Christen-Gemeinden Gottes

[257]

 

 

 

Das Zweite Große Gebot [257]

(Ausgabe 1.1 19981008-19990526)

 

Das Zweite Große Gebot lautet: Du sollst Deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Das Zweite Große Gebot ist in den Zehn Geboten enthalten. Diese Struktur ist sehr leicht identifizierbar: die ersten vier Gebote beschäftigen sich mit der Liebe zu Gott, und die letzten sechs Gebote beschäftigen sich mit der Liebe zum Mitmenschen.

 

 

 

 

 

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(Copyright 1998, 1999  Wade Cox)

 

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Das Zweite Große Gebot [257]

 


Teil I

 

[Diesen Teil soll man vor der Erklärung des Fünften und der folgenden Gebote gelesen haben.]

 

Gott übergab die Struktur des Gesetzes an Mose. Die Zehn Gebote wurden in zwei große Gebote unterteilt, wie wir dies bei der Behandlung des Ersten Großen Gebotes gesehen haben (siehe das Kapitel Das Erste Große Gebot [252]).

 

2 Mose 20,1-3

Die Zehn Gebote

1 Und Gott redete alle diese Worte: 2 Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe.

[I] 3 Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

[II] 4 Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: 5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen,

6 aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.

[III] 7 Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen; denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht.

[IV] 8 Gedenke des Sabbattages, daß du ihn heiligest. 9 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. 10 Aber am siebenten Tage is der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. 11 Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der Herr den Sabbattag und heiligte ihn.

[V] 12 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß du lange lebest in dem Lande, das dir der Herr, dein Gott, geben wird.

[VI] 13 Du sollst nicht töten.

[VII] 14 Du sollst nicht ehebrechen.

[VIII] 15 Du sollst nicht stehlen.

[IX] 16 Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

[X] 17 Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat.

 

Die Unterteilung des Gesetzes in zwei Große Gebote wird später im Deuteronomium gegeben. Diese Struktur ist sehr leicht identifizierbar: die ersten vier Gebote beschäftigen sich mit der Liebe zu Gott, und die letzten sechs Gebote beschäftigen sich mit der Liebe zum Mitmenschen.

 

Das Gesetz wurde dann dem Volk eingeprägt.

 

Unsere erste Pflicht ist es, Gott zu lieben, und dann unsere Mitmenschen. Es ist unsere Pflicht, ein angemessenes und reines Gefäß für den Lebendigen Gott zu sein. Er ist der Gott der Lebenden und nicht der Toten.

 

Matthäus 22,29-40

29 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irrt, weil ihr weder die Schrift  kennt noch die Kraft Gottes. 30 Denn in der Auferstehung werden sie weder heiraten noch sich heiraten lassen, sondern sie sind wie Engel im Himmel. 31 Habt ihr denn nicht gelesen von der Auferstehung der Toten, was euch gesagt ist von Gott, der da spricht: 32 „Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs“? Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden. 33 Und als das Volk das hörte, entsetzten sie sich über seine Lehre.

 

Die Frage nach dem höchsten Gebot

34 Als aber die Pharisäer hörten, daß er den Sadduzäern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich. 35 Und einer von ihnen, ein Schrift­gelehrter,  versuchte ihn und fragte: 36 Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz ? 37 Jesus aber antwortete ihm: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt“. 38 Dies ist das höchste und größte Gebot. 39 Das andere aber ist dem gleich: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“. 40 An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten.

 

Der erste Teil des Gesetzes beschäftigt sich mit der Liebe zu Gott. Sie soll von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt kommen.

 

Der zweite Teil lautet: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Wenn man seinen Nächsten nicht liebt, den man sehen kann, wie kann man dann Gott lieben, den man nicht sehen kann?

 

1.Johannes 4,20-21

20 Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott!, aber seinen Bruder haßt, ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht. 21 Und dieses Gebot haben wir von ihm: Wer Gott liebt, soll auch seinen Bruder lieben.

 

Die Struktur des Ersten Großen Gebotes bildet die Grundlage für das Zweite Große Gebot, und an diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten. Somit sind die Zehn Gebote eine Untergliederung dieser beiden Gebote,  und die übrigen Gesetze sind  Untergliederungen der Zehn Gebote.

 

Das Zweite Große Gebot umfaßt die letzten sechs Gebote in den Zehn Geboten. Es gehört zu unserer geistigen Ausführung des Zweiten Großen Gebots, daß wir unsere Fähigkeit beweisen, uns ein Urteil über die wichtigsten Aspekte des Gesetzes zu bilden.

 

Die Struktur des Zweiten Großen Gebotes folgt demselben Gedankengang bzw. derselben Logik wie das Erste Große Gebot. So wie Gott im Mittelpunkt des Ersten Gebotes steht, so sind dies der leibliche Vater und die leibliche Mutter im Zweiten Gebot. Die Familie Gottes als Elohim ist das Ziel des Ersten Großen Gebotes, die Familie des Menschen als Elohim ist das Ziel des Zweiten Großen Gebotes. Beide Gebote verkünden  Gott als Eloah, der für und in den Himmlischen und Irdischen Heerscharen zum Elohim wird.

 

[V] 12 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß du lange lebest in dem Lande, das dir der Herr, dein Gott, geben wird.

 

Das Erste Große Gebot mit einer Verheißung bezieht sich auf den Plan des ewigen Lebens als Elohim. Das soll schon von Anfang an so gewesen sein.

 

[VI] 13 Du sollst nicht töten.

 

Die Fähigkeit zu töten kommt von der Sünde und dem Wunsch, die Vernichtung eines anderen Wesens zu sehen. Eine solche Einstellung stammt vom Widersacher. Es ist nicht Gottes Wille, daß das Fleisch untergehen solle, und so wird ihnen zur rechten Zeit die Erlösung zuteil, auch den Himmlischen Heerscharen. Denn dies ist die vollkommene Liebe Gottes (siehe das Kapitel Lost Sheep and the Prodigal Son [199]).

 

[VII] 14 Du sollst nicht ehebrechen.

 

Der Schutz der Ehre der Familie und der Treue in dieser Grundeinheit ist ein Spiegelbild der Ehre und Treue Gottes. Die Ehe ist ein Spiegelbild der Beziehung zwischen Christus und der Kirche. Man kann nicht das eine brechen, ohne daß das andere Schaden nimmt. Jede Beziehung, die die Ehre der Familie stört und die Rolle des Ehemannes in bezug auf seine Frau vermindert, kommt dem Ehebruch nahe. Kirchen, die das Priesteramt in eine Position bringen, wo es die Beziehung zwischen Mann und Frau stört, sind ehebrecherisch und bewirken, daß sie bei der Frau Einstellungen entwickeln, die dem Ehebruch nahekommen. Der Ehemann ist der Priester in seinem Haus, solange er Gottes Gesetze befolgt. Ein großer Teil des modernen sogenannten Christentums entwickelt diese Einstellungen und stellt die Priester oder das Priesteramt  zwischen Mann und Frau. Manche Sekten verzeihen auf Verlangen sogar Ehebruch mit dem Priester. Die Größe der Sekte oder die Ehelosigkeit (Zölibat) der Geistlichen scheint für diese Praktiken keine Beschränkung darzustellen.

 

[VIII] 15 Du sollst nicht stehlen.

 

Der Wohlstand des einzelnen Menschen spiegelt sich in der Struktur des Gesetzes, sowie es sich auf die Fähigkeit bezieht, den einzelnen Menschen in seiner persönlichen Leistung und  in dem Leben zu schützen, das er verpflichtet ist, sich aufzubauen. Die Gesellschaft und ihre organisierte Struktur bestiehlt den Einzelnen in der modernen Gesellschaft auf systematischere Weise als gewöhnliche Kriminelle. In der jüngsten Zeit verwenden Unterdrückung und Feudalismus elegantere Methoden, sind aber nichtsdesto­weniger  erfolgreich. Wir werden das volle Ausmaß der Schrecken dieses falschen Systems in den letzten Tagen erleben.

 

[IX] 16 Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

Das gesamte Rechtssystem stützt sich auf die Wahrheit. Der gesamte Plan der Erlösung kann nur gelingen, wenn es auf der Wahrheit gründet und von ihr beschützt wird.  Wir sind verpflichtet, für das System von Gottes Gesetz und für Seine Wahrheit Zeugnis abzulegen.

 

[X] 17 Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat.

 

Dieser Aspekt der Zehn Gebote umfaßt die geistigen Aspekte des Gesetzes, bei denen die Übertretungen Produkte des Geistes sind, die  eine Übertretung des gesamten Gesetzes darstellen.

 

Nur indem wir den Versuchungen des Geistes widerstehen, können wir wirklich lernen, einander im Geist und in der Wahrheit zu lieben.

 

Die Liebe ist das Ziel des Gesetzes:

 

1 Korinther 13,1-13

Das Hohelied der Liebe

1 Wenn ich mit Menschen- und mit Engelszungen redete und hätte die Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle. 2 Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüßte alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, so daß ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts. 3 Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib verbrennen, und hätte die Liebe nicht, so wäre mir’s nichts nütze. 4 Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, 5 sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, 6 sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; 7 sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. 8 Die Liebe hört niemals auf, wo doch das prophetische Reden aufhören wird und das Zungenreden aufhören wird und die Erkenntnis aufhören wird. 9 Denn unser Wissen ist Stückwerk, und unser prophetisches Reden ist Stückwerk. 10 Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören. 11 Als ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind und war klug wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, was kindlich war. 12 Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin. 13 Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

 

Die Liebe oder die Nächstenliebe ist das Ziel des Gesetzes. Das Gesetz ist dafür bestimmt, uns auf einer materiellen Ebene zu schützen, während der Heilige Geist dafür bestimmt ist, auf einer geistigen Ebene auf uns einzuwirken. Das eine kann nicht ohne den anderen existieren. Der Heilige Geist ist notwendig, um das Vollkommene Gesetz der Freiheit richtig befolgen zu können.

 

Gottes Vollkommenes Gesetz der Freiheit ist dazu gedacht, um eine vollkommene Beziehung zu Ihm wie auch zu den Mitmenschen  aufzubauen.

 

Das Ziel des Fünften Gebots und der folgenden Gebote ist also, daß wir unseren Nächsten lieben sollen wie uns selbst.

 

 

Teil II

 

[Diesen Teil soll man nach der Erklärung der zweiten Gruppe der Gebote lesen, die mit dem Zehnten Gebot endet.]

 

Gott setzte Israel in sein Erbe ein, und er trug ihm auf, seine Gesetze einzuhalten.

 

5 Mose (Deuteronomium) 26,1–19

Darbringung der Erstlingsfrüchte und des Zehnten

1 Wenn du in das Land kommst, das dir der Herr, dein Gott, zum Erbe geben wird, und es einnimmst und darin wohnst, 2 so sollst du nehmen die Erstlinge aller Feldfrüchte, die du von deinem Lande einbringst, das der Herr, dein Gott, dir gibt, und sollst sie in einen Korb legen und hingehen an die Stätte, die der Herr, dein Gott, erwählen wird, daß sein Name daselbst wohne, 3 und sollst zu dem Priester kommen, der zu der Zeit sein wird, und zu ihm sagen: Ich bekenne heute dem Herrn, deinem Gott, daß ich gekommen bin in das Land, das der Herr, wie er unsern Vätern geschworen hat, uns geben wollte. 4 Und der Priester soll den Korb aus deiner Hand nehmen und ihn vor dem Altar des Herrn, deines Gottes, niedersetzen. 5 Dann sollst du anheben und sagen vor dem Herrn, deinem Gott: Mein Vater war ein Aramäer, dem Umkommen nahe, und zog hinab nach Ägypten und war dort ein Fremdling mit wenig Leuten und wurde dort ein großes, starkes und zahlreiches Volk. 6 Aber die Ägypter behandelten uns schlecht und bedrückten uns und legten uns einen harten Dienst auf. 7 Da schrien wir zu dem Herrn, dem Gott unserer Väter. Und der Herr erhörte unser Schreien und sah unser Elend, unsere Angst und Not 8 und führte uns aus Ägypten mit mächtiger Hand und ausgerecktem Arm und mit großem Schrecken, durch Zeichen und Wunder, 9 und brachte uns an diese Stätte und gab uns dies Land, darin Milch und Honig fließt. 10 Nun bringe ich die Erstlinge der Früchte des Landes, das du, Herr, mir gegeben hast. – Und du sollst sie niederlegen vor dem Herrn, deinem Gott, und anbeten vor dem Herrn, deinem Gott, 11 und sollst fröhlich sein über alles Gut, das der Herr, dein Gott, dir und deinem Hause gegeben hat, du und der Levit und der Fremdling, der bei dir lebt. 12 Wenn du den Zehnten deines ganzen Ertrages zusammengebracht hast im dritten Jahr, das ist das Zehnten-Jahr, so sollst du ihn dem Leviten, dem Fremdling, der Waise und der Witwe geben, daß sie in deiner Stadt essen und satt werden. 13 Und du sollst sprechen vor dem Herrn, deinem Gott: Ich habe aus meinem Hause gebracht, was geheiligt ist, und hab’s gegeben den Leviten, den Fremdlingen, den Waisen und den Witwen ganz nach deinem Gebot, das du mir geboten hast. Ich habe deine Gebote nicht übertreten noch vergessen. 14 Ich habe nichts davon gegessen, als ich in Trauer war; ich habe nichts davon weggebracht, als ich unrein war; ich habe nichts davon gegeben als Gabe für die Toten. Ich bin der Stimme des Herrn, meines Gottes, gehorsam gewesen und habe alles getan, wie du es mir geboten hast. 15 Sieh nun herab von deiner heiligen Wohnung, vom Himmel, und segne dein Volk Israel und das Land, das du uns gegeben hast, wie du unsern Vätern geschworen hast, ein Land, darin Milch und Honig fließt.

 

Die Bundeszusagen

16 Heute gebietet dir der Herr, dein Gott, daß du tust nach allen diesen Geboten und Rechten, daß du sie hältst und danach tust von ganzem Herzen und von ganzer Seele. 17 Du hast dir heute vom Herrn sagen lassen, daß er dein Gott sein wolle und daß du sollest in allen seinen Wegen wandeln und halten seine Gesetze, Gebote und Rechte und seiner Stimme gehorchen. 18 Und der Herr hat dich heute sagen lassen, daß du sein eigenes Volk sein wollest, wie er dir zugesagt hat, und alle seine Gebote halten wollest 19 und daß er dich zum höchsten über alle Völker machen werde, die er geschaffen hat, und du gerühmt, gepriesen und geehrt werdest, damit du dem Herrn, deinem Gott, ein heiliges Volk seist, wie er zugesagt hat.

 

Israel dient als Beispiel für ein Volk. Es sollte der Anteil Jahovas und der Mittelpunkt von Gottes Plan sein.

 

Zusammen mit den Seligpreisungen Gottes wurden einige symbolische Tätigkeiten genannt:

 

5 Mose (Deuteronomium) 27,1–26

Die Denksteine mit dem Gesetz

1 Und Mose samt den Ältesten Israels gebot dem Volk und sprach: Haltet alle Gebote, die ich euch heute gebiete. 2 Und zu der Zeit, wenn ihr über den Jordan geht in das Land, das dir der Herr, dein Gott, geben wird, sollst du große Steine aufrichten und sie mit Kalk tünchen 3 und darauf schreiben alle Worte dieses Gesetzes. Das sollst du tun, wenn du hinübergehst, auf daß du kommest in das Land, das der Herr, dein Gott, dir geben wird, ein Land, darin Milch und Honig fließt, wie der Herr, der Gott deiner Väter, dir zugesagt hat. 4 Wenn ihr  nun über den Jordan geht, so sollt ihr, wie ich euch heute gebiete, diese Steine auf dem Berge Ebal aufrichten und mit Kalk tünchen. 5 Und dort sollst du dem Herrn, deinem Gott, einen Altar bauen aus Steinen, die kein Eisen berührt hat. 6 Von unbehauenen Steinen sollst du diesen Altar dem Herrn, deinem Gott, bauen und Brandopfer darauf opfern dem Herrn, deinem Gott, 7 und Dankopfer darbringen und dort essen und fröhlich sein vor dem Herrn, deinem Gott. 8 Und du sollst auf die Steine alle Worte dieses Gesetzes schreiben, klar und deutlich. 9 Und Mose und die levitischen Priester redeten mit ganz Israel und sprachen: Merke auf und höre, Israel! Am heutigen Tage bist du ein Volk des Herrn, deines Gottes, geworden, 10 daß du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorsam seist und tust nach seinen Geboten und Rechten, die ich dir heute gebiete.

 

Die zwölf Fluchworte

11 Und Mose gebot dem Volk an diesem Tage und sprach: 12 Diese sollen stehen auf dem Berge Garizim, um das Volk zu segnen, wenn ihr  über den Jordan gegangen seid: Simeon, Levi, Juda, Issachar, Josef und Benjamin. 13 Und diese sollen stehen auf dem Berge Ebal, um zu verfluchen: Ruben, Gad, Asser, Sebulon, Dan und Naftali. 14 Und die Leviten sollen anheben und zu allen Männern Israels mit lauter Stimme sagen: 15 Verflucht sei, wer einen Götzen oder ein gegossenes Bild macht, einen Greuel für den Herrn, ein Werk von den Händen der Werkmeister, und es heimlich aufstellt! Und alles Volk soll antworten und sagen: Amen. 16 Verflucht sei, wer seinen Vater oder seine Mutter verunehrt! Und alles Volk soll sagen: Amen. 17 Verflucht sei, wer seines Nächsten Grenze verrückt! Und alles Volk soll sagen: Amen. 18 Verflucht sei, wer einen Blinden irreführt auf dem Wege! Und alles Volk soll sagen: Amen. 19 Verflucht sei, wer das Recht des Fremdlings, der Waise und der Witwe beugt! Und alles Volk soll sagen: Amen. 20 Verflucht sei, wer bei der Frau seines Vaters liegt, denn er hat die Decke seines Vaters aufgedeckt! Und alles Volk soll sagen: Amen. 21 Verflucht sei, wer bei irgendeinem Tier liegt! Und alles Volk soll sagen: Amen. 22 Verflucht sei, wer bei seiner Schwester liegt, die seines Vaters oder seiner Mutter Tochter ist! Und alles Volk soll sagen: Amen. 23 Verflucht sei, wer bei seiner Schwiegermutter liegt! Und alles Volk soll sagen: Amen. 24 Verflucht sei, wer seinen Nächsten heimlich erschlägt! Und alles Volk soll sagen: Amen. 25 Verflucht sei, wer Geschenke nimmt, daß er unschuldiges Blut vergieße! Und alles Volk soll sagen: Amen. 26 Verflucht sei, wer nicht alle Worte dieses Gesetzes erfüllt, daß er danach tue! Und alles Volk soll sagen: Amen.

 

Gerizim war die Stätte der Seligpreisungen des Volkes, und dem Volk wurde befohlen, nach jeder segnung und nach jedem Fluch Amen zu sagen. Die Samariter halten das Passahfest am Nachmittag der 14. Schlachtung und in der 15. Nacht der strengen Beachtung bis heute so, wie es früher nach der Konjunktion festgesetzt wurde, auf dem Berg Gerizim ab und verbringen dort die Nacht mit dem Abhalten der Wache und  kehren am Morgen zum Feiern des Heiligen Passahfestes zurück. Dann setzen sie das Fest mit dem restlichen Abschnitt fort, der das Fest des Ungesäuerten Brotes genannt wird und mit dem Letzten Heiligen Tag, dem Tag des  Ungesäuerten Brotes endet.

 

Die Segnungen und Fluchworte, die hier genannt werden, geschahen entsprechend der Natur der Handlungen, die im Privatleben vorkommen konnten, und so trat das Volk sein Erbe mit einem Bekenntnis zu öffentlicher und privater Moral an.  Die Priester und Leviten standen im Talgrund und verkündeten, was mit einer gleichmäßigen Verteilung der Stämme – sechs auf jeder Seite – von den Bergen zu jeder Seite gerufen wurde.

 

Das öffentliche Bekenntnis zum Gesetz Gottes in seiner Gesamtheit sollte in Stein gemeißelt werden und dazu ein öffentlicher Altar errichtet werden. Zwei große Gesetzestafeln sollten an einem öffentlichen Platz in Stein gefaßt werden und die gesamte Gesetzesstruktur darauf niedergeschrieben werden, als Prüfliste für das ganze Volk. Dadurch sollte das gesamte Gesetz Gottes in einer offenen Erklärung des Gehorsams öffentlich verkündet und bewahrt werden. Die Idee einer privaten mündlichen Überlieferung, die dieser öffentlichen und schriftlichen Gesetzesstruktur zuwiderläuft, ist absurd und eine Anklage gegen unsere Vorväter, die unter dem Einen Wahren Gott gelebt haben.

Gott gab Israel das Versprechen des Gesetzes sowie die Segnungen und Fluchworte, die in 5 Mose 28,1-68 im einzelnen aufgeführt sind (siehe das Kapitel The Blessings and the Curses [075]).

 

Gott hat Israel in die Wüste geführt – als ein Beispiel für uns, um auf das Kommen des Messias und auf die vierzig Erlaßjahre in der Wüste unter dem Heiligen Geist hinzuweisen (siehe auch Apg. 7,1-60). Der Heilige Geist war notwendig, um das Gesetz richtig einhalten zu können. Das Gesetz Gottes kommt von Gott und ist auf sein Wesen hin ausgerichtet. Deshalb ist das durch den Heiligen Geist vermittelte Bild Gottes notwendig, um das Gesetz halten zu können. Gott schreibt es in unser Herz und unsere Seele.

 

Jeremia 31,31-40

Die Verheißung des neuen Bundes

31 Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen, 32 nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloß, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen, ein Bund, den sie nicht gehalten haben, ob ich gleich ihr Herr war, spricht der Herr; 33 sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein. 34 Und es wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: „Erkenne den Herrn“, sondern sie sollen mich alle erkennen, beide, klein und groß, spricht der Herr; denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken. 35 So spricht der Herr, der die Sonne dem Tage zum Licht gibt und den Mond und die Sterne der Nacht zum Licht bestellt; der das Meer bewegt, daß seine Wellen brausen – Herr Zebaoth ist sein Name: 36 Wenn jemals diese Ordnungen vor mir ins Wanken kämen, spricht der Herr, so müßte auch das Geschlecht Israels aufhören, ein Volk zu sein vor mir ewiglich. 37 So spricht der Herr: Wenn man den Himmel oben messen könnte und den Grund der Erde unten erforschen, dann würde ich auch verwerfen das ganze Geschlecht Israels für all das, was sie getan haben, spricht der Herr. 38 Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, daß die Stadt des Herrn gebaut werden wird vom Turm Hananel an bis ans Ecktor; 39 und die Meßschnur wird weiter geradeaus gehen bis an den Hügel Gareb und sich nach Goa hin wenden. 40 Und das ganze Tal der Leichen und der Asche und die Hänge bis zum Bach Kidron, bis zu der Ecke am Roßtor im Osten, wird dem Herrn heilig sein. Und die Stadt wird niemals mehr eingerissen und abgebrochen werden.

 

Dieser Geist wurde im Jahre 30 n. Chr. zu Pfingsten ausgegossen. Ab 27 n. Chr hatte Gott begonnen, seine Auserwählten zu rufen, wie das von den Propheten und Aposteln gesagt worden ist.

 

Apostelgeschichte 2,16–36 16 sondern das ist es, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist; 17 Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen, und eure Alten sollen Träume haben; 18 Und auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie sollen weissagen. 19 Und ich will Wunder tun oben am Himmel und Zeichen unten auf Erden, Blut und Feuer und Rauchdampf;

20 die Sonne soll in Finsternis und der Mond in Blut verwandelt werden, ehe der große Tag der Offenbarung des Herrn kommt. 21 Und es soll geschehen: Wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll gerettet werden.“ 22 Ihr Männer von Israel, hört diese Worte: Jesus von Nazareth, von Gott unter euch ausgewiesen durch Taten und Wunder und Zeichen, die Gott durch ihn in eurer Mitte getan hat, wie ihr selbst wißt – 23 diesen Mann, der durch Gottes Ratschluß und Vorsehung dahingegeben war, habt ihr durch die Hand der Heiden ans Kreuz geschlagen und umgebracht. 24 Den hat Gott auferweckt und hat aufgelöst die Schmerzen des Todes, wie es denn unmöglich war, daß er vom Tode festgehalten werden konnte. 25 Denn David spricht von ihm (Psalm 16,8-11): Ich habe den Herrn allezeit vor Augen, denn er steht mir zur Rechten, damit ich nicht wanke.“ 26 Darum ist mein Herz fröhlich, und meine Zunge frohlockt; auch mein Leib wird ruhen in Hoffnung. 27 Denn du wirst mich nicht dem Tod überlassen und nicht zugeben, daß dein Heiliger die Verwesung sehe. 28 Du hast mir kundgetan die Wege des Lebens; du wirst mich erfüllen mit Freude vor deinem Angesicht.“ 29 Ihr Männer, liebe Brüder, laßt mich freimütig zu euch reden von dem Erzvater David. Er ist gestorben und begraben, und sein Grab ist bei uns bis auf diesen Tag. 30 Da er nun ein Prophet war und wußte, daß ihm Gott verheißen hatte mit einem Eid, daß ein Nachkomme von ihm auf seinem Thron sitzen sollte, 31 hat er es voraus­gesehen und von der Auferstehung des Christus gesagt: Er ist nicht dem Tod überlassen, und sein Leib hat die Verwesung nicht gesehen. 32 Diesen Jesus hat Gott auferweckt; dessen sind wir alle Zeugen. 33 Da er nun durch die rechte Hand Gottes erhöht ist und empfangen hat den verheißenen Heiligen Geist vom Vater, hat er diesen ausgegossen, wie ihr hier seht und hört. 34 Denn David ist nicht gen Himmel gefahren; sondern er sagt selbst (Psalm 110,1): „Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, 35 bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße mache.“ 36 So wisse nun das ganze Haus Israel gewiß, daß Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zum Herrn und Christus gemacht hat.

 

Das Ende des Textes bei Joel weist auf die Auserwählten hin, die der Herr rufen wird, und auf die Befreiung von Jerusalem.

 

Joel 2,27 27 Und ihr sollt’s erfahren, daß ich mitten unter Israel bin und daß ich, der Herr, euer Gott bin, und sonst keiner mehr, und mein Volk soll nicht mehr zuschanden werden.

 

Sie sind es, die in den Bund Gottes gerufen werden. Der Bund Gottes wurde mit Sinai gegründet und bestand bis in die Zeit des Messias und darüber hinaus. 

 

5 Mose 29,1–28

1 Und Mose berief ganz Israel und sprach zu ihnen: Ihr habt alles gesehen, was der Herr vor euren Augen in Ägypten dem Pharao und allen seinen Großen und seinem ganzen Lande getan hat, 2 die gewaltigen Proben seiner Macht, die deine Augen gesehen haben, die großen Zeichen und Wunder. 3 Und der Herr hat euch bis auf diesen heutigen Tag noch nicht ein Herz gegeben, das verständig wäre, Augen, die da sähen, und Ohren, die da hörten. 4 Er hat euch vierzig Jahre in der Wüste wandern lassen. Eure Kleider sind euch nicht zerrissen, auch deine Schuhe nicht an deinen Füßen; 5 ihr habt kein Brot gegessen und keinen Wein getrunken und kein starkes Getränk, auf daß ihr erkennen solltet, daß ich der Herr, euer Gott bin. 6 Und als ihr kamt an diesen Ort, zogen aus der König Sihon von Heschbon und der König Og von Baschan uns entgegen, mit uns zu kämpfen. Und wir haben sie geschlagen 7 und ihr Land eingenommen und zum Erbteil gegeben den Rubenitern und Gaditern und dem halben Stamm Manasse. 8 So haltet nun die Worte dieses Bundes und tut danach, auf daß ihr glücklich ausrichten könnt all euer Tun. 9 Ihr steht heute alle vor dem Herrn, eurem Gott, die Häupter eurer Stämme, eure Ältesten, eure Amtleute, jeder Mann in Israel, 10 eure Kinder, eure Frauen, dein Fremdling, der in deinem Lager ist, dein Holzhauer und dein Wasserschöpfer, 11 damit du tretest in den Bund des Herrn, deines Gottes, und unter den Eid, den der Herr, dein Gott, dir heute auflegt, 12 daß er dich heute zum Volk für sich erhebe und er dein Gott sei, wie er dir zugesagt hat und wie er deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat. 13 Denn ich schließe diesen Bund und diesen Eid nicht mit euch allein, 14 sondern mit euch, die ihr heute hier seid und mit uns steht vor dem Herrn, unserm Gott, wie auch mit denen, die heute nicht mit uns sind. 15 Denn ihr wißt, wie wir in Ägyptenland gewohnt haben und mitten durch die Völker gezogen sind, durch deren Land ihr zogt. 16 Ihr saht ihre Greuel und ihre Götzen, die bei ihnen waren, Holz und Stein, Silber und Gold. 17 Laßt ja nicht einen Mann oder eine Frau, ein Geschlecht oder einen Stamm unter euch sein, dessen Herz sich heute abwendet von dem Herrn, unserm Gott, daß jemand hingehe und diene den Göttern dieser Völker. Laßt unter euch nicht eine Wurzel aufwachsen, die da Gift und Wermut hervorbringt. 18 Laßt niemand, der die Worte dieses Fluches hört, sich dennoch in seinem Herzen segnen und sprechen: Mir wird es wohlgehen, auch wenn ich wandle nach meinem verstockten Herzen – , damit nicht fortgerafft werde das wasserreiche mit dem dürren Land! 19 Einem solchen Mann wird der Herr nicht gnädig sein, sondern sein Zorn und Eifer wird entbrennen gegen ihn, und es werden sich auf ihn legen alle Flüche, die in diesem Buch geschrieben sind, und seinen Namen wird der Herr austilgen unter dem Himmel 20 und wird ihn zum Unheil absondern aus allen Stämmen Israels nach allen Flüchen des Bundes, der in dem Buch dieses Gesetzes geschrieben ist. 21 Dann werden sagen künftige Geschlechter, eure Kinder, die nach euch aufkommen, und die Fremden, die aus fernen Landen kommen, wenn sie die Plagen dieses Landes sehen und die Krankheiten, mit denen der Herr es beladen hat: 22 all ihr Land hat er mit Schwefel und Salz verbrannt, daß es weder besät werden kann noch etwas wächst noch Kraut darin aufgeht, gleichwie Sodom und Gomorra, Adma und Zebojim zerstört sind, die der Herr in seinem Zorn und Grimm zerstört hat, 23 ja, alle Völker werden sagen: Warum hat der Herr an diesem Lande so gehandelt? Was ist das für ein großer, grimmiger Zorn? 24 Dann wird man sagen: Darum, weil sie den Bund des Herrn, des Gottes ihrer Väter, verlassen haben, den er mit ihnen schloß, als er sie aus Ägyptenland führte, 25 und sind hingegangen und haben andern Göttern gedient und sie angebetet, Götter, die sie nicht kennen und die er ihnen nicht zugewiesen hat, 26 darum ist des Herrn Zorn entbrannt gegen dies Land, daß er über sie hat kommen lassen alle Flüche, die in diesem Buch geschrieben stehen. 27 Und der Herr hat sie aus ihrem Lande gestoßen in großem Zorn, Grimm und ohne Erbarmen und hat sie in ein anderes Land geworfen, so wie es heute ist. 28 Was verborgen ist, ist des Herrn, unseres Gottes; was aber offenbart ist, das gilt uns und unsern Kindern ewiglich, daß wir tun sollen alle Worte dieses Gesetzes.

 

Die Zerstreuung Israels wurde von Anfang an vorausgesagt, und Gott sagte, daß durch dieses Gesetz ihre Vernunft zurückkehren wird. Das Gesetz würde mit Hilfe des Heiligen Geistes in die Herzen und den Geist des Volkes geschrieben worden, und sie würden dann erneuert werden.

 

5 Mose 30,1–20

Die Wahl zwischen Leben und Tod

1 Wenn nun dies alles über dich kommt, es sei der Segen oder der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, und du es zu Herzen nimmst, wenn du unter den Heiden bist, unter die dich der Herr, dein Gott, verstoßen hat, 2 und du dich bekehrst zu dem Herrn, deinem Gott, daß du seiner Stimme gehorchst, du und deine Kinder, von ganzem Herzen und von ganzer Seele in allem, was ich dir heute gebiete, 3 so wird der Herr, dein Gott, deine Gefangenschaft wenden und sich deiner erbarmen und wird dich wieder sammeln aus allen Völkern, unter die dich der Herr, dein Gott, verstreut hat. 4 Wenn du bis ans Ende des Himmels verstoßen wärst, so wird dich doch der Herr, dein Gott, von dort sammeln und dich von dort holen 5 und wird dich in das Land bringen, das deine Väter besessen haben, und du wirst es einnehmen, und er wird dir Gutes tun und dich zahlreicher machen als deine Väter waren. 6 Und der Herr, dein Gott, wird dein Herz beschneiden und das Herz deiner Nachkommen, damit du den Herrn, deinen Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, auf daß du am Leben bleibst. 7 Aber alle diese Flüche wird der Herr, dein Gott, auf deine Feinde legen und auf die, die dich hassen und verfolgen 8 Du aber wirst umkehren und der Stimme des Herrn gehorchen, daß du tust alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete. 9 Und der Herr, dein Gott, wird dir Glück geben zu allen Werken deiner Hände, zu der Frucht deines Leibs, zu den Jungtieren deines Viehs, zum Ertrag deines Ackers, daß dir’s zugute komme. Denn der Herr wird sich wieder über dich freuen, dir zugut, wie er sich über deine Väter gefreut hat, 10 weil du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorchst und hältst seine Gebote und Rechte, die geschrieben stehen im Buch dieses Gesetzes, wenn du dich bekehrst zu dem Herrn, deinem Gott, von ganzem Herzen und von ganzer Seele. 11 Denn das Gebot, das ich dir heute gebiete, ist dir nicht zu hoch und nicht zu fern. 12 Es ist nicht im Himmel, daß du sagen müßtest: Wer will für uns in den Himmel fahren und es uns holen, daß wir’s hören und tun? 13 Es ist auch nicht jenseits des Meeres, daß du sagen müßtest: Wer will für uns über das Meer fahren und es uns holen, daß wir’s hören und tun ? 14 Denn es ist Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und deinem Herzen, daß du es tust. 15 Siehe, ich habe dir heute vorgelegt das Leben und das Gute, den Tod und das Böse. 16 Wenn du gehorchst den Geboten des Herrn, deines Gottes, die ich dir heute gebiete, daß du den Herrn, deinen Gott, liebst und wandelst in seinen Wegen und seine Gebote, Gesetze und Rechte hältst, so wirst du leben und dich mehren, und der Herr, dein Gott, wird dich segnen in dem Lande, in das du ziehst, es einzunehmen. 17 Wendet sich aber dein Herz und du gehorchst nicht, sondern läßt dich verführen, daß du andere Götter anbetest und ihnen dienst, 18 so verkünde ich euch heute, daß ihr umkommen und nicht lange in dem Lande bleiben werdet, in das du über den Jordan ziehst, es einzunehmen. 19 Ich nehme Himmel und Erde heute über euch zu Zeugen: Ich habe euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt, damit du das Leben erwählst und am Leben bleibst, du und deine Nachkommen, 20 indem ihr den Herrn, euren Gott, liebt und seiner Stimme gehorcht und ihm anhanget. Denn das bedeutet für dich, daß du lebst und alt wirst und wohnen bleibst in dem Lande, das der Herr deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, ihnen zu geben.

 

Hier sehen wir, daß Israel durch die Annahme des Gesetzes gerettet und erneuert wird. Die Flüche werden dann den Völkern auferlegt, die sie während ihrer Zerstreuung und Strafe verfolgt haben. Das Gleichnis von den Schafen und Böcken in Matthäus 25 hat in diesem Text seinen Ursprung.

 

Matthäus 25,31–46

Vom Weltgericht

31 Wenn aber der Menschensohn kommen wird in seiner Herrlichkeit, und alle Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Thron seiner Herrlichkeit, 32 und alle Völker werden vor ihm versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirt die Schafe von den Böcken scheidet, 33 und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Böcke zur Linken. 34 Da wird dann der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbt das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt! 35 Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen, und ihr habt mich aufgenommen. 36 Ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen, und ihr seid zu mir gekommen. 37 Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dir zu essen gegeben? Oder durstig und haben dir zu trinken gegeben? 38 Wann haben wir dich als Fremden gesehen und haben dich aufgenommen? Oder nackt und haben dich gekleidet? 39 Wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? 40 Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan. 41 Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! 42 Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mir nicht zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben. 43 Ich bin ein Fremder gewesen, und ihr habt mich nicht aufgenommen. Ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich nicht gekleidet. Ich bin krank und im Gefängnis gewesen, und ihr habt mich nicht besucht. 44 Dann werden sie ihm auch antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig gesehen oder als Fremden oder nackt oder krank oder im Gefängnis und haben dir nicht gedient ? 45 Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan. 46 Und sie werden hingehen: diese zur ewigen Strafe, aber die Gerechten in das ewige Leben.

 

Wir sehen in diesem Text einen Übergang von Israel als dem Volk Gottes, das verfolgt wurde, und der Völker, die es verfolgten, zu Israel als den Auserwählten Gottes, die verfolgt wurden, und der Völker, die dann nach ihrem Handeln gerichtet werden.  Hier haben wir zwei Zeugnisse –Israel als Stämme und Völker, und Israel als die Kirche. Diese zwei Aspekte führen bis zum Ende der Welt (siehe das Kapitel The Witnesses [135]).

 

Wir sehen dann, wie Mose zu Israel von der Zukunft sprach, und er sprach von dem Lied, das er sang, und dem Lobeslied des Herrn, das ihm gegeben wurde. Diese zwei Gesänge sind ein Zeichen für die Auserwählten der letzten Tage und die Zeit der Erneuerung. Denn mit dem Lamm wird den vierundzwanzig Ältesten ein  neues Lied gegeben (Offb. 5,9), und dieses Lied wird auch den 144.000 gegeben (Offb. 14,3). Bis zu dieser Zeit bilden diese zwei Lieder die Grundlage der Auserwählten in der Taufe des Messias. 

 

5 Mose (Deuteronomium) 31,1–30

1 Und Mose ging hin und redete diese Worte mit ganz Israel 2 und sprach zu ihnen: Ich bin heute hundertundzwanzig Jahre alt, ich kann nicht mehr aus- und eingehen. Dazu hat der Herr zu mir gesagt: Den Jordan hier sollst du nicht überschreiten! 3 Der Herr, dein Gott, wird selber vor dir hergehen. Er selber wird diese Völker vor dir her vertilgen, damit du ihr Land einnehmen kannst. Josua, der soll vor dir hinübergehen, wie der Herr zugesagt hat. 4 Und der Herr wird mit ihnen tun, wie er getan hat mit Sihon und Og, den Königen der Amoriter, und ihrem Lande, die er vertilgt hat. 5 Wenn sie nun der Herr vor euren Augen dahingeben wird, so sollt ihr mit ihnen tun ganz nach dem Gebot, das ich euch gegeben habe.

6 Seid getrost und unverzagt, fürchtet euch nicht und laßt euch nicht vor ihnen grauen; denn der Herr, dein Gott, wird selber mit dir ziehen und wird die Hand nicht abtun und dich nicht verlassen. 7 Und Mose rief Josua und sprach zu ihm vor den Augen von ganz Israel: Sei getrost und unverzagt; denn du wirst dies Volk in das Land bringen, das der Herr ihren Vätern geschworen hat, ihnen zu geben, und du wirst es unter ihnen austeilen. 8 Der Herr aber, der selber vor euch hergeht, der wird mit dir sein und wird die Hand nicht abtun und dich nicht verlassen. Fürchte dich nicht und erschrick nicht! 9 Und Mose schrieb dies Gesetz und gab’s den Priestern, den Söhnen Levi, die die Lade des Bundes des Herrn trugen, und allen Ältesten Israels

10 und gebot ihnen und sprach: Jeweils nach sieben Jahren, zur Zeit des Erlaßjahrs, am Laubhüttenfest, 11 wenn ganz Israel kommt, zu erscheinen vor dem Angesicht des Herrn, deines Gottes, an der Stätte, die er erwählen wird, sollst du dies Gesetz vor ganz Israel ausrufen lassen vor ihren Ohren. 12 Versammle das Volk, die Männer, Frauen und Kinder und den Fremdling, der in deinen Städten lebt, damit sie es hören und lernen und den Herrn, euren Gott, fürchten und alle Worte dieses Gesetzes halten und tun 13 und daß ihre Kinder, die es nicht kennen, es auch hören und lernen, den Herrn, euren Gott, zu fürchten alle Tage, die ihr in dem Lande lebt, in das ihr zieht über den Jordan, um es einzunehmen. 14 Und der Herr sprach zu Mose: Siehe, deine Zeit ist herbeigekommen, daß du sterben mußt. Rufe Josua, und tretet hin zur Stiftshütte, daß ich ihm Befehl gebe. Mose ging hin mit Josua, und sie traten hin zur Stiftshütte. 15 Der Herr aber erschien in der Hütte in einer Wolkensäule, und die Wolkensäule stand in der Tür der Hütte. 16 Und der Herr sprach zu Mose: Siehe, du wirst schlafen bei deinen Vätern, und dies Volk wird sich erheben und nachlaufen den fremden Göttern des Landes, in das sie kommen, und wird mich verlassen und den Bund brechen, den ich mit ihm geschlossen habe. 17 Da wird mein Zorn entbrennen über sie zur selben Zeit, und ich werde sie verlassen und mein Antlitz vor ihnen verbergen, so daß sie völlig verzehrt werden. Und wenn sie dann viel Unglück und Angst treffen wird, werden sie sagen: Hat mich nicht dies Übel alles getroffen, weil mein Gott nicht mit mir ist? 18 Ich aber werde mein Antlitz verborgen halten zu der Zeit um all des Bösen willen, das sie getan haben, weil sie sich zu andern Göttern wandten. 19 So schreibt euch nun dies Lied auf und lehrt es die Israeliten und legt es in ihren Mund, daß mir das Lied ein Zeuge sei unter den Israeliten. 20 Denn ich will sie in das Land  bringen, das ich ihren  Vätern zu geben geschworen habe, darin Milch und Honig fließt. Und wenn sie essen und satt und fett werden, so werden sie sich zu andern Göttern wenden und ihnen dienen, mich aber lästern und meinen Bund brechen. 21 Und wenn sie dann viel Unglück und Angst treffen wird, so soll dies Lied vor ihnen als Zeuge reden; denn es soll nicht vergessen werden im Mund ihrer Nachkommen. Denn ich weiß ihre Gedanken, mit denen sie schon jetzt umgehen, ehe ich sie in das Land bringe, wie ich geschworen habe. 22 Also schrieb Mose dies Lied zur selben Zeit auf und lehrte es die Israeliten. 23 Und der Herr befahl Josua, dem Sohn Nuns, und sprach: Sei getrost und unverzagt, denn du sollst die Israeliten in das Land führen, wie ich ihnen geschworen habe, und ich will mit dir sein. 24 Als nun Mose damit fertig war, die Worte dieses Gesetzes vollständig in ein Buch zu schreiben, 25 gebot er den Leviten, die die Lade des Bundes des Herrn trugen, und sprach: 26 Nehmt das Buch dieses Gesetzes und legt es neben die Lade des Bundes des Herrn, eures Gottes, daß es dort ein Zeuge sei wider dich. 27 Denn ich kenne deinen Ungehorsam und deine Halsstarrigkeit. Siehe, jetzt schon, währed ich noch bei euch lebe, seid ihr ungehorsam gewesen gegen den Herrn; wieviel mehr nach meinem Tode! 28 Versammelt vor mir alle Ältesten eurer Stämme und eure Amtleute, daß ich diese Worte vor ihren Ohren rede und Himmel und Erde wider sie zu Zeugen nehme. 29 Denn ich weiß, daß ihr euch nach meinem Tode sehr versündigen werdet und von dem Wege abweichen werdet, den ich euch geboten habe. So wird euch am Ende der Tage das Unheil treffen, weil ihr tut, was böse ist in den Augen des Herrn, und ihn erzürnt durch eurer Hände Werk. 30 Und Mose trug vor den Ohren der ganzen Gemeinde Israel dies Lied bis zum letzten Wort vor.

 

Gott sah alles voraus, was mit dem Volk geschehen würde. Es wurde angeordnet, das Gesetz am Ende jedes siebten Jahres des Zyklus am Laubhüttenfest vorzulesen, damit das Volk das Gesetz und die Ehrfurcht vor Gott nicht vergessen und es nicht aus den Augen verlieren würde.

 

Probleme mit Gottes Gesetz haben diejenigen Menschen, die nur einen Teil davon zu verwirklichen versuchen und die Teile verwerfen, bei denen sie das für richtig halten.  Zum Beispiel wurde das Sabbatsystem schon in der Zeit des frühen Christentums abgeschafft – unter dem Vorwand, daß Christus den Sabbat auf den Sonntag gelegt habe, obwohl sich für diese Behauptung nicht der geringste Beweis findet. Das gesamte Kalendersystem wurde abgeschafft, um die Heiden zu beschwichtigen, die für die Heiligen Tage ihre eigenen Systeme verwendeten. Die Gesetze, die die finanziellen Dinge regeln, wurden von den Reichen umgestoßen, um das Volk zu versklaven und  es entgegen dem Gesetz auszubeuten. Die ehebrecherischen und asketischen Priester verwässerten die Gesetze, um ihren eigenen Ehebruch zuzulassen. Israel wurde vollständig von falschen Systemen übernommen und ist nun in der Gefangenschaft der Sünde, entgegen den Gesetzen Gottes, und ist sich über diese Tatsache nicht einmal im klaren. Die gesamte Erde wird durch eine falsche Religion zerstört, und das Gesetz Gottes wird nirgendwo angewandt oder gelehrt. Die letzten Verwandten des Messias wurden alle auf Betreiben der Römisch-Katholischen Kirche getötet,  als sie dazu aufrufen, das Gesetz wieder ins Christentum einzuführen (siehe das Kapitel The Virgin Mariam and the Family of Christ [232]). Diese grundlegenden Ereignisse bildeten eine der frühesten Prophezeiungen, die Mose gegeben hatte. 

 

Das ist das Lied des Mose:

 

5 Mose (Deuteronomium) 32,1–43

1 Merkt auf, ihr Himmel, ich will reden, und die Erde höre die Rede meines Mundes. 2 Meine Lehre rinne wie der Regen, und meine Rede riesele wie Tau, wie der Regen auf das Gras und wie die Tropfen auf das Kraut. 3 Denn ich will den Namen des Herrn preisen. Gebt unserm Gott allein die Ehre! 4 Er ist ein Fels. Seine Werke sind vollkom­men; denn alles, was er tut, das ist recht. Treu ist Gott und kein Böses an ihm, gerecht und wahrhaftig ist er. 5 Das verkehrte und böse Geschlecht hat gesündigt wider ihn; sie sind Schandflecken und nicht seine Kinder. 6 Dankst du so dem Herrn, deinem Gott, du tolles und törichtes Volk? Ist er nicht dein Vater und dein Herr? Ist’s nicht er allein, der dich gemacht und bereitet hat? 7 Gedenke der vorigen Zeiten und hab acht auf die Jahre von Geschlecht zu Geschlecht. Frage deinen Vater, der wird dir’s verkünden, deine Ältesten, die werden dir’s sagen. 8 Als der Höchste den Völkern Land zuteilte und der Menschen Kinder voneinander schied, da setzte er die Grenzen der Völker nach der Zahl der Söhne Israels. 9 Denn des Herrn Teil ist sein Volk, Jakob ist sein Erbe. 10 Er fand ihn in der Wüste, in der  dürren Einöde sah er ihn. Er umfing ihn und hatte acht auf ihn. Er behütete ihn wie seinen Augapfel. 11 Wie ein Adler ausführt seine Jungen und über ihnen schwebt, so breitete er seine Fittiche aus und nahm ihn und trug ihn auf seinen Flügeln. 12 Der Herr allein leitete ihn, und kein fremder Gott war mit ihm. 13 Er ließ ihn einherfahren über die Höhen der Erde und nährte ihn mit den Früchten des Feldes und ließ ihn Honig saugen aus dem Felsen und Öl aus hartem Gestein, 14 Butter von den Kühen und Milch von den Schafen samt dem Fett von den Lämmern, feiste Widder und Böcke und das Beste vom Weizen und tränkte ihn mit edlem Traubenblut. 15 Als aber Jeschurun fett ward, wurde er übermütig. Er ist fett und dick und feist geworden und hat den Gott verworfen, der ihn gemacht hat. Er hat den Fels seines Heils geringgeachtet 16 und hat ihn zur Eifersucht gereizt durch fremde Götter; durch Greuel hat er ihn erzürnt. 17 Sie haben den bösen Geistern geopfert und nicht ihrem Gott, den Göttern, die sie nicht kannten, den neuen, die vor kurzem erst aufgekommen sind, die eure Väter nicht geehrt haben. 18 Deinen Fels, der dich gezeugt hat, hast du außer acht gelassen und hast vergessen den Gott, der dich gemacht hat. 19 Und als es der Herr sah, ward er zornig über seine Söhne und Töchter, 20 und er sprach: Ich will mein Antlitz vor ihnen verbergen, will sehen, was ihnen zuletzt widerfahren wird; denn es ist ein verkehrtes Geschlecht, es sind untreue Kinder. 21 Sie haben mich gereizt durch einen Nicht-Gott, durch ihre Abgötterei haben sie mich erzürnt. Ich aber will sie wieder reizen durch ein Nicht-Volk, durch ein gottloses Volk will ich sie erzürnen. 22 Denn ein Feuer ist entbrannt durch meinen Zorn und wird brennen bis in die unterste Tiefe und wird verzehren das Land mit seinem Gewächs und wird anzünden die Grundfesten der Berge. 23 Ich will alles Unglück über sie  häufen, ich will alle meine  Pfeile auf sie schießen. 24 Vor Hunger sollen sie verschmachten und verzehrt werden vom Fieber und von jähem Tod. Ich will der Tiere Zähne unter sie schicken und der Schlangen Gift. 25 Draußen wird das Schwert ihre Kinder rauben und drinnen der Schrecken den jungen Mann wie das Mädchen, den Säugling wie den Greis. 26 Ich hätte gesagt: Es soll aus sein mit ihnen, ich will ihren Namen tilgen unter den Menschen, 27 wenn ich nicht den Spott der Feinde gescheut hätte; ihre Widersacher hätten es nicht erkannt und gesagt: Unsere Macht ist groß, und nicht der Herr hat dies alles getan. 28 Denn Israel ist ein Volk, dem man nicht mehr raten kann, und kein Verstand wohnt in ihnen. 29 O daß sie weise wären und dies verstünden, daß sie merkten, was ihnen hernach begegnen wird! 30 Wie geht’s zu, daß einer tausend verjagt und zwei sogar zehntausend flüchtig machen? Kommt’s nicht daher, daß ihr Fels sie verkauft hat und der Herr sie dahingegeben hat? 31 Denn unserer Feinde Fels ist nicht wie unser Fels; so müssen sie selber urteilen. 32 Denn ihr Weinstock stammt von Sodoms Weinstock und von dem Weinberg Gomorras; ihre Trauben sind Gift, sie haben bittere Beeren. 33 Ihr Wein ist Drachengift und verderbliches Gift der Ottern. 34 Ist dies nicht bei mir verwahrt und versiegelt in meinen Schatzkammern? 35 Die Rache ist mein, ich will vergelten zur Zeit, da ihr Fuß gleitet; denn die Zeit ihres Unglücks ist nahe, und was über sie kommen soll, eilt herzu. 36 Denn der Herr wird seinem Volk Recht schaffen, und über seine Knechte wird er sich erbarmen. Denn er wird sehen, daß ihre Macht dahin ist und es aus ist mit ihnen ganz und gar. 37 Und er wird sagen: Wo sind ihre Götter, ihr Fels, auf den sie trauten, 38 die das Fett ihrer Schlachtopfer essen sollten und trinken den Wein ihrer Trankopfer? Laßt sie aufstehen und euch helfen und euch schützen! 39 Sehet nun, daß ich’s allein bin und ist kein Gott neben mir! Ich kann töten und lebendig machen, ich kann schlagen und kann heilen, und niemand ist da, der aus meiner Hand errettet. 40 Denn ich will meine Hand zum Himmel heben und will sagen: So wahr ich ewig lebe: 41 wenn ich mein blitzendes Schwert schärfe und meine Hand zur Strafe greift, so will ich mich rächen an meinen Feinden und denen, die mich hassen, vergelten. 42 Ich will meine Pfeile mit Blut trunken machen, und mein Schwert soll Fleisch fressen, mit Blut von Erschlagenen und Gefangenen, von den Köpfen streitbarer Feinde! 43 Preiset, ihr Heiden, sein Volk; denn er wird das Blut seiner Knechte rächen und wird an seinen Feinden Rache nehmen und entsühnen das Land seines Volks!

 

Wo dies möglich ist, kann dieses Lied des Mose im siebten Jahr bei der Vorlesung des Gesetzes im hebräischen Originaltext gesungen und dann erklärt werden.

 

5 Mose (Deuteronomium) 32,44–52

Moses letzte Mahnung an das Volk

44 Und Mose kam und redete alle Worte dieses Liedes vor den Ohren des Volks, er und Josua, der Sohn Nuns. 45 Als nun Mose das alles zu Ende geredet hatte vor ganz Israel, 46 sprach er zu ihnen: Nehmt zu Herzen alle Worte, die ich euch heute bezeuge, daß ihr euren Kindern befehlt, alle Worte dieses Gesetzes zu halten und zu tun. 47 Denn es ist nicht ein leeres Wort an euch, sondern es ist euer Leben, und durch dies Wort werdet ihr lange leben in dem Lande, in das ihr zieht über den Jordan, um es einzunehmen.

 

Gott bereitet Mose auf seinen Tod vor

48 Und der Herr redete mit  Mose am selben Tage und sprach: 49 Geh auf das Gebirge Abarim, auf den Berg Nebo, der da liegt im Lande Moab gegenüber Jericho, und schaue das  Land Kanaan, das ich den Israeliten zum Eigentum geben werde.

50 Dann stirb auf dem Berge, auf den du hinaufgestiegen bist, und laß dich zu deinem Volk versammeln, wie dein Bruder Aaron starb auf dem Berge Hor und zu seinem Volk versammelt wurde;

51 denn ihr habt euch an mir versündigt unter den Israeliten bei dem Haderwasser zu Kadesch in der Wüste Zin, weil ihr mich nicht heiligtet inmitten der Israeliten. 52 Denn du sollst das Land vor dir sehen, das ich den Israeliten gebe, aber du sollst nicht hineinkommen.

 

Die Wüste der Sünde ist die Trostlosigkeit des  Systems der Anbetung der Sünde, und des Sonntagssystems mit den alten Systemen der Ischtar-Verehrung oder der Verehrung des Dreieinigen Gottes an Ostern.

 

Bald wird der Messias wiederkehren, um sich Israel und den Völkern zuzuwenden. Wir werden in unser Erbe eingesetzt, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Volkes Israel.

 

Es wird einen neuen Exodus geben, und der erste Exodus wird nicht mehr in Erinnerung gerufen werden.

 

 

 

 

Jesaja 66,1–24

Strafe für allen selbsterwählten Gottesdienst

1 So spricht der Herr: Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner Füße! Was ist denn das für ein Haus, das ihr mir bauen könntet, oder welches ist die Stätte, da ich ruhen sollte? 2 Meine Hand hat alles gemacht, was da ist, spricht der Herr. Ich sehe aber auf den Elenden und auf den, der zerbrochenen Geistes ist und der erzittert vor meinem Wort. 3 Wer einen Stier schlachtet, gleicht dem, der einen Mann erschlägt; wer ein Schaf opfert, gleicht dem, der einem Hund das Genick bricht; wer ein Speisopfer bringt, gleicht dem, der Schweineblut spendet; wer Weihrauch anzündet, gleicht dem, der Götzen verehrt: wahrlich, wie sie Lust haben an ihren eigenen Wegen und ihre Seele Gefallen hat an ihren Greueln, 4 so will auch ich Lust daran haben, daß ich ihnen wehe tue, und ich will über sie kommen lassen, wovor ihnen graut. Denn ich rief, und niemand antwortete, ich redete, und sie hörten nicht und taten, was mir nicht gefiel, und hatten ihre Lust an dem, woran ich kein Wohlgefallen hatte.

 

Das zukünftige Heil Jerusalems – das Gericht über die Gottlosen

5 Hört des Herrn Wort, die ihr erzittert vor seinem Wort: Es sprechen eure Brüder, die euch hassen und verstoßen um meines Names willen: „Laßt doch den Herrn sich verherrlichen, daß wir eure Freude mitansehen“,– doch sie sollen zuschanden werden. 6 Horch, Lärm aus der Stadt! Horch, vom Tempel her! Horch, der Herr vergilt seinen Feinden! 7 Ehe sie Wehen bekommt, hat sie geboren; ehe sie in Kindsnöte kommt, ist sie eines Knaben genesen. 8 Wer hat solches je gehört? Wer hat solches je gesehen? Ward ein Land an einem Tage geboren? Ist ein Volk auf einmal zur Welt gekommen? Kaum in Wehen, hat Zion schon ihre Kinder geboren. 9 Sollte ich das Kind den Mutterschoß durchbrechen und nicht auch geboren werden lassen? spricht der Herr. Sollte ich, der gebären läßt, den Schoß verschließen? spricht dein Gott. 10 Freuet euch mit Jerusalem und seid fröhlich über die Stadt, alle, die ihr sie liebhabt! Freuet euch mit ihr, alle, die ihr über sie traurig gewesen seid. 11 Denn nun dürft ihr saugen und euch satt trinken an den Brüsten ihres Trostes; denn nun dürft ihr reichlich trinken und euch erfreuen an dem Reichtum ihrer Mutterbrust. 12 Denn so spricht der Herr: Siehe, ich breite aus bei ihr den Frieden wie einen Strom und den Reichtum der Völker wie einen überströmenden Bach. Ihre Kinder sollen auf dem Arme getragen werden, und auf den Knien wird man sie liebkosen. 13 Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet; ja, ihr sollt an Jerusalem getröstet werden. 14 Ihr werdet’s sehen, und euer Herz wird sich freuen, und euer Gebein soll grünen wie Gras. Dann wird man erkennen die Hand des Herrn an seinen Knechten und den Zorn an seinen Feinden. 15 Denn siehe, der Herr wird kommen mit Feuer und seine Wagen wie ein Wetter, daß er vergelte im Grimm seines Zorns und mit Schelten in Feuerflammen. 16 Denn der Herr wird durch Feuer die ganze Erde richten und durch sein Schwert alles Fleisch, und der vom Herrn Getöteten werden viele sein. 17 Die sich heiligen und reinigen für das Opfer in den Gärten dem einen nach, der in der Mitte ist, und Schweinefleisch essen, greuliches Getier und Mäuse, die sollen miteinander weggerafft werden, spricht der Herr. 18 Ich kenne ihre Werke und ihre Gedanken und komme, um alle Völker und Zungen zu versammeln, daß sie kommen und meine Herrlichkeit sehen. 19 Und ich will ein Zeichen unter ihnen aufrichten und einige von ihnen, die errettet sind, zu den Völkern senden, nach Tarsis, nach Put und Lud, nach Meschech und Rosch, nach Tubal und Jawan und zu den fernen Inseln, wo man nichts von mir gehört hat und die meine Herrlichkeit nicht gesehen haben; und sie sollen meine Herrlichkeit unter den Völkern verkündigen. 20 Und sie werden alle eure Brüder aus allen Völkern herbringen dem Herrn zum Weihgeschenk auf Rossen und Wagen, in Sänften, auf Maultieren und Dromedaren nach Jerusalem zu meinem heiligen Berge, spricht der Herr, gleichwie Israel die Opfergaben in reinem Gefäße zum Hause des Herrn bringt. 21 Und ich will auch aus ihnen Priester und Leviten nehmen, spricht der Herr. 22 Denn wie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor mir Bestand haben, spricht der Herr, so soll auch euer Geschlecht und Name Bestand haben. 23 Und alles Fleisch wird einen Neumond nach dem andern und einen Sabbat nach dem andern kommen, um vor mir anzubeten, spricht der Herr. 24 Und sie werden hinausgehen und schauen die Leichname derer, die von mir abtrünnig waren; denn ihr Wurm wird nicht sterben, und ihr Feuer wird nicht verlöschen, und sie werden allem Fleisch ein Greuel sein.

 

Der Herr wird sein System errichten, Sabbate und Neumonde, und sie werden ihre Feste einhalten, und alle Völker werden ihre Vertreter zu diesen Festen nach Jerusalem senden, oder sie werden keinen Regen in der richtigen Jahreszeit erhalten.

 

Sacharja 14,16–21

Jerusalem und die Völkerwelt am Tage des Herrn

16 Und alle, die übriggeblieben sind von allen Heiden, die gegen Jerusalem zogen, werden jährlich heraufkommen, um anzubeten den König, den Herrn Zebaoth, und um das Laubhüttenfest zu halten. 17 Aber über das Geschlecht auf Erden, das nicht heraufziehen wird nach Jerusalem, um anzubeten den König, den Herrn Zebaoth, über das wird’s nicht regnen. 18 Und wenn das Geschlecht der Ägypter nicht heraufzöge und käme, so wird auch über sie die Plage kommen, mit der der Herr alle Heiden schlagen wird, wenn sie nicht heraufkommen, um das Laubhüttenfest zu halten. 19 Darin besteht die Sünde der Ägypter und aller Heiden, daß sie nicht heraufkommen, um das Laubhüttenfest zu halten. 20 Zu der Zeit wird auf den Schellen der Rosse stehen: „Heilig dem Herrn“. Und die Töpfe im Hause des Herrn werden den Becken vor dem Altar gleichgestellt sein. 21 Und es werden alle Töpfe in Jerusalem und Juda dem Herrn Zebaoth heilig sein, so daß alle, die da opfern wollen, kommen werden und sie nehmen und darin kochen werden. Und es wird keinen Händler mehr geben im Hause des Herrn Zebaoth zu der Zeit.

 

Das Opfer wird in Jerusalem erneuert werden, aber es wird nur das Morgenopfer sein. Wir haben bereits das ewige Leben erhalten, und die erste Wiederauferstehung wird vorbei sein. Die Gesetze Gottes im Messias werden eingehalten werden, oder die Völker werden an Hunger sterben. Wir werden das Gesetz und die Zeugnisse der Heiligen Schrift erklären, und alle Völker werden für tausend Jahre den Weg Gottes kennen. Dann werden die restlichen Toten auferstehen und beim Strafgericht gerichtet werden.

 

Offenbarung 20,4–15

Das tausendjährige Reich

4 Und ich sah Throne, und sie setzen sich darauf, und ihnen wurde das Gericht übergeben. Und ich sah die Seelen derer, die enthauptet waren um des Zeugnisses von Jesus und um des Wortes Gottes willen, und die nicht angebetet hatten das Tier und sein Bild und die sein Zeichen nicht angenommen hatten an ihre Stirn und auf ihre Hand; diese  wurden lebendig und regierten mit Christus tausend Jahre. 5 Die anderen Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis die tausend Jahre vollendet wurden. Dies ist die erste Auferstehung. 6 Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht; sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre.

 

Der letzte Kampf

7 Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan losgelassen werden aus seinem Gefängnis 8 und wird ausziehen, zu verführen die Völker an den vier Enden der Erde, Gog und Magog, und sie zum Kampf zu versammeln; deren Zahl ist wie der Sand am Meer. 9 Und sie stiegen herauf auf die Ebene der Erde und umringten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt. Und es fiel Feuer vom Himmel und verzehrte sie. 10 Und der Teufel, der sie verführte, wurde geworfen in den Pfuhl von Feuer und Schwefel, wo auch das Tier und der falsche Prophet waren; und sie werden gequält werden Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit.

 

Das Weltgericht

11 Und ich sah einen großen, weißen Thron und den, der darauf saß, vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde keine Stätte für sie gefunden. 12 Und ich sah die Toten, groß und klein, stehen vor dem Thron, und Bücher wurden aufgetan. Und ein andres Buch wurde aufgetan, welches ist das Buch des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben steht, nach ihren Werken. 13 Und das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und sein Reich gaben die Toten heraus, die darin waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. 14 Und der Tod und sein Reich wurden geworfen in den feurigen Pfuhl. Das ist der zweite Tod: der feurige Pfuhl. 15 Und wenn jemand nicht gefunden wurde geschrieben im dem Buch des Lebens, der wurde geworfen in den feurigen Pfuhl.

 

Das ist der Abschluß aller Gesetze und der Prophezeiungen. Alle Menschen sollen erlöst werden und Gott sehen.

 

5 Mose (Deuteronomium) 34, 1–12

Mose Tod

1 Und Mose stieg aus dem Jordantal der Moabiter auf den Berg Nebo, den Gipfel des Gebirges Pisga, gegenüber Jericho. Und der Herr zeigte ihm das ganze Land: Gilead bis nach Dan 2 und das ganze Naftali und das ganze Land Ephraim und Manasse und das ganze Land Juda bis an das Meer im Westen 3 und das Südland und die Gegend am Jordan, die Ebene von Jericho, der Palmenstadt, bis nach Zoar. 4 Und der Herr sprach zu ihm: Dies ist das Land, von dem ich Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe: Ich will es deinen Nachkommen geben. – Du hast es mit deinen Augen gesehen, aber du sollst nicht hinübergehen. 5 So starb Mose, der Knecht des Herrn, daselbst im Lande Moab nach dem Wort des Herrn. 6 Und er begrub ihn im Tal, im Lande Moab gegenüber Bet-Peor. Und niemand hat sein Grab erfahren bis auf den heutigen Tag. 7 Und  Mose war hundertundzwanzig Jahre alt, als er starb. Seine Augen waren nicht schwach geworden, und seine Kraft war nicht verfallen. 8 Und die Israeliten beweinten Mose im Jordantal der Moabiter dreißig Tage, bis die Zeit des Weinens und Klagens über Mose vollendet war. 9 Josua aber, der Sohn Nuns, wurde erfüllt mit dem Geist der Weisheit; denn Mose hatte seine Hände auf ihn gelegt. Und die Israeliten gehorchten ihm und taten, wie der Herr es Mose geboten hatte. 10 Und es stand hinfort kein Prophet in Israel auf wie Mose, den der Herr erkannt hätte von Angesicht zu Angesicht, 11 mit all den Zeichen und Wundern, mit denen der Herr ihn gesandt hatte, daß er sie täte in Ägyptenland am Pharao und an allen seinen Großen und an seinem ganzen Lande, 12 und mit der mächtigen Kraft und den großen Schreckenstaten, die Mose vollbrachte vor den Augen von ganz Israel.

Mose und die Prophezeiungen waren bis zum Messias, und das Gesetz wurde in die Herzen der Auserwählten geschrieben. Jeder wurde in der Verfolgung auf die Probe gestellt und vierzig Erlaßjahre lang hinweggeführt, was von den vierzig Jahren in der Wüste repräsentiert wird,  die die letzten vierzig Jahre im Leben Moses waren.

 

1 Korinther 10,1–24

Das warnende Beispiel Israels

1 Ich will euch aber, liebe Brüder, nicht in Unwissenheit darüber lassen, daß unsre Väter alle unter der Wolke gewesen und alle durchs Meer gegangen sind; 2 und alle sind auf Mose getauft worden durch die Wolke und durch das Meer  3 und haben alle dieselbe geistliche Speise gegessen 4 und haben alle denselben geistlichen Trank getrunken; sie tranken nämlich von dem geistlichen Felsen, der ihnen folgte; der Fels aber war Christus. 5 Aber an den meisten von ihnen hatte Gott kein Wohlgefallen, denn sie wurden in der Wüste erschlagen. 6 Das ist aber geschehen uns zum Vorbild, damit wir nicht am Bösen unsre Lust haben, wie jene sie hatten. 7 Werdet auch nicht Götzendiener, wie einige von ihnen es wurden, wie geschrieben steht (2 Mose 32,6): „Das Volk setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken, und stand auf, um zu tanzen.” 8 Auch laßt uns nicht Hurerei treiben, wie einige von ihnen Hurerei trieben: und an einem einzigen Tag kamen dreiundzwanzig­tausend um. 9 Laßt uns auch nicht Christus versuchen, wie einige von ihnen ihn versuchten und wurden von den Schlangen umgebracht. 10 Murrt auch nicht, wie einige von ihnen murrten und wurden umgebracht durch den Verderber. 11 Dies widerfuhr ihnen als ein Vorbild. Es ist aber  geschrieben uns zur Warnung, auf die das Ende der Zeiten gekommen ist. 12 Darum, wer meint, er stehe, mag zusehen, daß er nicht falle. 13 Bisher hat euch nur menschliche Versuchung getroffen. Aber Gott ist treu, der euch nicht versuchen läßt über eure Kraft, sondern macht, daß die Versuchung so ein Ende nimmt, daß ihr’s ertragen könnt.

 

Die Unvereinbarkeit von Abendmahl und Götzendienst