gottes
[255]
Das Gesetz und das Dritte Gebot [255]
(Ausgabe
1.1 19981006-19990526)
Es ist
geschrieben: Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht mißbrauchen;
denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht. In
den Rechtsordnungen enthält das dritte Gebot die ganze Konzeption der Macht und
Autorität Gottes.
Dieses Gebot
behandelt nicht nur das profane und törichte Gerede mit seinem Namen, es
bezieht sich auch auf die gesamte zivile und religiöse Gesetzesordnung und auf
den Kalender, der festgesetzt wurde, damit diese Ordnung funktionieren kann.
Wenn man vorgibt, Gott unter einem anderen System zu dienen, stellt dies ebenso
eine Übertretung dieses Gebotes dar.
E-Mail: secretary@ccg.org
(Copyright 1998, 1999 Ervin Yarnell and Wade Cox)
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Artikel darf nur kopiert und verbreitet werden, wenn er in vollem Umfang
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Das Gesetz und das Dritte Gebot [255]
Es steht
geschrieben:
2 Mose (Exodus)
20,7 Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht mißbrauchen; denn der
HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht.
5 Mose
(Deuteronomium) 5,11 Du sollst den Namen des HERRN, Deines Gottes nicht
mißbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen
mißbraucht.
Gott
als Quelle der Macht und Autorität
Der Name Gottes
ist im Singular Eloah. Er ist die Quelle der ganzen Macht und Autorität und
wird im Tempel angebetet.
Esra 4,17 - 7,26
Er verbreitet
sich, um Alles in Allem zu werden. So wird er zum Elohim. Doch Er ist der
einzige Gott.
5 Mose
(Deuteronomium) 6,4-5
6,4 Höre, Israel,
der HERR ist unser Gott, der HERR allein.
6,5 Und du sollst
den HERRN, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit
all deiner Kraft.
2 Mose
(Exodus) 13,14 zeigt uns, daß Gott zu etwas wird. Er sagt hier, ich werde sein,
zu was ich werde (‘eyeh ‘asher ‘eyeh – vgl. Oxford
Annotated RSV und Bullinger,
Companion Bible zu diesem Vers).
Die ganze
Ausübung der Macht erfolgt, nach Gottes Anweisung, in Seinem Namen als Jahwe
der Heerscharen. So wird jedes Wesen, das für ihn handelt, nach seinem Namen
Jahwe genannt (vgl. Angel of YHVH [024];
Gen. Kap. 18 und 19).
Gebrauch
des Namens Gottes und die Macht
Gott leitet und
lehrt uns, Seine Liebenswürdigkeit macht uns vollkommen, und wir sind dank
Seiner Erlösung gerettet. Er ist unsere Festung und unser Befreier (vgl.
2 Sam. 22,32-35; Ps. 18,34; 144,1). Alle Macht stammt von Gott, und die
Mächte sind von Gott ernannt (Röm 13,1, 2, 7).
Doch wir sollen
mehr auf Gott hören als auf die Menschen (Apg 5,29). Rache und Vergeltung
liegen in seiner Hand (Deut. 32,35; Ps. 94,1; Heb. 10,30; Röm 12,19).
Deuteronomium 10,20
Den HERRN, deinen Gott, sollst du fürchten, ihm sollst du dienen, ihm sollst du
anhangen und bei seinem Namen schwören.
Deuteronomium 5,13
Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun.
Seine
Rechtsordnung enthält das ganze System der Einteilung der Woche.
Das
Kalendersystem unter Seinem Namen ist im Vierten Gebot enthalten (vgl. Das Gesetz und das Vierte Gebot [256]).
Die Feste und der
Sabbat sind Seine Feste, und alle Aktivitäten geschehen im Namen des Einzigen
Wahren Gottes. Sein Messias handelte im Rahmen dieses Systems und änderte die
Struktur der Heiligen Tage und des Sabbats nicht. Er handelte im Namen Gottes,
und er hatte nicht Gottes Namen mißbraucht. Er erfüllte die Gebote und
Sabbatgesetze und auch das Webeopfer. Er setzte sie nicht außer Kraft und
veränderte sie nicht. Nur einmal für alle Male verwirklichte er sie.
Mißbrauch
des Namens Gottes als Autorität
3 Mose 19,12
Ihr sollt nicht falsch schwören bei meinem Namen und den Namen eures Gottes
nicht entheiligen: Ich bin der HERR.
Die ganze
Autorität ist dazu gegeben, um zu handeln und alle Dinge in der Rechtsordnung
Gottes aufzunehmen. Alle religiösen Systeme, die sich in ihrem Handeln auf die
Bibel berufen und die die Rechtsordnung beeinflussen oder ändern, mißbrauchen
den Namen des Einzigen Gottes, übertreten das Dritte Gebot.
Das ist die
Bildung solcher Gottesgebote und Systeme, die nicht auf die Bibel und deren
Bedingungen gegründet sind und die Rechtsordnung übertreten .
So verzerrt das
ganze System die Rechtsordnung Gottes. Es ist nicht erlaubt, nur einen Teil der
Rechtsordnung zu erfüllen, den anderen abzuweisen.
Es ist nicht
erlaubt zu behaupten, dem wahren Gott im Namen Jesu Christi zu dienen, und
dabei den Sabbat und die Feste
abzulehnen, und dabei heidnische Gottesdienst- und Sonnenkultsysteme zu übernehmen. So sind der Sonntagsgottesdienst und
die Feste Weihnachten und Ostern nicht nur eine Übertretung des vierten
Gebotes, sondern auch die Mißachtung des dritten Gebotes und des ganzen
Systems.
Gott sagt, daß Er
ihre Feste und Sabbatfeiern (Jesaja 1,11-20) wegen ihrer Heuchelei haßt.
Falsche
Sabbattage bedeutet nicht nur der Gottesdienst an einem anderen Tag, zum
Beispiel am Sonntag. Das ist der unechte Gottesdienst für den Herrn, wegen der
Ungerechtigkeit, Böswilligkeit und Heuchelei. Gott haßt diese Falschheit und
Götzenpriester. Sie sind schwarz gekleidet, dienen Baal und dem Sonnenkult
(vgl. 2 Könige 23,5; Hosea 10,5; Zefanja 1,4).
Es ist uns gesagt
worden, den Namen Gottes nicht zu mißbrauchen, wie auch nicht falsch zu
schwören bei Seinem Namen.
Der
Mißbrauch des Namens Gottes
Gott hat gesagt:
2 Mose (Exodus)
20,7 Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht mißbrauchen; denn der
HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht.
3 Mose
(Leviticus) 19,12 Ihr sollt nicht falsch schwören bei meinem Namen und den
Namen eures Gottes nicht entheiligen; ich bin der HERR.
Psalm 99,2-3 2
Der HERR ist groß in Zion / und erhaben über alle Völker. 3
Preisen sollen sie deinen großen und wunderbaren Namen, /– DENN ER IST
HEILIG –
Psalm 111,9 Er
sendet eine Erlösung seinem Volk; er verheißt, daß sein Bund ewig bleiben
soll. / Heilig und hehr ist sein Name.
Jeremia 14,9 Warum
stellst du dich wie einer, der verzagt ist, und wie ein Held, der nicht helfen
kann? Du bist ja doch unter uns, HERR, und wir heißen nach deinem Namen; verlaß
uns nicht!
Der
unsichtbare Gott
Die Schriften
sagen uns, daß Gott niemals zu sehen war, und niemand hat seine Stimme gehört.
Wer ist dieser Gott, der nur durch Seinen Namen bekannt ist?
Johannes 1,18a Niemand hat Gott je gesehen.
2 Mose (Exodus)
32,20 Und Er sagte: Du kannst mein Gesicht nicht sehen: Weil der Mensch wird
mich nicht sehen und leben.
Johannes 5,37 Und
der Vater, der mich gesandt hat, hat von mir Zeugnis gegeben. Ihr habt niemals
seine Stimme gehört noch seine Gestalt gesehen.
Christus
identifiziert hier den Vater als Wesen, das von niemandem gesehen worden ist;
auch nicht Seine Gestalt oder Form wurde jemals gesehen, und von niemandem ist
Seine Stimme gehört worden.
Die Schriften des
Paulus im Neuen Testament beschreiben den „unsichtbaren“ Gott.
Kolosser 1,15 Er ist
das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung.
1 Timotheus
1,17 Aber Gott, dem ewigen König, dem Unvergänglichen und Unsichtbaren, der
allein Gott ist, sei Ehre und Preis in Ewigkeit! Amen.
Hebräer 11,27
Durch den Glauben verließ er Ägypten und fürchtete nicht den Zorn des Königs;
denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.
Dieser Gott, den
niemand gesehen hat, hat einen Namen. Gottes Name weist darauf hin, daß es ihn
gibt. Gottes Name ist Elohim oder Jahwe
der Heerscharen. Manchmal wird Gottes Name falsch gebraucht – als Jehowa oder Jahwe.
Wie kann man
Gottes Name „mißbrauchen”?
Die jungen
Analytiker geben mehrere Bedeutungen des Wortes „mißbrauchen“. Das sind:
·
Überheblichkeit: diese Bedeutung kommt vom hebräischen Wort hebel (Jer. 10,3)
·
Vergeblich – von dem hebräischen Wort chinnam
(Esra 6,10)
·
Hohl, leer – von nabab (Job
11,11, 12)
·
Hohl, gemein – von rig (Ps. 2,1;
Jer. 51,58)
·
Arglistig oder lügend – von sheqer
(Ex. 5,9)
·
Geistlos oder zerstörend – von tohu
(Jesaja 45,18; vgl. Gen. 1,2; Jer. 4,23)
·
Sinnlos oder unbenutzbar – von dem Griechischen mataios
Alle diese Wörter
werden in diesem Kontext mit der Bedeutung mißbrauchen
übersetzt. Aus den Schriften kann man sehen, daß jedes von diesen einzelnen
Wörtern eine unterschiedliche Bedeutung hat. Für das Wort mißbrauchen wird im dritten Gebot ein anderes hebräisches Wort
verwendet. Das hebräische Wort heißt shav
oder shawv. Dieses Wortes hat
auch die Bedeutung von Lüge, Unwahrheit, also Gemeinheit.
In dem
Hebräischen Wörterbuch von Strong (SHD) 7723 hat shawv die Bedeutung von Zerstörung,
Götzenverehrung, Untergang, Vergeblichkeit,
Mißbrauch, Arglist.
Bei
der Analyse des dritten Gebotes werden wir die Aufmerksamkeit auf viele
Bedeutungen lenken, auf die sich dieses Gebot bezieht.
Gottes
Name wurde geschrieben, aber nicht ausgesprochen
Der Name Gottes
bedeutete für die Hebräer sehr viel. Nach der Babylonischen Gefangenschaft
wurde im Stamm von Juda und in den Teilstämmen von Levi und Benjamin Gottes
Name so heilig, daß er zwar oft geschrieben wurde, ausgesprochen wurde er
jedoch nie. Wenn der Leser in der Synagoge bis zum „YHVH“ kam, wurde dieses
Wort durch „Adonay“ ersetzt, was „HERR“ bedeutet.
Die hebräische
Schrift bestand, wie die moderne Kurzschrift, nur aus Konsonanten. Die Vokale
wurden später hinzugefügt – für diejenigen, die nicht mit den mündlichen
Überlieferungen der Hebräer vertraut waren. Sie bestanden aus mehreren kleinen
Zeichen, die Vokalpunkte genannt wurden, und befanden sich über, neben und
unter dem Konsonantentext, doch wurden nie darin eingeschlossen.
So wurden um die
Buchstaben von Gottes Namen die Vokale des Wortes „Adonay“ ergänzt (SHD 136),
die man lesen mußte. Als Resultat dieser Praxis erschien in neuerer Zeit das
Hybridwort „Jehova“, eine Zusammensetzung aus dem Wort „YHVH“ und den Vokalen
von „Adonay“. Dieses Wort wurde 134 Mal von Sopherim, den Schriftenschreibern
der rabbinischen Zeiten, geändert. Wir wissen, wie und wo diese Änderungen
erfolgt sind. Von der Archäologie des Altertums ist uns bekannt, daß die
Kurzform des Gottesnamens Yaho war (vgl. J. B. Pritchard, The Ancient Near East, Princeton, 1958,
Bd. 1, S. 278-282). Das war falsch geschrieben – als Jah. Die hebräische
Sprache besitzt kein J, und der Vokal ist fälschlicherweise im Text weggelassen
worden, wie wir das in den alten Texten und deren Formen sehen können – etwa in
dem Text des Tempels bei Elephantine (vgl. Ps. 68,4 KJV). Die modernen
Wissenschaftler schreiben das wie „Jahve“ oder „Jahwe“.
Als Jahova (SHD 3068) geschrieben wurde,
wurde es Adonay gesprochen, und wenn Gott erwähnt wurde, wurde Jahovih (SHD
3069) geschrieben. Die späteren Schriftschreiber sprachen immer von Elohim, mehr deswegen, um theologischen
Folgerungen der Unterschiede auszuweichen, als aus anderen Gründen.
Der größte Teil
dieser späteren Überlieferungen fand während der Babylonischen Gefangenschaft
im Judentum Eingang, zusammen mit der alten heidnischen Vorstellung, daß Gottes
Name nicht erwähnt werden sollte. Es war die Furcht davor, daß die Erwähnung
des Namens die Gottheit zum Handeln veranlassen würde, oder von der Person
kontrolliert wird, die den Namen ausgesprochen hat (siehe auch das Kapitel Abracadabra, The Meaning of Names [240]).
Sogar für das
Schreiben des Namens Gottes gab es für den Schriftenschreiber bestimmte Regeln.
Für den Kopisten der Gesetze galt:
·
Man muß frisch gewaschen sein.
·
Man muß vollständig mit jüdischer Kleidung bekleidet sein.
·
Man darf nie seine Feder in die Tinte eintauchen, wenn man gerade den Namen
Gottes schreibt.
·
Sollte der König ihn ansprechen, während er den Namen Gottes schreibt,
solle er keine Notiz von ihm nehmen.
Diese Bedingungen
wurden angeblich deswegen festgelegt, weil man dachte, daß man auf diese Weise
den Mißbrauch von Gottes Namen vermeiden kann. Doch es ist wahrscheinlicher,
daß sie von denselben Vorstellungen beeinflußt wurden, die in bezug auf den
Namen bei den Heiden verbreitet sind. Wenn der Mensch den Namen kannte, könnte
er die Gottheit unterordnen und kontrollieren. Diese Ansicht ist das genaue
Gegenteil der Bedeutung des Dritten Gebotes Gottes.
Die Companion Bibel von Bullinger enthält im
Anhang eine Liste, wie Adonai als Ersatz für Jahova gebraucht wird, und auch
zum Gebrauch von Elohim, im Anhang 32.
Diese
Konzentration darauf, wie Gottes Name auszusprechen ist, ist nicht das, was das
Dritte Gebot meint.
R. J. Rushdoony (The Institutes of Biblical Law, Presbyterian and Reformed Publishing Company, 1973, Seite 126) hat folgende Frage:
„Frage 112: Was wird
im Dritten Gebot verlangt?“
„Antwort: Im Dritten
Gebot wird verlangt, daß Gottes Name, seine Titel, seine Attribute, Beschlüsse,
das Wort, Sakramente, Gebet, Eide, Entschlüsse, seine Werke und alles andere,
womit er sich heilig macht in Gedanken, Meditationen, Reden oder Schriften, für
die heilige Ehrung Gottes und zum Gut der anderen und sich selbst verwendet
werden.“
„Frage 113. Was sind
das für Sünden, die im Dritten Gebot verboten werden?“
„Antwort. Im Dritten
Gebot ist die verbotene Sünde der Mißbrauch des Namens Gottes in der Bedeutung,
in welcher es vorgesehen ist, das ist die Schmähung aus Unwissenheit,
Gemeinheit, Gotteslästerung, Aberglauben oder Sündigkeit, oder eine andere Art
des Gebrauchs seiner Titel, Eigenschaften oder Taten durch Lästern, Eide,
Schwüre, in ungesetzlicher Weise, durch Murren und Streiten über ihn, aber auch
durch Verdrehen Seines Namens oder eines Teils davon, durch neugierige und
profane Fragen, inhaltsleere Einschließung in irrigen Doktrinen, der Mißbrauch
seiner Wesen oder etwas, was der Name Gottes enthält, zu Zauberei oder sündigen
Vergnügen, Verleumdung, Verspotten, Schmähung oder andere Weisen, die in
Widerspruch zu Gottes Wahrheit, Gnade und seinen Wegen stehen. Wenn die
Religion zur Heuchelei oder zu finsteren Zwecken gebraucht wird, soll man
darüber Beschämung empfinden oder sich davor schämen.“
Die meisten
Menschen haben wahrscheinlich nie diese breite Anwendung des dritten Gebotes
Gottes vermutet.
Wir wissen, daß
Gott zusammen mit den Menschen sein möchte. Die einzige Weise, wie diese
Gemeinschaft fruchtbringend werden kann, besteht darin, daß sich der Mensch
völlig Gott und Seinem Willen unterordnet, durch vollen und endgültigen
Gehorsam Seinen Geboten gegenüber. Gott wünscht Folgsamkeit und kein Opfer.
Noch wichtiger ist es, daß die Gesetze Gottes zu unserem Nutzen, nicht zu
unserer Last gegeben wurden, wenn sie in der Macht des Heiligen Geistes
gehalten wird.
Der Mißbrauch des
Namens Gottes begann schon in den Tagen von Adams Enkel, Enosch, wie wir das
beim Studium der Stelle 1 Mose (Genesis) 4,26 feststellen können.
Genesis 4,26 Und Set
zeugte auch einen Sohn und nannte ihn Enosch. Zu der Zeit fing man an, den
Namen des HERRN anzurufen.
Diese Stelle ist
in der KJV-Version so verborgen, daß es nicht richtig zu sehen ist, was in
Wirklichkeit geschieht. In der Companion Bibel von Bullinger im Anhang
21 wird die tatsächliche Bedeutung dieses Verses genannt. Auf die Kommentare
der alten Juden gründend geschah es deswegen, weil die Menschen aufhörten, im
Namen des HERRN (Targum Onkelos) zu beten, und deswegen, weil sie sich Götzen
bildeten und sie nach dem Namen des HERRN nannten (Targum Jonathan). Rashi
sagt, daß die Entweihung in bezug auf Gottes Name geschah. Dabar Jahova oder
Gottes Name war die Wesenheit, die Gott darstellte, wie die Funktion des Logos
bei Jesus Christus.
Es wurde behauptet,
daß in den Zeiten von Enosch, Adams Nachkommen, die Menschen falsche
Gottesdienste begannen, indem sie Gottes Namen auf Himmelskörper bezogen. Es
wird behauptet, daß sie begannen, „ihre Götter“ mit dem Namen Jahova anzurufen.
Es wird
angenommen, daß zu dieser Zeit die Götzenanbetung begonnen hat. Enosch bedeutet
schwächlich, kränklich, krank oder unheilbar. Genesis ist das Buch vom
Anfang. In den Zeiten von Enosch fangen die Menschen an, den Namen Gottes zu
mißbrauchen. Enosch, der siebente von Adam, wie es geschrieben ist, prophezeite
gegen sie und ihre Gottlosigkeit (Judas 14, 15).
Die
Götzenanbetung entstellt Gottes Namen. Es ist der Satan, der die Menschen
beseelt, sich von Gott abzukehren, von der Anbetung Gottes, und sich der
Anbetung des Satans zuzuwenden.
Leviticus 19,12 Ihr
sollt nicht falsch schwören bei meinem Namen und den Namen eures Gottes nicht
entheiligen; ich bin der HERR.
Sprüche 19,28 Ein
nichtswürdiger Zeuge spottet des Rechts, und den Gottlosen mundet das Unrecht.
„Im Dritten Gebot
sind die Grundlagen des ganzen Zivilgerichts bestimmt, und das bezieht sich
auch auf den Kriminalgesetz.“
(Ingram, World Under
God’s Law, Seite 46).
Amtseid,
Zeugenzuverlässigkeit, die Stabilität der Gesellschaft in bezug auf die allgemeinen
Ansichten über die Wahrheit, und die ganze Struktur, die auf jene
Pflichttheorie gestützt ist, das alles enthält die Vorstellung der Reinheit
oder Wahrhaftigkeit unter Eid (oder die Bestätigung, wo der Eid in Widerspruch
zu den Anweisungen Christi angesehen wird). Wenn man keinen
Wahrhaftigkeitsverstand hat, wenn die Menschen einen Schwur leisten ohne
Absicht, irgendeinen ihrer Eide zu erfüllen, folgt daraus Anarchie und Zerfall
der Gesellschaft. Wenn es keine Gottesehrfurcht gibt, dann verschwindet die
Heiligkeit des Eids, und die Grundlagen der Gesellschaft verschieben sich von
der Wahrhaftigkeit zur Lüge.
Der Eid der
Krönung oder der Amtseid des Präsidenten und jeder andere Amtseid war in
früheren Jahren auf das dritte Gebot bezogen, in Wirklichkeit wurde das dritte
Gebot beschworen. Wer schwört,
verspricht mit seinen Worten, seine Pflichten zu erfüllen, weil auch Gott Sein
Wort hält. Wenn Amtsinhaber den Eid nicht halten konnten, nahm man an, daß sie Gottes
Strafe und Gottesfluch auf sich gerufen haben. In der heutigen Gesellschaft
steht man diesem Eid eher gleichgültig gegenüber. Es wird angenommen, daß die
Zeremonie, den Schwur zu leisten, eine reine Formsache sei. Die Menschen
schwören bei der Bibel, die sie nicht ganz gelesen haben, oder die sie nicht
verstehen, und viele glauben nicht an die Wahrhaftigkeit ihrer Inhalte.
Einen Schwur zu
brechen wurde in früheren Zeiten als ein sehr ernstes Vergehen angesehen. Ein
Mensch, der einen Schwur geleistet hatte oder geschworen hatte, etwas Böses zu
tun, und das nicht tat, sollte ein Sündopfer darbringen (Lev. 5,4-7).
Ein falscher Eid
ist ein Angriff gegen die ganze Gesellschaft. Der Haß gegen den falschen Schwur
wird im Psalm 109,17, 18 geschildert.
17 Er liebte den Fluch, / so komme er auch
über ihn; er wollte den Segen nicht, / so bleibe er auch fern von ihm. 18
Er zog den Fluch an wie sein Hemd; / der dringe in ihn hinein wie Wasser
und wie Öl in seine Gebeine.
Exodus 23,1 Du
sollst kein falsches Gerücht verbreiten; du sollst nicht einem Schuldigen
Beistand leisten und kein falscher Zeuge sein.
Die
richtige Anwendung des Schwurs
Exodus 22,10-11 10
So soll es unter ihnen zum Eid vor dem HERRN kommen, ob er nicht etwa seine
Hand an seines Nächsten Habe gelegt hat, und der Besitzer soll es hinnehmen, so
daß jener nicht Ersatz zu leisten braucht. 11 Stiehlt es ihm aber
ein Dieb, so soll er es dem Besitzer ersetzen.
Sacharja 8,16, 17 16
Das ist es aber, was ihr tun sollt: Rede einer mit dem anderen Wahrheit und
richtet recht, schafft Frieden in euren Toren, 17 und keiner ersinne
Arges in seinem Herzen gegen seinen Nächsten, und liebt nicht falsche Eide;
denn das alles hasse ich, spricht der HERR.
Sprüche 6,16-19 16
Diese sechs Dinge haßt der HERR, diese sieben sind ihm ein Greuel: 17
stolze Augen, falsche Zunge, Hände, die unschuldiges Blut vergießen, 18
ein Herz, das arge Ränke schmiedet, Füße, die behende sind, Schaden zu tun, 19
ein falscher Zeuge, der frech Lügen redet, und wer Hader zwischen Brüdern
anrichtet.
Leviticus 5,1 Wenn
jemand damit sündigt, daß er den Fluch aussprechen hört und Zeuge ist, weil er
es gesehen oder erfahren hat, es aber nicht anzeigt und so sich verschuldet;
Leviticus 5,4-5 4
Oder wenn jemand schwört, daß ihm über die Lippen fährt, er solle Schaden oder
Gutes tun, wie denn einem Menschen ein Schwur entfahren mag, und er bedachte es
nicht und er wird es inne und hat sich so oder so schuldig gemacht: 5
wenn es also geschieht, daß er sich so oder so schuldig gemacht hat, so soll er
bekennen, womit er gesündigt hat.
Leviticus 5,6-13 6
Und soll als Buße für diese seine Sünde, die er getan hat, dem HERRN darbringen
von der Herde ein Muttertier, Schaf oder Ziege, zum Sündenopfer, daß der
Priester die Sühnung für ihn vollziehe wegen seiner Sünde. 7 Vermag
er aber nicht ein Schaf zu geben, so bringe er dem HERRN für seine Schuld, die
er getan hat, zwei Turteltauben oder zwei andere Tauben, die eine zum
Sündopfer, die andere zum Brandopfer 8 und bringe sie dem Priester.
Er soll die erste als Sündopfer darbringen und ihr den Kopf abknicken hinter
dem Genick und nicht ganz abtrennen, 9 und er sprenge etwas von dem
Blut des Sündopfers an die Seite des Altars und lasse das übrige Blut ausbluten
am Fuße des Altars; es ist ein Sündopfer. 10 Die andere Taube aber
soll er als Brandopfer darbringen der Ordnung gemäß. So soll der Priester die
Sühnung für ihn vollziehen wegen seiner Sünde, die er getan hat, und ihm wird
vergeben. 11 Vermag er aber auch nicht zwei Turteltauben oder zwei
andere Tauben zu geben, so bringe er für seine Sünde als sein Opfer ein Zehntel
Scheffel feinstes Mehl als Sündopfer dar. Er soll aber kein Öl darauf gießen
noch Weihrauch darauf tun; denn es ist ein Sündopfer. 12 Und er soll
es zum Priester bringen. Der Priester soll aber eine Handvoll davon nehmen als
Gedenkopfer und in Rauch aufgehen lassen auf dem Altar zum Feueropfer für den
HERRN; es ist ein Sündopfer. 13 So soll der Priester wegen seiner
Sünde, die er in einem jener Fälle getan hat, die Sühnung für ihn vollziehen,
und ihm wird vergeben. Und das übrige soll dem Priester gehören wie beim
Speiseopfer.
Übertretung
der Gebote aus Unwissenheit
Deuteronomium
23,21-23 21 Von dem Ausländer darfst du Zinsen nehmen, aber nicht
von deinem Bruder, auf daß dich der HERR, dein Gott, segne in allem, was du
unternimmst in dem Lande, dahin du kommst, es einzunehmen. 22 Wenn
du dem HERRN, deinem Gott, ein Gelübde tust, so sollst du nicht zögern, es zu
erfüllen; denn der HERR, dein Gott, wird es von dir fordern, und es wird Schuld
auf dich fallen. 23 Wenn du das Geloben unterläßt, so wird keine
Schuld auf dich fallen.
Verpflichtungen
des Familien- und Hausoberhauptes
4 Mose 30,1-16 1
Und Mose sagte den Israeliten alles, was ihm der HERR geboten hatte. 2
Und Mose redete mit den Häuptern der Stämme Israels und sprach: Dies ist es,
was der HERR geboten hat. 3 Wenn jemand dem HERRN ein Gelübde tut
oder einen Eid schwört, daß er sich zu etwas verpflichten will, so soll er sein
Wort nicht brechen, sondern alles tun, wie es über seine Lippen gegangen ist. 4
Wenn eine Frau dem HERRN ein Gelübde tut und sich zu etwas verpflichtet,
solange sie im Hause ihres Vaters und ledig ist, 5 und ihr Vater
hört von ihrem Gelübde und ihren Verpflichtungen, die sie sich auferlegt hat,
und er schweigt dazu, so gelten alle ihre Gelübde, und jede Verpflichtung, die
sie sich auferlegt hat, soll auch gelten. 6 Wenn aber ihr Vater ihr
es verwehrt an dem Tage, da er es hört, so gilt das Gelübde und die
Verpflichtung nicht, die sie sich auferlegt hat, und der HERR wird ihr gnädig
sein, weil ihr Vater es ihr verwehrt hat. 7 Wird sie aber eines
Mannes Frau und liegt noch ein Gelübde auf ihr oder hat sie unbedacht etwas
versprochen, durch das sie sich gebunden hat, 8 und ihr Mann hört es
und schweigt dazu an demselben Tage, so gilt ihr Gelübde und ihre
Verpflichtung, die sie sich auferlegt hat. 9 Wenn aber ihr Mann ihr
es verwehrt an dem Tage, da er es hört, so macht er sie ihres Gelübdes ledig,
das auf ihr liegt, und ihres unbedachten Versprechens, durch das sie sich
gebunden hat; und der HERR wird ihr gnädig sein. 10 Das Gelübde
einer Witwe oder einer Verstoßenen, alles, was sie sich auferlegt hat, das gilt
für sie. 11 Wenn eine Frau im Hause ihres Mannes etwas gelobt und
sich mit einem Eide bindet, 12 und ihr Mann hört es und schweigt
dazu und verwehrt es ihr nicht, so gelten alle ihre Gelübde und alles, wozu sie
sich verpflichtet hat. 13 Macht aber ihr Mann sie ihres Gelübdes
ledig an dem Tage, da er es hört, so gilt das nicht, was über ihre Lippen
gegangen ist, was sie gelobt oder wozu sie sich verpflichtet hat; denn ihr Mann
hat sie ihres Gelübdes ledig gemacht, und der HERR wird ihr gnädig sein. 14
Alle Gelübde und alle Eide, mit denen sie sich verpflichtet hat zu fasten, kann
ihr Mann bekräftigen oder aufheben, also: 15 wenn er dazu schweigt
von einem Tage zum andern, so bekräftigt er alle ihre Gelübde und
Verpflichtungen, die auf ihr liegen, weil er geschwiegen hat an dem Tage, da er
es hörte: 16 hat er es aber gehört und hebt es erst später auf, so
soll er ihre Schuld tragen.
5 Mose
(Deuteronomium) 23,21-23 21 Von dem Ausländer darfst du Zinsen
nehmen, aber nicht von deinem Bruder, auf daß dich der HERR, dein Gott, segne
in allem, was du unternimmst in dem Lande, dahin du kommst, es einzunehmen. 22
Wenn du dem HERRN, deinem Gott, ein Gelübde tust, so sollst du nicht zögern, es
zu erfüllen; denn der HERR, dein Gott, wird es von dir fordern, und es wird
Schuld auf dich fallen. 23 Wenn du das Geloben unterläßt, so wird
keine Schuld auf dich fallen.
Lästerung,
Mißbrauch des Namens Gottes in einfacher Lästerung
Die Psalmisten
erwähnen die Toren und Feinde Israels, die den Namen Gottes lästern (Ps. 74,10-18). Die Menschen werden
weggeführt ohne irgendeinen Grund, und Gott, der spricht, befreit sie. Gottes
Volk wird in die Gefangenschaft geführt und Gottes Name wird gelästert.
Deswegen kennen die Menschen Seinen Namen und wissen, was Er spricht (Jesaja
52,5; vgl. Röm. 2,24). An den letzten Tagen werden die Menschen Gottes Namen
lästern und nicht bedauern, ihm Ehre zu geben (Offenb. 16,9, 11, 21).
Ein klassisches
Beispiel für Mißbrauch des Namens und der Autorität Gottes in einfacher
Lästerung ist in 1 Könige 21,10-13 und in den
Apostelgeschichten 6,11ff zu finden. Stephanus bezweifelte nicht das Recht
des Rates, ihn zum Tode zu verurteilen. Er betete dafür, ihnen allen zu
vergeben, weil sie auf falsches Zeugnis gestützt gehandelt haben und auf diese
Weise das dritte und das neunte Gebot übertraten.
Christus wurde
ungerecht wegen Lästerung verleumdet (Mt. 9,3; 26,65, 66; Jn. 10,36). Doch er
sprach auch in diesem Punkt über die unverzeihbare Lästerung des Heiligen
Geistes (Mt. 12,22-32; Mk. 3,22-30). Das ist eine komplizierte Frage mit ihrem
eigenen Recht. Der Heilige Geist ist ein nötiges Instrument für die Erlösung in
der Macht Gottes. Die Unfähigkeit, die Notwendigkeit der Erlösung und seine
eigene Sünden anzuerkennen, ist tatsächlich eine Lüge gegenüber und eine
Lästerung des Heiligen Geistes.
Ehrung
der Menschen, die Gottes Namen tragen
Gottes Autorität
bezieht sich sowohl auf die geistliche als auch auf die weltliche Führung.
Exodus 22,28 Den
Ertrag deines Feldes und den Überfluß deines Weinberges sollst du nicht
zurückhalten. Deinen ersten Sohn sollst du mir geben. (KJV)
Einen Elohim oder
die Führung des eigenen Landes zu verunglimpfen bedeutet die Lästerung des
Namens Gottes. Mehr dazu werden wir später sehen. Blasphemie und die Lästerung
des Namens Gottes wird in vielen Schriftstellen beschrieben.
Psalm 74,10 O Ach,
Gott, wie lange soll der Widersacher noch schmähen / und der Feind deinen
Namen immerfort lästern?
Psalm 74,18 So
gedenke doch, HERR, wie der Feind schmäht / und ein törichtes Volk deinen
Namen lästert.
Jesaja 52,5-6 5
Aber nun, was habe ich hier zu schaffen? spricht der HERR. Mein Volk ist
umsonst weggeführt; seine Tyrannen prahlen, spricht der HERR, und mein Name
wird immer den ganzen Tag gelästert. 6 Darum soll an jenem Tag mein
Volk meinen Namen erkennen, daß ich es bin, der da spricht: Hier bin ich!
Das Beispiel des
unwahren Zeugnisses zum Gewinn des ehrlosen Nutzens ist im Fall von Naboth zu
sehen. Dieses Handeln verletzt sowohl das Dritte Gebot als auch das Neunte
Gebot, weil im Neunten Gebot das falsche Zeugnisgeben erwähnt ist, aber das
bezieht sich auf das Dritte Gebot, wenn auf Grund dieses Zeugnisses bestraft
wird.
1 Könige
21,10-13 10 Und stellt ihm zwei ruchlose Männer gegenüber, die da
zeugen und sprechen: Du hast Gott und den König gelästert! Und führt ihn hinaus
und steinigt ihn, daß er stirbt. 11 Und die Ältesten und die Oberen,
die mit ihm in seiner Stadt wohnten, taten, wie ihnen Isebel entboten hatte,
wie sie in den Briefen geschrieben hatte, die sie zu ihnen sandte, 12
und sie ließen ein Fasten ausrufen und ließen Nabot obenan im Volke sitzen.
13 Da kamen die zwei ruchlosen Männer und
stellten sich ihm gegenüber und verklagten Nabot vor dem Volk und sprachen:
Nabot hat Gott und den König gelästert! Da führten sie ihn vor die Stadt hinaus
und steinigten ihn, daß er starb.
An dieser Stelle
stellt Isebel falsche Ankläger vor, damit König Ahab Nabots Weingärten
übernehmen könnte.
Apostelg. 6,8-13 8
Stephanus aber, voll Gnade und Kraft, tat Wunder und große Zeichen unter dem
Volk. 9 Da standen einige auf von der Synagoge der Libertiner und
der Kyrenäer und der Alexandriner, und einige von denen aus Zilizien und der
Provinz Asien und stritten mit Stephanus. 10 Doch sie vermochten
nicht zu widerstehen der Weisheit und dem Geist, in dem er redete. 11
Da stifteten sie einige Männer an, die sprachen: Wir haben ihn Lästerworte
reden hören gegen Mose und gegen Gott. 12 Und sie brachten das Volk
und die Ältesten und die Schriftgelehrten auf, traten herzu und ergriffen ihn
und führten ihn vor den Hohen Rat 13 und stellten falsche Zeugen
auf, die sprachen: Dieser Mensch hört nicht auf, zu reden gegen diese heilige
Stätte und das Gesetz.
Hier sind falsche
Ankläger, um Stephanus der Lästerung anzuklagen. Es gab eine Macht, die zum
Tode verurteilen konnte, aber die wurde mißbraucht.
Auf dieselbe
Weise versuchten sie Christus zu bestrafen. In den meisten Fällen wurden die
Propheten, die nach Israel geschickt wurden, auf Grund verschiedener Vorwände
von den Priestern und Propheten oder der religiösen Gemeinschaft dieser Zeit
getötet. In den meisten Fällen hatte sich das Volk der Sünde zugewandt, weil
die religiöse Gemeinschaft selbst im Unrecht und allgemein sehr
götzendienerisch war.
Matthäus 9,1-7 1
Da stieg er in ein Boot und fuhr hinüber und kam in eine Stadt (Capernaum). 2
Und siehe, da brachten sie zu ihm einen Gelähmten, der lag auf einem Bett. Als
nur Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Sei getrost, mein
Sohn, deine Sünden sind dir vergeben. 3 Und siehe, einige unter den
Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser lästert Gott. 4
Als aber Jesus ihre Gedanken sah, sprach er: Warum denkt ihr so Böses in eurem
Herzen? 5 Was ist denn leichter zu sagen: Dir sind deine Sünden
vergeben, oder zu sagen: Steh auf und geh umher? 6 Damit ihr aber
wißt, daß der Menschensohn Vollmacht hat, auf Erden die Sünden zu vergeben –
sprach er zu dem Gelähmten: Steh auf, hebe dein Bein auf und geh heim! 7 Und
er stand auf und ging heim.
Wenn Jesus in
Wirklichkeit Christus war, dann hat er nicht gelästert. Der Hohepriester hatte
in diesem Jahr vorhergesagt, daß jemand zugunsten des Volkes sterben solle. Er
meinte Christus. Das ist die Symbolik der zerrissenen Kleidung. Der Hohe
Priester hat nie seine Kleidung zerrissen. Die Symbolik seines Handelns war
die, daß die Priesterschaft von Levi in Juda an Melchisedek in Israel übergeben
wurde.
Matthäus 26,63-66 63
Aber Jesus schwieg still. Und der Hohepriester sprach zu ihm: Ich beschwöre
dich bei dem lebendigen Gott, daß du uns sagst, ob du der Christus bist, der
Sohn Gottes. 64 Jesus sprach zu ihm: Du sagst es. Doch sage ich
euch: Von nun an werdet ihr sehen den Menschensohn sitzen zur Rechten der Kraft
und kommen auf den Wolken des Himmels. 65 Da zerriß der Hohepriester
seine Kleidung und sprach: Er hat Gott gelästert! Was bedürfen wir weiterer
Zeugen? Siehe, jetzt habt ihr die Gotteslästerung gehört. 66 Was ist
euer Urteil? Sie antworteten und sprachen: Er ist des Todes schuldig.
Jesus Christus
wurde deswegen ungerecht der Lästerung angeklagt, weil die Zuhörer die
Schriften schlecht kannten. Der größte Teil der modernen Christen würde
Christus töten, wenn er heute erscheinen würde, weil die Nachricht, die er für
sie bringen würde, sich von der unterscheiden würde, die sie hören möchten und
an die sie geglaubt haben. Im Mittelalter wäre er auf dem Scheiterhaufen
verbrannt worden, als sogenannter arianischer Sabbateinhalter, nach seinen
eigenen Worten im Neuen Testament ist das zu beurteilen.
Johannes 10,34-36 34
Jesus antwortete ihnen: Steht nicht geschrieben in eurem Gesetz: Ich habe gesagt, ihr seid Götter? 35
Wenn er die Götter nennt, zu denen das Wort Gottes geschah – und die Schrift
kann doch nicht gebrochen werden –, 36 wie sagt ihr dann zu dem, den
der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: Du lästerst Gott –, weil ich
sage: Ich bin Gottes Sohn?
Nur diese
Botschaft allein könnte ihn töten. Er wurde angeklagt, daß er durch die Macht des Gottes der Fliegenden Wesen, des
Gottes von Ekron handele.
Matthäus 12,22-32 22
Da wurde ein Besessener zu Jesus gebracht, der war blind und stumm; und er
heilte ihn, so daß der Stumme redete und sah. 23 Und alles Volk
entsetzte sich und fragte: Ist dieser nicht Davids Sohn? 24 Aber als
die Pharisäer das hörten, sprachen sie: Er treibt die bösen Geister nicht
anders aus als durch Beelzebul, ihren Obersten. 25 Jesus erkannte
ihre Gedanken und sprach zu ihnen: Jedes Reich, das mit sich selbst uneins ist,
wird verwüstet; und jede Stadt oder jedes Haus, das mit sich selbst uneins ist,
kann nicht bestehen. 26 Wenn nun der Satan den Satan austreibt, so
muß er mit sich selbst uneins sein; wie kann dann sein Reich bestehen? 27
Wenn ich aber die bösen Geister durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben
eure Söhne sie aus? Darum werden wir eure Richter sein. 28 Wenn ich
aber die bösen Geister durch den Geist Gottes austreibe, so ist ja das Reich
Gottes zu euch gekommen. 29 Oder wie kann jemand in das Haus eines
Starken eindringen und ihm seinen Hausrat rauben, wenn er nicht zuvor den
Starken fesselt? Erst dann kann er sein Haus berauben. 30 Wer nicht
mit mir ist, der ist gegen mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut. 31
Darum sage ich euch: Alle Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben; Aber
die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben. 32 Und wer etwas
redet gegen den Menschensohn, dem wird es vergeben; aber der etwas redet gegen
den Heiligen Geist, dem wird es nicht vergeben, weder in dieser noch in jener
Welt.
Jesus Christus
lehrt, daß die Lästerung gegeneinander eine verzeihliche Übertretung ist, aber
die Lästerung des Heiligen Geistes eine Todsünde ist. Die Voraussetzung für die
Erlösung ist die Buße. Der Schlüssel zur Erlösung ist die Anerkennung der Sünde
und das Bedürfnis nach Gottes Rettungsgnade im Heiligen Geist. Die Unfähigkeit
zur Reue ist eine Lästerung des Heiligen Geistes.
Offenbarung 16,9,
11, 21 9 Und die Menschen wurden versengt von der großen Hitze und
lästerten den Namen Gottes, der Macht hat über diese Plagen, und bekehrten sich
nicht, ihm die Ehre zu geben.
11 Und lästerten Gott im Himmel wegen ihrer
Schmerzen und wegen ihrer Geschwüre und bekehrten sich nicht von ihren Werken.
21 Und ein großer Hagel wie Zentnergewichte
fiel vom Himmel auf die Menschen; und die Menschen lästerten Gott wegen der
Plage des Hagels; denn diese Plage ist sehr groß.
Lästerung Gottes
ist das Gegenteil von Buße. Die Welt hat, auf ihre eigenen Taten, auf ihre
Gesetze und Systeme sich stützend, seit sechstausend Jahren und länger
bestanden und gehandelt. Die Erde wird zur unbewohnbaren Wüste gemacht und man
bereut es nicht, Gott und seinen Geboten wird trotzdem keine Ehre gegeben. Sie
mißbrauchen Seinen Namen beim Bilden falscher Regierungssysteme.
Leviticus 24,16 Wer
des HERRN Namen lästert, der soll des Todes sterben; die ganze Gemeinde soll
ihn steinigen. Ob Fremdling oder Einheimischer, wer den Namen lästert, soll
sterben.
Gott spielt keine
Spiele. Das, was Gott meint, das sagt er. Die Gesellschaft wird in Sicherheit
sein, wenn sie seine Gebote erfüllen wird. Gottes Gebote kann man nicht nur
teilweise erfüllen. Man kann sie nicht auf einer Fall-zu-Fall-Basis
praktizieren. Gottes System der Rechtsordnung ist ein vollkommenes System, auf
der Grundlage von theoretischen geistigen Beziehungen, die von Seiner eigenen
Natur ausgehen. Die Kausalität ist nicht das System beobachtbarer Beziehungen,
die man daraus folgernd nennt. Diese
ist einzahlig und entsteht aus der Natur Gottes in Seiner Rechtsordnung. Sie
ist heilig, gerecht, gut, perfekt und wahr, weil Gott alle diese Dinge enthält.
Die Entstellung der Rechtsordnung und der Zeugnisse ist ein Mißbrauch seines
Namens.
Die Empörung von
Korah, 4 Mose 16, zeigt uns, daß Gott sich nicht mit jemandem versöhnen
wird, der ihm widersteht und der ihn lästert.
4 Mose 16,31-33
31 Und als er alle diese Worte beendet hatte, zerriß die Erde unter
ihnen 32 und tat ihren Mund auf und verschlang sie mit ihren Sippen,
mit allen Menschen, die zu Korach gehörten, und mit all ihrer Habe. 33
Und sie fuhren lebendig zu den Toten hinunter mit allem, was sie hatten, und
die Erde deckte sie zu, und sie kamen um, mitten aus der Gemeide heraus.
Über den Namen
Gottes und über die von Gott Ernannten spricht man Böses. Gott gebraucht dieses
Beispiel, um Rebellen auszurotten, als Beispiel für die, die Gott lästern. Die
Lästerung ist etwas mehr als ein irreligiöser Gebrauch von Gottes Namen. Sie
ist eine verleumdende, sündige und rebellische Sprache, die gegen Gott und Sein
System gerichtet ist und gegen die, die in Seinem Namen handeln.
Die Propheten von
Anathoth haben den Propheten Jeremia gehaßt, obwohl er von dort stammte. Im
allgemeinen setzt der Verfall eines Volkes bei seiner Führung und seiner
Priesterschaft ein. In den letzten Tagen hat die religiöse Hure ihre Position
so untergraben, daß das Tier des menschlichen Systems sich gegen die Hure
wenden und sie vernichten wird. Die Hure hat den Namen des Lebendigen Gottes so
mißbraucht, daß die Glaubwürdigkeit, die sie haben könnte, völlig verlorenging
(vgl. Offenb. 17,16).
Paulus ist vor
den Hohenpriester gebracht worden. Diese Ereignisse bilden eine wichtige Lehre.
Apostelgeschichte
23,1-5 1 Paulus aber sah den Hohen Rat an und sprach: Ihr Männer,
liebe Brüder, ich habe mein Leben mit gutem Gewissen vor Gott geführt, bis auf
diesen Tag. 2 Der Hohepriester Hananias aber befahl denen, die um
ihn standen, ihn auf den Mund zu schlagen. 3 Da sprach Paulus zu
ihm: Gott wird dich schlagen, du getünchte Wand! Sitzt du da und richtest mich
nach dem Gesetz und läßt mich schlagen gegen das Gesetz? 4 Aber die
dabeistanden, sprachen: Schmähst du den Hohenpriester Gottes? 5 Und
Paulus sprach: Liebe Brüder, ich wußte es nicht, daß er der Hohepriester ist.
Denn es steht geschrieben: „Dem Obersten deines Volkes sollst du nicht
fluchen.”
Was ist das für
ein geschriebenes Gebot, das verbietet, dem Richter oder der Führung zu
widersprechen?
Exodus 22,28 Gott
sollst du nicht lästern, und einem Obersten in deinem Volk sollst du nicht
fluchen.
Der Apostel
Paulus kannte dieses Gebot. Er hat die Gebote als Pharisäer gelernt, bei
Gamaliel (vgl. Apostelgeschichte 5,34).
Apostelgeschichte
22,3 3 Ich bin ein jüdischer Mann, geboren in Tarsus, in Zilizien,
aufgewachsen aber in dieser Stadt und mit aller Sorgfalt unterwiesen in
väterlichem Gesetz zu Füßen Gamaliels, und war ein Eiferer für Gott, wie ihr es
heute alle seid.
In Wirklichkeit
war Paulus kein Jude. Er war Benjamite (Röm. 11,1). Das heißt, er war aus dem
Stamm Benjamin, aber nicht von Juda, aber der Begriff Jude hat hier eine allgemeinere Bedeutung. Mose war kein Jude. Er
war Levite. Jesus Christus war ein Jude, der also mit Levi verwandt war. Der
Hohepriester, obwohl ein Levite und kein Jude, war dennoch Leiter von Juda und
von Benjamin, und auch ein Levite. Dieses Gebot hörte auf zu bestehen, als der
Tempel zerstört und das jüdische Volk zerstreut wurde.
Als Paulus
feststellte, daß er über Hanania Böses gesprochen hatte, wußte er, was er getan
hatte. Er hatte gegen einen Leiter des Volkes gesprochen, dem die Macht und die
Autorität Gottes gegeben war, und die Gebote verbieten dies (Ex. 22,28).
Später schrieb
Paulus an die Römische Gemeinde, im ersten Teil des Briefes an die Römer
(13,1):
Römer 13,1-2 1
Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist
keine Obrigkeit außer von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott
angeordnet. 2 Wer sich nun der Obrigkeit widersetzt, der widerstrebt
der Anordnung Gottes; die ihr aber widerstreben, ziehen sich selbst das Urteil
zu.
Gottes Anordnung
ist Gottes Gebot, das in Exodus 22,28 beschrieben wird. Dieses Gebot ist
ziemlich hart für den Menschen, wegen des Machtmißbrauchs dieser Autoritäten,
wie dies auch Paulus hier erfahren mußte. Es ist offensichtlich, daß alle
unsere Menschen in der Zukunft in diesem Punkt des Gebotes geprüft werden, wenn
wir den Machtmißbrauch dieser Autoritäten zu spüren bekommen.
3 Mose
(Leviticus) 22,1-33 1 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 2
Sage Aaron und seinen Söhnen, daß sie achtsam seien mit den Gaben der
Israeliten, die sie mir heiligen, damit sie meinen heiligen Namen nicht
entheiligen. Ich bin der HERR. 3 So sage ihnen nun für ihre Nachkommen:
Wer von euren Nachkommen herzutritt zu dem Heiligen, das die Israeliten dem
HERRN heiligen, und hat eine Unreinheit an sich, der wird ausgerottet werden
vor meinem Antlitz. Ich bin der HERR. 4 Wer von den Nachkommen
Aarons aussätzig ist oder einen Ausfluß hat, der soll nicht essen von dem
Heiligen, bis er wieder rein ist. Wer etwa einen anrührt, der an einem Toten
unrein geworden ist, oder wem der Same abgeht im Schlaf, 5 und wer
irgendein Gewürm anrührt, wodurch er unrein wird, oder einen Menschen, durch
den er unrein wird, oder irgend etwas, was ihn unrein macht, 6 wer
deren eins anrührt, der ist unrein bis zum Abend und soll von dem Heiligen
nicht essen, sondern soll zuvor seinen Leib mit Wasser abwaschen. 7
Und wenn die Sonne untergegangen ist, so ist er rein. Dann darf er davon essen,
denn es ist seine Nahrung. 8 Ein verendetes oder zerrissenes Tier
soll er nicht essen, damit er nicht unrein daran werde. Ich bin der HERR. 9
Darum sollen sie meine Satzungen halten, daß sie nicht Sünde auf sich laden und
daran sterben, wenn sie sich entheiligen. Ich bin der HERR, der sie heiligt. 10
Kein Fremder soll von dem Heiligen essen noch des Priesters Beisasse noch sein
Tagelöhner. 11 Wenn aber der Priester einen Sklaven für Geld kauft,
so darf der davon essen. Und der Sklave, der ihm in seinem Hause geboren wird,
der darf auch von seiner Speise essen. 12 Wenn aber des Priesters
Tochter die Frau eines Mannes wird, der nicht aus einer priesterischen Sippe
ist, so soll sie nicht von der heiligen Opfergabe essen. 13 Wird sie
aber eine Witwe oder verstoßen und hat keine Kinder und kehrt zurück in ihres
Vaters Haus, so darf sie essen von ihres Vaters Speise wie in ihrer Jugend.
Aber kein Fremder soll davon essen. 14 Wer aus Versehen von dem
Heiligen ißt, der soll den fünften Teil dazutun und ihn dem Priester geben samt
dem Heiligen. 15 Denn die Priester sollen nicht entheiligen lassen
das Heilige der Israeliten, die Opfergabe für den HERRN, 16 und
dadurch die Israeliten mit Schuld beladen, daß diese ihr Geheiligtes essen;
denn ich bin der HERR, der sie heiligt. 17 Und der HERR redete mit
Mose und sprach: 18 Sage Aaron und seinen Söhnen, und allen
Israeliten: Wer aus dem Hause Israel oder von den Fremdlingen in Israel sein
Opfer darbringen will, es sei auf ein Gelübde hin oder aus freiem Willen, was
sie dem HERRN als Brandopfer darbringen wollen: 19 Damit es euch
wohlgefällig mache, soll es ein männliches Tier sein, ohne Fehler, von Rindern
oder Schafen oder Ziegen. 20 Alles, was einen Fehler hat, sollt ihr
nicht opfern, denn es wird euch nicht wohlgefällig machen. 21 Und
wenn jemand ein Dankopfer dem HERRN darbringen will, um ein Gelübde zu erfüllen
oder aus freiem Willen, von Rindern oder Schafen, so soll das ohne Gebrechen
sein, damit es wohlgefällig sei. Es soll keinen Fehler haben. 22 Ist
es blind oder hat es ein gebrochenes Glied oder eine Wunde oder ein Geschwür
oder Krätze oder Flechten, so sollt ihr es dem HERRN nicht opfern und davon
kein Feueropfer bringen auf den Altar des HERRN. 23 Rinder oder
Schafe, die zu lange oder zu kurze Glieder haben, magst du aus freiem Willen
opfern, aber für ein Gelübde sind sie nicht wohlgefällig. 24 Du
sollst auch dem HERRN kein Tier zum Opfer bringen, dem die Hoden zerdrückt oder
zerschlagen oder zerrissen oder ausgeschnitten sind. So etwas sollt ihr in
eurem Lande an Tieren nicht tun. 25 Ihr sollt auch solche Tiere
nicht aus der Hand eines Ausländers nehmen und als Speise eures Gottes opfern;
denn sie taugen nicht und haben einen Fehler. Darum wird es euch nicht
wohlgefällig machen. 26 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 27
Wenn ein Rind oder Schaf oder eine Ziege geboren ist, so soll das Junge sieben
Tage bei seiner Mutter sein; aber am achten Tage und danach darf man es dem
HERRN opfern, so ist es wohlgefällig. 28 Ein Rind oder Schaf soll
man nicht mit seinem Jungen an einem Tage schlachten. 29 Wenn ihr
aber dem HERRN ein Lobopfer darbringen wollt, das euch wohlgefällig macht, 30
so sollt ihr es an demselben Tage essen und sollt nichts übrighalten bis
zum Morgen. Ich bin der HERR. 31 Darum haltet meine Gebote und tut
danach. Ich bin der HERR. 32 Entheiliget nicht meinen heiligen
Namen, damit ich geheiligt werde unter den Israeliten; ich bin der HERR, der
euch heiligt, 33 der euch aus Ägyptenland geführt hat, um euer Gott
zu sein. Ich bin der HERR.
Alle Opfergaben
sind heilig für den Herrn, und unkeusche Opfergaben sind Schmähung Seines
Namens.
Das ist der Grund
für die Klage, wo Gott sagt, daß die Menschen sagen, sein Tisch sei besudelt,
weil wir Sünder und von Gott erlöst sind, als lebendige Opfer.
Das Beispiel über
die Todesstrafe wegen der Lästerung ist im folgenden Text zu finden.
3 Mose
(Leviticus) 24,10-16 10 Es ging aber der Sohn einer israelitischen
Frau und eines ägyptischen Mannes mitten unter die Israeliten und zankte sich
im Lager mit einem israelitischen Mann 11 und lästerte den Namen des
HERRN und fluchte. Da brachten sie ihn zu Mose – seine Mutter aber hieß
Schelomit, eine Tochter Dibris vom Stamm Dan – 12 und legten ihn
gefangen, bis ihnen klare Antwort würde durch den Mund des HERRN. 13 Und
der HERR redete mit Mose und sprach: 14 Führe den Flucher hinaus vor
das Lager und laß alle, die es gehört haben, ihre Hände auf sein Haupt legen
und laß die ganze Gemeinde ihn steinigen 15 und sage zu den
Israeliten: Wer seinem Gott flucht, der soll seine Schuld tragen. 16
Wer des HERRN Namen lästert, der soll des Todes sterben; die ganze Gemeinde
soll ihn steinigen. Ob Fremdling oder Einheimischer, wer den Namen lästert,
soll sterben.
Das Wichtige an
diesem Text ist, daß Jesus Christus mit Israel in der Wüste war. Christus sagte
selbst, daß kein Mensch jemals Gott gesehen und seine Stimme gehört hat. So hat
Christus diese Strafe durch Mose bestimmt, und das weist darauf hin, daß
Christus lehrte, auf welche Weise es geschehen solle. Das wurde von Mose
erfüllt; ein Wesen befahl es ihm in der Wüste, wir fassen es als Messias auf,
als Elohim von Israel. Denn alle folgten diesem Felsen in der Wüste und alle
tranken von diesem geistlichen Felsen, und dieser Felsen war Christus
(1 Kor. 10,4).
Gerade deswegen
erklärte die trinitarische Kirche im Mittelalter die Behauptung zur Ketzerei,
daß das Wesen in der Wüste, das mit Israel war, Christus gewesen sei, der Engel
des Jahova, oder der Bote des Großen Rates von Jesaja 9,6 (LXX). Wenn der
anwesende Engel Jesus Christus war, dann sind die Gebote unberührt, und die
Gebote wurden also nicht aufgehoben, einschließlich des Sabbats und der
Heiligen Tage. So haben sie die Autorität Gottes und Seinen Namen mißbraucht.
Sie haben die Märtyrer getötet und sich am Blut der Heiligen berauscht.
Leviticus 24,23 Mose
sagte es den Israeliten, und sie führten den Flucher hinaus vor das Lager und
steinigten ihn. So taten die Israeliten, wie der HERR es Mose geboten hatte.
Gottes
Name in der hebräischen Sprache
In der Gruppe der
Sabbat einhaltenden Gemeinden Gottes gibt es einige Gemeinden, die Gottes Namen
nur in der hebräischen Sprache aussprechen. Sie stützen sich dabei auf ein
falsches Verständnis der Apostelgeschichte (4,12).
Apostelgeschichte
4,12 Und in keinem anderen ist das Heil, auch ist kein anderer Name unter dem
Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.
Manche von ihren
Namen sind:
Für den
Allmächtigen Gott:
JaHVah, Jahu Wey,
Jahaweway, Jhwh.
Für den Messias:
JaHVaHoshea,
Jahushua, Jahshua, Jeshua.
Die heiligen
Gruppen verwenden für den Allmächtigen Gott den Namen Jahwe, und für den
Messias gebrauchen sie Jahshua.
Hier kann die
Idee entstehen, daß wir den Namen Gottes wissen und durch die richtige
Intonation korrekt aussprechen müssen, damit wir gerettet werden. Diese Idee
ist eine Verspottung des Allmächtigen Gottes, da sie voraussetzt, daß Er sich
mit den Menschen in keiner anderen als der hebräischen Sprache verständigt.
Diese Idee läßt völlig die Tatsache außer acht, daß es Gott war, der die
Sprachen am Turm von Babel teilte.
Dieser Idee ist
in Jesaja 28,11 unbekannt.
Jesaja 28,11 Jawohl,
Gott wird einmal mit unverständlicher Sprache und mit einer fremden Zunge reden
zu seinem Volk.
Sie ignoriert
auch die verschiedenen Titel und Rollen, die stellvertretend dem gegeben
wurden, der später als Jesus Christus genannt wird, beginnend bei Jesaja 9,6:
Jesaja 9,6 6
auf daß seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids
und in seinem Königreich, daß er es stärke und stütze durch Recht und
Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des HERRN
Zebaoth.
Die Konzeption
dieses Satzes kann auf verschiedene Weise gelesen und verstanden werden. In LXX
ist der Text von Jesaja 9,5-8 folgendermaßen zu lesen:
5 Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn
ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt
Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; 6 auf daß seine
Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in
seinem Königreich, daß er es stärke und stütze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit.
Solches wird tun der Eifer des HERRN Zebaoth. 7 Der Herr hat ein
Wort gesandt wider Jakob, und es ist in Israel niedergefallen, 8 daß
alles Volk es innewerde, Ephraim und die Bürger Samarias, die da sagen in
Hochmut und stolzem Sinn.
Im Text ist Ratgeber des Allmächtigen Gottes zu
lesen. Der Ratgeber wird in der Übersetzung im LXX als der Große Engel des
Rates interpretiert, und so ist es auch zu verstehen.
Der Begriff Ewiger Vater kann nicht wie in der
Dreieinigkeitslehre oder im Judaismus verstanden werden. Das ist vollständig
von dem LXX abgeschrieben. Der hebräische Text übeträgt eine Funktion des
Ewigen Vaters auf den Messias. Man versteht es so, daß es im Himmel und auf der
Erde viele Väter gibt, wie bei Paulus beschrieben (Eph. 3,14). Man kann
versuchen, den hebräischen Text als den Ewigen Vater zu lesen, der den Titel
verleiht, doch kommt dies normalerweise in den Texten und im LXX in dieser Form
nicht vor. Soncino übersetzt den Text folgendermaßen:
Denn ein Kind ist
uns geboren,
Ein Sohn ist uns
gegeben;
Die Herrschaft ruht
auf seinen Schultern;
Und sein Name wird
genannt
Pele-joez-el-gibbor-
Abdi-ad-sar-shalom.
Die ganze
Struktur ist als Machtwort, das Gott gegeben hat, zu sehen. Im LXX, das
Jahrhunderte vor Christus geschrieben wurde, ist es so zu verstehen, daß es der
Engel des Alten Testaments war, der Mose die Gebote gab. Der moderne Judaismus
versucht, diese Tatsache zu ignorieren, und deshalb wird das LXX im
nachchristlichen rabbinischen Judaismus nicht anerkannt.
Wir wissen, daß
alle diese verschiedenen Rollen in Vollmacht gegeben werden, wie es aus dem 7.
Vers, letzter Teil zu schlußfolgern ist: der
Eifer des HERRN wird dies vollbringen.
Diese Idee über
die heiligen Namen ignoriert die Schriftstelle in Matthäus 1,21, 23.
Vers 21 Und sie wird einen Sohn gebären, dem sollst
du den Namen Jesus (das bedeutet: Erretter) geben, denn er wird sein Volk
retten von ihren Sünden.
Jesus wurde zum
Retter in Vollmacht, der ein
sündenloses Leben führte und dieses Leben zum Opfer hingab: denn Gott ist der
Retter.
Judas 25 Dem alleinigen Gott, unserem Heiland, sei durch Jesus Christus, unseren Herrn, Ehre und Majestät und Gewalt und Macht vor aller Zeit, jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.
(Siehe auch das
Kapitel God our Saviour [198]).
Matthäus 1,23 23
Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden
ihm den Namen Immanuel geben”, das heißt übersetzt: „GOTT MIT UNS”.
Dieser Sohn
Gottes, dieser Messias, dieser Retter in
Vollmacht, wurde nach dem Stand von Melchisedek zum Hohepriester ernannt;
er wurde bei seinem ersten Kommen unser Hohepriester und wird bei seinem
zweiten Kommen unser König werden.
Wenn man den
Messias nur auf einen Namen in Hebräisch begrenzt, stellt dies eine Übertretung
des Dritten Gebotes dar. Das ist ein „Mißbrauch“ des Namens Gottes. Es begrenzt
die Absicht Gottes und schränkt Gottes Plan für die letztendliche Rettung der
ganzen Menschheit ein.
Als seine Jünger
Jesus Christus um eine Belehrung bitten, wie zu beten ist (Lukas 11,1-4),
lehrte er sie, sich in ihren Gebeten zum Vater zu wenden. Gott ist für uns
„Unser Vater im Himmel“.
Er sagte
nicht, daß sie sich an den Vater nur in Hebräisch wenden sollen.
Jesus Christus
sagt in seinem Gebet in Johannes 17,1-26, zu Gott „Vater“. In Matthäus 27,46
sehen wir, daß Jesus Christus, als er am Kreuz hing, auf Aramäisch, der
Alltagssprache des Volkes, zum Vater schrie: „Eli, Eli, warum hast du mich
verlassen?“ und auf diese Weise die hebräischen Schriften zitierte.
Er gebrauchte
kein Hebräisch, um sich an den Vater zu wenden. Matthäus hat dies festgehalten,
weil er dabei war und es hörte. Johannnes war auch dort. Johannnes überliefert
uns seine nächsten Worte: „Es ist vollbracht.“
Es ist sehr
wichtig zu verstehen, daß Gott und Sein Messias, Jesus Christus, viele Namen
haben.
Es ist sehr
wichtig zu verstehen, daß Gott mehrere Namen hat, und daß diese Namen
„geheiligt“ werden sollen. Das Aussprechen dieser Namen nur in Hebräisch ist
keine Heiligung des Namens Gottes. Die Namen selbst sind die Begriffe. Die
Namen, die dem Sohn vom Vater gegeben wurden, sind Titel der Macht. Gerade
deswegen erhielten die Engel, die für Gott im Alten Testament handelten, den
Namen Jahova. Nur Er allein wird Jahova der Heerscharen genannt.
Was meinte Jesus
Christus, als er seinen Jüngern während der Bergpredigt sagte: „Ihr sollt
überhaupt nicht schwören“? Er hatte gerade mitgeteilt, daß er nicht gekommen
sei, um die Gebote abzuschaffen. Hatte er hier irgendeinen Teil der Gebote
geändert?