Christen-Gemeinden Gottes

[258]

 

 

 

Das Gesetz und das Fünfte Gebot [258]

(Ausgabe 1.1 19981008-19990526)

Es steht geschrieben: Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß du lange lebest in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird. Das fünfte Gebot ist das erste Gebot mit einer Verheißung und es bildet die Grundlage der Gesellschaft. Es ist das erste der Reihe von Geboten, das das Zweite Große Gebot bilden, nämlich: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.

 

 

 

 

Christian Churches of God

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(Copyright 1998, 1999  Wade Cox)

 

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Das Gesetz und das Fünfte Gebot [258]

 


Das Fünfte Gebot steht in 2 Mose 20,12:

 

12 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß du lange lebest in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.

 

5 Mose 5,16 16 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, wie dir der HERR, dein Gott, geboten hat, auf daß du lange lebest und dirs wohlgehe in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.

 

Das Fünfte Gebot ist das erste Gebot mit einer Verheißung. Das ist das erste Gebot oder der Anfangspunkt für das Zweite Große Gebot: Man soll seinen Mitmenschen wie sich selbst lieben.

 

Matthäus 19,18-19 18 Da sprach er zu ihm: Welche? Jesus aber sprach: „Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; 19 ehre Vater und Mutter“; und: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“

 

Dieses Gebot ist im NT ähnlich wie die anderen Gebote erneuert worden.

 

Epheser 6,1 1 Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn; denn das ist recht.

 

Kolosser 3,20 20 Ihr Kinder, seid gehorsam den Eltern in allen Dingen; denn das ist dem Herrn gefällig.

 

Die Familie als die Grundlage der Gesellschaft

Die Schöpfung wurde mit der Familie aus dem Garten von Eden als Mittelpunkt begründet (siehe die Kapitel The Doctrine of Original Sin Part 1 The Garden of Eden [246] und The Doctrine of Original Sin Part 2 The Generations of Adam [248]). Die Familie bildet den zentralen Baustein der Gesellschaft.

 

Die menschliche Familie wurde nach dem Bilde Gottes geschaffen, und war dafür bestimmt, das Abbild Gottes zu mehren und zu fördern und zum Tempel Gottes zu werden (vgl. 1 Mose 1,27-30, 1 Mose 2,7,18).

 

Der Vater ist die Stärke des Hauses, ebenso wie die Frau. Für die innere Funktion der Familie hat die Frau die gleiche und eine große Verantwortung, wie wir es im Buch der Sprüche 31,10-31 sehen. Auch der Vater hat eine Verantwortung für die Funktion der Familie in bezug auf die Gesellschaft. Sprüche 31 hat die Aufgabe, die ruhige und geordnete Funktion der Familie und der Gesellschaft zu zeigen, und diese Stelle bezieht sich auch auf die geistliche Struktur der Kirche. Was die Frau für die Familie ist, das ist die Gemeinde für Christus und beide für Gott (siehe auch das Kapitel Proverbs 31 [114]).

 

Die Familie hat nach dem Gesetz auch eine erweiterte Verantwortung, und sie soll nicht leichtfertig diese Verantwortung aufgeben oder sie übernehmen. Deshalb ist das Zeichen der Sklaverei ein Fehler in der Gesellschaft, der mit einem Pfriemen im Ohr bezeichnet wird (2 Mose 21,6).

 

Auf die gleiche Weise trägt das Haupt der Familie die Verantwortung nach dem Gesetz (2 Mose 22,8). In allem sind wir Kinder des Allerhöchsten und Söhne Gottes. Steht nicht geschrieben: Wohl habe ich gesagt: Ihr seid Götter, ihr alle seid Söhne des Höchsten, und die Schrift kann nicht aufgehoben werden (vgl. Ps. 82,1-6, Johannes 10,35).

 

Psalm 82,1-6 1 Ein Psalm Asaphs. Gott steht in der Gottesgemeinde und ist Richter unter den Göttern. 2 „Wie lange wollt ihr unrecht richten und die Gottlosen vorziehen? Sela. 3 Schaffet Recht dem Armen und der Waise und helft dem Elenden und Bedürftigen zum Recht. 4 Errettet den Geringen und Armen und erlöst ihn aus der Gewalt der Gottlosen.” 5 Sie lassen sich nichts sagen und sehen nichts ein, sie tappen dahin im Finstern. Darum wanken alle Grundfesten der Erde. 6 „Wohl habe ich gesagt: Ihr seid Götter und allzumal Söhne des Höchsten.“

 

Die gesamte Struktur ist wie eine Familie von Söhnen Gottes, auf zweierlei Art: geistig und leiblich.

 

Die ganze Schöpfung ist dem Menschen als Familie untertan, innerhalb des Plans Gottes (1 Mose 1,28). Ebenso wie es eine Ordnung in der Familie Gottes gibt, gibt es auch eine Ordnung in der Familie.

 

1 Petrus 3,1-7 1 Desgleichen sollt ihr Frauen euren Männern untertan sein, auf daß auch die, die nicht glauben an das Wort, durch der Frauen Wandel ohne Wort gewonnen werden, 2 wenn sie sehen, wie ihr in Reinheit und Gottesfurcht wandelt. 3 Euer Schmuck soll nicht auswendig sein mit Haarflechten und Goldschmuck oder Kleider­pracht, 4 sondern der verborgene Mensch des Herzens im unvergänglichen Schmuck des sanften und stillen Geistes! Das ist köstlich vor Gott. 5 Denn so haben sich auch vorzeiten die heiligen Frauen geschmückt, die ihre Hoffnung auf Gott setzten und ihren Männern untertan waren, 6 wie die Sara Abraham gehorsam war und hieß ihn Herr, wenn ihr recht tut und euch durch nichts beirren lasset. 7 Desgleichen, ihr Männer, wohnet bei ihnen mit Vernunft und gebet dem weiblichen als dem schwächeren Geschlecht seine Ehre. Denn auch die Frauen sind Miterben der Gnade des Lebens, und euer gemeinsames Gebet darf nicht gehindert werden.

 

Auch für die Ungehorsamkeit gegenüber den Eltern gibt es eine Verheißung.

 

Sprüche 30,17 17 Ein Auge, das den Vater verspottet, und verachtet, der Mutter zu gehorchen, das müssen die Raben am Bach aushacken und die jungen Adler fressen.

 

Die Familie wird zur Grundlage der Gesellschaft. Die Ordnung der Gesellschaft gründet auf der Familie, durch die Gnade und die Erscheinung des Gottessohnes Jesus Christus, den Gott als Sein Abbild zu uns schickte.

 

Titus 2,1-15 1 Du aber rede, wie sichs ziemt nach der gesunden Lehre. 2 Den Alten sage, daß sie nüchtern seien, ehrbar, besonnen, gesund im Glauben; 3 den alten Frauen gebiete, daß sie sich halten, wie den Heiligen ziemt, nicht Lästerinnen seien, nicht dem Wein ergeben, sondern Gutes lehren; 4 daß sie die jungen Frauen lehren züchtig sein, ihre Männer lieben, Kinder lieben, 5 sittig sein, keusch, häuslich, gütig, ihren Männern sich unterordnen, auf daß nicht das Wort Gottes verlästert werde. 6 Desgleichen die jungen Männer ermahne, daß sie sich in Zucht halten. 7 Allenthalben aber stelle dich selbst zum Vorbilde guter Werke, mir unverfälschter Lehre, mit Ehrbarkeit, 8 mit gesundem und untadeligem Wort, auf daß der Widersacher beschämt werde und nichts habe, das er von uns könne Böses sagen. 9 Den Knechten sage, daß sie sich ihren Herren in allen Dingen unterordnen, willig sind, nicht widerbellen, 10 nicht veruntreuen, sondern alle gute Treue erzeigen, auf daß sie der Lehre Gottes, unsres Heilandes, eine Zierde seien in allen Stücken.  11 Denn „es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen 12 und nimmt uns in Zucht, daß wir sollen verleugnen das ungöttliche Wesen und die weltlichen Lüste und züchtig, gerecht und gottselig leben in dieser Welt 13 und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unsres Heilandes Christus Jesus,  14 der sich selbst für uns gegeben hat, auf daß er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das fleißig wäre zu guten Werken.” 15 Solches rede und ermahne und stelle ans Licht mit ganzem Ernst. Es soll dich niemand verachten.

 

Auf diese Weise sollen die Eltern sparen und ihre Kinder versorgen und nicht auf die Vergangenheit, sondern auf die Zukunft schauen.

 

2 Korinther 12,14 14 Siehe, ich bin jetzt bereit, zum dritten Mal zu euch zu kommen, und will euch nicht beschweren; denn ich suche nicht das Eure, sondern euch. Denn es sollen nicht die Kinder den Eltern Schätze sammeln, sondern die Eltern den Kindern.

 

Auf diese Weise ist nur der eine Erstgeborene der Erbe in der Familie, unabhängig davon, von wievielen Frauen die Kinder geboren wurden (5 Mose  21,15-17).

 

5 Mose  21,15-17 15 Wenn jemand zwei Frauen hat, eine, die er liebhat, und eine, die er nicht liebhat, und beide ihm Kinder gebären, die Frau, die er liebhat, und die ungeliebte, und der Erstgeborene ist von der ungeliebten Frau 16 und die Zeit kommt, daß er seinen Söhnen das Erbe austeile, so kann er nicht den Sohn der Frau, die er liebhat, zum erstgeborenen Sohn machen vor dem erstgeborenen Sohn der ungeliebten; 17 sondern er soll den Sohn der ungeliebten Frau als den ersten Sohn anerkennen und ihm zwei Teile geben von allem, was vorhanden ist; denn dieser ist der Erstling seiner Kraft, und sein ist das Recht der Erstgeburt.

 

In allen diesen Punkten sind die Kinder ihren Eltern gegenüber verantwortlich und unterliegen der Todesstrafe. (5 Mose  21,18-21). Die Verhängung der Todesstrafe liegt zunächst bei den Eltern, dann beim Staat durch die Ältesten, und schließlich beim Volk.

 

5 Mose 21,18-23 18 Wenn jemand einen widerspen­stigen und ungehorsamen Sohn hat, der der Stimme seines Vaters und seiner Mutter nicht gehorcht und auch, wenn sie ihn züchtigen, ihnen nicht gehorchen will, 19 so sollen ihn Vater und Mutter ergreifen und zu den Ältesten der Stadt führen und zu dem Tor des Ortes 20 und zu den Ältesten der Stadt sagen: Dieser unser Sohn ist widerspenstig und ungehorsam und gehorcht unserer Stimme nicht und ist ein Prasser und Trunkenbold. 21 So sollen ihn steinigen alle Leute der Stadt, daß er sterbe, und du sollst so das Böse aus deiner Mitte wegtun, daß ganz Israel aufhorche und sich fürchte. 22 Wenn jemand eine Sünde getan hat, die des Todes würdig ist, und wird getötet und man hängt ihn an ein Holz, 23 so soll sein Leichnam nicht über Nacht an dem Holz bleiben, sondern du sollst ihn am selben Tage begraben – denn ein Aufgehängter ist verflucht bei Gott, auf daß du dein Land nicht unrein machst, das dir der HERR, dein Gott, zum Erbe gibt.

 

Die Grundlage der Gesellschaft

Wir sehen jetzt, daß die Familie die Grundlage der Gesellschaft und der Grundbaustein der Nation ist. Der Familie ist die Erziehung der Gesellschaft zugewiesen, wie auch das Grundelement und das Recht über die Erziehung und das Leben von der Familie stammt und ihr zugesprochen ist. Unsere Eltern haben uns durch die Ehe, die Zeugung und ihre Teilhabe an der Schöpfung durch die Kraft des Allmächtigen Gottes das Leben gegeben.

 

Das Gebot, heilig zu sein

Auf dieser Weise übt die Familie auf eine äußerlich sichtbare Weise die geistige Form der Verantwortung Gottes aus. Wir haben nur einen Vater. 

 

Maleachi 2,10 10 Haben wir nicht alle einen Vater? Hat uns nicht ein Gott geschaffen? Warum verachten wir denn einer den andern und entheiligen den Bund unserer Väter?

 

Er hat uns geschaffen, und wir wurden geschaffen und existieren durch Seinen Willen.

 

Offenbarung 5,8-10 8 Und da es das Buch nahm, da fielen die vier Gestalten und die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem Lamm, und ein jeglicher hatte eine Harfe und goldene Schalen voll Räucherwerk, das sind die Gebete der Heiligen, 9 und sie sangen ein neues Lied und sprachen: Du bist würdig, zu nehmen das Buch und aufzutun seine Siegel; denn du bist erwürgt und hast mit deinem Blut für Gott erkauft Menschen aus allen Geschlechtern und Sprachen und Völkern und Nationen 10 und hast sie unsrem Gott zu Königen und Priestern gemacht, und sie werden herrschen auf Erden.

 

(Anmerkung: In allen Texten lesen wir: und sie werden herrschen auf Erden.)

 

Er, der heiligt und sie, die geheiligt werden, haben einen einzigen Ursprung.

 

Hebräer 2,11 11 Denn weil sie alle von einem kommen, beide, der da heiligt und die da geheiligt werden, darum schämt er sich auch nicht, sie Brüder zu heißen.

 

Wir sollen keinen Menschen Vater nennen, weil unser Vater allein Gott im Himmel ist, und Er ist unser Gott und Vater, und der Gott und Vater von Jesus Christus, den Er gesandt hat.

 

Matthäus 23,9 9 Und ihr sollt niemand euren Vater heißen auf Erden, denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist.

 

Er allein ist der Gegenstand unserer Verehrung und unseres Gebets.

 

Matthäus 6,1-15 1 Habt acht auf eure Frömmigkeit, daß ihr die nicht übt vor den Leuten, auf daß ihr von ihnen gesehen werdet; ihr habt sonst keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel. 2 Wenn du nun Almosen gibst, sollst du nicht lassen vor dir posaunen, wie die Heuchler tun in den Synagogen und auf den Gassen, auf daß sie von den Leuten gepriesen werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn dahin. 3 Wenn du aber Almosen gibst, so laß deine linke Hand nicht wissen, was die rechte tut, 4 auf daß dein Almosen verborgen sei; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dirs vergelten. 5 Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler, die da gerne stehen und beten in den Synagogen und an den Ecken auf den Gassen, auf daß sie von den Leuten gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn dahin. 6 Wenn du aber betest, so gehe in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten. 7 Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört, wenn sie viel Worte machen. 8 Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen. Euer Vater weiß, was ihr bedürfet, ehe denn ihr ihn bittet. 9 Darum sollt ihr also beten: „Unser Vater in dem Himmel! Dein Name werde geheiligt. 10 Dein Reich komme. Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel. 11 Unser täglich Brot gib uns heute. 12 Und vergib uns unsere Schuld, wie wir vergeben unsern Schuldigern. 13 Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Übel. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. 14 Denn wenn ihr den Menschen ihre Übertretungen vergebet, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben.  15 Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebet, so wird euch euer Vater eure Übertretungen auch nicht vergeben.

 

Das Hauptziel ist also die Beziehung zum Vater, aber nur durch das Zweite Große Gebot können wir das Ziel des Ersten Großen Gebotes erreichen, nämlich die Liebe Gottes. Deshalb sollen wir heilig sein, und alles, was wir tun, was wir essen und was wir erzeugen, soll heilig sein.

 

2 Mose  22,30 30 Ihr sollt mir heilige Leute sein¸ darum sollt ihr kein Fleisch essen, das auf dem Felde von Tieren zerrissen ist, sondern es vor die Hunde werfen.

 

3 Mose  11,44 44 Denn ich bin der HERR, euer Gott. Darum sollt ihr euch heiligen, so daß ihr heilig werdet, denn ich bin heilig; und ihr sollt euch nicht unrein machen an irgendeinem Getier, das auf der Erde kriecht. 

 

Jeder einzelne Mensch ist heilig und soll nicht unrein werden, denn es war Gott, der uns erlöste, damit wir heilig seien. 

 

3 Mose  11,45 45 Denn ich bin der HERR, der euch aus Ägyptenland geführt hat, daß ich euer Gott sei. Darum sollt ihr heilig sein, denn ich bin heilig.

 

3 Mose  19,2 2 Rede mit der ganzen Gemeinde der Kinder Israels und sprich zu ihnen: „Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, der HERR, euer Gott.“

 

3 Mose  20,26 26 Darum sollt ihr mir heilig sein; denn ich, der HERR, bin heilig, der euch abgesondert hat von den Völkern, daß ihr mein wäret.

 

Der Zweck der Erschaffung des Menschen

Die Heilige Familie

Auf diese Weise ist die Familie heilig. Das Volk ist von Gott, und das Reich wird für Christus in Davids Geschlecht für immer errichtet. Wir gehören zu diesem Haus als eine Familie, und diese Familie wird von Richtern aus dem Hause Davids geleitet, das dem Messias und der Priesterschaft von Melchisedek gehört. Denn Mein König ist die Gerechtigkeit (Melchisedek) oder Mein Herr ist gerecht (Adonizedek) ist der erbliche Titel des Königs von Jerusalem für immer (vgl. 1 Mose 14,18; Ps. 110,4 und Josua 10,1, und auch G. Vermes, The Dead Sea Scrolls in English, zu Melchisedek und dessen Bedeu­tung).

 

2 Samuel 7,10-16 10 Und ich will meinem Volk Israel eine Stätte geben und will es pflanzen, daß es dort wohne und sich nicht mehr ängstigen müsse und die Kinder der Bosheit es nicht mehr bedrängen. Und wie vormals, 11 seit der Zeit, da ich Richter über mein Volk Israel bestellt habe, will ich dir Ruhe geben vor allen deinen Feinden. „Und der HERR verkündigt dir, daß der HERR dir dein Haus bauen will. 12 Wenn nun deine Zeit um ist und du dich zu deinen Vätern schlafen legst, will ich dir einen Nachkommen erwecken, der von deinem Leibe kommen wird; dem will ich sein Königtum bestätigen. 13 Der soll meinem Namen ein Haus bauen, und ich will seinen Königsthron bestätigen ewiglich.” 14 Ich will sein Vater sein, und er soll mein Sohn sein. Wenn er sündigt, will ich ihn mit Menschenruten und mit menschlichen Schlägen strafen; 15 aber meine Gnade soll nicht von ihm weichen, wie ich sie habe weichen lassen von Saul, den ich vor dir weggenommen habe. 16 Aber dein Haus und dein Königtum sollen beständig sein in Ewigkeit vor mir, und dein Thron soll ewiglich bestehen.

 

Dem Messias wird auf diese Weise die Vaterschaft über die Kinder der Menschen als den Söhnen Gottes geschenkt.

 

Jesaja 9,5-6 5 „Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; 6 auf daß seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, daß er’s stärke und stütze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des HERRN Zebaoth.”

 

Er wird der Sohn Gottes genannt werden.

 

Lukas 1,32-35 32Der wird groß sein und ein Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, 33 und er wird ein König sein über das Haus Jakob ewiglich, und seines Reichs wird kein Ende sein.”  34 Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Manne weiß? 35 Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das von dir geboren wird, Gottes Sohn genannt werden.

 

Die Gerechtigkeit ist mit ihm für die Familie der Menschen (Jes. 11,4, 5) im Samen von Abraham (Gal. 3,6, 9) begründet worden. Er wird zum Erbe über alle Dinge bestellt, er ist zu den Menschen gesandt worden, um zu ihnen zu sprechen (Heb. 1,1-2), und er wird die Unveränderlichkeit seines Ratschlusses mit einem Eid bestätigen (Heb. 6,17). Durch den Glauben wurden wir von Gott über Noah in der Ersten Generation zur Rettung des Hauses gewarnt, und durch den Sohn in der Zweiten Generation Adams; durch den Glauben folgen wir seinem Ratschluß (Heb. 11,7). Wenn wir durch den Glauben zu Christus gehören, dann sind wir nach der Verheißung Abrahams Nachkommen und Erben (Gal. 3,16,29), und wir sind auch die Söhne Adams und die Söhne Gottes (Lk. 3,38).

 

In dem ersten Adam trugen wir das irdische Bild. In dem zweiten Adam tragen wir das himmlische Bild.

 

1 Korinther 15,45-49 45 Wie geschrieben steht: Der erste Mensch, Adam, „ward zu einer lebendigen Seele”, und der letzte Adam zum Geist, der da lebendig macht. 46 Aber der geistliche Leib ist nicht der erste, sondern der natürliche; danach ist der geistliche. 47 Der erste Mensch ist von der Erde und irdisch; der andere Mensch ist vom Himmel. 48 Welcherlei der irdische ist, solcherlei sind auch die irdischen; und welcherlei der himmlische ist, solcherlei sind auch die himmlischen. 49 Und wie wir getragen haben das Bild des irdischen, so werden wir auch tragen das Bild des himmlischen.

 

(vgl. Mat. 28,18, 19; Ezech. 21,27)

 

Seine Familie ist unsere Familie, weil wir den Willen Gottes tun (Joh. 19,25-17). Die Familie existiert also auf zwei Ebenen: die leibliche oder irdische Familie und die geistliche oder himmlische Familie.

 

Matthäus 12,46-50 46 Da er noch zu dem Volk redete, siehe, da standen seine Mutter und seine Brüder draußen, die wollten mit ihm reden. 47 Da sprach einer zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen mit dir reden. 48 Er antwortete aber und sprach zu dem, der es ihm ansagte: Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder? 49 Und reckte die Hand aus über seine Jünger und sprach: Siehe da, das ist meine Mutter und meine Brüder! 50 Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.

 

In diesem Zusammenhang erkennt man uns an unserem Reden.

 

Matthäus 12,35-36 35 Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens; und ein böser Mensch bringt Böses hervor aus seinem bösen Schatz. 36 Ich sage euch aber, daß die Menschen müssen Rechenschaft geben am Tage des Gerichts von einem jeglichen nichtsnutzigen Wort, das sie geredet haben.

Wir sind also keine Söhne von Sklavinnen, sondern wir sind die Söhne der wahren Familie und deshalb auch die Erben (1 Mose 21,10, 25,1-6). Dieser Unterschied bezieht sich auf die Familie des Glaubens, im Erbe Gottes, wie es im Gesetz festgelegt ist, als Unterscheidung gegenüber den Ungläubigen.

 

3 Mose  25,45-46 45 und auch von den Beisassen, die als Fremdlinge unter euch wohnen, und von ihren Nachkommen, die sie bei euch in eurem Lande zeugen. Die mögt ihr zu eigen haben 46 und sollt sie vererben euren Kindern zum Eigentum für immer; die sollt ihr Sklaven sein lassen. Aber von euren Brüdern, den Kindern Israels, soll keiner über den andern herrschen mit Härte.

Also geht die physische Gründung des Volkes der geistlichen voraus, und dieser Unterschied wurde deshalb festgelegt, um uns zu zeigen, daß nur durch die Erlösung und den Beitritt zum Volk aus allen Völkern die Menschen das ewige Leben erlangen werden.

Damit wir dazu befähigt werden, wird eine Zeit der Unterweisung unter dem Messias und der neuen Priesterschaft festgelegt (vgl. Offb. 20,1-9).

An jenem Tage werden wir wie die Götter sein, wie der Engel Jahovas, der vor uns hergeht.

 

Sacharja 12,8 8 Zu der Zeit wird der HERR die Bürger Jerusalems beschirmen, und es wird zu dieser Zeit geschehen, daß der Schwache unter ihnen sein wird wie David und das Haus David wie Gott, wie der Engel des HERRN vor ihnen her.

Und sein Same wird für immer begründet werden.

(Ps. 89,4)

Nach der zweiten Auferstehung und der Zeit der Unterweisung aller Menschen (Jes. 65,20) werden wir alle, jeder Mensch, unserem endgültigen Schicksal entgegengehen.

Gott wird dann alles in allem werden und wir werden die Wohnung Gottes sein, ewig wie der Tempel Gottes.

Epheser 4,6 6 Ein Gott und Vater aller, der da ist über allen und durch alle und in allen. 

Das ist das endgültige Ergebnis von dem, was Gott werden wird..

2 Mose  3,14 14 Gott sprach zu Mose: „ICH BIN, DER ICH BIN.“ Und sprach: So sollst du zu den Kindern Israels sagen: „ICH BIN“, der hat mich zu euch gesandt.

Eigentlich lautet der Text ‘eyeh ’asher ’eyeh oder Ich werde sein, was Ich werden werde (vgl. fn. New Oxford Annotated RSV).

 

Heiligung und Reinheit

In diesem Prozeß sollen wir geheiligt und gereinigt werden. Hierzu gibt es eine ausführliche Gesetzgebung. Die Gesetze beziehen sich auf die Reinheit der Menschen, der Erde und ihrer Umwelt.

Die Speisegesetze sind in 3 Mose 11,1-47 und in 5 Mose  14,1-21 zu finden (vgl. das Kapitel The Food Laws [015]).

Das Volk und die Menschen wurden geheiligt und abgesondert, damit Gott zu ihnen kommen konnte. Gott hat im irdischen Volk die Grenzen festgelegt und hat zu ihm durch den Engel Jahovas gesprochen.

Diese Grenzen sind in 2 Mose 19,10-25 niedergeschrieben.

Der gesamte Text soll im siebten Jahr gelesen werden. Diese Grenzen stellen den Weg dar, auf dem Gott durch das Volk, und später durch die Kirche wirken wird. Das Gesetz wurde zuerst den Siebzig und dann dem Volk gegeben. Die Menschen wurden zuerst geheiligt, und der Prozeß dieser Heiligung wird von der Kirche und dem Volk auf das Jahr bezogen durchgeführt, ab dem Ersten Tag des Heiligen Jahres. Er setzt sich dann bis zum Siebten Tag des Ersten Monats fort, an dem die Einfältigen und die Irrenden geheiligt werden (vgl. die Kapitel The Sanctification of the Temple of God [241] und God’s Feasts as they relate to the Creation [227]). Diese Unterscheidung wurde getroffen, um dem Volk zu zeigen, daß es einen eindeutig festgelegten Prozeß gibt, durch den sie sich Gott nähern können, und dieser Prozeß wurde vom Messias durch die Taufe mit dem Heiligen Geist in der Kirche eingeführt. 

Deshalb ist die Heiligung ein Teil des Prozesses, sich selbst heilig zu machen, als ein Gefäß für den lebendigen Gott.

3 Mose  20,7 7 Darum heiligt euch und seid heilig; denn ich bin der HERR, euer Gott.

 

Die Begründung der Autorität

Gott hat Seine Autorität auf der Erde durch Seine von ihm berufenen Leiter begründet. Gott sprach durch Vermittler zu Seinen Knechten, den Propheten (vgl. 2 Mose 31,1). Dieses Wirken erreicht dann nach der Reihenfolge der Autorität über die Propheten Gottes auch die Führungen der Völker.

2 Mose  4,11-23 11 Der HERR sprach zu ihm: Wer hat dem Menschen den Mund geschaffen? Oder wer hat den Stummen oder Tauben oder Sehenden oder Blinden gemacht? Habe ich’s nicht getan, der HERR? 12 So geh nun hin: Ich will mit deinem Munde sein und dich lehren, was du sagen sollst.  13 Mose aber sprach: Mein Herr, sende, wen du senden willst. 14 Da wurde der HERR sehr zornig über Mose und sprach: Weiß ich denn nicht, daß dein Bruder Aaron aus dem Stamm Levi beredt ist? Und siehe, er wird dir entgegenkommen, und wenn er dich sieht, wird er sich von Herzen freuen. 15 Du sollst zu ihm reden und die Worte in seinen Mund legen. Und ich will mit deinem und seinem Munde sein und euch lehren, was ihr tun sollt. 16 Und er soll für dich zum Volk reden; er soll dein Mund sein. 17 Und diesen Stab nimm in deine Hand, mit dem du die Zeichen tun sollst. 18 Mose ging hin und kam wieder zu Jethro, seinem Schwiegervater, und sprach zu ihm: Laß mich doch gehen, daß ich wieder zu meinen Brüdern komme, die in Ägypten sind, und sehe, ob sie noch leben. Jethro sprach zu ihm: Geh hin mit Frieden. 19 Auch sprach der HERR zu Mose in Midian: Geh hin und zieh wieder nach Ägypten, denn die Leute sind tot, die dir nach dem Leben standen. 20 So nahm denn Mose seine Frau und seinen Sohn und setzte sie auf einen Esel und zog wieder nach Ägyptenland und nahm den Stab Gottes in seine Hand. 21 Und der HERR sprach zu Mose: Sieh zu, wenn du wieder nach Ägypten kommst, daß du alle die Wunder tust vor dem Pharao, die ich in deine Hand gegeben habe. Ich aber will sein Herz verstocken, daß er das Volk nicht ziehen lassen wird. 22 Und du sollst zu ihm sagen: So spricht der HERR: Israel ist mein erstgeborener Sohn; 23 und ich gebiete dir, daß du meinen Sohn ziehen läßt, daß er mir diene. Wirst du dich weigern, so will ich deinen erstgeborenen Sohn töten.

Mose wurde für den Pharao zum Elohim gemacht (2 Mose 7,1-19 (vgl. die Kapitel  Das Gesetz und das Erste Gebot [253] und Das Gesetz und das Zweite Gebot [254]).

 

Gott bestimmt die Führung Israels:

 

4 Mose 27,12-23 12 Und der HERR sprach zu Mose: Steig auf dies Gebirge Abarim und sieh auf das Land, das ich den Kindern Israels geben werde. 13 Und wenn du es gesehen hast, sollst du auch zu deinen Vätern versammelt werden, wie dein Bruder Aaron zu ihnen versammelt ist, 14 weil ihr meinem Wort ungehorsam gewesen seid in der Wüste Zin, als die Gemeinde haderte und ihr mich vor ihnen heiligen solltet durch das Wasser. Das ist das Haderwasser zu Kadesch in der Wüste Zin. 15 Und Mose redete mit dem HERRN und sprach: 16 Der HERR, der Gott des Lebensgeistes für alles Fleisch, wolle einen Mann setzen über die Gemeinde, 17 der vor ihnen her aus- und eingeht und sie aus- und einführt, damit die Gemeinde des HERRN nicht sei wie die Schafe ohne Hirten. 18 Und der HERR sprach zu Mose: Nimm Josua zu dir, den Sohn Nuns, einen Mann, in dem der Geist ist, und lege deine Hände auf ihn; 19 und laß ihn treten vor den Priester Eleasar und vor die ganze Gemeinde und bestelle ihn vor ihren Augen 20 und lege von deiner Hoheit auf ihn, damit ihm gehorche die ganze Gemeinde der Kinder Israels. 21 Und er soll treten vor Eleasar, den Priester, der soll für ihn mit den heiligen Losen den HERRN befragen. Nach dessen Befehl sollen aus- und einziehen er und alle Kinder Israels mit ihm und die ganze Gemeinde. 22 Mose tat, wie ihm der HERR geboten hatte, und nahm Josua und ließ ihn treten vor den Priester Eleasar und vor die ganze Gemeinde 23 und legte seine Hand auf ihn und bestellte ihn, wie der HERR durch Mose geredet hatte.

 

So steht der Priester von Urim und Thummin mit der Führung von Israel als Ratgeber vor dem Herrn. Die Führung wird als König nach den Sitten der Völker bestimmt. Christus, nicht der Mensch, ist König. Und doch richtete Gott diese Funktion nach dem Gesetz ein.

 

5 Mose  17,14-20 14 Wenn du in das Land kommst, das dir der HERR, dein Gott, geben wird, und es einnimmst und darin wohnst und dann sagst: Ich will einen König über mich setzen, wie ihn alle Völker um mich her haben, 15 so sollst du den zum König über dich setzen, den der HERR, dein Gott, erwählen wird. Du sollst aber einen aus deinen Brüdern zum König über dich setzen. Du darfst nicht irgendeinen Ausländer, der nicht dein Bruder ist, über dich setzen. 16 Nur daß er nicht viele Rosse halte und führe das Volk nicht wieder nach Ägypten, um die Zahl seiner Rosse zu mehren, weil der HERR euch gesagt hat, daß ihr hinfort nicht wieder diesen Weg gehen sollt. 17 Er soll auch nicht viele Frauen nehmen, daß sein Herz nicht abgewandt werde, und soll auch nicht viel Silber und Gold sammeln. 18 Und wenn er nun sitzen wird auf dem Thron seines Königreichs, soll er eine Abschrift dieses Gesetzes, wie es den levitischen Priestern vorliegt, in ein Buch schreiben lassen. 19 Das soll bei ihm sein, und er soll darin lesen sein Leben lang, damit er den HERRN, seinen Gott, fürchten lernt, daß er halte alle Worte dieses Gesetzes und diese Rechte und danach tue. 20 Sein Herz soll sich nicht erheben über seine Brüder und soll nicht weichen von dem Gebot weder zur Rechten noch zur Linken, auf daß er verlängere die Tage seiner Herrschaft, er und seine Söhne, in Israel.

 

Deshalb kann über Israel nur ein Mensch aus den Stämmen Israels herrschen. Dieser König ist an die Gesetze Gottes und seine eigenen Verordnungen innerhalb dieser Gesetze gebunden.

Der Bund der Beschneidung wurde in Israel beibehalten, und die Propheten sollten diesen Bund unter Gefahr für ihr eigenes Leben verlangen.

2 Mose 4,25-28 25 Da nahm Zippora einen scharfen Stein und beschnitt ihrem Sohn die Vorhaut und berührte damit seine Scham und sprach: Du bist mir ein Blutbräutigam. 26 Da ließ er von ihm ab. Sie sagte aber Blutbräutigam um der Beschneidung willen. 27 Und der HERR sprach zu Aaron: Geh hin Mose entgegen in die Wüste. Und er ging hin und begegnete ihm am Berge Gottes und küßte ihn. 28 Und Mose tat Aaron kund alle Worte des HERRN, der ihn gesandt hatte, und alle Zeichen, die er ihm befohlen hatte.

Der Bund der Beschneidung wies auf den Bund des Herzens im Heiligen Geist hin, und diese Beschneidung wurde von den Heiden bei ihrer Bekehrung nicht verlangt. Mose hatte unbeschnittene Lippen (2 Mose 6,30), aber er wurde geheilt und zum Elohim für den Pharao gemacht (2 Mose 7,1). Die Beschneidung der Familie, die von Abraham begründet und von Mose und Josua erneuert wurde (vgl. Jos. 5,8; Joh. 7,22) wies auf die Beschneidung durch den Heiligen Geist und die Verantwortung der Auserwählten hin (vgl. Apg. 7,8; 10,45-11,2). Den Heiden wurde diese Bedingung für den Eintritt in die Gemeinde Israels im Heiligen Geist erspart. Denn nach dem höheren Gesetz gehören nicht alle Beschnittenen zu Israel, und nicht alle Unbeschnittenen sind vom Bund der Vaterschaft Gottes ausgeschlossen.

2 Mose 12,49 49 Ein und dasselbe Gesetz gelte für den Einheimischen und den Fremdling, der unter euch wohnt.

Aus diesem Grunde versammelte Mose die Ältesten, und Mose und Aaron redeten zu ihnen.

2 Mose 4,29-31 29 Und sie gingen hin und versammelten alle Ältesten der Kinder Israels. 30 Und Aaron sagte alle Worte, die der HERR mit Mose geredet hatte, und Mose tat die Zeichen vor dem Volk. 31 Und das Volk glaubte. Und als sie hörten, daß der HERR sich der Kinder Israels angenommen und ihr Elend angesehen habe, neigten sie sich und beteten an.

Die Autorität des Volkes ist eine weitere Art und Weise, wie Gott mit Seiner erweiterten Familie verkehrt.

4 Mose 12,1-16 1 Da redeten Mirjam und Aaron gegen Mose um seiner Frau willen, der Kuschiterin, die er genommen hatte. Er hatte sich nämlich eine kuschitische Frau genommen. 2 Und sie sprachen: Redet denn der HERR allein durch Mose? Redet er nicht auch durch uns? Und der HERR hörte es. 3 Aber Mose war ein sehr demütiger Mensch, mehr als alle Menschen auf Erden. 4 Und sogleich sprach der HERR zu Mose und zu Aaron und zu Mirjam: Geht hinaus, ihr drei, zu der Stiftshütte! Und sie gingen alle drei hinaus.  5 Da kam der HERR hernieder in der Wolkensäule und trat in die Tür der Stiftshütte und rief Aaron und Mirjam, und die gingen beide hin. 6 Und er sprach: Hört meine Worte: Ist jemand unter euch ein Prophet des HERRN, dem will ich mich kundmachen in Gesichten oder will mit ihm reden in Träumen. 7 Aber so steht es nicht mit meinem Knecht Mose; ihm ist mein ganzes Haus anvertraut. 8 Von Mund zu Mund rede ich mit ihm, nicht durch dunkle Worte oder Gleichnisse, und er sieht den HERRN in seiner Gestalt. Warum habt ihr euch denn nicht gefürchtet, gegen meinen Knecht Mose zu reden? 9 Und der Zorn des HERRN entbrannte gegen sie, und er wandte sich weg; 10 auch wich die Wolke von der Stiftshütte. Und sieh, da war Mirjam aussätzig wie Schnee. Und Aaron wandte sich zu Mirjam und wird gewahr, daß sie aussätzig ist, 11 und sprach zu Mose: Ach, mein Herr, laß die Sünde nicht auf uns bleiben, mit der wir töricht getan und uns versündigt haben. 12 Laß Mirjam nicht sein wie ein Totgeborenes, das von seiner Mutter Leibe kommt und von dem schon die Hälfte seines Fleisches geschwunden ist. 13 Mose aber schrie zu dem HERRN: Ach, Gott, heile sie! 14 Der HERR sprach zu Mose: Wenn ihr Vater ihr ins Angesicht gespien hätte, würde sie nicht sieben Tage sich schämen? Laß sie abgesondert sein sieben Tage außerhalb des Lagers; danach soll sie wieder aufgenommen werden. 15 So wurde Mirjam sieben Tage abgesondert außerhalb des Lagers. Und das Volk zog nicht weiter, bis Mirjam wieder aufgenommen wurde. 16 Danach brach das Volk von Hazeroth auf und lagerte sich in der Wüste Paran.

Die angemessene Ausübung der Autorität kommt von Gott. Aus diesem Grunde ist eine Rebellion wie Zauberei, weil die Rebellion einen Willen begründet, der im Gegensatz zum Willens Gottes steht und deshalb in den Polytheismus führt (vgl. 1 Sam.15,23).

 

Die Ausübung der Autorität

Auch der Gesalbte Gottes war den Gesetzen des Fünften Gebotes und dessen Beziehung zu der Familie durch die Ehe unterworfen, ebenso wie seine Verwandten daran gebunden waren. Und auch so entstand Weisheit, wie durch einen anderen Priester und Propheten. In 2 Mose 18,1-27 sehen wir, daß Mose seine Frau und seine Söhne ihrem Vater, seinem Schwiegervater anvertraut hatte, den er achtete. Jethro war auch Priester von Midian. Jethro schickte seine Familie zu ihm zurück und beriet Mose bezüglich des Gerichts Israels und dessen Rechts- und Regierungs­system. 

Mose mußte gegenüber Gott als Vermittler handeln und mußte die Männer auswählen, die frei von Bestechung und Korruption waren, damit sie die Führung über zehn, über fünfzig, über hundert und über tausend übernähmen. Diese Männer wurden die Richter in Israel. Die Fälle, die für sie zu schwer waren, brachten sie vor die höheren Autoritäten.

Anhand dieser Struktur sehen wir, daß die Familien zu zehn, und von zehn zu fünfzig, dann zu hundert, und dann zu tausend, und danach zu zehntausend unter der Führung der Hauptleute und schließlich zu Stämmen zusammen­gefaßt wurden. Aus den Stämmen kommen dann die Siebzig, die den Rat der Elohim des Rechtswesens bilden. So wurde die Familie zu einem Volk, das zu einer Familie von Völkern wurde, alles nach der Ordnung und unter der Autorität, die von Gott und Seinem Gesetz ausging.

Unter seiner Autorität handeln wir in Seinem Namen, und wir gehorchen dann dem Dritten Gebot, das dem Ersten und dem Zweiten Gebot folgt. Als die Kinder des Einzigen Wahren Gottes werden wir zu einem einzigen wahren Volk, das der Reihe nach dazu bestimmt ist, zu Göttern als Elohim zu werden, wobei Eloah alles in allem ist. Somit sind wir der Tempel Gottes.

1 Korinther 3,16  16 Wisset ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt?

Wir alle sind dazu berufen, Söhne des lebendigen Gottes zu sein.

5 Mose 6,13 13 Du sollst den HERRN, deinen Gott, fürchten und ihm dienen und bei seinem Namen schwören.

Der Name Gottes ist eine Ausdehnung Seiner Autorität auf sein Volk, sowohl geistlich als auch weltlich, deshalb bezieht sich der Begriff Elohim auf die himmlischen Heerscharen und auf die Richter und Herrscher des weltlichen Volkes Israel.

 

2 Mose 22,27 27 Gott sollst du nicht lästern, und einem Obersten in deinem Volk sollst du nicht fluchen.

 

5 Mose 16,18-20 18 Richter und Amtleute sollst du dir bestellen in allen Toren deiner Städte, die dir der HERR, dein Gott, geben wird, in jedem deiner Stämme, daß sie das Volk richten mit gerechtem Gericht. 19 Du sollst das Recht nicht beugen und sollst auch die Person nicht ansehen und keine Geschenke nehmen; denn Geschenke machen die Weisen blind und verdrehen die Sache der Gerechten. 20 Was recht ist, dem sollst du nachjagen, damit du leben und das Land einnehmen kannst, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.

Gerechtigkeit soll in allen unseren Urteilen geübt werden, denn das Recht ist Gerechtigkeit.

Die Engel Gottes werden Jehova genannt, wenn sie für Gott tätig werden (vgl.1 Mose 18,3, 27; dieser Begriff wird für mehrere Wesen in Plural verwendet, zum Beispiel im ganzen Kapitel 19 von 1 Mose). Jehova wurde auch für die anderen zwei Engel verwendet, die zusammen mit dem dritten Wesen kamen, das Jehova genannt wurde. Dieser blieb bei Abraham, während die anderen zu Lot nach Sodom gingen, wo sie auch wieder als Jehova bezeichnet wurden (vgl. das Kapitel Angel of YHVH [024]). Seit den Zeiten von Adams Sohn Seth begannen die Menschen den Namen von Jehova anzurufen (1 Mose 4,26).

Wir sehen, daß wir vom Dritten Gebot zum Vierten Gebot übergehen, wo die Abgrenzung der Heiligkeit in der Zeit wie auch nach der Autorität erfolgt.

3 Mose 19,1-3 1 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 2 Rede mit der ganzen Gemeinde der Kinder Israels und sprich zu ihnen: „Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig, der HERR, euer Gott“. 3 Ein jeder fürchte seine Mutter und seinen Vater. Haltet meine Feiertage; ich bin der HERR, euer Gott.

In Bezug auf das Erste Große Gebot sehen wir, daß das Fünfte Gebot mit den ersten vier Geboten verbunden ist und aus ihnen hervorgeht.

Die Autorität für den Entschluß der Macht zu handeln liegt bei in einer Person und nicht bei beiden. So ist das bei Gott und den Himmlischen Hererscharen der Fall, wo alle nach dem Willen des einen wahren Gottes handeln (Joh. 17,3). Deshalb kann Christus nichts von sich selbst aus tun (Joh. 5,30). Dieses Verständnis ist wichtig für die Struktur der Himmlischen Hererscharen, sowohl physisch als auch geistlich. Es spiegelt sich auch in den Beziehungen in der Familie wieder.

Im Falle eines Konfliktes kann der Eid der Frau die Familie nicht binden und der Wille des Mannes kann dazu benutzt werden, um den Eid zu brechen, was den erkannten Interessen der Familie zuwiderlaufen kann. So hat auch Gottes Wille in der Himmlischen Heerschar den Vorrang. Wir sehen das festgelegte Gesetz in 4 Mose 30,1-16, das im siebten Jahr gelesen werden muß. Der Mann einer Frau – oder der Vater, wenn die Frau keinen Mann hat – kann den Eid der Frau aufheben. Wenn er an dem Tage, an dem er ihn hört, dazu schweigt, so ist der Eid verbindlich. Wenn er ihn aufhebt, dann ist er unwirksam. Nur die Schwüre der Witwe gelten nach dem Tode ihres Mannes aus eigenem Recht. 

Somit ist die Frau ihrem Mann untertan und wird von ihrer Familie genommen und der Familie des Mannes gegeben. Dieses Bild widerspiegelt sich in den Auserwählten der  Kirche, die von dem Stamm ihrer Eltern genommen und in den Stamm des Mannes gegeben werden, unter einer Familie, die dem einen wahren Gott untertan ist. Ebenso wie das Haupt der Frau der Mann ist, so ist das Haupt der Kirche Christus, unter dem Vater.

So ist der Mann das Haupt der Frau (in der Familie), und das Haupt eines jeden Mannes ist der Messias, und das Haupt des gesalbten Christus ist Gott (1 Kor. 11,3).

1 Korinther 11,3 3 Ich lasse euch aber wissen, daß Christus ist eines jeglichen Mannes Haupt; der Mann aber ist des Weibes Haupt; Gott aber ist Christi Haupt.

Die leibliche Familie dauert nur bis zum Tode, aber die geistliche ist ewig, in der wir weder heiraten noch uns heiraten lassen (Lk. 20,34-35), sondern den Engeln gleich sind, als ein Stand von ihnen und als Elohim (Sach. 12,8). Die Engel sind dann, ebenso wie der Messias, unsere Brüder (vgl. Ps. 22,22; Offb. 3,5; Matth. 10,32; 6,11; 12,10).

 

Die Familie als Stamm in Israel

Die Familien sind nach Stämmen und auch nach Stammesgruppen organisiert. Davon wird in 4 Mose 2,1-34 berichtet.

Die zwölf Stämme sind zu vier Gruppen von drei Stämmen zusammengefaßt. Diese Gruppen sind auch für die Reorganisation von Bedeutung.

Die Bibel berichtet, daß die Stämme gezählt und registriert wurden. Die Zuteilung des Erbes der Stämme erfolgte nach der Größe des Stammes, der Anzahl der Namen der Männer im wehrfähigen Alter, d.h. ab zwanzig Jahren und aufwärts. 

4 Mose  26,51-56 51 Das ist die Summe der Kinder Israels: 601 730. 52 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 53 Diesen sollst du das Land austeilen zum Erbe nach der Zahl der Namen. 54 Dem Geschlecht, das groß ist an Zahl, sollst du viel zum Erbe geben, und dem Geschlecht, das gering ist an Zahl, wenig; einem jeden soll man geben nach seiner Zahl. 55 Doch soll man das Land durchs Los austeilen; nach den Namen der Stämme ihrer Väter sollen sie ihr Erbteil erhalten. 56 Nach dem Los sollst du ihr Erbe austeilen zwischen den vielen und wenigen.

So wurde das Land durch Los zugeteilt, was auch heute noch oft so geschieht. Deshalb gehört zum Erlaßjahr auch eine Neuverteilung des Landes durch Los.

Von den Männern, die am Sinai gezählt wurden, war in den Ebenen Moabs keiner mehr übrig außer Kaleb, der Sohn Jephunnes, und Josua, der Sohn Nuns, weil der Herr gesagt hatte, daß die anderen in der Wüste sterben müssen (4 Mose 26,65). Das sollte ein Hinweis auf diejenigen sein, die während der vierzig Jahre in der Wüste, vom Tod des Messias bis zu seiner zweiten Wiederkehr, das Gelobte Land der Taufe im Heiligen Geist nicht betreten wollten. Diejenigen, die keine Buße taten und die Taufe nicht annahmen, sind in Israel nicht eingetreten und haben kein Erbe Gottes erhalten. Sie sind in der Wüste gefallen. Diese Menschen, auch wenn sie aus den Stämmen kommen, sollen erst bei der zweiten Auferstehung in die Familie Gottes aufgenommen werden.

 

Der Gehorsam gegenüber dem Gesetz

 

4 Mose 2,34 34 Und die Kinder Israels taten alles, wie der HERR es Mose geboten hatte; wie sie bei ihren Bannern lagerten, so zogen sie aus, ein jeder bei seinem Geschlecht und seiner Sippe.

Auf diese Weise wird das Volk nach den Familien geordnet.

2 Mose  12,3 3 Sagt der ganzen Gemeinde Israel: Am zehnten Tage dieses Monats nehme jeder Hausvater ein Lamm, je ein Lamm für ein Haus.

Die Buße erfolgt für jedes Haus nach Familien.

2 Mose 15,26 26 und sprach: Wirst du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchen und tun, was recht ist vor ihm, und merken auf seine Gebote und halten alle seine Gesetze, so will ich dir keine der Krankheiten auferlegen, die ich den Ägyptern auferlegt habe; denn „ich bin der HERR, dein Arzt“.

Durch den Gehorsam gegenüber den Gesetzen Gottes werden die Familien und die Nation bewahrt. 

Es ist keinem Volk erlaubt, Götzendienst zu betreiben, und für dieses Gesetz ist das Volk Israel von zentraler Bedeutung. Durch dieses Gesetz werden die Familien geschützt, Mensch und Vieh gleichermaßen.

2 Mose 23,24-26 24 Du sollst ihre Götter nicht anbeten noch ihnen dienen noch tun, wie sie tun, sondern du sollst ihre Steinmale umreißen und zerbrechen. 25 Aber dem HERRN, eurem Gott, sollt ihr dienen, so wird er dein Brot und dein Wasser segnen, und ich will alle Krankheit von dir wenden. 26 Es soll keine Frau in deinem Lande eine Fehlgeburt haben oder unfruchtbar sein, und ich will dich lassen alt werden.

Die Strafe für den Götzendienst ist die Gefangenschaft und die Vernichtung der Nachkommen und des Volkes.

Amos 5,25-27 25 Habt ihr vom Hause Israel mir in der Wüste die vierzig Jahre lang Schlachtopfer und Speiseopfer geopfert? 26 Ihr truget den Sikkuth, euren König, und Kuin, den Stern eures Gottes, eure Bilder, welche ihr euch selbst gemacht habt;  27 so will ich euch wegführen lassen bis jenseits von Damaskus, spricht der HERR, der Gott Zebaoth heißt.

(vgl. das Kapitel Das Gesetz und das Zweite Gebot [254]).

In den Familien wird das Gesetz von Kindheit an gelehrt und eingehalten.

5 Mose  32,46 46 Sprach er zu ihnen: Nehmt zu Herzen alle Worte, die ich euch heute bezeuge, daß ihr euren Kindern befehlt, alle Worte dieses Gesetzes zu halten und zu tun.

Das ist das zentrale Thema des Gesetzes und der Propheten.

Markus 7,10-13 10 Denn Mose hat gesagt: „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren“, und „Wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben.“ 11 Ihr aber sagt: Wenn einer spricht zu Vater oder Mutter: Korban, das heißt Opfergabe, soll sein, was dir sollte von mir zukommen, 12 so laßt ihr ihn hinfort nichts tun für seinen Vater oder seine Mutter 13 und hebt so Gottes Wort auf durch eure Satzungen, die ihr aufgestellt habt; und dergleichen tut ihr viel.

Das Gesetz kann man nicht durch die Überlieferung interpretieren, sondern nur durch das geschriebene Wort Gottes, das er durch Seine Knechte, die Propheten, gesprochen hat.

 

Beschränkung der menschlichen Autorität

Alle Macht und Autorität, einschließlich der des Messias, war und ist von Gott, wie auch die Weisheit und der Verstand (vgl. Matth. 21,23; Ps. 62,11).

Daniel 2,20-22 20 Daniel fing an und sprach: Gelobet sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit, denn ihm gehören Weisheit und Stärke! 21 Er ändert Zeit und Stunde; er setzt Könige ab und setzt Könige ein; er gibt den Weisen ihre Weisheit und den Verständigen ihren Verstand, 22 er offenbart, was tief und verborgen ist; er weiß, was in der Finsternis liegt, denn bei ihm ist lauter Licht.

Der Allerhöchste gibt die Autorität demjenigen, dem er sie geben will (Dan. 4,25). Sie kann den Heiden, den gefallenen Engeln oder den Söhnen Gottes gegeben werden (5 Mose 32,8). Deshalb sollen alle Menschen der gesetzlichen Regierung gehorchen.

Römer 13,1 Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit ohne von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott verordnet.

Wir müssen Gott in allen Dingen gehorsam sein, und wo die Beschlüsse der Menschen den Beschlüssen Gottes widersprechen, müssen wir Gott gehorchen.

Apg. 5,29 29 Petrus aber und die Apostel antworteten und sprachen: „Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen.“

Der Gehorsam gegenüber Gott als unserem Vater ist an Sein Gesetz gebunden.

5 Mose 28,58-59 58 Wenn du nicht darauf hältst, daß du alle Worte dieses Gesetzes tust, die in diesem Buch geschrieben sind, und nicht fürchtest diesen herrlichen und heiligen Namen, den HERRN, deinen Gott, 59 so wird der HERR schrecklich mit dir umgehen und dich und deine Nachkommen schlagen mit großen und anhaltenden Plagen, mit bösen und anhaltenden Krankheiten.

Wenn die Autorität Gottes auf einen Menschen übertragen wird, und wenn ein König eingesetzt wird, um über uns zu regieren, dann kann man diese Autorität keinem Ausländer geben (vgl. oben 5 Mose  17,14-20).

Kein Mensch ist fähig zu regieren, wenn er sich nicht dem Gesetz Gottes unterordnet. Seine Nachkommen sind auch an diesen Gehorsam gebunden. 

Man muß den Rat und die Belehrungen der Familie suchen (Spr. 23,22, 25). Die Familie kümmert sich auch um die frühzeitige und angemessene Strafe. Die Erziehung liegt in der Verantwortung der Familie, und es ist keine Wohltat, auf eine rechtzeitige Bestrafung durch körperliche Züchtigung mit der Rute zu verzichten (Spr. 13,24; 19,18; 23,13-16, 22,15). Die Fähigkeit, aus der Strafe zu lernen, ist ein Zeichen von Weisheit (Spr. 15,32-33).

Sprüche 15,32-33 32 Wer Zucht verwirft, der macht sich selbst zunichte; wer sich aber etwas sagen läßt, der wird klug. 33 Die Furcht des HERRN ist Zucht, die zur Weisheit führt, und ehe man zu Ehren kommt, muß man Demut lernen.

 

Hebräer 12,11 11 „Alle Züchtigung aber, wenn sie da ist, dünkt uns nicht Freude, sondern Traurigkeit zu sein; aber danach wird sie geben eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die dadurch geübt sind.“

Wenn man bei der Erziehung der jungen Menschen Strafen vergibt, so wird der Erfolg ein korrektes Benehmen in der Zukunft sein. Der Mangel an Erziehung und Zucht von jungen Menschen wird zu einer Zerstörung der Gesellschaft führen. Das Grundproblem der Gesellschaften des 20. Jahrhunderts ist der Mangel an biblischer Unterweisung und Zucht in den jungen Jahren der Menschen sowie der Mangel an Fähigkeiten bei jungen Leuten, die aus ihrer Erziehung entstehen.

Sprüche 22,6 6 Gewöhne einen Knaben an seinen Weg, so läßt er auch nicht davon, wenn er alt wird.

Die Erziehung der jungen Leute kann nicht mit Erfolg anderen überlassen werden. Es liegt in der Verantwortung der Eltern, ihre Kinder zu erziehen und zu züchtigen. Wenn diese Verantwortung auf andere übertragen wird oder auf deren Ausübung verzichtet wird, beginnt die Gesellschaft zu zerfallen.

Sprüche 29,15 15 Rute und Tadel gibt Weisheit; aber ein Knabe, sich selbst überlassen, macht seiner Mutter Schande.

Die Scheidung ist deshalb sehr schädlich, weil sie die Familien spaltet und den Einfluß von den jungen Leuten in Gottes Regierungs­system nimmt.

Dieses System der Züchtigung erstreckt sich auf alle Ebenen und Altersstufen in der Gesellschaft.

Sprüche 1,7 7 Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis. Die Toren verachten Weisheit und Zucht.

Die Unterweisung der Menschen erfolgt durch die Familien und die Familie ist die Quelle des Gesetzes. Deshalb wird auch verlangt, daß das Gesetz jedes Sabbatjahr gelesen werden muß.

5 Mose 4,7-9 7 Denn wo ist so ein herrliches Volk, dem ein Gott so nahe ist wie uns der HERR, unser Gott, sooft wir ihn anrufen? 8 Und wo ist so ein großes Volk, das so gerechte Ordnungen und Gebote hat wie dies ganze Gesetz, das ich euch heute vorlege? 9 Hüte dich nur und bewahre deine Seele gut, daß du nicht vergißt, was deine Augen gesehen haben, und daß es nicht aus deinem Herzen kommt dein ganzes Leben lang. Und du sollst es deinen Kindern und Kindeskindern kundtun.

In ähnlicher Weise wird diese Vorschrift für die Familie und für den Haushalt wiederholt.

5 Mose  6,6-7 6 Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen 7 und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst oder aufstehst.

(vgl. Spr. 4,10)

Diese Unterweisung im Gesetz erfolgt dann alle sieben Jahre, auch für die ganze Nation. Diese Lesungen sind die wesentliche Prüfung für alles Handeln.

5 Mose 31,10-13 10 Und Mose gebot ihnen und sprach: Jeweils nach sieben Jahren, zur Zeit des Erlaßjahrs, am Laubhüttenfest, 11 wenn ganz Israel kommt, zu erscheinen vor dem Angesicht des HERRN, deines Gottes, an der Stätte, die er erwählen wird, sollst du dies Gesetz vor ganz Israel ausrufen lassen vor ihren Ohren. 12 Versammle das Volk, die Männer, Frauen und Kinder und den Fremdling, der in deinen Städten lebt, damit sie es hören und lernen und den HERRN, euren Gott, fürchten und alle Worte dieses Gesetzes halten und tun 13 und daß ihre Kinder, die es nicht kennen, es auch hören und lernen, den HERRN, euren Gott, zu fürchten alle Tage, die ihr in dem Lande lebt, in das ihr zieht über den Jordan, um es einzunehmen.

Der Schutz der Umwelt hängt auch mit den Gesetzen über die Familie zusammen – hinsichtlich der Familien der Tiere und dem langen Leben, das vom Gehorsam kommt.  

5 Mose 22,6-7 6 Wenn du unterwegs ein Vogelnest findest auf einem Baum oder auf der Erde mit Jungen oder mit Eiern und die Mutter sitzt auf den Jungen oder auf den Eiern, so sollst du nicht die Mutter mit den Jungen nehmen, 7 sondern du darfst die Jungen nehmen, aber die Mutter sollst du fliegen lassen, auf daß dir’s wohlgehe und du lange lebest.

Das Gesetz gilt für alle Tiere – egal, ob es sich um Wildtiere oder um Haustiere handelt.

3 Mose 22,28 28 Ein Rind oder Schaf soll man nicht mit seinem Jungen an einem Tage schlachten.

Das bezieht sich auch auf das Kochen des Jungen in der Milch seiner Mutter. Diese besondere Art des Kochens war verboten – nicht nur, weil es die ganze Vorstellung von der Familie erschüttert, sondern auch deshalb, weil es offenbar eine Beziehung zu den Fruchtbarkeits- und Mysterienkulten gehabt hatte.

2 Mose 23,19 19 Das Beste von den Erstlingen deines Feldes sollst du in das Haus des HERRN, deines Gottes, bringen. Du sollst das Böcklein nicht kochen in seiner Mutter Milch.

Die ganze Struktur des Gesetzes ist so einzuhalten, daß der Einzelne und die Familie lange leben können.

5 Mose 4,40 40 Du sollst halten seine Rechte und Gebote, die ich dir heute gebiete: so wird’s dir und deinen Kindern nach dir wohlgehen und dein Leben lange währen in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, gibt für immer.

 

5 Mose 5,29 29 Ach daß sie ein solches Herz hätten, mich zu fürchten und zu halten alle meine Gebote ihr Leben lang, auf daß es ihnen und ihren Kindern wohlginge ewiglich!

 

5 Mose  5,33 33 Wandelt in allen Wegen, die euch der HERR, euer Gott, geboten hat, damit ihr leben könnt und es euch wohlgeht und ihr lange lebt in dem Lande, das ihr einnehmen werdet.

Das Gebot, als Volk vor Gott zu handeln, bezieht sich auch auf das Land, die der Herr den Menschen geben wird.

5 Mose 7,12-26 12 Und wenn ihr diese Rechte hört und sie haltet und danach tut, so wird der HERR, dein Gott, auch halten den Bund und die Barmherzigkeit, wie er deinen Vätern geschworen hat, 13 und wird dich lieben und segnen und mehren, und er wird segnen die Frucht deines Leibes und den Ertrag deines Ackers, dein Getreide, Wein und Öl, und das Jungvieh deiner Kühe und deiner Schafe in dem Lande, das er dir geben wird, wie er deinen Vätern geschworen hat. 14 Gesegnet wirst du sein vor allen Völkern. Es wird niemand unter dir unfruchtbar sein, auch nicht eins deiner Tiere. 15 Der HERR wird von dir nehmen alle Krankheit und wird dir keine von all den bösen Seuchen der Ägypter auflegen, die du kennst, sondern wird sie allen deinen Hassern auflegen. 16 Du wirst alle Völker vertilgen, die der HERR, dein Gott, dir geben wird. Du sollst sie nicht schonen und ihren Göttern nicht dienen; denn das würde dir zum Fallstrick werden. 17 Wirst du aber in deinem Herzen sagen: Diese Völker sind größer als ich; wie kann ich sie vertreiben?, 18 so fürchte dich nicht vor ihnen. Denke daran, was der HERR, dein Gott, dem Pharao und allen Ägyptern getan hat 19 durch große Machtproben, die du mit eigenen Augen gesehen hast, und durch Zeichen und Wunder, durch mächtige Hand und ausgestreckten Arm, womit dich der HERR, dein Gott, herausführte. So wird der HERR, dein Gott, allen Völkern tun, vor denen du dich fürchtest. 20 Dazu wird der HERR, dein Gott, Angst und Schrecken unter sie senden, bis umgebracht sein wird, was übrig ist und sich verbirgt vor dir. 21 Laß dir nicht grauen vor ihnen; denn der HERR, dein Gott, ist in deiner Mitte, der große und schreckliche Gott. 22 Er, der HERR, dein Gott, wird diese Leute ausrotten vor dir, einzeln nacheinander. Du kannst sie nicht auf einmal vertilgen, damit sich nicht die wilden Tiere wider dich vermehren. 23 Der HERR, dein Gott, wird sie vor dir dahingeben und wird eine große Verwirrung über sie bringen, bis er sie vertilgt hat, 24 und wird ihre Könige in deine Hände geben, und du sollst ihren Namen auslöschen unter dem Himmel. Es wird dir niemand widerstehen, bis du sie vertilgt hast. 25 Die Bilder ihrer Götter sollst du mit Feuer verbrennen und sollst nicht begehren das Silber oder Gold, das daran ist, oder es zu dir nehmen, damit du dich nicht darin verstrickst; denn das ist dem HERRN, deinem Gott, ein Greuel. 26 Darum sollst du solchen Greuel nicht in dein Haus bringen, damit du nicht dem Bann verfällst wie jene, sondern du sollst Ekel und Abscheu davor haben; denn es steht unter dem Bann.

Diese Gebote wurden Israel gegeben, weil die Nachkommen Kanaans wegen ihres Götzen­dienstes verflucht waren.

Die ganze Struktur der Familie, des Volkes und des Gesetzes wies auf den Messias hin, und die Familie, das sind die Schafe seiner Herde.

Johannes 10,7-16 7 Da sprach Jesus wieder zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen. 8 Alle, die vor mir gekommen sind, die sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben ihnen nicht gehorcht. 9 Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich eingeht, der wird gerettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden. 10 Ein Dieb kommt nur, daß er stehle, würge und umbringe. Ich bin gekommen, daß sie das Leben und volle Genüge haben sollen.  11 Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte läßt sein Leben für die Schafe. 12 Der Mietling aber, der nicht Hirte ist, des die Schafe nicht eigen sind, sieht den Wolf kommen und verläßt die Schafe und flieht; und der Wolf erhascht und zerstreut die Schafe. 13 Der Mietling flieht; denn er ist ein Mietling und achtet der Schafe nicht. 14 Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und bin bekannt den Meinen, 15 wie mich mein Vater kennt und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe. 16 Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stalle; und auch diese muß ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und wird eine Herde und ein Hirte werden.

So weist die ganze Struktur der Familie und des Gesetzes auf das eine Volk hin, auf Israel, das unter Gott und unter der Leitung des Messias steht. 

 

Ungehorsam gegenüber dem Gesetz

Wie wir oben gesehen haben (5 Mose 21,18-23), kann der Ungehorsam in der Familie nach dem Gesetz mit dem Tode bestraft werden. Deshalb haben die Eltern an erster Stelle die Vollmacht zur Todesstrafe, und die Zeugen haben diese Vollmacht an zweiter Stelle (5 Mose 17,6-7). Eine Person kann nur zum Tode verurteilt werden, wenn zwei Zeugen vorhanden sind. 

5 Mose 17,6-7 6 Auf zweier oder dreier Zeugen Mund soll sterben, wer des Todes wert ist, aber auf nur eines Zeugen Mund soll er nicht sterben. 7 Die Hand der Zeugen soll die erste sein, ihn zu töten, und danach die Hand des ganzen Volks, daß du das Böse aus deiner Mitte wegtust.

Die Familie wird durch das Gesetz geregelt; Prostitution und Homosexualität sind in der Familie verboten, und die Einnahmen daraus sind im Haus Gottes verboten. Weder Huren noch Homosexuelle können den Tempel und das Reich Gottes betreten. 

5 Mose 23,18-19 18 Es soll keine Tempeldirne sein unter den Töchtern Israels und kein Tempelhurer unter den Söhnen Israels. 19 Du sollst keinen Hurenlohn noch Hundegeld in das Haus des HERRN, deines Gottes, bringen aus irgendeinem Gelübde; denn das ist dem HERRN, deinem Gott, beides ein Greuel. 

Die ganze Familie ist verantwortlich für die Anwendung des Gesetzes und die Voll­streckung der Todesstrafe.

5 Mose 13,7-11 7 Wenn dich dein Bruder, deiner Mutter Sohn, oder dein Sohn oder deine Tochter oder deine Frau in deinen Armen oder dein Freund, der dir so lieb ist wie dein Leben, heimlich überreden würde und sagen: Laß uns hingehen und andern Göttern dienen, die du nicht kennst noch deine Väter, 8 von den Göttern der Völker, die um euch her sind, sie seien dir nah oder fern, von einem Ende der Erde bis ans andere, 9 so willige nicht ein und gehorche ihm nicht. Auch soll dein Auge ihn nicht schonen, und du sollst dich seiner nicht erbarmen und seine Schuld nicht verheimlichen, 10 sondern sollst ihn zum Tode bringen. Deine Hand soll die erste wider ihn sein, ihn zu töten, und danach die Hand des ganzen Volks. 11 Man soll ihn zu Tode steinigen, denn er hat dich abbringen wollen von dem HERRN, deinem Gott, der dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt hat.

 

Der Messias zeigte uns die richtige Sicht des Gesetzes, wo das Gesetz durch die Traditionen der pharisäischen und rabbinischen Schulen gebrochen und verdreht wurde. Sie fallen in dieselbe Kategorie wie die Zerstörer des Gesetzes.

 

Markus 7,6-13 6 Er aber sprach zu ihnen: Gar fein hat von euch Heuchlern Jesaja geweissagt, wie geschrieben steht: „Dies Volk ehrt mich mit den Lippen; aber ihr Herz ist ferne von mir. 7 Vergeblich dienen sie mir, weil sie lehren solche Lehren, die nichts als Menschengebote sind.“ 8 Ihr verlasset Gottes Gebot und haltet der Menschen Satzungen. 9 Und er sprach zu ihnen: Gar fein hebt ihr Gottes Gebot auf, auf daß ihr eure Satzungen haltet. 10 D