Christen-Gemeinden Gottes
[259]
Das Gesetz und das Sechste Gebot [259]
(Ausgabe
1.1 19981009-19990525)
E-Mail: secretary@ccg.org
(Copyright 1998, 1999 Wade Cox)
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Das Gesetz und das Sechste Gebot [259]
Es steht
geschrieben:
2 Mose 20,13 13 Du sollst nicht töten.
5 Mose 5,17 17 Du sollst nicht töten.
Die Bewahrung des
Lebens wird zur Bewahrung des Leibes fortgesetzt. Die Bedeutungen der
Vorschrift werden geheiligt, und man wird selbst geheiligt. Wenn wir das Fünfte
Gebot betrachten, das die Familie und das Volk begründete, so ist auch die
Bewahrung der Familie und des Volkes im Sechsten Gebot eingeschlossen.
3 Mose 19,28
Ihr sollt um eines Toten willen an eurem Leibe keine Einschnitte machen noch
euch Zeichen einätzen; ich bin der Herr.
Die bei anderen
Völkern übliche Trauer über den Tod eines Menschen findet man nicht bei den
Familien Israels. Der natürliche Tod des Menschen ist in Übereinstimmung mit
dem Plan Gottes; der Mensch wird durch den Tod erneuert, und dann kommt die
Auferstehung, und Israel wird in sein eigenes Land gebracht (vgl. Ezech.
37,1-14; Offenb. 20,1-15).
Israel ist
makellos und ohne Fehler, und deshalb soll seine Haut ist nicht markiert
werden. Deswegen waren Tätowierungen und andere vorsätzliche Markierungen auf
der Haut verboten. Ein Sklave ließ sich das Ohr durchstechen, um einen Ring
anzubringen, und das wurde als Zeichen der Schwäche angesehen.
Ursprung
und Organisation des Staates
Die Macht über Leben und Tod ruht in Gott, wie wir im Kapitel Das Gesetz das Fünfte Gebot [258] gesehen haben.
Gott hat die
Familie als Grundbaustein eingerichtet, auf dem der Staat begründet wird. Er
setzt die Obrigkeit ein, und die ganze Macht kommt von Gott.
Römer 13,1-7 1
Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist
keine Obrigkeit außer von Gott: wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott
angeordnet. 2 Wer sich nun der Obrigkeit widersetzt, der widerstrebt
der Anordnung Gottes; die ihr aber widerstreben, ziehen sich selbst das Urteil
zu. 3 Denn vor denen, die Gewalt haben, muß man sich nicht fürchten
wegen guter, sondern wegen böser Werke. Willst du dich aber nicht fürchten vor
der Obrigkeit, so tue Gutes; so wirst du Lob von ihr erhalten. 4
Denn sie ist Gottes Dienerin, dir zugut. Tust du aber Böses, so fürchte dich;
denn sie trägt das Schwert nicht umsonst: sie ist Gottes Dienerin und vollzieht
das Strafgericht an dem, derBöses tut. 5 Darum ist es notwendig,
sich unterzuordnen, nicht allein um der Strafe, sondern auch um des Gewissens
willen. 6 Deshalb zahlt ihr ja auch Steuer; denn sie sind Gottes
Diener, auf diesen Dienst beständig bedacht. 7 So gebt nun jedem,
was ihr schuldig seid: Steuer, dem die Steuer gebührt; Zoll, dem der Zoll
gebührt; Furcht, dem die Furcht gebührt; Ehre, dem die Ehre gebührt.
Gott gab Seine
Macht durch die Gesetzestafeln, die Er Mose gab (5 Mose 9,11). Allen
Königen ist somit aufgetragen, sich eine eigene Kopie dieses Gesetzes
anzufertigen, bevor sie König werden.
5 Mose 17,18 18
Und wenn er nun sitzen wird auf dem Thron seines Königreichs, soll er eine
Abschrift dieses Gesetzes, wie es den levitischen Priestern vorliegt, in ein
Buch schreiben lassen.
Gott setzte die Ältesten
im Land Israel ein, und ihnen wurde durch den Heiligen Geist Weisheit gegeben,
wie auch Mose diese Macht verliehen wurde.
4 Mose 11,16-17 16
Und der Herr sprach zu Mose: Sammle mir siebzig Männer unter den Ältesten
Israels, von denen du weißt, daß sie Älteste im Volk und seine Amtleute sind,
und bringe sie vor die Stiftshütte und stelle sie dort vor dich. 17
Dann komme ich herab und rede dort mit dir. Ich nehme etwas von dem Geist, der
auf dir ruht, und lege ihn auf sie. So können sie mit dir zusammen an der Last
des Volkes tragen, und du mußt sie nicht mehr allein tragen.
4 Mose 11,24-30 24
Und Mose ging heraus und sagte dem Volk die Worte des Herrn und versammelte
siebzig Männer aus den Ältesten des Volks und stellte sie rings um die
Stiftshütte. 25 Da kam der Herr hernieder in der Wolke und redete
mit ihm und nahm von dem Geist, der auf ihm war, und legte ihn auf die siebzig
Ältesten. Und als der Geist auf ihnen ruhte, gerieten sie in Verzückung wie
Propheten und hörten nicht auf. 26 Es waren aber noch zwei Männer im
Lager geblieben; der eine hieß Eldad, der andere Medad. Und der Geist kam über
sie, denn sie waren auch aufgeschrieben, jedoch nicht hinausgegangen zu der
Stiftshütte, und sie gerieten in Verzückung im Lager. 27 Da lief ein
junger Mann hin und sagte es Mose und sprach: Edad und Medad sind in Verzückung
im Lager. 28 Da antwortete Josua, der Sohn Nuns, der dem Mose diente
von seiner Jugend an, und sprach: Mose, mein Herr, wehre ihnen! 29
Aber Mose sprach zu ihm: Eiferst du um meinetwillen? Wollte Gott, daß alle im
Volk des Herrn Propheten wären und der Herr seinen Geist über sie kommen ließe!
30 Darauf kehrte Mose zum Lager zurück mit den Ältesten Israels.
Und Gott hat zwei
Propheten außerhalb des Lagers Israels vorgesehen. Gott tat nichts weiter, als
zu seinen Knechten, den Propheten zu sprechen, die er aus dem Kreis seines
Volkes auswählte.
Auf solche Weise
haben auch die Richter das Recht für den Herrn gesprochen.
2 Chronik
19,5-7 5 Und er bestelle Richter im Lande in allen festen Städten
Judas, Stadt für Stadt,
6 und sprach zu den Richtern: Seht zu, was
ihr tut! Denn ihr haltet Gericht nicht im Namen von Menschen, sondern im Namen
des Herrn, und er ist bei euch, wenn ihr Recht sprecht. 7 Darum laßt
die Furcht des Herrn bei euch sein, haltet und tut das Recht; denn bei dem
Herrn, unserm Gott, ist kein Unrecht, weder Ansehen der Person noch Annehmen
von Geschenken.
Der König wird
auserwählt und ihm wird die Kraft des Heiligen Geistes gegeben, um über Israel
zu regieren (vgl. 1 Sam 10,1-7). Die Oberen der Geistlichkeit Israels
sollen durch das Los erwählt werden (Apg. 1,26). Apg. 6,3-6 zeigt, daß die
Diakone und die Ältesten unter den Brüdern der Gemeinde gewählt worden sind.
Die weltlichen Führer werden durch Salbung sowie durch Loswahl zu Königen oder
Richtern gewählt (vgl. Hosea 1,11; Lk.
14,28).
5 Mose
1,9-14 9 Da sprach ich zur
selben Zeit zu euch: Ich kann euch nicht mehr allein tragen; 10 denn
der HERR, euer Gott, hat euch so zahlreich werden lassen, daß ihr heute seid
wie die Menge der Sterne am Himmel. 11 Der HERR, der Gott eurer
Väter, mache aus euch noch vieltausendmal mehr und segne euch, wie er euch
zugesagt hat! 12 Wie könnte ich allein tragen eure Mühe und Last und
euren Streit? 13 Schafft herbei weise, verständige und erfahrene
Leute unter euren Stämmen, die will ich über euch zu Häuptern setzen. 14
Da antwortetet ihr mir und spracht: Ja, das ist eine gute Sache, die du tun
willst.
Hier gibt es
keine ungleiche Lastenverteilung unter den Menschen, den Richtern, den Tieren
oder anderen Wesen, oder in der Grundlage des Gesetzes selbst.
5 Mose 22,10 10
Du sollst nicht ackern zugleich mit einem Rind und einem Esel.
2 Korinther
6,14 14 Zieht nicht am fremden Joch mit dem Ungläubigen. Denn was
hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht
für Gemeinschaft mit der Finsternis?
Gottes Gesetz
läßt sich nicht mit den Gesetzen der Völker verbinden; es soll durch die
Gesetze der Völker auch nicht verwässert oder
abgeschwächt werden. Das System von Gottes Gesetz, Sein Kalender und
Sein System des Gottesdienstes soll nicht mit den Systemen der Ungläubigen
verbunden werden. Die Regierung und das Gerichtswesen aller Völker, die den
Bund Gottes halten, müssen das Gesetz Gottes getreu wiedergeben.
3 Mose 19,19 19
Meine Satzungen sollt ihr halten: Laß nicht zweierlei Art unter deinem Vieh
sich paaren und besäe dein Feld nicht mit zweierlei Samen und lege kein Kleid
an, das aus zweierlei Faden gewebt ist.
Alle Geschöpfe
sollen in dem reinen Zustand bewahrt werden, in dem sie geschaffen wurden. In
Gottes Schöpfung soll es kein Durcheinander durch Vermischung geben, etwa wie
bei der Züchtung von Maultieren oder anderen Hybriden. Das ist nach Gottes
Gesetzen verboten. Wir sollen reine und heilige Menschen sein, die nach
unverfälschten und heiligen Gesetzen leben. Das gehört auch zur Bewahrung des
Lebens.
Auch soll ein
Diener Gottes nicht damit beauftragt werden, die Gesetze auszuführen und
umzusetzen, ohne einen angemessenen Lohn für seine wöchentlichen Verpflichtungen
zu erhalten. Auch soll kein Tier und kein Mensch von der Arbeit abgehalten
werden, die ihm Freude macht.
5 Mose 25:4 4
Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden.
Wird sich Gott
nur der Sorgen des Hornviehs annehmen? (vgl. 1 Kor. 9,9; 1 Tim. 5,18; vgl. Job 38,41; Mat. 6,26; 10,29).
In Gottes Gesetzen wird für
alle Dinge gesorgt, unter der Voraussetzung, daß die Völker Seinen Gesetzen
gehorchen.
So muß auch das
Bußopfer und das Sühneopfer mit dem Gesetz übereinstimmen (3 Mose 5,5-7). Die
Bußopfer und die Sühneopfer sind im
Opfertod des Messias enthalten.
Das Gericht
schließt auch die Heiden und Feinde mit ein:
2 Mose 23,4-5 4
Wenn du dem Rind oder Esel deines Feindes begegnest, die sich verirrt haben, so
sollst du sie ihm wieder zuführen. 5 Wenn du den Esel deines
Widersachers unter seiner Last liegen siehst, so laß ihn ja nicht im Stich,
sondern hilf mit ihm zusammen dem Tiere auf.
wie einen Bruder
(5 Mose 22,1-4; 3 Mose 20,22-24).
Da wir heilig
sein sollen, so sollen auch die heilig sein, die mit uns leben, und wir sind
alle unter den Gesetzen Gottes im Heiligen Geist verbunden.
2 Korinther
6,14-18 14 Zieht nicht am fremden Joch mit den
Ungläubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der
Ungerechtigkeit? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis? 15
Wie stimmt Christus überein mit Belial? Oder was für ein Ziel hat der
Gläubige mit dem Ungläubigen? 16 Was hat der Tempel Gottes gemein
mit den Götzen? Wir aber sind der Tempel des lebendigen Gottes; wie denn Gott
spricht: „Ich will unter ihnen wohnen und wandeln und will ihr Gott sein, und
sie sollen mein Volk sein.“ 17 Darum, geht aus von ihnen und sondert
euch ab“, spricht der Herr; und rührt nicht Unreines an, so will ich euch
annehmen 18 und euer Vater sein, und ihr sollt meine Söhne und
Töchter sein“, spricht der allmächtige Herr.
Es steht
geschrieben: Du sollst deinen Bruder
nicht hassen, mache keine Vorwürfe deinem Nachbarn und laß ihm die Sünde nicht
zu, hege auch keinen Groll gegen Kinder deines Volkes, sondern liebe deinen
Nachbarn wie dich selbst: Ich bin der Herr. Du sollst den Fremden nicht
bedrücken, der sich eine Zeit unter euch aufhält, er soll unter euch leben
können, als ob er unter euch geboren wäre, und liebet ihn wie euch selbst, da
ihr Fremde in Ägypten wart. Ich bin der Herr, euer Gott (3 Mose 19,17,
18, 33, 34; 2 Mose 22,21).
Das Sechste Gebot
ist nicht einfach nur ein Gebot gegen das Töten. Es ist ein Gebot, Leben, das
dem Herrn heilig ist, im Rahmen der Gesetze des Lebendigen Gottes zu bewahren.
Das Leben soll nicht durch Ungerechtigkeit, Unterdrückung oder bezüglich der
Person in seiner Qualität oder seinem Niveau beeinträchtigt werden. So umfaßt
die Struktur des Gesetzes den Begriff des Angriffs auf die Persönlichkeit und
das Eigentum.
Verdrehung
des biblischen Gesetzes im Judaismus
So wird auch dem
Fremden oder Ausländer der Schutz der Persönlichkeit in der Gesellschaft und
die Hilfe bei Unfällen zugestanden. Die Verdrehung des biblischen Gesetzes
geschah in dem jüdischen Talmud so viele Male, daß von der echten Basis des
Gesetzes Gottes nicht viel übrig blieb. Wie verdreht die rabbinische Lehre ist,
können wir anhand des folgenden Zitats aus dem Mischna Tora Mörder von Maimonides 4,11 sehen:
Was die Heiden
angeht, mit denen wir nicht im Krieg sind ... so soll ihr Tod nicht
herbeigeführt werden, doch ist es verboten, ihnen zu helfen, wenn ihnen der Tod
bevorsteht; wenn zum Beispiel einer von ihnen ins Meer gefallen ist, soll man
ihn nicht retten, denn es steht geschrieben: ‚Du sollst nicht das Blut deines
Bruders fordern’ [3 Mose 19,16] - aber er [ein Heide] ist nicht dein
Bruder.
Soncino gibt
keinen Hinweis auf die rabbinische Interpretation in diesem Text, weil diese
unmenschliche und ungerechte Verdrehung der Schrift die Standarderklärung ist.
Die richtige Zitierung lautet folgendermaßen:
3 Mose 19,16 16
Du sollst nicht als Verleumder umhergehen unter deinem Volk. Du sollst auch
nicht auftreten gegen deines Nächsten Leben; ich bin der Herr.
Dieser Text (von
16 b) ist zu verstehen als ein Versäumnis, bei der Rettung des Lebens Hilfe zu
leisten. Stone Chumash bestätigt diesen Gedanken und sagt: Wenn ein Leben in Gefahr ist, sollst du dich bemühen, es zu retten ...
Die Juden interpretierten dies seit der Zeit Christi in der Überlieferung mit
der Bedeutung, daß der Nächste ein
Synonym zu Jude sei. Dies begann in
die spätere jüdische Praxis Eingang zu finden:
Die Entweihung des
Sabbats wird zur Pflicht, wenn die Notwendigkeit, das Leben eines Juden zu
retten, dies erfordert. Das Problem, das Leben eines Nichtjuden am Sabbat zu
retten, wird im Talmud als wichtige Frage nicht aufgeworfen, da dies ohnehin
sogar an Wochentagen verboten ist (vgl.
ibid.).
Diese
Interpretation bezüglich der Nichtjuden ist vielleicht die schlimmste
Verkehrung der Schrift. Das ist der Grund, warum Christus das Gleichnis vom
Guten Samariter erzählte, da diese Einstellung bereits in der Tempelperiode im
1. Jh. n. Chr. Eingang in den Judaismus gefunden hatte. (Die
sogenannte mündliche Gesetzestradition, die
angeblich die Mischna interpretierte oder beeinflußte, aus der sowohl der
Jerusalem-Talmud als auch der Babylonische Talmud abgeleitet wurde, bestand in
Wirklichkeit aus einer Reihe schriftlicher Interpretationen. Diese sind
geschrieben worden, um die bereits eingeführten Traditionen zu rechtfertigen,
die bereits ab der Zeit von 160 v. Chr. entstanden waren. Sie waren mit
Sicherheit in der Geschichte Israel nie etwas Selbstverständliches gewesen,
und sicherlich nicht bei Mose, wie dies die Bibel zeigt. Israel hatte oft sogar
das geschriebene Gesetz vergessen, ganz zu schweigen von einem sogenannten
„mündlich überlieferten Gesetz“. Diese Überlieferungen waren sehr
widersprüchlich und stellten in vielen Fällen ganz offensichtliche Verdrehungen der Schrift dar.)
Lukas 10,25-37 25
Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und sprach:
„Meister, was muß ich tun, daß ich das ewige Leben ererbe?” 26 Er
aber sprach zu ihm: „Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du?” 27
Er antwortete und sprach: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem
Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt, und deinen
Nächsten wie dich selbst”. 28 Er aber sprach zu ihm: „Du hast recht
geantwortet; tu das, so wirst du leben.” 29 Er aber wollte sich
selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: „Wer ist denn mein Nächster?” 30
Da antwortete Jesus und sprach: „Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem
hinab nach Jericho und fiel unter die Räuber; die zogen ihn aus und schlugen
ihn und machten sich davon und ließen ihn halbtot liegen. 31 Er traf
sich aber, daß ein Priester dieselbe Straße hinabzog; und als er ihn sah, ging
er vorüber. 32 Desgleichen auch ein Levit: als er zu der Stelle kam
und ihn sah, ging er vorüber. 33 Ein Samariter aber, der auf der
Reise war, kam dahin; und als er ihn sah, jammerte er ihn; 34 und er
ging zu ihm, goß Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie ihm, hob ihn auf
sein Tier und brachte ihn in eine Herberge und pflegte ihn. 35 Am
nächsten Tag zog er zwei Silbergroschen heraus, gab sie dem Wirt und sprach:
‚Pflege ihn; und wenn du mehr ausgibst, will ich dir’s bezahlen, wenn ich
wiederkomme.’ 36 Wer von diesen dreien, meinst du, ist der Nächste
gewesen dem, der unter die Räuber gefallen war?” 37 Er sprach: Der
die Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm: „So geh hin und tu
desgleichen!”
Auf keinem
anderen Gebiet haben die jüdischen Überlieferungen das Gewohnheitsrecht
stärker pervertiert als in diesem Verständnis der Pflicht, Leben zu retten und
in der Unschuldsvermutung.
Die
Unschuldsvermutung hat in der Bibel einen festen Platz, und kein Mensch darf
zum Tode verurteilt oder bestraft werden,
wenn es nicht zwei oder drei Zeugen für sein Vergehen gibt. Das zieht
sich durch die ganze Bibel, in allen Aspekten. Die Mischna jedoch führt eine
genau entgegengesetzte Konzeption ein, und zwar in Forth Division: The Order of Damages Sanhedrin 4,1 E(2):
In Eigentumsfällen
beginnt man [Argument] mit dem Fall entweder für den Freispruch oder für die
Verurteilung, während man bei Kapitalverbrechen nur mit dem Fall für den
Freispruch und nicht für die Verurteilung beginnt.
(vgl. The
Mishnah, A New Translation, Jacob Neusner,
In allen Fällen
verlangt die Unschuldsvermutung, daß die Klage vorgebracht und dann gehört
wird und mit den Aussagen zweier Zeugen erhärtet wird, vor einem Gericht aus
ernannten Richtern, die in jeder Hinsicht unvoreingenommen sind. Dem
Angeklagten muß die Gelegenheit zur Verteidigung gegeben werden. In der Zeit der Tempelperiode wurden
Eigentumsfälle vor einem Tribunal von drei Richtern verhandelt, und alle
Anklagen wegen Kapitalverbrechen wurden vor mindestens dreiundzwanzig
Sanhedrinen behandelt, wie die Mischna dies zeigt (ibid., D (1)). So fand für
jeden Beschluß in Eigentumssachen die Anklage vor dem Tribunal statt, wenn
dieser zur vorherigen Anhörung delegiert wurde. Alle Fälle von
Kapitalverbrechen wurden von mindestens dreiundzwanzig Sanhedrinen selbst
angehört, weil die Todstrafe folgte. Berufung war bereits in dieser frühen Zeit
im Falle von Zeugen und Beweismitteln möglich (Mishnah ibid.).
Aus diesem Grund
stehen die hinterhältigen Behauptungen des sogenannten Noahitischen Gesetzes,
das man im Judaismus aus dem Talmud zu begründen versuchte und nach dem die
Verurteilung aufgrund nur eines Zeugen
erlaubt ist, im Widerspruch zur Gerechtigkeit und zu den Gesetzen Gottes. Gegensatz zur Gerichtspraxis und Gottes.
Diese Ideen und Praktiken sind hinterlistig, unbiblisch und ungerecht.
Dieselben ungerechten Konzepte liegen den modernen Rechtssystemen in Europa
zugrunde, wo ein Mensch bis zu dem Moment schuldig ist, bis seine Unschuld
bewiesen ist. Listen von verdächtigten Personen können ohne Überprüfung oder
Beweis und ohne Gericht zusammengestellt und verbreitet werden. In
Großbritannien ist dieses Unrecht in das Rechtssystem übernommen worden, ohne
daß jemand dagegen protestierte. Die Ergebnisse und Reformen des Bürgerkrieges
und der Zeit danach gingen ohne Protest verloren, durch eine kindische
Argumentation. Die Leute, die Zugang zu den Akten haben, können ihre Gegner
vernichten, und es besteht keine Gerechtigkeit. Aus diesem Grund, und weil man
Mord und Ungerechtigkeit zugelassen hatte, wurde das Heilige Römische Reich
zerstört, und die Revolution von 1850 veränderte Europa (vgl. Malachi Martin, The Decline and Fall of the Roman Church, Secker and Warburg,
London, 1982, S. 250-256, et seq.). Das Christentum hatte nun selbst das Gesetz
pervertiert, genauso oder noch stärker als der rabbinische Judaismus. Gottes
Gesetz ist nie getreu angewandt worden, außer unter Mose und David, und einer
gelegentlichen kurzen Erneuerung. Die christliche Welt hatte dies nicht einmal
versucht, geschweige denn in der Praxis erprobt.
In derselben
Weise wurde das Gesetz unterminiert und zerstört, als der Prophet Mohammed
versuchte, es wieder einzuführen, und die Vier Rechtgeleiteten Kalifen
versuchten, es anzuwenden. Der Islam wurde durch die Überlieferung des Hadith
zerstört, so wie die Konzilien das Christentum zerstört hatten und der Talmud
das Gesetz Gottes zerstört hatte, um zum Judaismus zu werden. Babylon herrschte
für tausend Jahre. Das ist die Religion des Gottes dieser Welt bis zur
kommenden Erneuerung.
Die
Bedingungen der Übertretung des Sechsten Gebotes
Als Israel
entstand, bildeten sich drei Städte als Zufluchtsorte für Leute, die einen
anderen Menschen ohne Absicht getötet hatten, damit niemand in der Hitze des
Augenblicks Rache nehmen konnte. Es sollte dort kein unschuldiges Blut
vergossen werden. Die Gebote sollten gehalten werden, und drei weitere
Zufluchtsstädte sollten eingerichtet werden. Wenn es sich jedoch um eine
vorsätzliche Tötung handelte, das heißt, im Fall eines Mordes, dann sollte
diese Person für das Gerichtsverfahren und die Verurteilung zum Tod
ausgeliefert werden.
Für die
unbeabsichtigte Übertretung des Gesetzes wird also innerhalb der
Zufluchtsorte der Schutz des Staates
gewährt, wenn er nicht innerhalb der normalen Stammesumgebung garantiert werden
kann. Die Pflicht jedes Einzelnen und
des Staates ist es, den Schutz aller Bürger zu gewährleisten.
Mit der
Vorstellung von der gesetzlichen Kontrolle des Lebens geht zugleich die
Vorstellung einher, für das Leben Vorsorge zu treffen, oder zum Leben zu erwecken.
5 Mose 32,39 39
Sehet nun, daß ich’s allein bin und ist kein Gott neben mir! Ich kann töten
und lebendig machen, ich kann schlagen
und kann heilen, und niemand ist da, der aus meiner Hand errettet.
Gott hat keinen
Gott neben sich, sondern Er ist der einzige Gott, er gibt das Leben und nimmt
es wieder. Er nimmt das Gericht in seine Hand. So wird die Wegnahme des Lebens
seit dem Sündenfall (siehe die Kapitel The
Doctrine of Original Sin Part 1 The Garden of Eden [246] und Doctrine of Original Sin Part 2 The
Generations of Adam [248] durch die Hingabe des Lebens und die Auferstehung
korrigiert (siehe das Kapitel The
Resurrection of the Dead [143]). Gott untersteht somit nur seinen eigenen
Gesetzen und leistet Ersatz für alle Handlungen, die er im Prozeß der Schöpfung
getan oder angeordnet hat.
1 Samuel 2,6 6
Der Herr tötet und macht lebendig,/ führt hinab zu den Toten und wieder
herauf.
(vgl. Jes. 43,13)
Jahova-Elohim hat
den Atem des Lebens in die Nasenlöcher Adams eingehaucht, und ebenso empfangen
wir durch denselben Elohim (1 Mose 2,7) den Atem des Heiligen Geistes
(vgl. Joh 20,22-23).
Gott verurteilt
die Menschen wegen der Sünde und der Gesetzesübertretung zum Tode. So sehen
wir, daß die Übertretung des Sechsten Gebotes letztendlich zur Todesstrafe
führt, die die höchste Strafe für die Übertretung jedes Gebotes Gottes ist. Die
letzte Strafe für die Gesetzesübertretung ist der Tod, vom Ersten bis zum Zehnten
Gebot (2 Mose 22,22-24; 5 Mose 24,14-17). Die Gebote basieren auf
Entschädigung und Wiederherstellung, aber die letzte Sanktion für die
wiederholte Übertretung und für die Verweigerung des Gehorsams ist auf jeden
Fall der Tod.
Bewahrung
des Lebens allein durch das Gesetz
Die Nation hat
die Pflicht, das Leben der im Lande geborenen
Menschen, aber auch das Leben der Fremden und Ausländer im Lande zu
erhalten.
3 Mose 19,9-10 9
Wenn du dein Land aberntest, sollst du nicht alles bis an die Ecken deines Feldes
abschneiden, auch nicht Nachlese halten. 10 Auch sollst du in deinem
Weinberg nicht Nachlese halten noch die abgefallenen Beeren auflesen, sondern
dem Armen und Fremdling sollst du es lassen; ich bin der Herr, euer Gott.
Angriffe
auf behinderte Menschen
Das Gesetz sieht
den Schutz dieser Personen vor ungerechter Vorteilsnahme vor.
3 Mose 19,14 14
Du sollst dem Tauben nicht fluchen und sollst vor den Blinden kein Hindernis
legen, denn du sollst dich vor deinem Gott fürchten; ich bin der Herr.
Der
Schutz des Lebens und der Familie
3 Mose 25,35-43
35 Wenn dein Bruder neben dir verarmt und nicht mehr bestehen kann,
so sollst du dich seiner annehmen wie eines Fremdlings oder Beisassen, daß er
neben dir leben könne; 36 und du sollst nicht Zinsen von ihm nehmen
noch Aufschlag, sondern sollst dich vor deinem Gott fürchten, daß dein Bruder
neben dir leben könne.37 Denn du sollst ihm dein Geld nicht auf
Zinsen leihen noch Speise geben gegen Aufschlag. 38 Ich bin der
Herr, euer Gott, der euch aus Ägyptenland geführt hat, um euch das Land Kanaan
zu geben und euer Gott zu sein. 39 Wenn dein Bruder neben dir
verarmt und sich dir verkauft, so sollst du ihn nicht als Sklaven dienen
lassen; 40 sondern wie ein Tagelöhner, wie ein Beisasse soll er bei
dir sein und bis an das Erlaßjahr bei dir dienen. 41 Dann soll er
von dir frei ausgehen und seine Kinder mit ihm und soll zurückkehren zu seiner
Sippe und wieder zu seiner Väter Habe kommen. 42 Denn sie sind meine
Knechte, die ich aus Ägyptenland geführt habe. Darum soll man sie nicht als
Sklaven verkaufen.
Der Wucher ist
allen Gläubigen verboten, denn dadurch bedrücken wir einander. Denn für uns
alle wurde ein Preis bezahlt, und so sollen wir alle Gott loben, indem wir alle
Menschen schützen (1 Kor. 6,20; vgl. 2 Mose 22,21). Denn Gott ist der
elohe der elohim, oder der Gott der Götter, und der Herr der Herren (adonai der adonim) (5 Mose. 10,17-19).
Die Nation und
der Mensch sollen in Freiheit und unter gerechten Gesetzen am Leben erhalten
werden.
2 Mose 21,2-6
2 Wenn du einen hebräischen Sklaven kaufst, so soll er dir
sechs Jahre dienen; im siebenten Jahr aber soll er freigelassen werden ohne
Lösegeld. 3 Ist er ohne Frau gekommen, so soll er auch ohne Frau
gehen; ist er aber mit seiner Frau gekommen, so soll sie mit ihm gehen. 4
Hat ihm aber sein Herr eine Frau gegeben und hat sie ihm Söhne oder Töchter
geboren, so sollen Frau und Kinder seinem Herrn gehören, er aber soll ohne Frau
gehen. 5 Spricht aber der Sklave: Ich habe meinen Herrn lieb und
mein Weib und Kind, ich will nicht frei werden, 6 so bringe ihn sein
Herr vor Gott und stelle ihn an die Tür oder den Pfosten und durchbohre mit
einem Pfriemen sein Ohr, und er sei sein Sklave für immer.
Das ist das
Zeichen der Unehre. Der Mann soll frei gehen, und er soll auch seine Frau
freigeben. Kein Herr soll seinen Sklaven unterdrücken, und er erhält den
gerechten Lohn für seine Arbeit.
5 Mose 15,12-15 12 Wenn sich dein Bruder,
ein Hebräer oder eine Hebräerin, dir verkauft, so soll er dir sechs Jahre
dienen; im siebenten Jahr sollst du ihn als frei entlassen. 13 Und
wenn du ihn freigibst, sollst du ihn nicht mit leeren Händen von dir gehen
lassen, 14 sondern du sollst ihm aufladen von deinen Schafen, von
deiner Tenne, von deiner Kelter, so daß du gibst von dem, womit dich der Herr,
dein Gott, gesegnet hat 15 und sollst daran denken, daß du auch
Knecht warst in Ägyptenland und der Herr, dein Gott, dich erlöst hat; darum
gebiete ich dir solches heute.
Wie kann ein Mann
freigelassen und dabei großzügig aus der Herde bedacht werden, aber seine Frau und seine Kinder werden
zurückgehalten? Es ist das Gesetz, das die richtige und gerechte Rückerstattung
verlangt. Es wird darauf hingewiesen, daß die Knechtschaft bedingt ist. Der
Eigentümer wird nicht bestraft durch die Großzügigkeit seiner ursprünglichen
Gabe, wenn er in der Knechtschaft bleibt. Diese Gesetze sind heutzutage
eingeschränkt, jedoch erst seit dem 20. Jahrhundert. Sklaverei und Leibeigenschaft
waren bis ins 19. Jahrhundert sehr verbreitet.
Das Gesetz gilt
außerdem für alle, für die Familie und für das Volk, und es liegt in der
Verantwortung der Herrscher und der Eigentümer, für den Wohlstand der Menschen
zu sorgen, die in ihrem Gebiet leben.
2 Mose 23,10-11
10 Sechs Jahre sollst du dein Land besäen und seine Früchte
einsammeln 11 Aber im siebenten Jahr sollst du es ruhen und liegen
lassen, daß die Armen unter deinem Volk davon essen; und was übrigbleibt, mag
das Wild auf dem Felde fressen. Ebenso sollst du es halten mit deinem Weinberg
und deinen Ölbäumen.
Deswegen
soll man durch Nachlässigkeit oder durch Hunger niemanden in den Ländern töten,
die einem gehören.
3 Mose 19,9-10 9
Wenn du dein Land aberntest, sollst du nicht alles bis an die Ecken deines
Feldes abschneiden, auch nicht Nachlese halten. 10 Auch sollst du in
deinem Weinberg nicht Nachlese halten noch die abgefallenen Beeren auflesen,
sondern dem Armen und Fremdling sollst du es lassen; ich bin der Herr, euer
Gott.
Der Herr, unser
Gott schickt seinen Engel vor uns her, um uns zu beschützen und dafür zu
sorgen, daß wir uns seinen Gesetzen unterordnen.
Ein Engel Gottes
wurde gesandt, um vor den Menschen herzugehen, ihnen den rechten Weg zu weisen
und sie an den Ort zu führen, der ihnen bestimmt war. Man sollte ihm gehorchen
und ihn nicht erzürnen, denn er würde
ihnen ihre Vergehen nicht vergeben. Gottes Name war in ihm, so wirkte er für
Gott als Sein Vermittler. Deshalb wurde er Jahova und Elohim genannt, ode auch
„der Engel des Jahova“ und „der Engel des Elohim“. Gehorsam bedeutete, daß Gott
sie vor ihren Feinden beschützen würde. Sie sollten ihre Götter nicht anbeten,
sondern sollten sie überall umstürzen und ihre Bilder zerstören. Nur Gott
sollten sie dienen, der sie mit Brot und Wasser segnen und sie heilen würde.
5 Mose 16,10-14 10 und sollst das
Wochenfest halten dem Herrn, deinem Gott, und eine freiwillige Gabe deiner Hand
geben je nach dem, wie dich der Herr, dein Gott, gesegnet hat. 11 Und
sollst fröhlich sein vor dem Herrn, deinem Gott, du und dein Sohn, deine
Tochter, dein Knecht, deine Magd und der Levit, der in deiner Stadt lebt, der
Fremdling, die Waise und die Witwe, die in deiner Mitte sind, an der Stätte,
die der Herr, dein Gott, erwählen wird, daß sein Name da wohne. 12
Denke daran, daß du Knecht in Ägypten gewesen bist, und beachte und halte diese
Gebote. 13 Das Laubhüttenfest sollst du halten sieben Tage, wenn du
eingesammelt hast von deiner Tenne und von deiner Kelter, 14 und du
sollst fröhlich sein an deinem Fest, du und dein Sohn, deine Tochter, dein
Knecht, deine Magd, der Levit, der Fremdling, die Waise und die Witwe, die in
deiner Stadt leben.
Die Verantwortung
lautet, die ganze Gesellschaft zum Leben
zu erwecken, im Rahmen des Einflusses, den der einzelne Mensch hat. Das
Gebot, seinen Nächsten zu lieben wie sich selbst, erstreckt sich auf alle
Menschen, die in unserem Einflußbereich leben (siehe das Gleichnis von dem
Guten Samariter, Lk. 10,30-37).
Die Hilfe für
unseren Nächsten sollte so weit gehen, daß sogar unsere eigene Nachlässigkeit eine
Hilfe für die Armen sein kann:
5 Mose 24,19-21
19 Wenn du auf deinem Acker geerntet und eine Garbe vergessen hast
auf dem Acker, so sollst du nicht umkehren, sie zu holen, sondern sie soll dem
Fremdling, der Waise und der Witwe zufallen, auf daß dich der Herr, dein Gott,
segne in allen Werken deiner Hände. 20 Wenn du deine Ölbäume
geschüttelt hast, so sollst du nicht nachschütteln; es soll dem Fremdling, der
Waise und der Witwe zufallen. 21 Wenn du deinen Weinberg abgelesen
hast, so sollst du nicht nachlesen; es soll dem Fremdling, der Waise und der
Witwe zufallen.
(Vergleiche auch
die Erzählung von Rut (Kap. 2)).
Gott beschützt
Israel auf allen seinen Wegen und erhält es am Leben, als ein Beispiel für uns.
Mose
erzählt noch einmal von den Wanderungen Israels
Gott garantiert,
daß den Menschen und ihrem Haus alles im Überfluß gegeben wird, und Er segnet
das Volk, wenn es ihm gehorsam ist.
Die Rinder und
die Beute werden mitgeführt, außer da, wo Gott dies ausdrücklich verboten hat.
Die Menschen
brauchen keine Angst zu haben. Ihre Feinde werden geschlagen und ganz
vernichtet werden.
Dem ganzen Volk
Israel wird befohlen, den Stämmen in ihrem gesamten Besitz und beim Antreten
ihrer Erbschaft zu helfen. Kein Stamm soll abseits stehen, wenn es darum geht,
den anderen bei der genauen Erfüllung des Willens Gottes zu unterstützen und
das Volk Israel zu begründen.
Kein Mensch soll
sich weigern, einem anderen aus den Stämmen zu helfen, sein Leben zu retten,
und niemand soll einen anderen Menschen bedrücken, belästigen oder enttäuschen.
Niemand soll das Leben eines anderen durch Wucher oder eine andere Bedrückung
beeinträchtigen.
Das
Recht auf Leben und das Recht zu töten ruht in Gott
Gott begründet
jede Macht und jede Autorität. Die Obrigkeit herrscht mit dem Schwert durch den
Willen Gottes.
Titus 3,1-3 1 Erinnere sie daran, daß sie der
Gewalt der Obrigkeit untertan und gehorsam seien, zu allem guten Werk bereit, 2
niemanden verleumden, nicht streiten, gütig seien, alle Sanftmut beweisen gegen
alle Menschen. 3 Denn auch wir waren früher unverständig,
ungehorsam, gingen in die Irre, waren mancherlei Begierden und Gelüsten
dienstbar und lebten in Bosheit und Neid, waren verhaßt und haßten uns
untereinander.
(vgl. Römer
13,1-7).
Wir sind
denjenigen Ehre und Hochachtung schuldig, die Gott erhoben hat und denen dies
gebührt.
Die Nation hat
jedoch das Recht, das Leben vor Unterdrückung durch ungerechte Gesetze zu
bewahren.
2 Mose 11,1-10 1 Und der Herr sprach zu
Mose: Eine Plage noch will ich über den Pharao und Ägypten kommen lassen. Dann
wird er euch von hier wegziehen lassen, und nicht nur das, sondern er wird euch
von hier sogar vertreiben. 2 So sage nun zu dem Volk, daß ein jeder
sich von seinem Nachbarn und eine jede von ihrer Nachbarin silbernes und
goldenes Geschmeide geben lasse. 3 Und der Herr verschaffte dem Volk
Gunst bei den Ägyptern, und Mose war ein sehr angesehener Mann in Ägyptenland vor
den Großen des Pharao und vor dem Volk. 4 Und Mose sprach: So
spricht der Herr: Um Mitternacht will ich durch Ägyptenland gehen, 5
und alle Erstgeburt in Ägyptenland soll sterben, vom ersten Sohn des Pharao an,
der auf seinem Thron sitzt, bis zum ersten Sohn der Magd, die hinter ihrer
Mühle hockt, und alle Erstgeburt unter dem Vieh. 6 Und es wird ein
großes Geschrei sein in ganz Ägyptenland, wie nie zuvor gewesen ist noch werden
wird; 7 aber gegen ganz Israel soll nicht ein Hund mucken, weder
gegen Mensch noch Vieh, auf daß ihr erkennt, daß der Herr einen Unterschied
macht zwischen Ägypten und Israel.
8 Dann werden zu mir herabkommen alle diese
deine Großen und mir zu Füßen fallen und sagen: Zieh aus, du und alles Volk,
das dir nachgeht. Und daraufhin werde ich ausziehen. Und Mose ging vom Pharao
mit grimmigem Zorn. 9 Der Herr aber sprach zu Mose: Der Pharao wird
nicht auf euch hören, auf daß meiner Wunder noch mehr werden in Ägyptenland. 10
Und Mose und Aaron haben diese Wunder alle getan vor dem Pharao; aber der Herr
verstockte ihm das Herz, so daß er die Israeliten nicht ziehen ließ aus seinem
Lande.
Der Tod ist
symbolisch, und das Blut wird verwendet, um auf das Kommen des Messias
hinzuweisen, dessen vergossenes Blut auf die Auferweckung der ganzen Menschheit
zum Leben hinweist. Das Opfersystem wurde eingerichtet, um darauf hinzuweisen,
daß die gesamte Struktur Gott geweiht ist, im Gehorsam zu ihm. So wie das Volk
Israel durch das Opfern des Passahlammes am Leben erhalten wurde, so wird auch
die ganze Welt durch das Opfer des Messias am Leben erhalten. Das Opfer ist
kein Verlangen nach Blut von seiten Gottes, sondern vielmehr eine Prüfung der
Bereitschaft seiner Söhne, ihr Leben für einander aufzuopfern.
2 Mose 29,11-12
11 Und du sollst den Stier schlachten vor dem Herrn, vor der Tür der
Stiftshütte, 12 und sollst von seinem Blut nehmen und mit deinem
Finger an die Hörner des Altars streichen und alles andere Blut an den Fuß des
Altars schütten.
Der Messias ging
durch sein eigenes Blut ein und für allemal zu dem Allerheiligsten ein. So bereitete er uns den Weg, um nach der
Auferstehung von den Toten einzutreten in Gottes Reich und zu Söhnen Gottes zu
werden, als Miterben Christi (vgl. Röm. 1,4; Heb. 9,12 ff.). Der Tempel (oder
die Stiftshütte) war die Nachbildung des Heiligtums im Himmel. Der Tempel weist
auf uns als geistigen Tempel hin, wir sind selbst ein Tempel (1 Kor. 3,16-17).
Israel wanderte
vierzig Jahre in einem Wüstengebiet, und alle, die das Versprechen nicht
annahmen, starben im Wüstengebiet, außer Kaleb und Joshua. Dieses Geschehnis
weist auf diejenigen im Volk Israel hin, die das Versprechen nicht annahmen.
Die Stämme aßen Manna die ganze Zeit über, und sie tranken von seinem geistigen
Felsen, der Christus war. Er ist für sie sichtbar geworden, wie der Hauptmann
der Armee des Herrn, um sie nach der Beschneidung bei Gilgal in ihr Erbe bei
Jericho zu führen.
Der
irdische Tempel wurde errichtet und blieb bis zur Zeit des Messias bestehen,
und dann trat der geistige Tempel an die Stelle des irdischen. Die ganze Kirche
hatte in dem Wüstenland während der vierzig Erlaßjahre kein anderes Opfer als die Auserwählten. Die
144 000 waren die Opfer am Sabbat, an den Neumonden und den Heiligen
Tagen. Das tägliche Opfer wies auf die große Schar der Menschen hin, und die
Nacht kommt vor dem Tag, der Abend vor dem Morgen. Deshalb gibt es nur ein
einziges Opfer im Tempel von Hesekiel, weil der größte Teil der Ernte bereits
tot ist, aber nur die erste Wiederauferstehung ist auferstanden. Es sollen noch
mehr kommen (Offenb. 20,4-15). Das Abendopfer ist bereits erstanden, als die
große Schar der Menschen bei der ersten Auferstehung (Offenb. 7,9 ff). So
ist das Morgenopfer, das auch die Morgendämmerung unter dem Morgenstern ist,
das einzige Opfer von den beiden täglichen Opfern, das im System des
Tausendjährigen Reiches übernommen wurde (vgl. Hesek. 46,13-15). Die lange
Nacht ist vorbei. Deshalb gab es kein Opfern während der langen Nacht der
vierzig Jahre im Wüstengebiet, denn die Ernte ging weiter und sie sind während
dieser Zeit alle lebendige Steine des Tempels.
Hesekiel 46,13-15 13
Und er soll dem Herrn täglich ein Brandopfer darbringen, nämlich ein
einjähriges Schaf ohne Fehler; das soll er alle Morgen opfern. 14 Und
er soll alle Morgen den sechsten Teil eines Scheffels als Speisopfer dazu
darbringen und den dritten Teil einer Kanne Öl, um das Feinmehl zu besprengen,
als ein Speisopfer für den Herrn. Das soll eine ewige Ordung sein über das
tägliche Opfer. 15 Und so sollen sie das Schaf mit dem Speisopfer
und dem Öl alle Morgen opfern als tägliches Brandopfer.
Das Opfersystem
weist in jedem Aspekt auf die rettende Gnade Gottes in der Erlösung durch das
Opfer Christi hin. Während der ganzen Periode des Tempels gab es keinen Tag, an
dem kein Opfer vorbereitet wurde. Als der Tempel in Jerusalem zerstört wurde,
gab es immer einen in Ägypten. Das war bei Elephantine, während der Zeit der
Babylonischen Gefangenschaft. Elephantine wurde dann zerstört und das Opfern
war dort später begrenzt. Ein weiterer Tempel wurde von Onias IV. bei
Leontopolis in dem alten Land von Goschen gebaut, nach der Prophezeiung von
Jesaja 19,19, der dann später entweiht wurde, bis zur Zerstörung von Jerusalem
im Jahre 70 n. Chr. Der Tempel bei Leontopolis wurde auf Anordnung von
Vespasian im Jahre 71 n. Chr. geschlossen (vgl. das Kapitel The Sign of Jonah and the History of the
Reconstruction of the
Die Tempelperiode
dauerte ab der Erbauung des Tempels durch Salomo tausend Jahre, bis zur
Einsetzung des Messias als Hoherpriester und der Kirche nach dem Gesetz von
Melchisedek. Das war die Periode der zwanzig Erlaßjahre, die durch die
Abendopfer symbolisiert wurde.
Die Kirche ging
damals in einer langen Nacht in das Wüstenland, wo es keinen irdischen Tempel
gab, und die Opfer waren die 144 000 von den zweiundsiebzig (den Opfern an
den wöchentlichen und monatlichen Tagen und an den Heiligen Tagen), die noch
einmal über zweitausend Jahre oder 40 Erlaßjahre hinausgeführt wurden. Die
Auserwählten waren die lebendigen Opfer, und die große Schar, die mit ihnen war
(aus Offb. 7,1-17), waren die täglichen Opfer, die kein Mensch zählen konnte. Sie fielen in den Schlaf für die erste Auferstehung im Herrn, daher die
Symbolik.
Die Morgenopfer,
die im Tempel von Hesekiel erwähnt werden, stellen die letzte Zeit dar – das
Tausendjährige Reich der Herrschaft Jesu Christi und der Auserwählten. Die letzte Periode von zwanzig Erlaßjahren
oder tausend Jahren, die die viertausendjährige Tempelperiode abschließen,
enden mit der zweiten Auferstehung und dem Jüngsten Gericht, und der Ankunft
des einen wahren Gottes in der Herrlichkeit der Stadt Gottes (siehe die Kapitel
Outline Timetable of the Age [272] und The City of God [180]).
3 Mose 1,1-17 [Soll man ganz lesen]
Die Opfer sollten
von der Herde stammen (Schafe, Ziegen oder Rindvieh), oder Geflügel, sie
sollten ohne Fehler sein, und die Spende sollte freiwillig sein.
Die Priester
brachten sie dar, wie es bestimmt war.
Zweitausend Jahre
lang waren keine Opfer erlaubt, außer den Opfern der Auserwählten füreinander.
Der Tempel wurde auf Anordnung Gottes absichtlich zerstört, und es wurde so
verhindert, daß Opfer abgehalten wurden. Alle, die das Opfer wiedereinzuführen
versuchten, wurden getötet oder in die Gefangenschaft geschickt. Die Erlösung ist
für die Christen und ganz Israel. Diejenigen, die versuchten, die Christen nach
dem Gesetz zu unterdrücken, wurden vernichtet oder bestraft.
Die Opfer für den
Herrn kommen nicht mehr von den Priestern Aarons, sondern von den Priestern des
Melchisedek (vgl. Ps. 110,4). Sie sind ohne Genealogie, ohne Festlegung durch
Mutter und Vater, aber sie sind Priester für ewig, unter ihrem Hohenpriester,
dem Messias (vgl. Heb. 7,1-22).
Im alten System
waren die Opfer für die Geistlichkeit. Die Opfer SIND im neuen System auch die
Geistlichkeit.
Wir werden wieder
heil durch das Opfer des Messias. Das Gesetz ist in unsere Herzen und Seelen
geschrieben (Heb. 8,8-13). Unser Opfer wurde dadurch erneut, weil unser
Hoherpriester zur Rechten Gottes sitzt (Heb. 8,1 ff.). Alles, was getötet wird,
wird nach Gottes Autorität und Gottes Macht getötet. Alles, was lebt, gehört
Gott, das Rindvieh Gottes und die Gefäße in Jerusalem in der Zeit der
Erneuerung werden dem Herrn geheiligt, so wie alles Leben. Er ist es, der
befiehlt zu töten. Das Opfer des Messias und das Sündopfer war für das völlig
neue Priesteramt nötig, und kein Mensch kann Priester werden, außer durch das
Sündopfer des Messias. Er ist das Friedensopfer, das uns mit Gott vereinigt.
So wird die
Geistlichkeit durch die Opfer geweiht, und all dies widerspiegelt sich im
Messias.
Die Priester
müssen im Wasser der Taufe gereinigt werden, und mit den unbefleckten Decken
bekleidet, die im Blut des lammes gewaschen wurden, und sie werden dann auf ihr
Priesteramt vorbereitet. Die
Geistlichkeit wurde beginnend mit Mose geweiht, der Prophet war und
emporgehoben wurde, ihm ähnlich, und der spätere Prophet sollte die gesamte
Menschheit zum Leben erwecken. Seit dem Messias wurde die Geistlichkeit
vorbereitet und eingerichtet. Darauf deutete Mose hin, und es wurde in der
Kirche erfüllt.
Die Weihe der
Priester wird auf ähnliche Weise durchgeführt wie die Einweihung des Tempels
(siehe das Kapitel The Sanctification of
the Temple [241]). Sie sind
ungesäuert, befreit vom alten Sauerteig der Bosheit und Sündhaftigkeit, und
warten auf den neuen Sauerteig des Heiligen Geistes.
Vom ersten Tag
des ersten Monats, Abib oder Nissan genannt, bis zum siebten des ersten Monats
weihen die Geistlichkeit und die Auserwählten den Tempel, und dann die
Einfachen und Verirrten am letzten (das heißt am siebten) Tag. Denn die Geistlichkeit
ist der Tempel nach dem Beschluß von Melchisedek.
Der
Brauch der Einhaltung des Neujahrstags, am ersten Tag des siebten Monats, Rosch Haschana genannt, steht im
Widerspruch zum Gesetz Gottes und fand erst im dritten Jahrhundert unserer
Zeitrechnung Eingang in den Judaismus, wie Rabbi Kohn, Oberrabiner von Budapest, berichtet (siehe The Sabbatarians in Transylvania, [1894]
ed., W. Cox, tr. T. McElwain and B. Rook, 1998,
CCG Publishing, pp. v. et seq.). Er wurde in der Tempelperiode nie eingehalten. Die gesamte
Symbolik der Einweihung des Tempels ließ solche Vorstellungen nicht zu.
Seit der Weihe
und Aussonderung der Auserwählten werden auch die Menschen gesegnet. Das Volk
und die Erde können nicht verletzt werden, bis die letzten der Auserwählten
getauft, gesiegelt und ausgesondert sind,
sind und dann wird das Ende
kommen (Offenb. 7,3-4).
Alles Töten liegt
beim Herrn, und Blut muß mit Blut bezahlt werden, wenn es nicht als heilig für
den Herrn getan wurde.
So wurden alle Dinge zum höheren Ruhm Gott gemacht. Die Funktion des Schlachthauses mußte unter der Aufsicht der Priester stehen. In der Zeit der Erneuerung wird alle Tötung des Fleisches als Opf