Christen-Gemeinden Gottes

[256]

 

 

 

Das Gesetz und das Vierte Gebot [256]

(Ausgabe 1.1 19981006-19990525)

 

Das Vierte Gebot beschäftigt sich mit dem Sabbat oder der Erholung. Hierzu gehören der Wochensabbat oder der Siebente Tag, die Neumonde, die Heiligen Tage, die Siebenjahres-Landsabbate und das System der Erlaßjahre. Alle diese Tage sind an den Mondkalender gebunden, und man soll sie zum Nutzen aller Menschen einhalten (Markus 2, 27).

 

 

 

 

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(Copyright 1998, 1999  Wade Cox)

 

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Das Gesetz und das Vierte Gebot [256]

 


Die Grundzüge des Gesetzes

Es gibt den Wochensabbat oder Sabbat des Siebenten Tages, den monatlichen Sabbat oder Neumond, den jährlichen Sabbat oder Heiligen Tag, den Sabbat der Erneuerung der Erde im Siebten Jahr und den Sabbat des Erlaßjahres. Sie sind alle als Gebote gegeben und müssen alle eingehalten werden.

 

5 Mose 12-15 12 Den Sabbattag sollst du halten, daß du ihn heiligest, wie dir der Herr, dein Gott, geboten hat. 13 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. 14 Aber am siebenten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Rind, dein Esel, all dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt, auf daß dein Knecht und deine Magd ruhen gleichwie du. 15 Denn du sollst daran denken, daß auch du Knecht in Ägyptenland warst, und der Herr, dein Gott, dich von dort herausgeführt hat mit mächtiger Hand und ausgerecktem Arm. Darum hat dir der Herr, dein Gott, geboten, daß du den Sabbattag halten sollst.    

 

2 Mose 20, 8-11 8 Gedenke des Sabbattages, daß du ihn heiligest. 9 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. 10 Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. 11 Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und das alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der Herr den Sabbattag und heiligte ihn.

 

Das Wort ‚Sabbat’

sabbat (SHD 7676) ist ein Wort, das stehenbleiben oder sich erholen bedeutet. Er ist ein Sabbat für den Herrn (3 Mose 23,3) und zugleich ein Erholungs- und Feiertag. (2 Mose 23,12). Er ist ein Zeichen dafür, daß Gott der Herr über allen Wesen steht, und es war der erste Segen, von dem uns berichtet wird. Er wurde seit der Zeit der Erschaffung Adams geheiligt und als besonderer Tag vorgesehen (1 Mose 2,2-3). Der Sabbat wurde für den Menschen geschaffen (Mk. 2,27), und seine Einhaltung ist mit dem Glauben verbunden. Abraham hat ihn eingehalten (1 Mose 26,5), dem die Wahrheit geschenkt wurde (1 Mose 24,27) und der andere begleitet hat (1 Mose 24,48). Mit der Einhaltung des Sabbats bekannte Israel, daß sie ein von Gott losgekauftes Volk sind, das den Gottesgesetzen unterworfen ist.  

 

Durch die Einhaltung dieser Ruhetage zeigen wir unseren Glauben an Gott. Die Einhaltung des Sabbats wurde zu einem Segen erklärt (Jes. 56,2-4; 58,13; 66,23; Hesekiel 44,24; 45,17; 46,1, 3-4, 12). Israel wurde für die Vernachlässigung des Sabbats zurecht­gewiesen. (Jes. 1,13; Jer. 17,21-27; Hesekiel 20,12-24; Amos 8,5). Die Dauer der Babylonischen Gefangenschaft Judas wurde nach der Mißachtung des Sabbatjahres oder des Brachliegens der Erde bestimmt (2 Chronik 36,21).

 

Die Sabbate als Zeichen oder Siegel

Der Sabbattag ist das Vierte Gebot, das in 2 Mose 8-11 und 5 Mose 5,12-15 genannt wird. Der Sabbattag ist ein heiliger Tag für Gott den Herrn (Jahova Elohim), wie wir es in 2 Mose 20,8 lesen:

 

2 Mose 20, 8-11 8 Gedenke des Sabbattages, daß du ihn heiligest. 9 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. 10 Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. 11 Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der Herr den Sabbattag und heiligte ihn.

 

Der Sabbat ist dazu da, daß jeder Mensch und sogar die Tiere sich erholen können (5 Mose 5,14).

 

Sechs Tage sollen wir arbeiten (5 Mose 5,13) und uns dabei um die Schöpfung kümmern und sie erhalten (Gen. 2,15), und wir sollen nicht faul sein (2 Thess. 3,6-11). Was nur die Menschenhände tun können, muß mit ganzer Kraft getan werden (Jesus Sirach 9,10). Denn was der Mensch sät, das wird er ernten (Gal. 6,7).

 

Der siebente Tag ist der Sabbat. Er wird seit der Erschaffung Adams als der Samstag angesehen. Diesen Tag sehen alle Völker als als den Sabbat an, und dem heutigen Kalender nach ist das der Samstag. Der Sabbattag ist ein ununterbrochener Kreislauf, und man kann ihn nicht auf einen anderen Tag legen, unabhängig davon, auf welchen Tag er nach dem  Solilunarzyklus fällt.

 

Der Kalender der Neuen Welt und seine Varianten, die zur Zeit angeboten werden, stehen im Gegensatz zum Wesen der Gebote. Der Weltkalender ist der Kalender der zwölf Monate mit gleichen Quartalen. Da dies jedes Jahr so ist, ist es ein immerwährender Kalender.

 

Unser heutiger Kalender ist nicht immerwährend, sondern ein Jahreskalender. Er ändert sich jedes Jahr. Das ist so, weil sein typischer 365-Tage-Zyklus nicht durch die Anzahl der Wochentage in eine ganze Zahl teilbar ist, was auch für den astronomischen Mondmonat mit 29,5 Tagen gilt.

 

Die Konsequenz des Ein-Tages-Restes ist, daß  das Jahr gewöhnlich am selben Wochentag beginnt und endet. Also muß das nächste Jahr am darauffolgenden Wochentag beginnen. Deshalb wird jedes Jahr ein neuer Kalender benötigt.

 

Technisch gesehen ist unser Gregorianischer Kalender ein auf verschiedene Weise geordneter Zyklus von vierzehn Kalendern. Der Kalender eines Jahres, das an einem Sonntag beginnt, unterscheidet sich von dem Kalender des Jahres, das an einem Montag beginnt, und dasselbe gilt für alle sieben Wochentage. Da das Auftreten des Schaltjahres jeden dieser sieben Kalender verändern kann, erhöht sich dadurch die Gesamtzahl der Varianten.

 

Wenn wir diesen Tag aus dem Kalender herausnehmen würden, würde das neue Jahr an demselben Wochentag wie das vorige Jahr beginnen. Dann hätten wir einen immerwährenden Kalender.

 

Wir können einen Tag aus dem Kalender herausnehmen, ohne damit vom solaren Zyklus abzuweichen, der ungefähr 365,24 Tage dauert, wenn wir den Tag einfach als eine 24-Stunden-Übergangszeit betrachten, bevor ein neues Kalenderjahr beginnt. Diese Tage außerhalb des Kalenders, die auch als „Schalttage“ bekannt sind, würden keine Wochentage sein. Es scheint am vernünftigsten, sie als Feiertage zu  betrachten wäre, und das ist Teil der logischen Grundlage hinter dem „Weltkalender“. Dieser und andere Systeme ändern die Abfolge der sieben Wochentage seit der Erschaffung Adams. Dieser Sieben-Tages-Zyklus paßt weder in den Mondmonat noch in das Sonnenjahr.  

 

3 Mose 23,32 sagt, daß Tage eigentlich am Abend und nicht um Mitternacht oder am Morgen beginnen und enden:

 

3 Mose 23,32 Ein feierlicher Sabbat soll er euch sein, und ihr sollt fasten. Am neunten Tage des Monats, am Abend, sollt ihr diesen Ruhetag halten, vom Abend an bis wieder zum Abend.        

 

Der siebte Tag beginnt am Abend des sechsten Tages, an unserem Freitag, in der Dämmerungszeit (siehe das Kapitel The Start of Month and the Day [203]).

 

Das bestätigt auch Paulus in Apostel­geschichte 27,27-34 und das Mischna, eine Schriftensammlung aus dem zweiten Jahrhundert, die auf Schriften des 2. Jh. v. Chr. zurückgeht. Siehe Teil II, Moed, Sabbat 1,3; 15,3.

 

Im Sabbat darf kein Kauf, kein Verkauf, keine Arbeit, die einen Verdienst bringt, getan werden. Das bedeutet aber nicht, daß es keine Aktivitäten gibt. Das Buch Nehemia enthält ein Beispiel für Arbeit im Sabbat:

 

Nehemia 10,28-31 28 Malluch, Harim und Baana. 29 Und das übrige Volk. Priester, Leviten, Torhüter, Sänger, Tempelsklaven, und alle, die sich von den Völkern der Länder abgesondert haben und sich zum Gesetz Gottes halten, samt ihren Frauen, Söhnen und Töchtern, alle, die es verstehen können: 30 sie sollen sich ihren Brüdern, den Mächtigen unter ihnen, anschließen und der Abmachung beitreten und sich mit einem Eid verpflichten, zu wandeln im Gesetz Gottes, das durch Mose, den Knecht Gottes, gegeben ist, und alle Gebote, Rechte und Satzungen des Herrn, unseres Herrschers, zu halten und zu tun. 31 Wir wollen unsere Töchter nicht den Völkern des Landes geben und ihre Töchter nicht für unsere Söhne nehmen.   

 

Das Sabbatsystem muß man als eine Wiederspiegelung des Systems, das dem Volk Gottes eigen ist, betrachten.

 

Das Fest der Ungesäuerten Brote ist ein Zeichen für das Gesetz Gottes (5 Mose 6,8) und ein Zeichen für die Befreiung Israels, das sich durch den Opfertod Christi auf alle bezieht, die in Christus sind (Röm. 9,6; 11,25-26). Diese Zeichen bewahren Israel vor dem Götzendienst (5 Mose 11,16), und es sind die Zeichen der Auserwählten Gottes (Offenb. 7,3).

 

Das Zeichen, das in SHD 226 erwähnt ist, owth oder ot, ist ein Kennzeichen oder eine Mahnung an die Pflichten der Menschen. Die Sabbate werden als Zeichen des Gottesvolks betrachtet. Es ist ein Zeichen zwischen uns und Gott, der uns heiligt.

 

2 Mose 31,12-14 12 Und der Herr redete mit Mose und sprach: 13 Sage den Kindern Israels: Haltet meinen Sabbat; denn er ist ein Zeichen zwischen mir und euch von Geschlecht zu Geschlecht, damit ihr erkennt, daß ich der Herr bin, der euch heiligt. 14 Darum haltet meinen Sabbat, denn er soll euch heilig sein. Wer ihn entheiligt, der soll des Todes sterben. Denn wer eine Arbeit am Sabbat tut, der soll ausgerottet werden aus seinem Volk.       

 

Oft wird fälschlicherweise angenommen, daß die Sabbate, die hier erwähnt werden, nur eine Mehrzahl der wöchentlichen Sabbate seien. Das ist falsch. Die Sabbate beziehen sich auf das gesamte System des Gottesdienstes, einschließlich der Neumonde, der Heiligen Tage und des gesamten Erlaßjahrsystems mit seinen wirtschaftlichen Folgerungen. Des Todes sterben ist ein geistlicher Begriff und bewahrt das Volk des Bundes vor dem Götzendienst.

 

Der Sabbat ist nicht ausschließlich ein Zeichen der Gemeinde Gottes; er ist auch ein Zeichen des Volkes, mit dem Gott seinen Bund schloß und das noch nicht in die Gemeinde gerufen wurde. Wenn es das Zeichen der Auserwählten wäre, würden die Anhänger des Judaismus sowie  Binitarier und Trinitarier, die den Sabbat einhalten, zur ersten Auferstehung gehören. Das ist jedoch nicht der Fall.

 

Das zweite Zeichen ist das Passahfest oder das Fest der Ungesäuerten Brote. 

 

2 Mose 13,9-10 9 Darum soll es dir wie ein Zeichen sein auf deiner Hand und wie ein Merkzeichen zwischen deinen Augen, damit es des Herrn Gesetz in deinem Munde sei; denn der Herr hat dich mit mächtiger Hand aus Ägypten geführt. 10 Darum halte diese Ordnung Jahr für Jahr zu ihrer Zeit. 

 

Der Versöhnungstag ist ein weiteres Zeichen für das Volk Gottes. Die Nichtbeachtung des Versöhnungstags muß mit der Ausschließung aus dem Volk bestraft werden, mit anderen Worten, aus dem Bund Israels, der die Gemeinde ist (3 Mose 23,29; Röm. 9,6-8).

 

3 Mose 23,26-32 26 Und der Herr redete mit Mose und sprach: 27 Am zehnten Tage in diesem siebenten Monat ist der Versöhnungstag. Da sollt ihr eine heilige Versammlung halten und fasten und dem Herrn Feueropfer darbringen 28 und sollt keine Arbeit tun an diesem Tage, denn es ist der Versöhnungstag, daß ihr entsühnt werdet vor dem Herrn, eurem Gott. 29 Denn wer nicht fastet an diesem Tage, der wird aus seinem Volk ausgerottet werden. 30 Und wer an diesem Tage irgendeine Arbeit tut, den will ich vertilgen aus seinem Volk. 31 Darum sollt ihr keine Arbeit tun. Das soll eine ewige Ordnung sein bei euren Nachkommen, überall, wo ihr wohnt. 32 Ein feierlicher Sabbat soll er euch sein, und ihr sollt fasten. Am neunten Tage des Monats, am Abend, sollt ihr diesen Ruhetag halten, vom Abend an bis wieder zum Abend.

 

Der Versöhnungstag dient auch dazu, um das Erlaßjahr zu erklären, weil das Erlaßjahr die Grundlage des Systems Gottes ist, um die Angelegenheiten der Menschen auf der Erde zu regeln. Es ist ein sabbatisierter Sabbat, Shabbath Shabbathown, der seine Heiligkeit betont (siehe SHD 7677). Auf die geistliche Bedeutung des Erlaßjahres wird später eingegangen.

 

3 Mose 25,8-12 8 Und du sollst zählen sieben Sabbatjahre, siebenmal sieben Jahre, daß die Zeit der sieben Sabbatjahre neunundvierzig Jahre mache. 9 Da sollst du die Posaune blasen lassen durch euer ganzes Land am zehnten Tage des siebenten Monats, am Versöhnungstag. 10 Und ihr sollt das fünfzigste Jahr heiligen und sollt eine Freilassung ausrufen im Lande für alle, die darin wohnen; es soll ein Erlaßjahr für euch sein. Da soll ein jeder bei euch wieder zu seiner Habe und zu seinen Sippen kommen. 11 Als Erlaßjahr soll das fünfzigste Jahr euch gelten. Ihr sollt nicht säen und, was von selber wächst, nicht ernten, auch was, ohne Arbeit wächst, im Weinberg nicht lesen; 12 denn das Erlaßjahr soll euch heilig sein; vom Felde weg dürft ihr essen, was es trägt.

 

Der Versöhnungstag wird speziell von der Art der Opfer ausgeschlossen, die mit Wohltätig­keit und persönlichem Segen verbunden sind. Dasselbe gilt auch für das Posaunenfest. Das ist deshalb so, weil keiner dieser Tagen mit menschlicher Arbeit und Mühe zu tun hat. Der heilige Versöhnungstag ist ein besonderer Zähltag (Zensus), an dem ein Sühnegeld erhoben wurde.

 

2 Mose 30,11-16 11 Und der Herr redete mit Mose und sprach: 12 Wenn du die Kinder Israels zählst, so soll ein jeder dem Herrn ein Sühnegeld geben, um sein Leben auszulösen, damit ihnen nicht eine Plage widerfahre, wenn sie gezählt werden. 13 Es soll aber jeder, der gezählt ist, einen halben Taler geben nach dem Münzgewicht des Heiligtums; ein Taler wiegt zwanzig Gramm. Dieser halbe Taler soll als Opfergabe für den Herrn erhoben werden. 14 Wer gezählt ist von zwanzig Jahren an und darüber, der soll diese Opfergabe dem Herrn geben. 15 Der Reiche soll nicht mehr geben und der Arme nicht weniger als den halben Taler als Opfergabe dem Herrn zur Sühnung für euer Leben. 16 Und du sollst solches Sühnegeld nehmen von den Kindern Israels und es zum Dienst an der Stiftshütte geben, daß es sei für die Kinder Israels zum gnädigen Gedenken vor dem Herrn, zur Sühnung für euer Leben.     

 

Die Erhebung dieser Abgabe (des Sühnegelds) am Versöhnungstag diente dazu, die Zahl der Auserwählten Israels zu ermitteln. Es ist eine festgelegte Summe für jeden Menschen, und sie ändert sich nicht nach den persönlichen Lebensverhältnissen des Einzelnen. Diese Zählung des Volkes Israel nahm Gott bei der Erschaffung der Welt vor (Offb. 17,8), und das Sühnegeld hat Jesus Christus ein für allemal bezahlt (Röm. 6,10). Das Sühnegeld verweist darauf, daß es für die Erlösung nicht nach den persönlichen Lebensumständen des einzelnen Menschen bezahlt worden ist, sondern mit dem Opfertod Jesu Christi ein für allemal (Heb. 7,27; 9,26; 10,10; 1 Petrus 3,18). Die Einsammlung von Spenden am Versöhnungstag stellt die Bedeutung des Opfertods Jesu Christi in Frage.

 

Gerade das ist der Grund dafür, daß es nur drei Spendensammlungen gibt, wie dies in 2 Mose 23,14-18, 34,24; 5 Mose 16,16; 1 Könige 9,25 festgelegt wird. Sie sollen vor dem Morgen des ersten Festtags eingesammelt werden.    

 

2 Mose 23,14-18 14 Dreimal im Jahr sollt ihr mir ein Fest feiern: 15 Das Fest der ungesäuerten Brote sollst du so halten, daß du sieben Tage ungesäuertes Brot ißt, wie ich dir geboten habe, im Monat Abib, denn zu dieser Zeit bist du aus Ägypten gezogen – erscheint aber nicht mit leeren Händen vor mir! –, 16 und das Fest der Ernte, der Erstlinge deiner Früchte, die du auf dem Felde gesät hast, und das Fest der Lese am Ausgang des Jahres, wenn du den Ertrag deiner Arbeit eingesammelt hast vom Felde. 17 Dreimal im Jahre soll erscheinen vor dem Herrn dem Herrscher alles, was männlich ist unter dir.18 Du sollst das Blut meines Opfers nicht zugleich mit dem Sauerteig opfern, und das Fett von meinem Fest soll nicht über Nacht bleiben bis zum Morgen.  

 

Ein Zeichen oder owth wurde zum ersten Mal in 1 Mose 9,12 verwendet. Der Regenbogen war die Erinnerung Gottes und die Bestätigung seines Versprechens, daß er kein zweites Mal die Erde durch Wasser zerstören wird. Gott benutzt Zeichen als Kennzeichen für diejenigen, die ein besonderes Verhältnis zu ihm haben.

 

Das ursprüngliche und primäre Zeichen für das Volk Gottes war die Beschneidung (Gen. 17,10-14). Dieses physische Zeichen war ein Versprechen. Heute ist es geistiger Art und bezieht auch Frauen ab ihrer Taufe ein (siehe das Kapitel Repentance and Baptism [052]). Das war schon seit dem Anfang das Ziel (5 Mose 10,15-17), aber dafür braucht man auch die Mitwirkung Gottes.

 

5 Mose 30,6 Und der Herr, dein Gott, wird dein Herz beschneiden, und das Herz deiner Nachkommen, damit du den Herrn, deinen Gott liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, auf daß du am Leben bleibst.    

 

Die Taufe und der Empfang des Heiligen Geistes ist das primäre Zeichen der Auserwählten durch das Blut Jesu Christi in einem Leib (Mat. 28,19; Apostelgeschichte 1,5; 11,16; Röm. 6,3; 1 Kor. 12,13; Heb. 9, 11-28). Die Zeichen des Gesetzes Gottes, der Sabbat und das Passahfest, sind speziell als Schutz gegen den Götzendienst gedacht (5 Mose 11,6). Diese zwei Zeichen dienen als Siegel auf den Händen und auf der Stirn der Auserwählten des Herrn.

 

Zusammen mit dem Heiligen Geist bilden sie die Grundlage der Besiegelung der letzten Tage, die in Offenbarung 7,3 erwähnt ist. Das Zeichen der Auserwählten ist also auf das Erste Gebot gegründet. Christus sagte: Du sollst anbeten Gott, deinen Herrn, und ihm allein dienen (Mat. 4,10; Luk. 4,8). Unser Gottesdienst ist eine Anbetung in biblischem Sinne, und diese Aussage will uns sagen, daß es nur einen gibt, den man anbeten darf, nämlich Gott den Vater. Joschua, seinen Gesalbten, darf man nicht anbeten. 

 

Der Sabbat ist ein Zeichen der Gemeinde Gottes, aber er ist nicht das entscheidende Zeichen. Das primäre Zeichen ist das Verständnis des Gottesbegriffes. Die unitarische Struktur der Bibel besagt, daß es nur Einen Gott gibt (Deut. 6,4, 1 Kor. 8,4), den wir kennen können. (Hos. 8,2; 13,4). Wir müssen Ihn (Gal. 4,8-9) und auch sein Willen (Apostelgeschichte 22,14) kennen.

 

Es wird uns gesagt, daß wir zwischen Gott und Seinem Christus unterscheiden sollen (Joh.. 17,3), und wenn wir das nicht können, ist es zu unserer ewigen Schande (1 Kor. 15,34). Der grundlegende Aspekt des Glaubens ist es, zu verstehen, daß Jahova Sabaoth, der Herrscher der Himmelscharen, der Einzige Wahre Gott ist.

 

Die Taufe ist das zweite Zeichen, und der Empfang des Heiligen Geistes ist das innere Zeichen. Die äußeren Zeichen sind die Sabbate und das Gastmahl des Herrn / das Passahfest, das das Zeichen der Gesetze Gottes ist. An nächster Stelle folgen die Neumonde und die Heiligen Tage. Die Sabbate werden von der Menschheit wegen des Götzendienstes verleugnet.

 

Hesekiel 20,21-24 21 Aber auch die Söhne waren mir ungehorsam, lebten nicht nach meinen Geboten, hielten auch meine Gesetze nicht, daß sie danach taten, durch die der Mensch lebt, der sie hält, und entheiligten meine Sabbate. Da gedachte ich, meinen Grimm über sie auszuschütten und meinen ganzen Zorn an ihnen auszulassen in der Wüste. 22 Ich hielt aber meine Hand zurück und unterließ es um meines Namens willen, damit er nicht entheiligt würde vor den Heiden, vor deren Augen ich sie herausgeführt hatte. 23 Doch ich erhob meine Hand in der Wüste und schwor ihnen, sie unter die Heiden zu zerstreuen und in die Länder zu versprengen, 24 weil sie meine Gebote nicht gehalten und meine Gesetze verachtet und meine Sabbate entheiligt hatten und nach den Götzen ihrer Väter sahen.

 

Die Sabbate können nicht vom Ersten Gebot und von den Gesetzen getrennt werden. Das Volk wird für die Nichterfüllung aller Aspekte der Gesetze Gottes bestraft (Sach 14,16-19).

 

Der Sabbat ist das Zeichen unserer Treue zu Gott und unserer Erlösung in die Ruhe Gottes. Den Sabbat aufzugeben bedeutet, die Hoffnung auf Gott aufzugeben. Gerade deshalb werden wir heute wegen der Einhaltung des Sabbats des Herrn verfolgt.

 

Jeder, der den Sabbat entweiht, soll des Todes sterben (2 Mose 31,14; 4 Mose 32,36). Das ist das ewige Zeichen zwischen Gott und den Kindern Israels (2 Mose 31,17). Das mit „ewige“ übersetzte Wort heißt „olam“ (SHD 05769), es bedeutet „von Generation zu Generation“, oder auch „ewig, lange, immer“.

 

Wir, die Jünger des Neuen oder des Erneuerten Bundes, sind das geistige Israel (Röm. 9,4).

 

Die Vorbereitung zum Sabbat erfolgt am Vortag (2 Mose 16,5). Die Speise soll nach dem Beispiel des Manna gesammelt und zubereitet werden. Jeder Mensch soll an seinem Ort bleiben (2 Mose 16,29-30). Am Sabbattag soll er sowohl in der Zeit des Pflügens als auch in der Zeit des Erntens ruhen (2 Mose 34,21). Das Abreißen der Ähren durch Christus am Sabbat wurde von denen verurteilt, die den Sabbat durch Hinzufügung mündlicher Überlieferungen zu einer Last gemacht haben.

 

Christus hat gezeigt, daß er der Herr über den Sabbat ist – nicht um zu sagen, daß er nicht eingehalten werden muß, sondern eher um seine Mißbilligung über die Art und Weise auszudrücken, wie er eingehalten wird. Es ist zulässig, soviel Nahrung zu sammeln oder vorzubereiten, um sich am Sabbat sattzuessen, wie man anhand dieses Textes und des Gesetzes der Bibel sehen kann (Mat.12,1-12):

 

Matthäus 12,1-12 1 Zu der Zeit ging Jesus durch ein Kornfeld am Sabbat; und seine Jünger waren hungrig, fingen an, Ähren auszuraufen, und aßen.  2 Da das die Pharisäer sahen, sprachen sie zu ihm: Siehe, deine Jünger tun, was am Sabbat nicht erlaubt ist. 3 Er aber sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David tat, da ihn und die mit ihm waren hungerte? 4 Wie er in das Gotteshaus ging und aß die Schaubrote, die er doch nicht durfte essen noch die, die mit ihm waren, sondern allein die Priester? 5 Oder habt ihr nicht gelesen im Gesetz, wie die Priester am Sabbat im Tempel den Sabbat brechen und sind doch ohne Schuld? 6 Ich sage euch aber: Hier ist Größeres als der Tempel. 7 Wenn ihr aber wüßtet, was das ist: ‚Ich habe Wohlgefallen an der Barmherzigkeit und nicht am Opfer’, hättet ihr die Unschuldigen nicht verdammt. 8 Des Menschen Sohn ist ein Herr auch über den Sabbat. 9 Und er ging von dannen weiter und kam in ihre Synagoge. 10 Und siehe, da war ein Mensch, der hatte eine verdorrte Hand. Und sie fragten ihn und sprachen: Ist’s auch recht, am Sabbat zu heilen?, auf daß sie eine Sache wider ihn hätten. 11 Aber er sprach zu ihnen: Welcher ist unter euch, wenn er ein einziges Schaf hat und es fällt ihm am Sabbat in eine Grube, der es nicht ergreife und ihm heraushelfe? 12 Wieviel mehr ist nun ein Mensch als ein Schaf! Darum darf man wohl am Sabbat Gutes tun.   

       

Der dritte Vers bezieht sich hier auf 1 Samuel 21,6, wo David die verbotenen Schaubrote aß (2 Mose 25,30; 3 Mose 24,5-8). Noch präziser wird die Stelle, in der die Priester des Tempels den Sabbat mißachteten und doch ohne Schuld blieben (Mat.12,5; vgl. 4 Mose 28,9-10; siehe auch Neh. 13,7; Hesekiel 24,21; Joh.7,22-23).

 

Unsere Arbeit am Sabbat als Auserwählte bei der Anbetung Gottes läßt uns nicht schuldig werden. Tatsächlich wurden am Sabbattag viel mehr Opfer dargebracht als an jedem anderen Tag. Wir können durch bestimmte Arten von Arbeit schuldig werden, nicht durch die Arbeit an sich.

 

Ebenso hat Christus uns ein Gebot in bezug auf die Heilung der Kranken gegeben. Auch das muß am Sabbat getan werden. Es ist richtig, Kranken am Sabbat zu essen zu geben oder sie zu heilen (Lk. 6,8-10; 13,14-16; 14,3; Mat. 12,10-13).

 

Johannes 7,23 23 Wenn nun ein Mensch die Beschneidung empfängt am Sabbat, damit nicht das Gesetz des Mose gebrochen werde, zürnet ihn dann über mich, daß ich den ganzen Menschen habe am Sabbat gesund gemacht?

 

Lukas 14,5 deutet an, daß es wichtig ist, in Notfällen tätig zu werden, aber wir müssen im voraus planen. Die Esel sollen nicht beladen werden (Neh. 13,15), und die Tore sollen geschlossen sein (Neh. 13,19). Das bedeutet, daß wir sogar Arbeitsmöglichkeiten ver­meiden sollen. Die Last soll nicht getragen (Jer. 17,21) und das Holz soll nicht gesammelt werden (4 Mose 15,32-35). Die Getreide­garben sollen nicht gebunden und der Wein nicht gekeltert werden (Neh. 13,15). Wenn man sich entsprechend vorbereitet, kann diese Alltagsarbeit unterbrochen werden, und so soll es auch geschehen.

 

An den Säumen ihrer Kleidung sollen sie blaue Quasten oder Bänder als Erinnerung an die Gebote tragen:

 

4 Mose 15,37-41 37 Und der Herr sprach zu Mose: 38 Rede mit den Kindern Israels und sprich zu ihnen, daß sie und ihre Nachkommen sich Quasten machen an den Zipfeln ihrer Kleider und blaue Schnüre an die Quasten der Zipfel tun. 39 Und dazu sollen die Quasten euch dienen: sooft ihr sie anseht, sollt ihr an alle Gebote des Herrn denken und sie tun, damit ihr euch nicht von eurem Herzen noch von euren Augen verführen laßt und abgöttisch werdet, 40 sondern ihr sollt an alle meine Gebote denken und sie tun, daß ihr heilig seid eurem Gott. 41 Ich bin der Herr, euer Gott, der euch aus Ägyptenland geführt hat, daß ich euer Gott sei, ich, der Herr, euer Gott.    

 

Das ist etwas Persönliches zwischen ihnen und Jahova, ihren Elohim. Es ist ein Gebot, das aber nicht zu Schauzwecken gebraucht werden sollte (Mat. 23,5).

 

Man darf keine Speisen und Sachen kaufen (Neh. 10,31), und man darf sie auch nicht verkaufen (Neh.13,15). Sowohl das Kaufen als auch das Verkaufen sind verbotene Tätigkeiten.

 

Das Sabbatsystem weist auf die Erlösung hin; Leben muß gerettet werden (Mk. 3,4; Lk. 6,9), und Hilfe muß geleistet werden, wo es nur möglich ist (Mat. 12,11).

 

Wir werden das gesamte Sabbatsystem studieren und lernen, es zu beachten – nicht weil wir Angst vor Strafe hätten, sondern weil wir unseren Einzigen Wahren Gott lieben:

1 Johannes 5,3 Denn das ist die Liebe zu Gott, daß wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer.

 

Die Sabbate sind keine Last, aber sie sollen in geistiger Reinheit beachtet werden (Jes. 1,13). Sie dürfen nicht besudelt oder entweiht werden (Jes. 56,2, 4-7).

 

Jesaja 56,2 Wohl dem Menschen, der dies tut, und dem Menschenkind, das daran festhält, das den Sabbat hält und nicht entheiligt und seine Hand hütet, nichts Arges zu tun!

 

Jesaja 56,4-7 4 Denn so spricht der Herr: Den Verschnittenen, die meine Sabbate halten und erwählen, was mir wohlgefällt, und an meinem Bund festhalten, 5 denen will ich in meinem Hause und in meinen Mauern ein Denkmal und einen Namen geben; das ist besser als Söhne und Töchter. Einen ewigen Namen will ich ihnen geben, der nicht vergehen soll. 6 Und die Fremden, die sich dem Herrn zugewandt haben, ihm zu dienen und seinen Namen zu lieben, damit sie seine Knechte seien, alle, die den Sabbat halten, daß sie ihn nicht entheiligen, und die an meinem Bund festhalten, 7 die will ich zu meinem heiligen Berge bringen und will sie erfreuen in meinem Bethaus, und ihre Brandopfer sollen mir wohlgefällig sein auf meinem Altar; denn mein Haus wird ein Bethaus heißen für alle Völker.

 

Der Sabbat ist ein Tag, an dem man sich freuen, und nicht klagen soll (Jes. 58,13-14). Das werden alle beachten, wenn sie kommen werden, um den Herrn anzubeten. Von einem Neumond bis zum anderem, von einem Sabbat bis zum anderen (Jes. 66,23).

 

Am Sabbat darf man keine Lasten tragen, und man darf sie nicht nach Jerusalem hineintragen oder hineinfahren lassen (Jer. 17,21). Am Sabbat soll man sich freuen und Freude in das Haus des Herrn bringen. Man soll am Sabbat keine Lasten aus seinen Häusern tragen (Jer.17,22); dies zeigt, daß auch Arbeit auf dem eigenen Grundstück verboten ist. Der Sabbat soll geheiligt werden und von den anderen Tagen unterschieden werden.

 

Christus war größer als der Tempel, und wir sind größer als der materielle Tempel, und wir sind der Tempel (2 Kor. 6,16); der Tempel wurde für uns geschaffen (Mk. 2,27).

 

Auch wir sollen den Sabbat, den siebten Tag, halten – als eine Vorbereitung darauf, daß wir ein Haus für Gott sein sollen. Das gilt für die ganze Menschheit, wie es als Prüfung für Israel gegeben wurde (2 Mose16,18).

 

Der Sabbat ist eine Voraussetzung für das Erbe des Reiches Israel, wenn keine Lasten durch die Stadttore hereingetragen werden. Könige und Prinzen werden auf dem Thron Davids sitzen. Aber wenn diese Warnung nicht beachtet wird, wird die Stadt durch Feuer zerstört werden (Jer.17,27). Am Tag der Not verlachen die Heiden den Sabbat (Klagelieder 1,7). So ist der Sabbat den Menschen des Hauses Gottes ein Zeichen und eine Quelle des Spottes in der Zeit der Not. Könige und Priester bekommen seinen Zorn  über die Entheiligung des Sabbats zu spüren. (Klagelieder 2,6)

 

Die Sabbate sind zur Heiterkeit und Fröhlichkeit da. Aber als Strafe ist die Heiterkeit von den Sabbaten genommen worden (Hos. 2,11).

 

Am Sabbat muß das richtige Verhältnis eingehalten werden. Der Mensch muß auf das Ende des Sabbats warten, um eine Arbeit zu beginnen, weil sich dies auf die Ehrlichkeit, das Opfern und Geben auswirken wird (Amos 8,5). Man soll immer bereit sein, Gutes zu tun und die Krankheiten der Menschen zu heilen (Lk. 13,10-16).

 

In Lukas 23,54 heißt es, daß man sich für den Sabbat vorbereiten soll. Man soll voraus­denken, einander Gutes tun. Die Menschen sollen zeigen, daß sie einander lieben, wie Christus uns liebt. Wir sollen im Glauben wachsen, so wie wir alle eins werden (Lk.5,5-14).

 

So wie es erlaubt ist, die Beschneidung am Sabbat vorzunehmen, so ist es auch erlaubt, sein Herz durch Geben und die Kraft des Heiligen Geistes zu beschneiden. Die Menschen sollen einander aufrichtig nach dem Guten beurteilen, das sie am Sabbat getan haben (Joh. 7,21-24).

 

Jesaja 56,2 Wohl dem Menschen, der dies tut, und dem Menschenkind, das daran festhält, das den Sabbat hält und nicht entheiligt und seine Hand hütet, nichts Arges zu tun !         

 

Geheiligt werden die, die das Sabbatsystem beachten, und von denen, die die Mißachtung des Sabbats predigen, lesen wir:

 

Jeremia 10,21 Denn die Hirten sind zu Toren geworden und fragen nicht nach dem Herrn. Darum kann ihnen nichts Rechtes gelingen, und ihre ganze Herde ist zerstreut.

 

Die Hirten des geistlichen Israels, die nicht durch sorgfältiges Studium und Gehorsam nach dem Wort forschen, werden bestraft werden, und die Schafe werden auseinander­gejagt werden! Diese Strafe kann für einige Hirten den Tod bedeuten – denen, die die Entweihung des Gesetzes lehren.

 

Nach der Zeit des Messias benötigen wir die Erwachsenentaufe, um den Heiligen Geist zu empfangen und den Bund zu erneuern. Die Sabbatgebote bleiben bestehen.

 

Hebräer 4,9-11 9 9 So ist also noch eine Ruhe vorhanden dem Volke Gottes. 10 Denn wer zu Gottes Ruhe gekommen ist, der ruht auch von seinen Werken gleichwie Gott von den seinen. 11 So lasset uns nun Fleiß tun, hineinzukommen zu dieser Ruhe, auf daß nicht jemand zu Fall komme in gleichem Ungehorsam. 

 

Die Ruhe am Sabbat, dem Siebten Tag, bleibt bestehen! Wir, die das christliche, geistliche Israel sind und die den Bund mit Gott erneuert haben, werden ihn einhalten und unsere Arbeit ruhen lassen.

 

2 Mose 31,12-18 12 Und der Herr redete mit Mose: 13 Sage den Kindern Israels: Haltet meinen Sabbat; denn er ist ein Zeichen zwischen mir und euch von Geschlecht zu Geschlecht, damit ihr erkennt, daß ich der Herr bin, der euch heiligt. 14 Darum haltet meinen Sabbat, denn er soll euch heilig sein. Wer ihn entheiligt, der soll des Todes sterben. Denn wer eine Arbeit am Sabbat tut, der soll augerottet werden aus seinem Volk. 15 Sechs Tage soll man arbeiten, aber am siebenten Tag ist Sabbat, völlige Ruhe, heilig dem Herrn. Wer eine Arbeit tut am Sabbattag, soll des Todes sterben. 16 Darum sollen die Kinder Israels den Sabbat halten, daß sie ihn auch bei ihren Nachkommen halten als ewigen Bund. 17 Er ist ein ewiges Zeichen zwischen mir und den Kindern Israels. Denn in sechs Tagen machte der Herr Himmel und Erde, aber am siebenten Tage ruhte er und erquickte sich. 18 Und als der Herr mit Mose zu Ende geredet hatte auf dem Berge Sinai, gab er ihm die beiden Tafeln des Gesetzes; die waren aus Stein und beschrieben von dem Finger Gottes.      

      

In der Zukunft, in Seiner guten Zeit, wird Gott aus den Völkern einzelne Menschen erwählen, damit sie Priester und Leviten nach der Ordnung Melchisedeks werden. Sie und alle anderen Menschen werden am Sabbattag kommen und Ihn anbeten.

 

Jesaja 66,18-23 18 Ich kenne ihre Werke und ihre Gedanken und komme, um alle Völker und Zungen zu versammeln, daß sie kommen und meine Herrlichkeit sehen. 19 Und ich will ein Zeichen unter ihnen aufrichten und einige von ihnen, die errettet sind, zu den Völkern senden, nach Tarsis, nach Put und Lud, nach Meschech und Rosch, nach Tubal und Jawan und zu den fernen Inseln, wo man nichts von mir gehört hat und die meine Herrlichkeit nicht gesehen haben; und sie sollen meine Herrlichkeit unter den Völkern verkündigen. 20 Und sie werden alle eure Brüder aus allen Völkern herbringen dem Herrn zum Weihgeschenk auf Rossen und Wagen, in Sänften, auf Maultieren und Dromedaren nach Jerusalem zu meinem heiligen Berge, spricht der Herr, gleichwie Israel die Opfergaben in reinem Gefäße zum Hause des Herrn bringt. 21 Und ich will auch aus ihnen Priester und Leviten nehmen, spricht der Herr. 22 Denn wie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor mir Bestand haben, spricht der Herr, so soll auch euer Geschlecht und Name Bestand haben. 23 Und alles Fleisch wird einen Neumond nach dem andern kommen, um vor mir anzubeten, spricht der Herr.

 

Die praktische Anwendung

Der Sabbattag am siebten Tag muß als ein ansdrückliches Gebot des Herrn und als eines der Zehn Gebote eingehalten werden (siehe 2 Mose 20,8-11; 5 Mose 5,12-15; Heb. 4,9-11). Diese sind für ewig unveränderliche Satzungen für alle Menschen. Der Sabbat ist heilig. Jeder, der den Sabbat entheiligt, soll des Todes sterben und wird von seinem Volk getrennt (2 Mose 31,14-15). Der Sabbat des siebten Tages bleibt für die Mitglieder des erneuerten Bundes bestehen (Heb. 4,9). Der siebte Tag beginnt am Ende des sechsten Tages der Woche, an unserem Freitag, am Ende der Abenddämmerung. Er dauert von einem Sonnenuntergang bis zum anderen (3 Mose 23,23, Apostelgeschichte 27,27-33). Er ist ein ewiger Bund und ein Zeichen zwischen dem Volk Israel und Gott, den sie als ihren Schöpfer erkennen (2 Mose 31,15-16). Alle wahren Christen sind das geistige Israel, und alle Heiden müssen schließlich ein Teil des Volkes Israel werden (Röm. 9,6; 11, 16-25). Die Strafe für die Entheiligung des Sabbats ist der Tod, der durch den Verlust des Heiligen Geistes eintritt, und die Zuteilung zur zweiten Auferstehung (Offb. 20,5).

 

Der Sabbat ist eine Freude, und er muß als der Heilige Tag des Herrn geehrt werden. Es ist kein Tag des trägen Genusses, sondern der heiligen Versammlung (Jes. 58,13-14). Keine Arbeit soll getan und keine Lasten getragen werden (Jer.17,21-22), und an diesem Tag sollen wir weder kaufen noch verkaufen (Neh. 13,15).

 

Die Neumonde

Jesaja 66,22-23 22 Denn wie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor mir Bestand haben, spricht der Herr, so soll auch euer Geschlecht und Name Bestand haben. 23 Und alles Fleisch wird einen Neumond nach dem andern kommen, um vor mir anzubeten, spricht der Herr.

 

Den Menschen wurde geboten, Gott am Sabbat des siebten Wochentags sowie an den Neumonden anzubeten (siehe auch Hesekiel 46,6, 9-10).

 

Hesekiel 46,1-3 1 So spricht Gott der Herr: Das Tor am inneren Vorhof im Osten soll an den sechs Werktagen zugeschlossen sein, aber am Sabbattag und am Neumond soll man’s auftun. 2 Und der Fürst soll von draußen unter die Vorhalle des Tores treten und bei den Pfosten am Tor stehenbleiben. Und die Priester sollen sein Brandopfer und Dankopfer opfern, er aber soll auf der Schwelle des Tores anbeten und danach wieder hinausgehen; das Tor aber soll offen bleiben bis zum Abend. 3 Ebenso soll das Volk des Landes an der Tür dieses Tores anbeten vor dem Herrn an den Sabbaten und Neumonden.

 

Eigentlich ist das Opfer des Neumonds größer als das des Sabbats (Hesekiel 46,4, 6). Es gibt keinen Unterschied zwischen dem Neumond und dem Wochensabbat. Beide Tage sind heilig, und an keinem von ihnen ist es erlaubt, Handel zu treiben.

 

Amos 8,5 und sprecht: Wann will denn der Neumond ein Ende haben, daß wir Getreide verkaufen, und der Sabbat, daß wir Korn feilhalten können und das Maß verringern und den Preis steigern und die Waage fälschen?  

 

Die Bedeutung der Opfer, die sich auf den Neumond beziehen, beziehen sich auch auf die Gemeinde Gottes und auf den Rat Israels. Wenn die Neumonde nicht eingehalten werden, ist es unmöglich, den Gotteskalender zu verstehen (siehe das Kapitel God’s Calendar / Der Gotteskalender [156]). Der moderne jüdische Kalender ist kein vorschriftsmäßiger Kalender, und das erschwert die Rekonstruktion. Solange der Gotteskalender nicht rekonstruiert wurde, können die Neumonde und Feste nicht richtig eingehalten werden, und die Rekonstruktion läßt auf sich warten. Nur mit der Rekonstruktion der Neumonde können der Kalender und die Feste richtig eingehalten und verstanden werden.

 

Der Neumond ist eines der Erinnerungs­zeichen Gottes, die in 4 Mose10,10 genannt werden:

 

4 Mose 10,10 Desgleichen, wenn ihr fröhlich seid an euren Festen und an euren Neumonden, sollt ihr mit den Trompeten blasen bei euren Brandopfern und Dankopfern, damit euer Gott an euch denke. Ich bin der Herr, euer Gott.   

 

Der Herr, euer Gott, ist Jahova, euer Elohim. Die Opfer wurden in Christus erfüllt. Die Sabbate, die Neumonde und die festgelegten Feste wurden nicht aufgehoben.

 

Das Fest des Neumondes wurde als Schabbatown oder Heiliger Sabbat bezeichnet. Als Erinnerungszeichen wurden Opfer dargebracht, wie wie oben gesehen haben.

 

4 Mose 28,11-15 11 Aber am ersten Tage eurer Monate sollt ihr dem Herrn ein Brandopfer opfern: zwei junge Stiere, einen Widder, sieben einjährige Schafe ohne Fehler 12 und je drei Zehntel feinstes Mehl zum Speisopfer, mit Öl vermengt, zu je einem jungen Stier und zwei Zehntel feinstes Mehl zum Speisopfer, mit Öl vermengt, zu dem einen Widder 13 und je ein Zehntel feinstes Mehl zum Speisopfer, mit Öl vermengt, zu je einem Schaf. Das ist ein Brandopfer des lieblichen Geruchs, ein Feueropfer für den Herrn. 14 Und was dazu gehört an Trankopfern, soll sein: eine halbe Kanne Wein zu je einem jungen Stier, eine drittel Kanne zum Widder, eine viertel Kanne zu je einem Schaf. Das ist das Brandopfer zum Neumond eines jeden Monats im Jahr. 15 Dazu soll man einen Ziegenbock dem Herrn zum Sündopfer zurichten außer dem täglichen Brandopfer und seinem Trankopfer.

 

Von diesem Text her wissen wir, daß die Neumonde jeden Monat das ganze Jahr über abgehalten werden müssen. Für die Neumonde gelten die gleichen Bedingungen wie für die anderen Feste und Sabbate.

 

1 Chronik 23,31 und alle Brandopfer dem Herrn zu opfern an den Sabbaten, Neumonden und Festen nach der vorgeschriebenen Zahl, täglich vor dem Herrn;

 

2 Chronik 31,3 Und der König gab von seiner Habe seinen Anteil für die Brandopfer am Morgen und am Abend und für die Brandopfer an den Sabbaten und an den Neumonden und Festen, wie es geschrieben steht im Gesetz des Herrn.

 

In Esra 3,5 steht auch geschrieben, daß die Neumonde erneuert worden sind. Zu beiden Haupterneuerungen gehörte auch die Erneue­rung der Neumonde.

 

Esra 3,5 danach auch das tägliche Brandopfer und die Opfer für die Neumonde und alle heiligen Festtage des Herrn und was sonst einer dem Herrn freiwillig darbrachte.

 

Der Neumond ist der Beginn des ersten Tages des Monats (4 Mose 10,10; 28,11). Das Zeichen des heiligen Volkes ist der lunare Kalender. In seinem Kommentar zu 2 Mose 12,2 sagt das Mekilta, daß „die Völker“ nach der Sonne rechnen, aber Israel nach dem Mond (Ps. 104,19). Wie wir es in Amos 8,5 lesen können, haben sich die Menschen sowohl an den Neumonden als auch an den Sabbaten von der Arbeit erholt. Das mußte der Tag der Freude sein. Die Fröhlichkeit, die für die Heiligen Tage, die Neumonde und Sabbate bestimmt war, wurde ihnen genommen.

 

Hosea 2,11 Darum will ich mein Korn und meinen Wein mir wieder nehmen zu seiner Zeit und meine Wolle und meinen Flachs ihr entreißen, womit sie ihre Blöße bedeckt.  

 

Das geschah wegen unseres Unglaubens und unseres Götzendienstes. Gott zerstört sein Volk, weil es seine Gebote nicht beachtet. Das letztendliche Ergebnis ist, daß Er den Wohlstand des Volkes vernichtet.

 

Hosea 2,12 Dann will ich ihre Scham aufdecken vor den Augen ihrer Liebhaber, und niemand soll sie aus meiner Hand erretten. 

In 1 Mose 1,14 steht geschrieben, daß Gott die Himmelskörper an den Himmel gesetzt hat, um Tage und Nächte zu bestimmen, aber auch als Zeichen und für die Jahreszeiten. Die Neumonde bestimmen die Reihenfolge und Zeitbestimmung der Feste und finden logischerweise vor dem Sabbat statt, der das Werk der Vollendung der Schöpfung  am siebten Tag versinnbildlicht, während die Neumonde ab dem vierten Tag begannen.  Die Himmelskörper sind dazu da, um das Licht vom Dunkel zu scheiden (1 Mose 1,18). Der Mond steht für das Licht der Welt in dem Dunkel, das sie regiert. Die Sonne wird als ein Bild für Christus verwendet:

 

Maleachi 3,2-4 2 Wer wird aber den Tag seines Kommens ertragen können, und wer wird bestehen, wenn er erscheint? Denn er ist wie das Feuer eines Schmelzers und wie die Lauge der Wäscher. 3 Er wird sitzen und schmelzen und das Silber reinigen, er wird die Söhne Levi reinigen und läutern wie Gold und Silber. Dann werden sie dem Herrn Opfer bringen in Gerechtigkeit, 4 und es wird dem Herrn wohlgefallen das Opfer Judas und Jerusalems wie vormals und vor langen Jahren.

 

Die Ehrfurcht vor Gott ist das Einhalten der Gesetze Gottes. Die Sabbate und die Neumonde wurden im Bezug auf die Durchführung von Geschäften gleich behandelt. Sowohl am Sabbat als auch am Neumondfest war die Durchführung von Geschäften bzw. das Kaufen und das Verkaufen verboten.

 

Amos 8,4-6 4 Höret dies, die ihr die Armen unterdrückt und die Elenden im Lande zugrunde richtet 5 und sprecht: Wann will denn der Neumond ein Ende haben, daß wir Getreide verkaufen, und der Sabbat, daß wir Korn feilhalten können und das Maß verringern und den Preis steigern und die Waage fälschen, 6 damit wir die Armen um Geld und die Geringen um ein Paar Schuhe in unsere Gewalt bringen und Spreu für Korn verkaufen?            

 

Das Jahr besteht aus zwölf Monaten, wobei in neunzehn Jahren sieben Mal ein dreizehnter Monat oder  Schaltmonat eingefügt wird, wie es in 2 Mose 12,1 festgelegt ist. Die Abfolge des Kalenders, wie sie Gott bei der Erschaffung der Welt festgelegt hat, wird von den Himmelskörpern bestimmt. Der entscheidende Faktor für den Kalender ist die Bewegung und Position der Himmelskörper. Man kann sehen, wie dieses System in der ganzen Bibel entwickelt wird, und es ist ein zentraler Aspekt des Gesetzes Gottes.

 

Psalm 104,19 Du hast den Mond gemacht, das Jahr danach zu teilen; die Sonne weiß ihren Niedergang.

 

Der entscheidende Faktor ist der Mond, nicht die Sonne. Die Sonne ist nur für den Tag von Bedeutung, sowie als Orientierungspunkt für den Jahresbeginn ab der Tagundnachtgleiche oder der Jahreswende, wie dies in 2 Mose 34,22 erwähnt wird – von SHD 8622 [tek-oo-faw’] oder [tekquphah], mit der Bedeutung: 

 

1 (a) das sich Drehende, der Kreislauf der Zeit oder des Raums, Umdrehung, Kreislauf

1 (b) beim Kreislauf (als Adverb)

 

Für Israel und alle anderen Völkern der nördlichen Hemisphäre ist die Wintersonnenwende zu der Zeit im Dezember, wenn die Sonne ihre südlichste Breite erreicht. Zu dieser Zeit haben wir den kürzesten Tag, und das ist gewöhnlich am 21. / 22. Dezember. Die Sommersonnenwende ist im Juni, wenn die Sonne ihre nördlichste Breite erreicht. Zu dieser Zeit haben wir den längsten Tag, und das ist der 21. / 22.  Juni.

 

Die Frühlings-Tagundnachtgleiche ist der Zeitpunkt im März, wenn die Sonne den Äquator überquert und von der Südhemi­sphäre in die Nordhemisphäre wechselt. Tag und Nacht sind dann ungefähr gleich lang. Das ist gewöhnlich am 21./22. März. Die Herbst-Tagundnachtgleiche ist der Zeitpunkt im September, wenn die Sonne den Äquator überquert und von der Nordhemisphäre in die Südhemi­sphäre wechselt. Tag und Nacht sind dann ungefähr gleich lang. Das ist gewöhnlich am 21./22. September.

 

Das tropische Jahr ist 365,24219 Tage lang, und der synodische Monat ist 29,53059 Tage lang. Neunzehn tropische Sonnenjahre sind nahe an der ganzen Zahl der synodischen Monate. Die tatsächliche Länge eines bestimmten Jahres kann wegen des Einflusses der Gravitation anderer Planeten um wenige Minuten variieren. Ähnlich kann auch die Zeit zwischen zwei Neumonden um einige Stunden variieren, was von mehreren Faktoren abhängt, unter anderen von der Veränderung der Gravitationskräfte und von der Orbitalneigung der Sonne und des Mondes.

 

Neunzehn Jahre bilden einen vollständigen Zyklus. Diese Periode bestimmen die Monde durch ihre Umdrehungen während der Jahreszeiten selbst. Ein Zyklus umfaßt neunzehn Jahre.

 

Die praktische Anwendung

Das Gesetz verlangt, daß die Neumonde eingehalten werden (4 Mose 10,10, 28,11-15; 1 Chronik 23,31, 2 Chronik 2,4, 8,13, 31,3). In dieser Zeit, ebenso wie am Sabbat, ist jeder Handel verboten (Amos 8,5). Israel hat die Neumonde eingehalten (Jes. 1,13-14; Esra 3,5; Neh. 10,33; Ps. 81,3; Hos. 2,11), was durch die Jahrhunderte hindurch auch die Gemeinde getan hat. Die Gemeinde hat sowohl die Neumonde als auch die Sabbate und die Heiligen Tage eingehalten (Kol. 2,16). Die Neumonde werden auch in der Zeit der Erneuerung unter dem Messias als Sabbattag eingehalten werden (Jes. 66,23; Hesekiel 45,17, 46,1, 3, 6), und diese Tage sind für uns auch heute verbindlich. Die Einhaltung der Neumonde wird sogar noch vor den Heiligen Tagen gefordert, die nach ihnen festgelegt werden (Ps. 81,3). Das geschieht nach der Konjunktion des Mondzyklus, nicht nach der Einhaltung (Ps. 104,19).

 

Die Heiligen Tage und Feste

Die jährlichen Heiligen Tage sind in 3 Mose 23,1-44, 4 Mose 28,16-29,35 und in 5 Mose 16,1-16 zu finden. Diese Heiligen Tage sind obligatorische Tage der heiligen Versammlung (3 Mose 23,4). Es sind Gedenk­tage (3 Mose 23,43), und sie widerspiegeln den Erlösungsplan des Herrn.

 

Die sieben jährlichen Heiligen Tage sind:

 

Passah (3 Mose 23,7; 4 Mose 28,18);

Der letzte Tag des Festes der Ungesäuerten Brote (3 Mose 23,8, 4 Mose 28,25);

Pfingsten (Wochenfest) (3 Mose 23,21; 4 Mose 28,26);

Fest des Siebten Monats (Posaunenfest) (3 Mose 23,23; 4 Mose 29,1);

Versöhnungstag

(3 Mose 23,26;  4 Mose 29,7);

Laubhüttenfest

 (3 Mose 23,35;  4 Mose 29,12);

Der Letzte Große Tag

(3 Mose 23,36; 4 Mose 29,35).  

 

Es gibt drei jährliche Feste (2 Mose 23,14). Der Zeitpunkt dieser Feste ist festgesetzt (Esra 3,5; Neh. 10,33). Der hebräische Begriff heißt mow'ed (SHD 4150), was „festgesetzte“ Zeit bedeutet; diese Feste dürfen nicht verschoben werden.

 

Das erste Fest ist das Fest der Ungesäuerten Brote, das aus zwei Heiligen Tagen besteht: dem Passahtag, der der fünfzehnte Tag ist, und der Letzte Tag der Ungesäuerten Brote, der der einundzwanzigste Tag des ersten Monats Nissan (Abib) ist.

 

Das zweite Fest ist das Erntefest oder Wochenfest oder der Heilige Tag des Pfingstfests (2 Mose 23,16), das fünfzig Tage nach dem Webeopfer am ersten Tag der Woche, dem Römischen Sonntag, in der Zeit des Festes der Ungesäuerten Brote stattfindet.

 

Das dritte ist das Laubhüttenfest oder das Fest der Einsammlung (2 Mose 23,16), bei dem der Heilige Tag der fünfzehnte Tag des siebten Monats ist, sowie der Letzte Große Tag als achter Tag dieses Festes.

 

Das System des Zehnten steht mit diesen Festen in Verbindung und funktioniert im Rahmen des vollständigen Erlaßjahrsystems.

 

5 Mose 14,22-29 22 Du sollst alle Jahre den Zehnten absondern von allem Ertrag deiner Saat, der aus deinem Acker kommt, 23 und sollst davon essen vor dem Herrn, deinem Gott, an der Stätte, die er erwählt, daß sein Name daselbst wohne, nämlich vom Zehnten deines Getreides, deines Weins, deines Öls und von der Erstgeburt deiner Rinder und deiner Schafe, auf daß du fürchten lernst den Herrn, deinen Gott, dein Leben lang. 24 Wenn aber der Weg zu weit ist für dich, daß du’s nicht hintragen kannst, weil die Stätte dir zu fern ist, die der Herr, dein Gott erwählt hat, daß er seinen Namen daselbst wohnen lasse, wenn der Herr, dein Gott, dich gesegnet hat, 25 so mache es zu Geld und nimm das Geld in deine Hand und geh an die Stätte, die der Herr, dein Gott, erwählt hat, 26 und gib das Geld für alles, woran dein Herz Lust hat, es sei für Rinder, Schafe, Wein, starkes Getränk oder für alles, was dein Herz wünscht, und iß dort vor dem Herrn, deinem Gott, und sei fröhlich, du und dein Haus 27 und der Levit, der in deiner Stadt lebt; den sollst du nicht leer ausgehen lassen, denn er hat weder Anteil noch Erbe mit dir. 28 Alle drei Jahre sollst du aussondern den ganzen Zehnten vom Ertrag dieses Jahres und sollst ihn hinterlegen in deiner Stadt. 29 Dann soll kommen der Levit, der weder Anteil noch Erbe mit dir hat, und der Fremdling und die Waise und die Witwe, die in deiner Stadt leben, und sollen essen und sich sättigen, auf daß dich der Herr, dein Gott, segne in allen Werken deiner Hand, die du tust.

 

Der zweite Zehnt soll dazu verwendet werden, um an Festen teilzunehmen. Feste darf man nicht zu Hause oder in der Heimatstadt feiern, außer wenn die Entfernung zu groß ist. Das Passahfest ist davon ausgenommen (5 Mose 16,5-7).

 

5 Mose 12,21 Ist aber die Stätte fern von dir, die der Herr, dein Gott erwählt hat, daß er seinen Namen daselbst wohnen lasse, so schlachte von deinen Rindern oder Schafen, die dir der Herr gegeben hat, wie ich dir geboten habe, und iß es in deiner Stadt ganz nach Herzenlust.   

 

Die, die nicht vorbereitet sind, das Passahfest zu feiern, oder die, die auf Reisen sind, müssen das Passahfest im zweiten Monat feiern (4 Mose 9,6-12; 2 Chronik 30,2-4).

 

4 Mose 9,1-14 1 Und der Herr redete mit Mose in der Wüste Sinai im zweiten Jahr, nachdem sie aus Ägyptenland gezogen waren, im ersten Monat und sprach: 2 Laß die Kinder Israels Passa halten zur festgesetzten Zeit; 3 am vierzehnten Tage dieses Monats gegen Abend zur festgesetzten Zeit sollt ihr es halten nach all seinen Satzungen und Ordnungen. 4 Und Mose redete mit den Kindern Israels, daß sie das Passa halten. 5 Und sie hielten Passa am vierzehnten Tage des ersten Monats gegen Abend in der Wüste Sinai; ganz, wie der Herr es Mose geboten hatte, so taten die Kinder Israels. 6 Da waren einige Männer unrein geworden an einem toten Menschen, so daß sie nicht Passa halten konnten an diesem Tage. Die traten vor Mose und Aaron am gleichen Tage 7 und sprachen zu ihm: Wir sind unrein geworden an einem toten Menschen. Warum sollen wir zurückstehen, daß wir unsere Gabe dem Herrn nicht bringen dürfen zur festgesetzten Zeit mit den Kindern Israels? 8 Mose sprach zu ihnen: Wartet, ich will hören, was euch der Herr gebietet. 9 Und der Herr redete mit Mose und sprach: 10 Sage den Kindern Israels: Wenn jemand unter euch oder unter euren Nachkommen unrein geworden ist an einem Toten oder auf einer weiten Reise ist, so soll er dennoch dem Herrn Passa halten, 11 aber erst im zweiten Monat am vierzehnten Tage gegen Abend, und soll es mit ungesäuertem Brot und bitteren Kräutern essen. 12 Und sie sollen nichts davon übriglassen bis zum Morgen, auch keinen Knochen davon zerbrechen und sollen’s ganz nach der Ordnung des Passa halten. 13 Wer aber rein ist und wer nicht auf einer Reise ist und unterläßt es, das Passa zu halten, der soll ausgerottet werden aus seinem Volk, weil er seine Gabe nicht zur festgesetzten Zeit dem Herrn gebracht hat. Er soll seine Sünde tragen. 14 Und wenn ein Fremdling bei euch wohnt und auch dem Herrn Passa halten will, so soll er’s halten nach der Satzung und der Ordnung des Passa. Einerlei Satzung soll bei euch sein für den Fremdling wie für den Einheimischen.

 

Es ist wichtig, daß jedermann das Passahfest feiern sollte; sogar die Fremden, die sich in Israel aufgehalten haben, sollten das Passah feiern (2 Mose 12,48; 4 Mose 9,14).

 

2 Mose 12,29-51 29 Und zur Mitternacht schlug der Herr alle Erstgeburt in Ägyptenland vom ersten Sohn des Pharao an, der auf seinem Thron saß, bis zum ersten Sohn des Gefangenen im Gefängnis und alle Erstgeburt des Viehs. 30 Da stand der Pharao auf in derselben Nacht und alle seine Großen und alle Ägypter, und es ward ein großes Geschrei in Ägypten; denn es war kein Haus, in dem nicht ein Toter war. 31 Und er ließ Mose und Aaron rufen in der Nacht und sprach: Macht euch auf und ziehet weg aus meinem Volk, ihr und die Kinder Israels. Geht hin und dienet dem Herrn, wie ihr gesagt habt. 32 Nehmt auch mit euch eure Schafe und Rinder, wie ihr gesagt habt. Geht hin und bittet auch um Segen für mich. 33 Und die Ägypter drängten das Volk und trieben es eilends aus dem Lande; denn sie sprachen: Wir sind alle des Todes. 34 Und das Volk trug den rohen Teig, ehe er durchsäuert war, ihre Backschüsseln in ihre Mäntel gewickelt, auf ihren Schultern. 35 Und die Kin