Christen-Gemeinden Gottes
[257]
Das Zweite Große Gebot [257]
(Ausgabe
1.1 19981008-19990526)
Das Zweite Große Gebot lautet: Du sollst Deinen Nächsten lieben wie dich
selbst. Das Zweite Große Gebot ist in den Zehn Geboten enthalten. Diese
Struktur ist sehr leicht identifizierbar: die ersten vier Gebote beschäftigen
sich mit der Liebe zu Gott, und die letzten sechs Gebote beschäftigen sich mit
der Liebe zum Mitmenschen.
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(Copyright 1998, 1999 Wade Cox)
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Das Zweite Große Gebot [257]
[Diesen Teil soll man vor der Erklärung des
Fünften und der folgenden Gebote gelesen haben.]
Gott übergab die
Struktur des Gesetzes an Mose. Die Zehn Gebote wurden in zwei große Gebote
unterteilt, wie wir dies bei der Behandlung des Ersten Großen Gebotes gesehen
haben (siehe das Kapitel Das Erste Große
Gebot [252]).
2 Mose 20,1-3
1 Und Gott redete alle diese Worte: 2
Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der
Knechtschaft, geführt habe.
[I] 3 Du
sollst keine anderen Götter haben neben mir.
[II] 4 Du
sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben
im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter
der Erde ist: 5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich,
der Herr, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter
heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich
hassen,
6 aber Barmherzigkeit erweist an vielen
Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.
[III] 7
Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen; denn der Herr
wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht.
[IV] 8
Gedenke des Sabbattages, daß du ihn heiligest. 9 Sechs Tage sollst
du arbeiten und alle deine Werke tun. 10 Aber am siebenten Tage is
der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht
dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein
Fremdling, der in deiner Stadt lebt. 11 Denn in sechs Tagen hat der
Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und
ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der Herr den Sabbattag und heiligte ihn.
[V] 12 Du
sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß du lange lebest in dem
Lande, das dir der Herr, dein Gott, geben wird.
[VI] 13
Du sollst nicht töten.
[VII] 14 Du
sollst nicht ehebrechen.
[VIII] 15
Du sollst nicht stehlen.
[IX] 16
Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
[X] 17 Du
sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines
Nächsten Weib, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat.
Die Unterteilung
des Gesetzes in zwei Große Gebote wird später im Deuteronomium gegeben. Diese
Struktur ist sehr leicht identifizierbar: die ersten vier Gebote beschäftigen
sich mit der Liebe zu Gott, und die letzten sechs Gebote beschäftigen sich mit
der Liebe zum Mitmenschen.
Das Gesetz wurde
dann dem Volk eingeprägt.
Unsere erste
Pflicht ist es, Gott zu lieben, und dann unsere Mitmenschen. Es ist unsere
Pflicht, ein angemessenes und reines Gefäß für den Lebendigen Gott zu sein. Er
ist der Gott der Lebenden und nicht der Toten.
Matthäus 22,29-40
29 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen:
Ihr irrt, weil ihr weder die Schrift
kennt noch die Kraft Gottes. 30 Denn in der Auferstehung
werden sie weder heiraten noch sich heiraten lassen, sondern sie sind wie Engel
im Himmel. 31 Habt ihr denn nicht gelesen von der Auferstehung der
Toten, was euch gesagt ist von Gott, der da spricht: 32 „Ich bin der
Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs“? Gott ist nicht ein Gott
der Toten, sondern der Lebenden. 33 Und als das Volk das hörte,
entsetzten sie sich über seine Lehre.
Die Frage nach dem höchsten Gebot
34 Als aber die Pharisäer hörten, daß er den
Sadduzäern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich. 35 Und
einer von ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und fragte: 36
Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz ? 37 Jesus aber
antwortete ihm: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen,
von ganzer Seele und von ganzem Gemüt“. 38 Dies ist das höchste und
größte Gebot. 39 Das andere aber ist dem gleich: „Du sollst deinen
Nächsten lieben wie dich selbst“. 40 An diesen beiden Geboten hängt
das ganze Gesetz und die Propheten.
Der erste Teil
des Gesetzes beschäftigt sich mit der Liebe zu Gott. Sie soll von ganzem
Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt kommen.
Der zweite Teil
lautet: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Wenn man seinen
Nächsten nicht liebt, den man sehen kann, wie kann man dann Gott lieben, den
man nicht sehen kann?
1.Johannes 4,20-21
20 Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott!, aber
seinen Bruder haßt, ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den
er sieht, kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht. 21 Und dieses
Gebot haben wir von ihm: Wer Gott liebt, soll auch seinen Bruder lieben.
Die Struktur des
Ersten Großen Gebotes bildet die Grundlage für das Zweite Große Gebot, und an
diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten. Somit sind die
Zehn Gebote eine Untergliederung dieser beiden Gebote, und die übrigen Gesetze sind Untergliederungen der Zehn Gebote.
Das Zweite Große
Gebot umfaßt die letzten sechs Gebote in den Zehn Geboten. Es gehört zu unserer
geistigen Ausführung des Zweiten Großen Gebots, daß wir unsere Fähigkeit
beweisen, uns ein Urteil über die wichtigsten Aspekte des Gesetzes zu bilden.
Die Struktur des
Zweiten Großen Gebotes folgt demselben Gedankengang bzw. derselben Logik wie
das Erste Große Gebot. So wie Gott im Mittelpunkt des Ersten Gebotes steht, so
sind dies der leibliche Vater und die leibliche Mutter im Zweiten Gebot. Die
Familie Gottes als Elohim ist das Ziel des Ersten Großen Gebotes, die Familie
des Menschen als Elohim ist das Ziel des Zweiten Großen Gebotes. Beide Gebote
verkünden Gott als Eloah, der für und in
den Himmlischen und Irdischen Heerscharen zum Elohim wird.
[V] 12 Du
sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß du lange lebest in dem
Lande, das dir der Herr, dein Gott, geben wird.
Das Erste Große
Gebot mit einer Verheißung bezieht sich auf den Plan des ewigen Lebens als
Elohim. Das soll schon von Anfang an so gewesen sein.
[VI] 13
Du sollst nicht töten.
Die Fähigkeit zu
töten kommt von der Sünde und dem Wunsch, die Vernichtung eines anderen Wesens
zu sehen. Eine solche Einstellung stammt vom Widersacher. Es ist nicht Gottes
Wille, daß das Fleisch untergehen solle, und so wird ihnen zur rechten Zeit die
Erlösung zuteil, auch den Himmlischen Heerscharen. Denn dies ist die
vollkommene Liebe Gottes (siehe das Kapitel Lost
Sheep and the Prodigal Son [199]).
[VII] 14
Du sollst nicht ehebrechen.
Der Schutz der
Ehre der Familie und der Treue in dieser Grundeinheit ist ein Spiegelbild der
Ehre und Treue Gottes. Die Ehe ist ein Spiegelbild der Beziehung zwischen
Christus und der Kirche. Man kann nicht das eine brechen, ohne daß das andere
Schaden nimmt. Jede Beziehung, die die Ehre der Familie stört und die Rolle des
Ehemannes in bezug auf seine Frau vermindert, kommt dem Ehebruch nahe. Kirchen,
die das Priesteramt in eine Position bringen, wo es die Beziehung zwischen Mann
und Frau stört, sind ehebrecherisch und bewirken, daß sie bei der Frau
Einstellungen entwickeln, die dem Ehebruch nahekommen. Der Ehemann ist der
Priester in seinem Haus, solange er Gottes Gesetze befolgt. Ein großer Teil des
modernen sogenannten Christentums entwickelt diese Einstellungen und stellt die
Priester oder das Priesteramt zwischen
Mann und Frau. Manche Sekten verzeihen auf Verlangen sogar Ehebruch mit dem
Priester. Die Größe der Sekte oder die Ehelosigkeit (Zölibat) der Geistlichen
scheint für diese Praktiken keine Beschränkung darzustellen.
[VIII] 15 Du
sollst nicht stehlen.
Der Wohlstand des
einzelnen Menschen spiegelt sich in der Struktur des Gesetzes, sowie es sich
auf die Fähigkeit bezieht, den einzelnen Menschen in seiner persönlichen Leistung
und in dem Leben zu schützen, das er
verpflichtet ist, sich aufzubauen. Die Gesellschaft und ihre organisierte
Struktur bestiehlt den Einzelnen in der modernen Gesellschaft auf
systematischere Weise als gewöhnliche Kriminelle. In der jüngsten Zeit verwenden
Unterdrückung und Feudalismus elegantere Methoden, sind aber nichtsdestoweniger erfolgreich. Wir werden das volle Ausmaß der
Schrecken dieses falschen Systems in den letzten Tagen erleben.
[IX] 16
Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
Das gesamte
Rechtssystem stützt sich auf die Wahrheit. Der gesamte Plan der Erlösung kann
nur gelingen, wenn es auf der Wahrheit gründet und von ihr beschützt wird. Wir sind verpflichtet, für das System von
Gottes Gesetz und für Seine Wahrheit Zeugnis abzulegen.
[X] 17 Du
sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines
Nächsten Weib, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat.
Dieser Aspekt der Zehn Gebote umfaßt die geistigen Aspekte des Gesetzes, bei denen die Übertretungen Produkte des Geistes sind, die eine Übertretung des gesamten Gesetzes darstellen.
Nur indem wir den Versuchungen des Geistes widerstehen, können wir wirklich lernen, einander im Geist und in der Wahrheit zu lieben.
Die Liebe ist das Ziel des Gesetzes:
1 Korinther
13,1-13
Das Hohelied der Liebe
1 Wenn ich mit Menschen- und mit
Engelszungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz
oder eine klingende Schelle. 2 Und wenn ich prophetisch reden könnte
und wüßte alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, so daß
ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts. 3
Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen,
und hätte die Liebe nicht, so wäre mir’s nichts nütze. 4 Die Liebe
ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht
Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, 5 sie verhält sich nicht
ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet
das Böse nicht zu, 6 sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit,
sie freut sich aber an der Wahrheit; 7 sie erträgt alles, sie glaubt
alles, sie hofft alles, sie duldet alles. 8 Die Liebe hört niemals
auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören
wird und die Erkenntnis aufhören wird. 9 Denn unser Wissen ist
Stückwerk, und unser prophetisches Reden ist Stückwerk. 10 Wenn aber
kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören. 11 Als
ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind und war
klug wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, was kindlich war. 12
Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht
zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie
ich erkannt bin. 13 Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese
drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
Die Liebe oder die Nächstenliebe ist das Ziel des Gesetzes. Das Gesetz ist dafür bestimmt, uns auf einer materiellen Ebene zu schützen, während der Heilige Geist dafür bestimmt ist, auf einer geistigen Ebene auf uns einzuwirken. Das eine kann nicht ohne den anderen existieren. Der Heilige Geist ist notwendig, um das Vollkommene Gesetz der Freiheit richtig befolgen zu können.
Gottes Vollkommenes Gesetz der Freiheit ist dazu gedacht, um eine vollkommene Beziehung zu Ihm wie auch zu den Mitmenschen aufzubauen.
Das Ziel des
Fünften Gebots und der folgenden Gebote ist also, daß wir unseren Nächsten
lieben sollen wie uns selbst.
[Diesen Teil soll man nach der Erklärung der
zweiten Gruppe der Gebote lesen, die mit dem Zehnten Gebot endet.]
Gott setzte
Israel in sein Erbe ein, und er trug ihm auf, seine Gesetze einzuhalten.
5 Mose
(Deuteronomium) 26,1–19
Darbringung der Erstlingsfrüchte und des Zehnten
1 Wenn du in das Land kommst, das dir der
Herr, dein Gott, zum Erbe geben wird, und es einnimmst und darin wohnst, 2
so sollst du nehmen die Erstlinge aller Feldfrüchte, die du von deinem Lande
einbringst, das der Herr, dein Gott, dir gibt, und sollst sie in einen Korb
legen und hingehen an die Stätte, die der Herr, dein Gott, erwählen wird, daß
sein Name daselbst wohne, 3 und sollst zu dem Priester kommen, der
zu der Zeit sein wird, und zu ihm sagen: Ich bekenne heute dem Herrn, deinem
Gott, daß ich gekommen bin in das Land, das der Herr, wie er unsern Vätern
geschworen hat, uns geben wollte. 4 Und der Priester soll den Korb
aus deiner Hand nehmen und ihn vor dem Altar des Herrn, deines Gottes,
niedersetzen. 5 Dann sollst du anheben und sagen vor dem Herrn,
deinem Gott: Mein Vater war ein Aramäer, dem Umkommen nahe, und zog hinab nach
Ägypten und war dort ein Fremdling mit wenig Leuten und wurde dort ein großes,
starkes und zahlreiches Volk. 6 Aber die Ägypter behandelten uns
schlecht und bedrückten uns und legten uns einen harten Dienst auf. 7
Da schrien wir zu dem Herrn, dem Gott unserer Väter. Und der Herr erhörte unser
Schreien und sah unser Elend, unsere Angst und Not 8 und führte uns
aus Ägypten mit mächtiger Hand und ausgerecktem Arm und mit großem Schrecken,
durch Zeichen und Wunder, 9 und brachte uns an diese Stätte und gab
uns dies Land, darin Milch und Honig fließt. 10 Nun bringe ich die
Erstlinge der Früchte des Landes, das du, Herr, mir gegeben hast. – Und du
sollst sie niederlegen vor dem Herrn, deinem Gott, und anbeten vor dem Herrn,
deinem Gott, 11 und sollst fröhlich sein über alles Gut, das der
Herr, dein Gott, dir und deinem Hause gegeben hat, du und der Levit und der
Fremdling, der bei dir lebt. 12 Wenn du den Zehnten deines ganzen
Ertrages zusammengebracht hast im dritten Jahr, das ist das Zehnten-Jahr, so
sollst du ihn dem Leviten, dem Fremdling, der Waise und der Witwe geben, daß
sie in deiner Stadt essen und satt werden. 13 Und du sollst sprechen
vor dem Herrn, deinem Gott: Ich habe aus meinem Hause gebracht, was geheiligt
ist, und hab’s gegeben den Leviten, den Fremdlingen, den Waisen und den Witwen
ganz nach deinem Gebot, das du mir geboten hast. Ich habe deine Gebote nicht
übertreten noch vergessen. 14 Ich habe nichts davon gegessen, als
ich in Trauer war; ich habe nichts davon weggebracht, als ich unrein war; ich
habe nichts davon gegeben als Gabe für die Toten. Ich bin der Stimme des Herrn,
meines Gottes, gehorsam gewesen und habe alles getan, wie du es mir geboten
hast. 15 Sieh nun herab von deiner heiligen Wohnung, vom Himmel, und
segne dein Volk Israel und das Land, das du uns gegeben hast, wie du unsern
Vätern geschworen hast, ein Land, darin Milch und Honig fließt.
Die Bundeszusagen
16 Heute gebietet dir der Herr, dein Gott,
daß du tust nach allen diesen Geboten und Rechten, daß du sie hältst und danach
tust von ganzem Herzen und von ganzer Seele. 17 Du hast dir heute
vom Herrn sagen lassen, daß er dein Gott sein wolle und daß du sollest in allen
seinen Wegen wandeln und halten seine Gesetze, Gebote und Rechte und seiner
Stimme gehorchen. 18 Und der Herr hat dich heute sagen lassen, daß
du sein eigenes Volk sein wollest, wie er dir zugesagt hat, und alle seine
Gebote halten wollest 19 und daß er dich zum höchsten über alle
Völker machen werde, die er geschaffen hat, und du gerühmt, gepriesen und
geehrt werdest, damit du dem Herrn, deinem Gott, ein heiliges Volk seist, wie
er zugesagt hat.
Israel dient als
Beispiel für ein Volk. Es sollte der Anteil Jahovas und der Mittelpunkt von
Gottes Plan sein.
Zusammen mit den
Seligpreisungen Gottes wurden einige symbolische Tätigkeiten genannt:
5 Mose
(Deuteronomium) 27,1–26
Die Denksteine mit dem Gesetz
1 Und Mose samt den Ältesten Israels gebot
dem Volk und sprach: Haltet alle Gebote, die ich euch heute gebiete. 2
Und zu der Zeit, wenn ihr über den Jordan geht in das Land, das dir der Herr,
dein Gott, geben wird, sollst du große Steine aufrichten und sie mit Kalk
tünchen 3 und darauf schreiben alle Worte dieses Gesetzes. Das
sollst du tun, wenn du hinübergehst, auf daß du kommest in das Land, das der
Herr, dein Gott, dir geben wird, ein Land, darin Milch und Honig fließt, wie
der Herr, der Gott deiner Väter, dir zugesagt hat. 4 Wenn ihr nun über den Jordan geht, so sollt ihr, wie
ich euch heute gebiete, diese Steine auf dem Berge Ebal aufrichten und mit Kalk
tünchen. 5 Und dort sollst du dem Herrn, deinem Gott, einen Altar
bauen aus Steinen, die kein Eisen berührt hat. 6 Von unbehauenen
Steinen sollst du diesen Altar dem Herrn, deinem Gott, bauen und Brandopfer
darauf opfern dem Herrn, deinem Gott, 7 und Dankopfer darbringen und
dort essen und fröhlich sein vor dem Herrn, deinem Gott. 8 Und du
sollst auf die Steine alle Worte dieses Gesetzes schreiben, klar und deutlich. 9
Und Mose und die levitischen Priester redeten mit ganz Israel und sprachen:
Merke auf und höre, Israel! Am heutigen Tage bist du ein Volk des Herrn, deines
Gottes, geworden, 10 daß du der Stimme des Herrn, deines Gottes,
gehorsam seist und tust nach seinen Geboten und Rechten, die ich dir heute
gebiete.
Die zwölf Fluchworte
11 Und Mose gebot dem Volk an diesem Tage
und sprach: 12 Diese sollen stehen auf dem Berge Garizim, um das
Volk zu segnen, wenn ihr über den Jordan
gegangen seid: Simeon, Levi, Juda, Issachar, Josef und Benjamin. 13
Und diese sollen stehen auf dem Berge Ebal, um zu verfluchen: Ruben, Gad,
Asser, Sebulon, Dan und Naftali. 14 Und die Leviten sollen anheben
und zu allen Männern Israels mit lauter Stimme sagen: 15 Verflucht
sei, wer einen Götzen oder ein gegossenes Bild macht, einen Greuel für den
Herrn, ein Werk von den Händen der Werkmeister, und es heimlich aufstellt! Und
alles Volk soll antworten und sagen: Amen. 16 Verflucht sei, wer
seinen Vater oder seine Mutter verunehrt! Und alles Volk soll sagen: Amen. 17
Verflucht sei, wer seines Nächsten Grenze verrückt! Und alles Volk soll sagen:
Amen. 18 Verflucht sei, wer einen Blinden irreführt auf dem Wege!
Und alles Volk soll sagen: Amen. 19 Verflucht sei, wer das Recht des
Fremdlings, der Waise und der Witwe beugt! Und alles Volk soll sagen: Amen. 20
Verflucht sei, wer bei der Frau seines Vaters liegt, denn er hat die
Decke seines Vaters aufgedeckt! Und alles Volk soll sagen: Amen. 21
Verflucht sei, wer bei irgendeinem Tier liegt! Und alles Volk soll sagen: Amen.
22 Verflucht sei, wer bei seiner Schwester liegt, die seines Vaters
oder seiner Mutter Tochter ist! Und alles Volk soll sagen: Amen. 23
Verflucht sei, wer bei seiner Schwiegermutter liegt! Und alles Volk soll sagen:
Amen. 24 Verflucht sei, wer seinen Nächsten heimlich erschlägt! Und
alles Volk soll sagen: Amen. 25 Verflucht sei, wer Geschenke nimmt,
daß er unschuldiges Blut vergieße! Und alles Volk soll sagen: Amen. 26
Verflucht sei, wer nicht alle Worte dieses Gesetzes erfüllt, daß er danach tue!
Und alles Volk soll sagen: Amen.
Gerizim war die
Stätte der Seligpreisungen des Volkes, und dem Volk wurde befohlen, nach jeder
segnung und nach jedem Fluch Amen zu sagen. Die Samariter halten das Passahfest
am Nachmittag der 14. Schlachtung und in der 15. Nacht der strengen
Beachtung bis heute so, wie es früher nach der Konjunktion festgesetzt wurde,
auf dem Berg Gerizim ab und verbringen dort die Nacht mit dem Abhalten der
Wache und kehren am Morgen zum Feiern
des Heiligen Passahfestes zurück. Dann setzen sie das Fest mit dem restlichen
Abschnitt fort, der das Fest des Ungesäuerten Brotes genannt wird und mit dem
Letzten Heiligen Tag, dem Tag des
Ungesäuerten Brotes endet.
Die Segnungen und
Fluchworte, die hier genannt werden, geschahen entsprechend der Natur der
Handlungen, die im Privatleben vorkommen konnten, und so trat das Volk sein
Erbe mit einem Bekenntnis zu öffentlicher und privater Moral an. Die Priester und Leviten standen im Talgrund
und verkündeten, was mit einer gleichmäßigen Verteilung der Stämme – sechs auf
jeder Seite – von den Bergen zu jeder Seite gerufen wurde.
Das öffentliche
Bekenntnis zum Gesetz Gottes in seiner Gesamtheit sollte in Stein gemeißelt
werden und dazu ein öffentlicher Altar errichtet werden. Zwei große
Gesetzestafeln sollten an einem öffentlichen Platz in Stein gefaßt werden und
die gesamte Gesetzesstruktur darauf niedergeschrieben werden, als Prüfliste für
das ganze Volk. Dadurch sollte das gesamte Gesetz Gottes in einer offenen
Erklärung des Gehorsams öffentlich verkündet und bewahrt werden. Die Idee einer
privaten mündlichen Überlieferung, die dieser öffentlichen und schriftlichen
Gesetzesstruktur zuwiderläuft, ist absurd und eine Anklage gegen unsere
Vorväter, die unter dem Einen Wahren Gott gelebt haben.
Gott gab Israel
das Versprechen des Gesetzes sowie die Segnungen und Fluchworte, die in
5 Mose 28,1-68 im einzelnen aufgeführt sind (siehe das Kapitel The Blessings and the Curses [075]).
Gott hat Israel
in die Wüste geführt – als ein Beispiel für uns, um auf das Kommen des Messias
und auf die vierzig Erlaßjahre in der Wüste unter dem Heiligen Geist
hinzuweisen (siehe auch Apg. 7,1-60). Der Heilige Geist war notwendig, um das
Gesetz richtig einhalten zu können. Das Gesetz Gottes kommt von Gott und ist
auf sein Wesen hin ausgerichtet. Deshalb ist das durch den Heiligen Geist
vermittelte Bild Gottes notwendig, um das Gesetz halten zu können. Gott
schreibt es in unser Herz und unsere Seele.
Jeremia 31,31-40
Die Verheißung des neuen Bundes
31 Siehe, es kommt die Zeit, spricht der
Herr, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund
schließen, 32 nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren
Vätern schloß, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen,
ein Bund, den sie nicht gehalten haben, ob ich gleich ihr Herr war, spricht der
Herr; 33 sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause
Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz
in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein,
und ich will ihr Gott sein. 34 Und es wird keiner den andern noch
ein Bruder den andern lehren und sagen: „Erkenne den Herrn“, sondern sie sollen
mich alle erkennen, beide, klein und groß, spricht der Herr; denn ich will
ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken. 35
So spricht der Herr, der die Sonne dem Tage zum Licht gibt und den Mond und die
Sterne der Nacht zum Licht bestellt; der das Meer bewegt, daß seine Wellen
brausen – Herr Zebaoth ist sein Name: 36
Wenn jemals diese Ordnungen vor mir ins Wanken kämen, spricht der Herr, so
müßte auch das Geschlecht Israels aufhören, ein Volk zu sein vor mir ewiglich. 37
So spricht der Herr: Wenn man den Himmel oben messen könnte und den Grund der
Erde unten erforschen, dann würde ich auch verwerfen das ganze Geschlecht
Israels für all das, was sie getan haben, spricht der Herr. 38
Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, daß die Stadt des Herrn gebaut
werden wird vom Turm Hananel an bis ans Ecktor; 39 und die Meßschnur
wird weiter geradeaus gehen bis an den Hügel Gareb und sich nach Goa hin
wenden. 40 Und das ganze Tal der Leichen und der Asche und die Hänge
bis zum Bach Kidron, bis zu der Ecke am Roßtor im Osten, wird dem Herrn heilig
sein. Und die Stadt wird niemals mehr eingerissen und abgebrochen werden.
Dieser Geist
wurde im Jahre 30 n. Chr. zu Pfingsten ausgegossen. Ab 27 n. Chr
hatte Gott begonnen, seine Auserwählten zu rufen, wie das von den Propheten und
Aposteln gesagt worden ist.
Apostelgeschichte
2,16–36 16 sondern das ist es, was durch den Propheten Joel gesagt
worden ist; 17 Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht
Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne
und eure Töchter sollen weissagen, und eure Alten sollen Träume haben; 18 Und
auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich in jenen Tagen von meinem Geist
ausgießen, und sie sollen weissagen. 19 Und ich will Wunder tun oben
am Himmel und Zeichen unten auf Erden, Blut und Feuer und Rauchdampf;
20 die Sonne soll in Finsternis und der Mond
in Blut verwandelt werden, ehe der große Tag der Offenbarung des Herrn kommt. 21
Und es soll geschehen: Wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll gerettet
werden.“ 22 Ihr Männer von Israel, hört diese Worte: Jesus von
Nazareth, von Gott unter euch ausgewiesen durch Taten und Wunder und Zeichen,
die Gott durch ihn in eurer Mitte getan hat, wie ihr selbst wißt – 23
diesen Mann, der durch Gottes Ratschluß und Vorsehung dahingegeben war, habt
ihr durch die Hand der Heiden ans Kreuz geschlagen und umgebracht. 24 Den
hat Gott auferweckt und hat aufgelöst die Schmerzen des Todes, wie es denn
unmöglich war, daß er vom Tode festgehalten werden konnte. 25 Denn
David spricht von ihm (Psalm 16,8-11): Ich habe den Herrn allezeit vor Augen,
denn er steht mir zur Rechten, damit ich nicht wanke.“ 26 Darum ist
mein Herz fröhlich, und meine Zunge frohlockt; auch mein Leib wird ruhen in
Hoffnung. 27 Denn du wirst mich nicht dem Tod überlassen und nicht
zugeben, daß dein Heiliger die Verwesung sehe. 28 Du hast mir
kundgetan die Wege des Lebens; du wirst mich erfüllen mit Freude vor deinem
Angesicht.“ 29 Ihr Männer, liebe Brüder, laßt mich freimütig zu euch
reden von dem Erzvater David. Er ist gestorben und begraben, und sein Grab ist
bei uns bis auf diesen Tag. 30 Da er nun ein Prophet war und wußte,
daß ihm Gott verheißen hatte mit einem Eid, daß ein Nachkomme von ihm auf
seinem Thron sitzen sollte, 31 hat er es vorausgesehen und von der
Auferstehung des Christus gesagt: Er ist nicht dem Tod überlassen, und sein
Leib hat die Verwesung nicht gesehen. 32 Diesen Jesus hat Gott
auferweckt; dessen sind wir alle Zeugen. 33 Da er nun durch die
rechte Hand Gottes erhöht ist und empfangen hat den verheißenen Heiligen Geist
vom Vater, hat er diesen ausgegossen, wie ihr hier seht und hört. 34 Denn
David ist nicht gen Himmel gefahren; sondern er sagt selbst (Psalm 110,1): „Der
Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, 35 bis
ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße mache.“ 36 So wisse nun das
ganze Haus Israel gewiß, daß Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zum
Herrn und Christus gemacht hat.
Das Ende des
Textes bei Joel weist auf die Auserwählten hin, die der Herr rufen wird, und
auf die Befreiung von Jerusalem.
Joel 2,27 27 Und ihr sollt’s
erfahren, daß ich mitten unter Israel bin und daß ich, der Herr, euer Gott bin,
und sonst keiner mehr, und mein Volk soll nicht mehr zuschanden werden.
Sie sind es, die
in den Bund Gottes gerufen werden. Der Bund Gottes wurde mit Sinai gegründet
und bestand bis in die Zeit des Messias und darüber hinaus.
5 Mose 29,1–28
1 Und Mose berief ganz Israel und sprach zu
ihnen: Ihr habt alles gesehen, was der Herr vor euren Augen in Ägypten dem
Pharao und allen seinen Großen und seinem ganzen Lande getan hat, 2
die gewaltigen Proben seiner Macht, die deine Augen gesehen haben, die großen
Zeichen und Wunder. 3 Und der Herr hat euch bis auf diesen heutigen
Tag noch nicht ein Herz gegeben, das verständig wäre, Augen, die da sähen, und
Ohren, die da hörten. 4 Er hat euch vierzig Jahre in der Wüste
wandern lassen. Eure Kleider sind euch nicht zerrissen, auch deine Schuhe nicht
an deinen Füßen; 5 ihr habt kein Brot gegessen und keinen Wein
getrunken und kein starkes Getränk, auf daß ihr erkennen solltet, daß ich der
Herr, euer Gott bin. 6 Und als ihr kamt an diesen Ort, zogen aus der
König Sihon von Heschbon und der König Og von Baschan uns entgegen, mit uns zu
kämpfen. Und wir haben sie geschlagen 7 und ihr Land eingenommen und
zum Erbteil gegeben den Rubenitern und Gaditern und dem halben Stamm Manasse. 8
So haltet nun die Worte dieses Bundes und tut danach, auf daß ihr glücklich
ausrichten könnt all euer Tun. 9 Ihr steht heute alle vor dem Herrn,
eurem Gott, die Häupter eurer Stämme, eure Ältesten, eure Amtleute, jeder Mann
in Israel, 10 eure Kinder, eure Frauen, dein Fremdling, der in
deinem Lager ist, dein Holzhauer und dein Wasserschöpfer, 11 damit
du tretest in den Bund des Herrn, deines Gottes, und unter den Eid, den der
Herr, dein Gott, dir heute auflegt, 12 daß er dich heute zum Volk
für sich erhebe und er dein Gott sei, wie er dir zugesagt hat und wie er deinen
Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat. 13 Denn ich schließe
diesen Bund und diesen Eid nicht mit euch allein, 14 sondern mit
euch, die ihr heute hier seid und mit uns steht vor dem Herrn, unserm Gott, wie
auch mit denen, die heute nicht mit uns sind. 15 Denn ihr wißt, wie
wir in Ägyptenland gewohnt haben und mitten durch die Völker gezogen sind,
durch deren Land ihr zogt. 16 Ihr saht ihre Greuel und ihre Götzen,
die bei ihnen waren, Holz und Stein, Silber und Gold. 17 Laßt ja
nicht einen Mann oder eine Frau, ein Geschlecht oder einen Stamm unter euch
sein, dessen Herz sich heute abwendet von dem Herrn, unserm Gott, daß jemand
hingehe und diene den Göttern dieser Völker. Laßt unter euch nicht eine Wurzel
aufwachsen, die da Gift und Wermut hervorbringt. 18 Laßt niemand,
der die Worte dieses Fluches hört, sich dennoch in seinem Herzen segnen und sprechen:
Mir wird es wohlgehen, auch wenn ich wandle nach meinem verstockten Herzen – ,
damit nicht fortgerafft werde das wasserreiche mit dem dürren Land! 19
Einem solchen Mann wird der Herr nicht gnädig sein, sondern sein Zorn und Eifer
wird entbrennen gegen ihn, und es werden sich auf ihn legen alle Flüche, die in
diesem Buch geschrieben sind, und seinen Namen wird der Herr austilgen unter
dem Himmel 20 und wird ihn zum Unheil absondern aus allen Stämmen
Israels nach allen Flüchen des Bundes, der in dem Buch dieses Gesetzes
geschrieben ist. 21 Dann werden sagen künftige Geschlechter, eure
Kinder, die nach euch aufkommen, und die Fremden, die aus fernen Landen kommen,
wenn sie die Plagen dieses Landes sehen und die Krankheiten, mit denen der Herr
es beladen hat: 22 all ihr Land hat er mit Schwefel und Salz
verbrannt, daß es weder besät werden kann noch etwas wächst noch Kraut darin
aufgeht, gleichwie Sodom und Gomorra, Adma und Zebojim zerstört sind, die der
Herr in seinem Zorn und Grimm zerstört hat, 23 ja, alle Völker
werden sagen: Warum hat der Herr an diesem Lande so gehandelt? Was ist das für
ein großer, grimmiger Zorn? 24 Dann wird man sagen: Darum, weil sie
den Bund des Herrn, des Gottes ihrer Väter, verlassen haben, den er mit ihnen
schloß, als er sie aus Ägyptenland führte, 25 und sind hingegangen
und haben andern Göttern gedient und sie angebetet, Götter, die sie nicht
kennen und die er ihnen nicht zugewiesen hat, 26 darum ist des Herrn
Zorn entbrannt gegen dies Land, daß er über sie hat kommen lassen alle Flüche,
die in diesem Buch geschrieben stehen. 27 Und der Herr hat sie aus
ihrem Lande gestoßen in großem Zorn, Grimm und ohne Erbarmen und hat sie in ein
anderes Land geworfen, so wie es heute ist. 28 Was verborgen ist,
ist des Herrn, unseres Gottes; was aber offenbart ist, das gilt uns und unsern
Kindern ewiglich, daß wir tun sollen alle Worte dieses Gesetzes.
Die Zerstreuung
Israels wurde von Anfang an vorausgesagt, und Gott sagte, daß durch dieses
Gesetz ihre Vernunft zurückkehren wird. Das Gesetz würde mit Hilfe des Heiligen
Geistes in die Herzen und den Geist des Volkes geschrieben worden, und sie
würden dann erneuert werden.
5 Mose 30,1–20
Die Wahl zwischen Leben und Tod
1 Wenn nun dies alles über dich kommt, es
sei der Segen oder der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, und du es zu Herzen
nimmst, wenn du unter den Heiden bist, unter die dich der Herr, dein Gott,
verstoßen hat, 2 und du dich bekehrst zu dem Herrn, deinem Gott, daß
du seiner Stimme gehorchst, du und deine Kinder, von ganzem Herzen und von
ganzer Seele in allem, was ich dir heute gebiete, 3 so wird der
Herr, dein Gott, deine Gefangenschaft wenden und sich deiner erbarmen und wird
dich wieder sammeln aus allen Völkern, unter die dich der Herr, dein Gott,
verstreut hat. 4 Wenn du bis ans Ende des Himmels verstoßen wärst,
so wird dich doch der Herr, dein Gott, von dort sammeln und dich von dort holen
5 und wird dich in das Land bringen, das deine Väter besessen haben,
und du wirst es einnehmen, und er wird dir Gutes tun und dich zahlreicher
machen als deine Väter waren. 6 Und der Herr, dein Gott, wird dein
Herz beschneiden und das Herz deiner Nachkommen, damit du den Herrn, deinen
Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, auf daß du am Leben
bleibst. 7 Aber alle diese Flüche wird der Herr, dein Gott, auf
deine Feinde legen und auf die, die dich hassen und verfolgen 8 Du
aber wirst umkehren und der Stimme des Herrn gehorchen, daß du tust alle seine
Gebote, die ich dir heute gebiete. 9 Und der Herr, dein Gott, wird
dir Glück geben zu allen Werken deiner Hände, zu der Frucht deines Leibs, zu
den Jungtieren deines Viehs, zum Ertrag deines Ackers, daß dir’s zugute komme.
Denn der Herr wird sich wieder über dich freuen, dir zugut, wie er sich über
deine Väter gefreut hat, 10 weil du der Stimme des Herrn, deines
Gottes, gehorchst und hältst seine Gebote und Rechte, die geschrieben stehen im
Buch dieses Gesetzes, wenn du dich bekehrst zu dem Herrn, deinem Gott, von
ganzem Herzen und von ganzer Seele. 11 Denn das Gebot, das ich dir
heute gebiete, ist dir nicht zu hoch und nicht zu fern. 12 Es ist
nicht im Himmel, daß du sagen müßtest: Wer will für uns in den Himmel fahren
und es uns holen, daß wir’s hören und tun? 13 Es ist auch nicht
jenseits des Meeres, daß du sagen müßtest: Wer will für uns über das Meer
fahren und es uns holen, daß wir’s hören und tun ? 14 Denn es ist
Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und deinem Herzen, daß du es tust. 15
Siehe, ich habe dir heute vorgelegt das Leben und das Gute, den Tod und das
Böse. 16 Wenn du gehorchst den Geboten des Herrn, deines Gottes, die
ich dir heute gebiete, daß du den Herrn, deinen Gott, liebst und wandelst in
seinen Wegen und seine Gebote, Gesetze und Rechte hältst, so wirst du leben und
dich mehren, und der Herr, dein Gott, wird dich segnen in dem Lande, in das du
ziehst, es einzunehmen. 17 Wendet sich aber dein Herz und du
gehorchst nicht, sondern läßt dich verführen, daß du andere Götter anbetest und
ihnen dienst, 18 so verkünde ich euch heute, daß ihr umkommen und
nicht lange in dem Lande bleiben werdet, in das du über den Jordan ziehst, es
einzunehmen. 19 Ich nehme Himmel und Erde heute über euch zu Zeugen:
Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt, damit du das Leben
erwählst und am Leben bleibst, du und deine Nachkommen, 20 indem ihr
den Herrn, euren Gott, liebt und seiner Stimme gehorcht und ihm anhanget. Denn
das bedeutet für dich, daß du lebst und alt wirst und wohnen bleibst in dem
Lande, das der Herr deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, ihnen
zu geben.
Hier sehen wir,
daß Israel durch die Annahme des Gesetzes gerettet und erneuert wird. Die
Flüche werden dann den Völkern auferlegt, die sie während ihrer Zerstreuung und
Strafe verfolgt haben. Das Gleichnis von den Schafen und Böcken in Matthäus 25
hat in diesem Text seinen Ursprung.
Matthäus 25,31–46
Vom Weltgericht
31 Wenn aber der Menschensohn kommen wird in
seiner Herrlichkeit, und alle Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Thron
seiner Herrlichkeit, 32 und alle Völker werden vor ihm versammelt
werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirt die Schafe von den
Böcken scheidet, 33 und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen
und die Böcke zur Linken. 34 Da wird dann der König sagen zu denen
zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich,
das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt! 35 Denn ich bin hungrig
gewesen, und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen, und ihr
habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen, und ihr habt mich
aufgenommen. 36 Ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich gekleidet.
Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen,
und ihr seid zu mir gekommen. 37 Dann werden ihm die Gerechten
antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dir zu
essen gegeben? Oder durstig und haben dir zu trinken gegeben? 38
Wann haben wir dich als Fremden gesehen und haben dich aufgenommen? Oder nackt
und haben dich gekleidet? 39 Wann haben wir dich krank oder im Gefängnis
gesehen und sind zu dir gekommen? 40 Und der König wird antworten
und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von
diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. 41 Dann
wird er auch sagen zu denen zur Linken: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in
das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! 42 Denn ich bin hungrig
gewesen, und ihr habt mir nicht zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen, und
ihr habt mir nicht zu trinken gegeben. 43 Ich bin ein Fremder
gewesen, und ihr habt mich nicht aufgenommen. Ich bin nackt gewesen, und ihr
habt mich nicht gekleidet. Ich bin krank und im Gefängnis gewesen, und ihr habt
mich nicht besucht. 44 Dann werden sie ihm auch antworten und sagen:
Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig gesehen oder als Fremden oder
nackt oder krank oder im Gefängnis und haben dir nicht gedient ? 45
Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht
getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan. 46
Und sie werden hingehen: diese zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das
ewige Leben.
Wir
sehen in diesem Text einen Übergang von Israel als dem Volk Gottes, das
verfolgt wurde, und der Völker, die es verfolgten, zu Israel als den
Auserwählten Gottes, die verfolgt wurden, und der Völker, die dann nach ihrem
Handeln gerichtet werden. Hier haben wir
zwei Zeugnisse –Israel als Stämme und Völker, und Israel als die Kirche. Diese
zwei Aspekte führen bis zum Ende der Welt (siehe das Kapitel The Witnesses [135]).
Wir
sehen dann, wie Mose zu Israel von der Zukunft sprach, und er sprach von dem
Lied, das er sang, und dem Lobeslied des Herrn, das ihm gegeben wurde. Diese
zwei Gesänge sind ein Zeichen für die Auserwählten der letzten Tage und die
Zeit der Erneuerung. Denn mit dem Lamm
wird den vierundzwanzig Ältesten ein neues Lied gegeben (Offb. 5,9), und
dieses Lied wird auch den 144.000 gegeben (Offb. 14,3). Bis zu dieser Zeit
bilden diese zwei Lieder die Grundlage der Auserwählten in der Taufe des
Messias.
5 Mose
(Deuteronomium) 31,1–30
1 Und Mose ging hin und redete diese Worte
mit ganz Israel 2 und sprach zu ihnen: Ich bin heute
hundertundzwanzig Jahre alt, ich kann nicht mehr aus- und eingehen. Dazu hat
der Herr zu mir gesagt: Den Jordan hier sollst du nicht überschreiten! 3
Der Herr, dein Gott, wird selber vor dir hergehen. Er selber wird diese Völker
vor dir her vertilgen, damit du ihr Land einnehmen kannst. Josua, der soll vor
dir hinübergehen, wie der Herr zugesagt hat. 4 Und der Herr wird mit
ihnen tun, wie er getan hat mit Sihon und Og, den Königen der Amoriter, und
ihrem Lande, die er vertilgt hat. 5 Wenn sie nun der Herr vor euren
Augen dahingeben wird, so sollt ihr mit ihnen tun ganz nach dem Gebot, das ich
euch gegeben habe.
6 Seid getrost und unverzagt, fürchtet euch
nicht und laßt euch nicht vor ihnen grauen; denn der Herr, dein Gott, wird
selber mit dir ziehen und wird die Hand nicht abtun und dich nicht verlassen. 7
Und Mose rief Josua und sprach zu ihm vor den Augen von ganz Israel: Sei
getrost und unverzagt; denn du wirst dies Volk in das Land bringen, das der
Herr ihren Vätern geschworen hat, ihnen zu geben, und du wirst es unter ihnen
austeilen. 8 Der Herr aber, der selber vor euch hergeht, der wird
mit dir sein und wird die Hand nicht abtun und dich nicht verlassen. Fürchte
dich nicht und erschrick nicht! 9 Und Mose schrieb dies Gesetz und
gab’s den Priestern, den Söhnen Levi, die die Lade des Bundes des Herrn trugen,
und allen Ältesten Israels
10 und gebot ihnen und sprach: Jeweils nach
sieben Jahren, zur Zeit des Erlaßjahrs, am Laubhüttenfest, 11 wenn
ganz Israel kommt, zu erscheinen vor dem Angesicht des Herrn, deines Gottes, an
der Stätte, die er erwählen wird, sollst du dies Gesetz vor ganz Israel
ausrufen lassen vor ihren Ohren. 12 Versammle das Volk, die Männer,
Frauen und Kinder und den Fremdling, der in deinen Städten lebt, damit sie es
hören und lernen und den Herrn, euren Gott, fürchten und alle Worte dieses
Gesetzes halten und tun 13 und daß ihre Kinder, die es nicht kennen,
es auch hören und lernen, den Herrn, euren Gott, zu fürchten alle Tage, die ihr
in dem Lande lebt, in das ihr zieht über den Jordan, um es einzunehmen. 14
Und der Herr sprach zu Mose: Siehe, deine Zeit ist herbeigekommen, daß du
sterben mußt. Rufe Josua, und tretet hin zur Stiftshütte, daß ich ihm Befehl
gebe. Mose ging hin mit Josua, und sie traten hin zur Stiftshütte. 15
Der Herr aber erschien in der Hütte in einer Wolkensäule, und die Wolkensäule
stand in der Tür der Hütte. 16 Und der Herr sprach zu Mose: Siehe,
du wirst schlafen bei deinen Vätern, und dies Volk wird sich erheben und
nachlaufen den fremden Göttern des Landes, in das sie kommen, und wird mich
verlassen und den Bund brechen, den ich mit ihm geschlossen habe. 17
Da wird mein Zorn entbrennen über sie zur selben Zeit, und ich werde sie
verlassen und mein Antlitz vor ihnen verbergen, so daß sie völlig verzehrt
werden. Und wenn sie dann viel Unglück und Angst treffen wird, werden sie
sagen: Hat mich nicht dies Übel alles getroffen, weil mein Gott nicht mit mir
ist? 18 Ich aber werde mein Antlitz verborgen halten zu der Zeit um
all des Bösen willen, das sie getan haben, weil sie sich zu andern Göttern
wandten. 19 So schreibt euch nun dies Lied auf und lehrt es die
Israeliten und legt es in ihren Mund, daß mir das Lied ein Zeuge sei unter den
Israeliten. 20 Denn ich will sie in das Land bringen, das ich ihren Vätern zu geben geschworen habe, darin Milch
und Honig fließt. Und wenn sie essen und satt und fett werden, so werden sie
sich zu andern Göttern wenden und ihnen dienen, mich aber lästern und meinen
Bund brechen. 21 Und wenn sie dann viel Unglück und Angst treffen
wird, so soll dies Lied vor ihnen als Zeuge reden; denn es soll nicht vergessen
werden im Mund ihrer Nachkommen. Denn ich weiß ihre Gedanken, mit denen sie
schon jetzt umgehen, ehe ich sie in das Land bringe, wie ich geschworen habe. 22
Also schrieb Mose dies Lied zur selben Zeit auf und lehrte es die Israeliten. 23
Und der Herr befahl Josua, dem Sohn Nuns, und sprach: Sei getrost und
unverzagt, denn du sollst die Israeliten in das Land führen, wie ich ihnen
geschworen habe, und ich will mit dir sein. 24 Als nun Mose damit
fertig war, die Worte dieses Gesetzes vollständig in ein Buch zu schreiben, 25
gebot er den Leviten, die die Lade des Bundes des Herrn trugen, und sprach: 26
Nehmt das Buch dieses Gesetzes und legt es neben die Lade des Bundes des Herrn,
eures Gottes, daß es dort ein Zeuge sei wider dich. 27 Denn ich
kenne deinen Ungehorsam und deine Halsstarrigkeit. Siehe, jetzt schon, währed
ich noch bei euch lebe, seid ihr ungehorsam gewesen gegen den Herrn; wieviel
mehr nach meinem Tode! 28 Versammelt vor mir alle Ältesten eurer
Stämme und eure Amtleute, daß ich diese Worte vor ihren Ohren rede und Himmel
und Erde wider sie zu Zeugen nehme. 29 Denn ich weiß, daß ihr euch
nach meinem Tode sehr versündigen werdet und von dem Wege abweichen werdet, den
ich euch geboten habe. So wird euch am Ende der Tage das Unheil treffen, weil
ihr tut, was böse ist in den Augen des Herrn, und ihn erzürnt durch eurer Hände
Werk. 30 Und Mose trug vor den Ohren der ganzen Gemeinde Israel dies
Lied bis zum letzten Wort vor.
Gott
sah alles voraus, was mit dem Volk geschehen würde. Es wurde angeordnet, das
Gesetz am Ende jedes siebten Jahres des Zyklus am Laubhüttenfest vorzulesen,
damit das Volk das Gesetz und die Ehrfurcht vor Gott nicht vergessen und es
nicht aus den Augen verlieren würde.
Probleme
mit Gottes Gesetz haben diejenigen Menschen, die nur einen Teil davon zu
verwirklichen versuchen und die Teile verwerfen, bei denen sie das für richtig
halten. Zum Beispiel wurde das
Sabbatsystem schon in der Zeit des frühen Christentums abgeschafft – unter dem
Vorwand, daß Christus den Sabbat auf den Sonntag gelegt habe, obwohl sich für diese
Behauptung nicht der geringste Beweis findet. Das gesamte Kalendersystem wurde
abgeschafft, um die Heiden zu beschwichtigen, die für die Heiligen Tage ihre
eigenen Systeme verwendeten. Die Gesetze, die die finanziellen Dinge regeln,
wurden von den Reichen umgestoßen, um das Volk zu versklaven und es entgegen dem Gesetz auszubeuten. Die
ehebrecherischen und asketischen Priester verwässerten die Gesetze, um ihren
eigenen Ehebruch zuzulassen. Israel wurde vollständig von falschen Systemen
übernommen und ist nun in der Gefangenschaft der Sünde, entgegen den Gesetzen
Gottes, und ist sich über diese Tatsache nicht einmal im klaren. Die gesamte
Erde wird durch eine falsche Religion zerstört, und das Gesetz Gottes wird
nirgendwo angewandt oder gelehrt. Die letzten Verwandten des Messias wurden
alle auf Betreiben der Römisch-Katholischen Kirche getötet, als sie dazu aufrufen, das Gesetz wieder ins
Christentum einzuführen (siehe das Kapitel The
Virgin Mariam and the Family of Christ [232]). Diese grundlegenden Ereignisse
bildeten eine der frühesten Prophezeiungen, die Mose gegeben hatte.
Das
ist das Lied des Mose:
5 Mose
(Deuteronomium) 32,1–43
1 Merkt auf, ihr Himmel, ich will reden, und
die Erde höre die Rede meines Mundes. 2 Meine Lehre rinne wie der
Regen, und meine Rede riesele wie Tau, wie der Regen auf das Gras und wie die
Tropfen auf das Kraut. 3 Denn ich will den Namen des Herrn preisen.
Gebt unserm Gott allein die Ehre! 4 Er ist ein Fels. Seine Werke
sind vollkommen; denn alles, was er tut, das ist recht. Treu ist Gott und kein
Böses an ihm, gerecht und wahrhaftig ist er. 5 Das verkehrte und
böse Geschlecht hat gesündigt wider ihn; sie sind Schandflecken und nicht seine
Kinder. 6 Dankst du so dem Herrn, deinem Gott, du tolles und
törichtes Volk? Ist er nicht dein Vater und dein Herr? Ist’s nicht er allein,
der dich gemacht und bereitet hat? 7 Gedenke der vorigen Zeiten und
hab acht auf die Jahre von Geschlecht zu Geschlecht. Frage deinen Vater, der
wird dir’s verkünden, deine Ältesten, die werden dir’s sagen. 8 Als
der Höchste den Völkern Land zuteilte und der Menschen Kinder voneinander
schied, da setzte er die Grenzen der Völker nach der Zahl der Söhne Israels. 9
Denn des Herrn Teil ist sein Volk, Jakob ist sein Erbe. 10 Er fand
ihn in der Wüste, in der dürren Einöde
sah er ihn. Er umfing ihn und hatte acht auf ihn. Er behütete ihn wie seinen
Augapfel. 11 Wie ein Adler ausführt seine Jungen und über ihnen
schwebt, so breitete er seine Fittiche aus und nahm ihn und trug ihn auf seinen
Flügeln. 12 Der Herr allein leitete ihn, und kein fremder Gott war
mit ihm. 13 Er ließ ihn einherfahren über die Höhen der Erde und
nährte ihn mit den Früchten des Feldes und ließ ihn Honig saugen aus dem Felsen
und Öl aus hartem Gestein, 14 Butter von den Kühen und Milch von den
Schafen samt dem Fett von den Lämmern, feiste Widder und Böcke und das Beste
vom Weizen und tränkte ihn mit edlem Traubenblut. 15 Als aber
Jeschurun fett ward, wurde er übermütig. Er ist fett und dick und feist
geworden und hat den Gott verworfen, der ihn gemacht hat. Er hat den Fels
seines Heils geringgeachtet 16 und hat ihn zur Eifersucht gereizt
durch fremde Götter; durch Greuel hat er ihn erzürnt. 17 Sie haben
den bösen Geistern geopfert und nicht ihrem Gott, den Göttern, die sie nicht
kannten, den neuen, die vor kurzem erst aufgekommen sind, die eure Väter nicht
geehrt haben. 18 Deinen Fels, der dich gezeugt hat, hast du außer
acht gelassen und hast vergessen den Gott, der dich gemacht hat. 19
Und als es der Herr sah, ward er zornig über seine Söhne und Töchter, 20
und er sprach: Ich will mein Antlitz vor ihnen verbergen, will sehen, was ihnen
zuletzt widerfahren wird; denn es ist ein verkehrtes Geschlecht, es sind
untreue Kinder. 21 Sie haben mich gereizt durch einen Nicht-Gott,
durch ihre Abgötterei haben sie mich erzürnt. Ich aber will sie wieder reizen
durch ein Nicht-Volk, durch ein gottloses Volk will ich sie erzürnen. 22
Denn ein Feuer ist entbrannt durch meinen Zorn und wird brennen bis in die
unterste Tiefe und wird verzehren das Land mit seinem Gewächs und wird anzünden
die Grundfesten der Berge. 23 Ich will alles Unglück über sie häufen, ich will alle meine Pfeile auf sie schießen. 24 Vor
Hunger sollen sie verschmachten und verzehrt werden vom Fieber und von jähem
Tod. Ich will der Tiere Zähne unter sie schicken und der Schlangen Gift. 25
Draußen wird das Schwert ihre Kinder rauben und drinnen der Schrecken den
jungen Mann wie das Mädchen, den Säugling wie den Greis. 26 Ich
hätte gesagt: Es soll aus sein mit ihnen, ich will ihren Namen tilgen unter den
Menschen, 27 wenn ich nicht den Spott der Feinde gescheut hätte;
ihre Widersacher hätten es nicht erkannt und gesagt: Unsere Macht ist groß, und
nicht der Herr hat dies alles getan. 28 Denn Israel ist ein Volk,
dem man nicht mehr raten kann, und kein Verstand wohnt in ihnen. 29
O daß sie weise wären und dies verstünden, daß sie merkten, was ihnen hernach
begegnen wird! 30 Wie geht’s zu, daß einer tausend verjagt und zwei
sogar zehntausend flüchtig machen? Kommt’s nicht daher, daß ihr Fels sie
verkauft hat und der Herr sie dahingegeben hat? 31 Denn unserer
Feinde Fels ist nicht wie unser Fels; so müssen sie selber urteilen. 32
Denn ihr Weinstock stammt von Sodoms Weinstock und von dem Weinberg Gomorras;
ihre Trauben sind Gift, sie haben bittere Beeren. 33 Ihr Wein ist
Drachengift und verderbliches Gift der Ottern. 34 Ist dies nicht bei
mir verwahrt und versiegelt in meinen Schatzkammern? 35 Die Rache
ist mein, ich will vergelten zur Zeit, da ihr Fuß gleitet; denn die Zeit ihres
Unglücks ist nahe, und was über sie kommen soll, eilt herzu. 36 Denn
der Herr wird seinem Volk Recht schaffen, und über seine Knechte wird er sich
erbarmen. Denn er wird sehen, daß ihre Macht dahin ist und es aus ist mit ihnen
ganz und gar. 37 Und er wird sagen: Wo sind ihre Götter, ihr Fels,
auf den sie trauten, 38 die das Fett ihrer Schlachtopfer essen
sollten und trinken den Wein ihrer Trankopfer? Laßt sie aufstehen und euch
helfen und euch schützen! 39 Sehet nun, daß ich’s allein bin und ist
kein Gott neben mir! Ich kann töten und lebendig machen, ich kann schlagen und
kann heilen, und niemand ist da, der aus meiner Hand errettet. 40 Denn
ich will meine Hand zum Himmel heben und will sagen: So wahr ich ewig lebe: 41
wenn ich mein blitzendes Schwert schärfe und meine Hand zur Strafe greift, so
will ich mich rächen an meinen Feinden und denen, die mich hassen, vergelten. 42
Ich will meine Pfeile mit Blut trunken machen, und mein Schwert soll Fleisch
fressen, mit Blut von Erschlagenen und Gefangenen, von den Köpfen streitbarer
Feinde! 43 Preiset, ihr Heiden, sein Volk; denn er wird das Blut
seiner Knechte rächen und wird an seinen Feinden Rache nehmen und entsühnen das
Land seines Volks!
Wo
dies möglich ist, kann dieses Lied des Mose im siebten Jahr bei der Vorlesung
des Gesetzes im hebräischen Originaltext gesungen und dann erklärt werden.
5 Mose
(Deuteronomium) 32,44–52
Moses letzte Mahnung an das Volk
44 Und Mose kam und redete alle Worte dieses
Liedes vor den Ohren des Volks, er und Josua, der Sohn Nuns. 45 Als
nun Mose das alles zu Ende geredet hatte vor ganz Israel, 46 sprach
er zu ihnen: Nehmt zu Herzen alle Worte, die ich euch heute bezeuge, daß ihr
euren Kindern befehlt, alle Worte dieses Gesetzes zu halten und zu tun. 47
Denn es ist nicht ein leeres Wort an euch, sondern es ist euer Leben, und durch
dies Wort werdet ihr lange leben in dem Lande, in das ihr zieht über den
Jordan, um es einzunehmen.
Gott bereitet Mose auf seinen Tod vor
48 Und der Herr redete mit Mose am selben Tage und sprach: 49
Geh auf das Gebirge Abarim, auf den Berg Nebo, der da liegt im Lande Moab
gegenüber Jericho, und schaue das Land
Kanaan, das ich den Israeliten zum Eigentum geben werde.
50 Dann stirb auf dem Berge, auf den du
hinaufgestiegen bist, und laß dich zu deinem Volk versammeln, wie dein Bruder
Aaron starb auf dem Berge Hor und zu seinem Volk versammelt wurde;
51 denn ihr habt euch an mir versündigt
unter den Israeliten bei dem Haderwasser zu Kadesch in der Wüste Zin, weil ihr
mich nicht heiligtet inmitten der Israeliten. 52 Denn du sollst das
Land vor dir sehen, das ich den Israeliten gebe, aber du sollst nicht
hineinkommen.
Die
Wüste der Sünde ist die Trostlosigkeit des
Systems der Anbetung der Sünde,
und des Sonntagssystems mit den alten Systemen der Ischtar-Verehrung oder der
Verehrung des Dreieinigen Gottes an Ostern.
Bald
wird der Messias wiederkehren, um sich Israel und den Völkern zuzuwenden. Wir
werden in unser Erbe eingesetzt, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Volkes
Israel.
Es
wird einen neuen Exodus geben, und der erste Exodus wird nicht mehr in
Erinnerung gerufen werden.
Jesaja 66,1–24
Strafe für allen selbsterwählten
Gottesdienst
1 So spricht der Herr: Der Himmel ist mein
Thron und die Erde der Schemel meiner Füße! Was ist denn das für ein Haus, das
ihr mir bauen könntet, oder welches ist die Stätte, da ich ruhen sollte? 2
Meine Hand hat alles gemacht, was da ist, spricht der Herr. Ich sehe aber
auf den Elenden und auf den, der zerbrochenen Geistes ist und der erzittert vor
meinem Wort. 3 Wer einen Stier schlachtet, gleicht dem, der einen
Mann erschlägt; wer ein Schaf opfert, gleicht dem, der einem Hund das Genick
bricht; wer ein Speisopfer bringt, gleicht dem, der Schweineblut spendet; wer
Weihrauch anzündet, gleicht dem, der Götzen verehrt: wahrlich, wie sie Lust
haben an ihren eigenen Wegen und ihre Seele Gefallen hat an ihren Greueln, 4
so will auch ich Lust daran haben, daß ich ihnen wehe tue, und ich will über
sie kommen lassen, wovor ihnen graut. Denn ich rief, und niemand antwortete,
ich redete, und sie hörten nicht und taten, was mir nicht gefiel, und hatten
ihre Lust an dem, woran ich kein Wohlgefallen hatte.
Das zukünftige Heil Jerusalems – das Gericht über die
Gottlosen
5 Hört des Herrn Wort, die ihr erzittert
vor seinem Wort: Es sprechen eure Brüder, die euch hassen und verstoßen um
meines Names willen: „Laßt doch den Herrn sich verherrlichen, daß wir eure
Freude mitansehen“,– doch sie sollen zuschanden werden. 6 Horch,
Lärm aus der Stadt! Horch, vom Tempel her! Horch, der Herr vergilt seinen
Feinden! 7 Ehe sie Wehen bekommt, hat sie geboren; ehe sie in
Kindsnöte kommt, ist sie eines Knaben genesen. 8 Wer hat solches je
gehört? Wer hat solches je gesehen? Ward ein Land an einem Tage geboren? Ist
ein Volk auf einmal zur Welt gekommen? Kaum in Wehen, hat Zion schon ihre
Kinder geboren. 9 Sollte ich das Kind den Mutterschoß durchbrechen
und nicht auch geboren werden lassen? spricht der Herr. Sollte ich, der gebären
läßt, den Schoß verschließen? spricht dein Gott. 10 Freuet euch mit
Jerusalem und seid fröhlich über die Stadt, alle, die ihr sie liebhabt! Freuet
euch mit ihr, alle, die ihr über sie traurig gewesen seid. 11 Denn
nun dürft ihr saugen und euch satt trinken an den Brüsten ihres Trostes; denn
nun dürft ihr reichlich trinken und euch erfreuen an dem Reichtum ihrer
Mutterbrust. 12 Denn so spricht der Herr: Siehe, ich breite aus bei
ihr den Frieden wie einen Strom und den Reichtum der Völker wie einen
überströmenden Bach. Ihre Kinder sollen auf dem Arme getragen werden, und auf
den Knien wird man sie liebkosen. 13 Ich will euch trösten, wie
einen seine Mutter tröstet; ja, ihr sollt an Jerusalem getröstet werden. 14
Ihr werdet’s sehen, und euer Herz wird sich freuen, und euer Gebein soll grünen
wie Gras. Dann wird man erkennen die Hand des Herrn an seinen Knechten und den
Zorn an seinen Feinden. 15 Denn siehe, der Herr wird kommen mit
Feuer und seine Wagen wie ein Wetter, daß er vergelte im Grimm seines Zorns und
mit Schelten in Feuerflammen. 16 Denn der Herr wird durch Feuer die
ganze Erde richten und durch sein Schwert alles Fleisch, und der vom Herrn
Getöteten werden viele sein. 17 Die sich heiligen und reinigen für
das Opfer in den Gärten dem einen nach, der in der Mitte ist, und
Schweinefleisch essen, greuliches Getier und Mäuse, die sollen miteinander
weggerafft werden, spricht der Herr. 18 Ich kenne ihre Werke und
ihre Gedanken und komme, um alle Völker und Zungen zu versammeln, daß sie
kommen und meine Herrlichkeit sehen. 19 Und ich will ein Zeichen
unter ihnen aufrichten und einige von ihnen, die errettet sind, zu den Völkern
senden, nach Tarsis, nach Put und Lud, nach Meschech und Rosch, nach Tubal und
Jawan und zu den fernen Inseln, wo man nichts von mir gehört hat und die meine
Herrlichkeit nicht gesehen haben; und sie sollen meine Herrlichkeit unter den
Völkern verkündigen. 20 Und sie werden alle eure Brüder aus allen
Völkern herbringen dem Herrn zum Weihgeschenk auf Rossen und Wagen, in Sänften,
auf Maultieren und Dromedaren nach Jerusalem zu meinem heiligen Berge, spricht
der Herr, gleichwie Israel die Opfergaben in reinem Gefäße zum Hause des Herrn
bringt. 21 Und ich will auch aus ihnen Priester und Leviten nehmen,
spricht der Herr. 22 Denn wie der neue Himmel und die neue Erde, die
ich mache, vor mir Bestand haben, spricht der Herr, so soll auch euer
Geschlecht und Name Bestand haben. 23 Und alles Fleisch wird einen
Neumond nach dem andern und einen Sabbat nach dem andern kommen, um vor mir
anzubeten, spricht der Herr. 24 Und sie werden hinausgehen und
schauen die Leichname derer, die von mir abtrünnig waren; denn ihr Wurm wird
nicht sterben, und ihr Feuer wird nicht verlöschen, und sie werden allem
Fleisch ein Greuel sein.
Der
Herr wird sein System errichten, Sabbate und Neumonde, und sie werden ihre
Feste einhalten, und alle Völker werden ihre Vertreter zu diesen Festen nach
Jerusalem senden, oder sie werden keinen Regen in der richtigen Jahreszeit
erhalten.
Sacharja 14,16–21
Jerusalem und die Völkerwelt am Tage des Herrn
16 Und alle, die übriggeblieben sind von
allen Heiden, die gegen Jerusalem zogen, werden jährlich heraufkommen, um
anzubeten den König, den Herrn Zebaoth, und um das Laubhüttenfest zu halten. 17
Aber über das Geschlecht auf Erden, das nicht heraufziehen wird nach Jerusalem,
um anzubeten den König, den Herrn Zebaoth, über das wird’s nicht regnen. 18
Und wenn das Geschlecht der Ägypter nicht heraufzöge und käme, so wird auch
über sie die Plage kommen, mit der der Herr alle Heiden schlagen wird, wenn sie
nicht heraufkommen, um das Laubhüttenfest zu halten. 19 Darin besteht
die Sünde der Ägypter und aller Heiden, daß sie nicht heraufkommen, um das
Laubhüttenfest zu halten. 20 Zu der Zeit wird auf den Schellen der
Rosse stehen: „Heilig dem Herrn“. Und die Töpfe im Hause des Herrn werden den
Becken vor dem Altar gleichgestellt sein. 21 Und es werden alle
Töpfe in Jerusalem und Juda dem Herrn Zebaoth heilig sein, so daß alle, die da
opfern wollen, kommen werden und sie nehmen und darin kochen werden. Und es
wird keinen Händler mehr geben im Hause des Herrn Zebaoth zu der Zeit.
Das
Opfer wird in Jerusalem erneuert werden, aber es wird nur das Morgenopfer sein.
Wir haben bereits das ewige Leben erhalten, und die erste Wiederauferstehung
wird vorbei sein. Die Gesetze Gottes im Messias werden eingehalten werden, oder
die Völker werden an Hunger sterben. Wir werden das Gesetz und die Zeugnisse
der Heiligen Schrift erklären, und alle Völker werden für tausend Jahre den Weg
Gottes kennen. Dann werden die restlichen Toten auferstehen und beim
Strafgericht gerichtet werden.
Offenbarung 20,4–15
Das tausendjährige Reich
4 Und ich sah Throne, und sie setzen sich
darauf, und ihnen wurde das Gericht übergeben. Und ich sah die Seelen derer,
die enthauptet waren um des Zeugnisses von Jesus und um des Wortes Gottes
willen, und die nicht angebetet hatten das Tier und sein Bild und die sein
Zeichen nicht angenommen hatten an ihre Stirn und auf ihre Hand; diese wurden lebendig und regierten mit Christus
tausend Jahre. 5 Die anderen Toten aber wurden nicht wieder
lebendig, bis die tausend Jahre vollendet wurden. Dies ist die erste
Auferstehung. 6 Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten
Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht; sondern sie werden
Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre.
Der letzte Kampf
7 Und wenn die tausend Jahre vollendet
sind, wird der Satan losgelassen werden aus seinem Gefängnis 8 und
wird ausziehen, zu verführen die Völker an den vier Enden der Erde, Gog und
Magog, und sie zum Kampf zu versammeln; deren Zahl ist wie der Sand am Meer. 9
Und sie stiegen herauf auf die Ebene der Erde und umringten das Heerlager
der Heiligen und die geliebte Stadt. Und es fiel Feuer vom Himmel und verzehrte
sie. 10 Und der Teufel, der sie verführte, wurde geworfen in den
Pfuhl von Feuer und Schwefel, wo auch das Tier und der falsche Prophet waren;
und sie werden gequält werden Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Das Weltgericht
11 Und ich sah einen großen, weißen Thron
und den, der darauf saß, vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel,
und es wurde keine Stätte für sie gefunden. 12 Und ich sah die
Toten, groß und klein, stehen vor dem Thron, und Bücher wurden aufgetan. Und
ein andres Buch wurde aufgetan, welches ist das Buch des Lebens. Und die Toten
wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben steht, nach ihren
Werken. 13 Und das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und
der Tod und sein Reich gaben die Toten heraus, die darin waren; und sie wurden
gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. 14 Und der Tod und sein
Reich wurden geworfen in den feurigen Pfuhl. Das ist der zweite Tod: der
feurige Pfuhl. 15 Und wenn jemand nicht gefunden wurde geschrieben
im dem Buch des Lebens, der wurde geworfen in den feurigen Pfuhl.
Das
ist der Abschluß aller Gesetze und der Prophezeiungen. Alle Menschen sollen
erlöst werden und Gott sehen.
5 Mose
(Deuteronomium) 34, 1–12
Mose Tod
1 Und Mose stieg aus dem Jordantal der
Moabiter auf den Berg Nebo, den Gipfel des Gebirges Pisga, gegenüber Jericho.
Und der Herr zeigte ihm das ganze Land: Gilead bis nach Dan 2 und
das ganze Naftali und das ganze Land Ephraim und Manasse und das ganze Land
Juda bis an das Meer im Westen 3 und das Südland und die Gegend am
Jordan, die Ebene von Jericho, der Palmenstadt, bis nach Zoar. 4 Und
der Herr sprach zu ihm: Dies ist das Land, von dem ich Abraham, Isaak und Jakob
geschworen habe: Ich will es deinen Nachkommen geben. – Du hast es mit deinen
Augen gesehen, aber du sollst nicht hinübergehen. 5 So starb Mose,
der Knecht des Herrn, daselbst im Lande Moab nach dem Wort des Herrn. 6
Und er begrub ihn im Tal, im Lande Moab gegenüber Bet-Peor. Und niemand hat
sein Grab erfahren bis auf den heutigen Tag. 7 Und Mose war hundertundzwanzig Jahre alt, als er
starb. Seine Augen waren nicht schwach geworden, und seine Kraft war nicht
verfallen. 8 Und die Israeliten beweinten Mose im Jordantal der
Moabiter dreißig Tage, bis die Zeit des Weinens und Klagens über Mose vollendet
war. 9 Josua aber, der Sohn Nuns, wurde erfüllt mit dem Geist der
Weisheit; denn Mose hatte seine Hände auf ihn gelegt. Und die Israeliten
gehorchten ihm und taten, wie der Herr es Mose geboten hatte. 10 Und
es stand hinfort kein Prophet in Israel auf wie Mose, den der Herr erkannt
hätte von Angesicht zu Angesicht, 11 mit all den Zeichen und Wundern,
mit denen der Herr ihn gesandt hatte, daß er sie täte in Ägyptenland am Pharao
und an allen seinen Großen und an seinem ganzen Lande, 12 und mit
der mächtigen Kraft und den großen Schreckenstaten, die Mose vollbrachte vor
den Augen von ganz Israel.
Mose und die
Prophezeiungen waren bis zum Messias, und das Gesetz wurde in die Herzen der
Auserwählten geschrieben. Jeder wurde in der Verfolgung auf die Probe gestellt
und vierzig Erlaßjahre lang hinweggeführt, was von den vierzig Jahren in der
Wüste repräsentiert wird, die die
letzten vierzig Jahre im Leben Moses waren.
1 Korinther 10,1–24
Das warnende Beispiel Israels
1 Ich will euch aber, liebe Brüder, nicht
in Unwissenheit darüber lassen, daß unsre Väter alle unter der Wolke gewesen
und alle durchs Meer gegangen sind; 2 und alle sind auf Mose getauft
worden durch die Wolke und durch das Meer
3 und haben alle dieselbe geistliche Speise gegessen 4
und haben alle denselben geistlichen Trank getrunken; sie tranken nämlich von
dem geistlichen Felsen, der ihnen folgte; der Fels aber war Christus. 5
Aber an den meisten von ihnen hatte Gott kein Wohlgefallen, denn sie wurden in
der Wüste erschlagen. 6 Das ist aber geschehen uns zum Vorbild,
damit wir nicht am Bösen unsre Lust haben, wie jene sie hatten. 7
Werdet auch nicht Götzendiener, wie einige von ihnen es wurden, wie geschrieben steht
(2 Mose 32,6): „Das Volk setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken, und stand auf, um zu tanzen.” 8
Auch laßt uns nicht Hurerei treiben, wie einige von ihnen Hurerei trieben: und
an einem einzigen Tag kamen dreiundzwanzigtausend um. 9 Laßt uns
auch nicht Christus versuchen, wie einige von ihnen ihn versuchten und wurden
von den Schlangen umgebracht. 10 Murrt auch nicht, wie einige von
ihnen murrten und wurden umgebracht durch den Verderber. 11 Dies
widerfuhr ihnen als ein Vorbild. Es ist aber
geschrieben uns zur Warnung, auf die das Ende der Zeiten gekommen ist. 12
Darum, wer meint, er stehe, mag zusehen, daß er nicht falle. 13
Bisher hat euch nur menschliche Versuchung getroffen. Aber Gott ist treu, der
euch nicht versuchen läßt über eure Kraft, sondern macht, daß die Versuchung so
ein Ende nimmt, daß ihr’s ertragen könnt.
Die Unvereinbarkeit von Abendmahl und Götzendienst