Christen-Gemeinden Gottes

[260]

 

 

 

Das Gesetz und das Siebte Gebot [260]

 

 

(Ausgabe 1.10 19981009-19990525)

 

Es steht geschrieben: Du sollst nicht ehebrechen. Dieses Kapitel erklärt die gesamte Struktur des Gesetzes Gottes und seine Anwendung auf die Gebote, wie dies die Propheten und die Testamente gemäß der Lesung des Gesetzes in den Sabbatjahren erklären.

 

 

 

Christian Churches of God

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(Copyright 1998, 1999  Wade Cox)

 

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Das Gesetz und das Siebte Gebot [260]

 


Es steht geschrieben: Du sollst nicht ehebrechen. (2 Mose 20,14; 5 Mose 5,18).

 

Die Funktion der Sexualität

Sexualität innerhalb der gleichen Art ist nach dem Willen Gottes, und die natürliche Funktion der Sexualität ist es, die Erde zu bevölkern und Menschen als zukünftige Söhne und Töchter Gottes zu zeugen, in Übereinstimmung mit Gottes Weisungen für Adam (1 Mose 1,28; 9,1).

 

Die Erde wird bevölkert und alles Tun des Menschen geschieht in Übereinstimmung mit dem Gesetz Gottes.

 

Matthäus 5,17-18 17 Ihr sollt nicht meinen, daß ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen. 18 Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis alles geschieht.

 

Daraus folgt, daß das Ziel der Sexualität und die Kontrolle der Sexualität gemäß den Gesetzen Gottes definiert ist und ihnen unterworfen ist. Das Siebte Gebot ist deshalb der Sexualität der Völker gewidmet. Alle Gesetze, die die Sexualität betreffen, stützen sich auf das Siebte Gebot und werden von dem Fünften und Sechsten Gebot sowie allen vorhergehenden Geboten begrenzt.

 

Die Familie als Treuhänder

Die Familie, die nach der Struktur des Fünften Gebotes und der daraus abgeleiteten Gesetze organisiert ist, ist der Regulator und Treuhänder der Sexualität (siehe Sprüche 1,8-9; 6,20; 14,1)

 

Die Frau ist vom Herrn, und derjenige, der sie heiratet, findet Gefallen in den Augen des Herrn (Sprüche 18,22; 19,14). Eine tugendhafte Frau ist die Krone ihres Mannes (Sprüche 12,4).

 

Aus dem Gesetz folgt, daß das Zölibat (Ehelosigkeit) ein unnatürlicher Zustand ist, der keinen Vorteil über den der natürlichen Verbindung und der Familie hinaus verspricht, die das Instrument des Willens Gottes und seines Planes ist. Zölibat hat keine Priorität im Vergleich zur Ehe. Die Geschichte des Asketismus in den christlichen und anderen Traditionen wird im Kapitel Vegetarianism and the Bible [183] beschrieben.

 

Paulus schreibt in diesem Sinne in seinem ersten Brief an die Korinther 7,1-5, wo er folgendes empfiehlt, um dem Ehebruch auszuweichen: Jeder Mann soll seine Frau haben und jede Frau soll ihren Mann haben. Er sagt in Vers 6, daß er keine Anweisungen vom Herrn hat; die reine Anbetung Gottes ist das höchste Gebot, aber die Menschen sollten heiraten, um dem Ehebruch auszuweichen. Die Geschichte des Zölibats in der Kirche ist eine lebendige Verurteilung des Versagens dieses Systems. Paulus sagt, daß alle jungen Frauen heiraten sollen und Kinder gebären und für ihr Haus sorgen sollen (1 Tim. 5,14).

 

Die Familie der Menschen sind Fremde und Reisende auf der Erde, und das Land gehört Gott. Die Familie und die Arten der Lebewesen sind nur Instrumente in dem großen Plan Gottes (3 Mose 25,23).

 

1 Mose 30,20 20 und Lea sprach: Gott hat mich reich beschenkt; nun wird mein Mann doch bei mir bleiben; denn ich habe ihm sechs Söhne geboren. Und nannte ihn Sebulon.

 

In allen Funktionen der Ehe soll die Sexualität gemäß dem Zehnten Gebot kein Gegenstand der Begierde sein. Die Sexualität und die Zeugung soll weder ein Gegenstand der Begierde der Frau sein, noch soll die Ehe selbst für Zwecke der Begierde benutzt werden (siehe 2 Sam. 11,1-12,24; 1 Könige 21,1-19).

 

Sex in der Ehe

Die Sexualität ist nach den Gesetzen Gottes auf die Ehe beschränkt, weil die Frau aus dem Mann gemacht und ihm gegeben wurde, damit sie ein Fleisch werden, um den Zweck Gottes in der Schöpfung zu erfüllen (1 Mose 1,26-28; 2,15; 18-25). Diese gesamte Struktur ist auf die Schöpfung begrenzt und bezieht sich nicht auf die himmlischen Heerscharen (Mat. 22,30). Die himmlischen Heerscharen brachen dieses Gesetz und verloren ihren hohen Rang (Judas 6).

Die Ehe ist die festbegründete Funktion der Schöpfung, und sie repräsentiert die Verbindung von Christus und der Kirche.

 

Epheser 5,22-33 22 Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie dem Herrn. 23 Denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Gemeinde ist, die er als seinen Leib erlöst hat. 24 Aber wie nun die Gemeinde sich Christus unterordnet, so sollen sich auch die Frauen ihren Männern unterordnen allen Dingen. 25 Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und hat sich selbst für sie dahingegeben, 26 um sie zu heiligen. Er hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort, damit er 27 sie vor sich stelle als eine Gemeinde, die herrlich sei und keinen Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern die heilig und untadelig sei. 28 So sollen auch die Männer ihre Frauen lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst. 29 Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehaßt; sondern er nährt und pflegt es, wie auch Christus die Gemeinde. 30 Denn wir sind Glieder seines Leibes. 31 „Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein.” 32 Dies Geheimnis ist groß; ich deute es aber auf Christus und die Gemeinde. 33 Darum auch ihr: ein jeder ein habe lieb seine Frau wie sich selbst; die Frau aber ehre den Mann.

 

Die gesamte Struktur der Familie beruht auf dieser Beziehung und auf ihrer Reinheit. Wenn sie kompromittiert ist, kann man sie nie ganz wiederherstellen. Geistig kann die Braut bereuen und wieder zu Christus zurückkehren. Israel war eingeladen, zu ihm zurückzukehren (Jer. 3,1, 7), aber sie hatte die Scheidung von ihm eingereicht. Deshalb wird Christus bei seiner Wiederkehr die Kirche als geistliches Israel heiraten, die seine Braut ist.

 

Die Frau ist für den Mann geschaffen worden, und das Haupt jedes Mannes ist Christus, und das Haupt von Christus ist Gott. Jeder Mann, der mit bedecktem Haupt zu Gott betet, entehrt sein Haupt (das Christus ist). Langes Haar ist für den Mann eine Schande. Eine Frau, die einen kahlgeschorenen Kopf hat,  muß ihn während des Gebets bedecken, aber eine Frau, deren Haar ihr Ruhm ist, braucht keine andere Kopfbedeckung als ihr Haar (1 Kor. 11,1-16).

Das Thema der Kopfbedeckung in bezug auf das Gesetz ist wichtig, wird aber oft mißverstanden. Eine fremde Frau, die im Krieg in Gefangensachaft gerät, soll ihr Haupt scheren, das ist Teil des Reinigungsprozesses. Eine Frau soll Kraft auf dem Kopf haben, wegen der Engel (1 Kor. 11,10). So ist das lange Haar der Frau ein Symbol der Kraft, und die Fremden sind den höheren Mächten unter den gefallenen Engeln unterworfen. Deshalb mußte die fremde Frau, die gegen ihren Willen während des Krieges in Gefangenschaft geriet, ihr Haupt scheren lassen und unter dem Volk wieder neu wachsen lassen. Die Traditionen, die das Scheren des Hauptes in der Ehe betreffen, berühren auch diese Symbolik.

 

Die Leviten mußten als Teil ihrer Absonderung und Reinigung auch ihr gesamtes Körperhaar abrasieren, wenn sie als Priesterschaft Israels abgesondert wurden (4 Mose 8,7). Diese Handlung weist klar auf die Beziehung hin, die sie als Bräute des Engels Jahovas bei der Anbetung des Eloah im Tempel des Gottes Eloah haben würden. Diese Funktion ließ die Beziehung vorausahnen, die die Auserwählten zum Messias als Hoherpriester nach der Ordnung von Melchisedek haben würden. Diese Beziehung ist auch im Nasiräergelübde zu sehen (4 Mose 6,5, 18). Der Kopf der Frau soll auch während des Eifersuchtsordals unbedeckt sein (4 Mose 5,18). Die Symbolik bedeutet hier, daß sie Gott ausgesetzt ist und kein Schutz oder Verheimlichung möglich ist. Gott würde ihr innerstes Wesen sehen und sie für schuldig oder unschuldig befinden.

 

Der Hohepriester sollte eine mit reinem Gold geschmückte Mitra tragen (2 Mose 28,36-38). Diese Symbolik wies auf den Messias voraus, der zum König von Israel gekrönt werden sollte. Die Hauben der Priestersöhne (2 Mose 28,40) wiesen auf die Kronen der Auserwählten voraus, die als Söhne Gottes Könige und Priester im Königreich Gottes sein sollten. So sind sie eine königliche Priesterschaft und ein heiliges Volk (1 Pet. 2,9). Alle diese Symbole wiesen auf die Auserwählten als Bräute Christi hin, im Tempel Gottes und als gemeinsame Erben mit Christus.

Die Beziehung Christi zur Kirche und der Kirche zu Christus, und die Beziehung zwischen Frau und Mann wird in Sprüche 31 und im Hohelied erklärt (siehe die Kapitel Proverbs 31 [114] und Song of Songs [145]). Ehebruch in der Familie ist dasselbe wie Götzendienst im Tempel Gottes (siehe das Kapitel Das Gesetz und das Zweite Gebot [254]).

 

Ein Mann, der sich eine Frau nimmt, soll ihr ein Jahr lang seine ganze Aufmerksamkeit widmen, und er darf während eines Jahre nach der Eheschließung nicht mit Geschäften beauftragt werden (die ihn von zuhause fernhalten), ebenso darf er nicht in den Krieg geschickt werden oder irgendwohin, wo er von seiner Frau getrennt ist.

 

5 Mose 24,5 5 Wenn jemand sich kurz vorher eine Frau genommen hat, soll er nicht mit dem Heer ausziehen, und man soll ihm nichts auferlegen. Er soll frei in seinem Hause sein ein Jahr lang, daß er fröhlich sei mit seiner Frau, die er genommen hat.

 

Scheidung und Wiederverheiratung

Das Gesetz erlaubt, sich scheiden zu lassen und wieder zu heiraten, aber es erlaubt nicht, dieselbe Frau erneut zu heiraten, nachdem sie mit einem anderen Mann verheiratet war. Sie kann denselben Mann noch einmal heiraten, vorausgesetzt, daß sie dazwischen nicht mit einem anderen Mann verheiratet war.

 

5 Mose 24,1-4 1 Wenn jemand eine Frau zur Ehe nimmt und sie nicht Gnade findet vor seinen Augen, weil er etwas Schändliches an ihr gefunden hat, und er einen Scheidebrief schreibt und ihr in die Hand gibt und sie aus seinem Hause entläßt 2 und wenn sie dann aus seinem Hause gegangen ist und hingeht und wird eines andern Frau 3 und dieser andere Mann ihrer auch überdrüssig wird und einen Scheidebrief schreibt und ihr in die Hand gibt und sie aus seinem Hause entläßt oder wenn dieser andere Mann stirbt, der sie sich zur Frau genommen hatte, 4 so kann sie ihr erster Mann, der sie entließ, nicht wieder zur Frau nehmen, nachdem sie unrein geworden ist – denn solches ist ein Greuel vor dem Herrn –, damit du nicht Sünde über das Land bringst, das dir der Herr, dein Gott, zum Erbe gegeben hat.

 

Diese Gesetzgebung soll die Familie schützen, und die Moral und die Sitten des ganzen Volkes. Die Logik ist offensichtlich. Wenn eine Frau zum zweiten Mal heiratet und entdeckt, daß der erste Mann besser gewesen ist als der zweite, oder eine Streitigkeit wird wieder beigelegt, dann wird die zweite Ehe durch die Möglichkeit aufs Spiel gesetzt, sich wieder scheiden zu lassen und den ersten Mann noch einmal zu heiraten. Das gesamte Konzept verhindert einen klaren Bruch und eine spätere Beilegung, und deshalb verbietet das Gesetz eine solche Lösung. (Das „Schändliche”  in 5 Mose 24,1 kann ein Hinweis auf Unkeuschheit sein; vgl. 5 Mose  22,14; Mat. 19,19; 5,32).

 

Die Scheidung kann nicht leichthin ausgesprochen werden, auch dann nicht, wenn der Partner ein Ungläubiger ist.

 

1 Korinther 7,12-17 12 Den andern aber sage ich, nicht der Herr: Wenn ein Bruder eine ungläubige Frau hat und es gefällt ihr, bei ihm zu wohnen, so soll er sich nicht von ihr scheiden. 13 Und wenn eine Frau einen ungläubigen Mann hat und es gefällt ihm, bei ihr zu wohnen, so soll sie sich nicht von ihm scheiden. 14 Denn der ungläubige Mann ist geheiligt durch die Frau, und die ungläubige Frau ist geheiligt durch den gläubigen Mann. Sonst  wären eure Kinder unrein; nun aber sind sie heilig.

15 Wenn aber der Ungläubige sich scheiden will, so laß ihn sich scheiden. Der Bruder oder die Schwester ist nicht gebunden in solchen Fällen. Zum Frieden hat euch Gott berufen. 16 Denn was weißt du, Frau, ob du den Mann retten wirst? Oder du, Mann, was weißt du, ob du die Frau retten wirst. 17 Nur soll jeder so leben, wie der Herr es ihm zugemessen, wie Gott einen jeden berufen hat. Und so ordne ich es an in allen Gemeinden.

 

Christus sagte im Gespräch mit der Samariterin am Brunnen eindeutige Worte über die Interpretation des Gesetzes.

 

Johannes 4,7-29 7 Da kommt eine Frau aus Samarien, um Wasser zu schöpfen. Jesus spricht zu ihr: Gib mir zu trinken! 8 Denn seine Jünger waren in die Stadt gegangen, um Essen zu kaufen. 9 Da spricht die samaritische Frau zu ihm: Wie, du bittest mich um etwas zu trinken, der du ein Jude bist und ich eine samaritische Frau? Denn die Juden haben keine Gemeinschaft mit den Samaritern. – 10 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du erkenntest die Gabe Gottes und wer der ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, du bätest ihn,  und der gäbe dir lebendiges Wasser. 11 Spricht zu ihm die Frau: Herr, hast du doch nichts, womit du schöpfen könntest, und der Brunnen ist tief; woher hast du dann lebendiges Wasser? 12 Bist du mehr als unser Vater Jakob, der uns diesen Brunnen gegeben hat? Und er hat daraus getrunken und seine Kinder und sein Vieh. 13 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, den wird wieder dürsten; 14 wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt. 15 Spricht die Frau  zu ihm: Herr, gib mir solches Wasser, damit mich nicht dürstet und ich nicht herkommen muß, um zu schöpfen! 16 Jesus spricht zu ihr: Geh hin, ruf deinen Mann und komm wieder her! 17 Die Frau antwortete und sprach zu ihm: Ich habe keinen Mann. Jesus spricht zu ihr: Du hast recht geantwortet: Ich habe keinen Mann. 18 Fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann; das hast du recht gesagt. 19 Die Frau spricht zu ihm: Herr, ich sehe, daß du ein Prophet bist. 20 Unsere Väter haben auf diesem Berge angebetet, und ihr sagt, daß in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten soll. 21 Jesus spricht zu ihr: Glaube mir, Frau, es kommt die Zeit, daß ihr weder auf diesem Berge noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. 22 Ihr wißt nicht, was ihr anbetet; wir wissen aber, was wir anbeten; denn das Heil kommt von den Juden. 23 Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, in der die wahren Anbeter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn auch der Vater will solche Anbeter haben. 24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. 25 Spricht die Frau zu ihm: Ich weiß, daß der Messias kommt, der da Christus heißt. Wenn dieser kommt, wird er uns alles verkündigen. 26 Jesus spricht zu ihr: Ich bin’s, der mit dir redet. 27 Unterdessen kamen seine Jünger, und sie wunderten sich, daß er mit einer Frau redete; doch sagte niemand: Was fragst du? oder: Was redest du mit ihr? 28 Da ließ die Frau ihren Krug stehen und ging in die Stadt und spricht zu den Leuten: 29 Kommt, seht einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe, ob er nicht der Christus sei!

 

Diese Szene zeigt die folgende Lehre über die Ehe. Erstens war die Frau nach dem Gesetz fünfmal verheiratet, und jede Ehe wurde vom  Messias als gesetzlich anerkannt. Zu dieser Zeit lebte die Frau mit einem Mann zusammen, und dieser Fall wurde vom Messias nicht als Ehe anerkannt. Also stellte der Messias die Lehre in dieser Weise vor. Er erkannte mehrmalige Ehen an, da es keine Hinweise gibt, daß diese Frau fünfmal Witwe geworden war. Tatsächlich erlaubt das Gesetz die Wiederverheiratung, wie wir schon weiter oben gesehen haben. 

 

Zweitens weist Christus hier auf die De-facto-Ehen  hin, die er als Nichtehen bezeichnete.

 

Die Ehe bei den Völkern ist ein Ritus der Völker und kein Sakrament der Kirche. Auf diese Weise sind alle Völker gesetzlich getraut, und alle ihre Kinder sind rechtmäßig als Söhne Adams. Es gibt nur zwei kirchliche Sakramente, das sind die Taufe und das Heilige Abendmahl (siehe das Kapitel The Sacraments of the Church [150]).

 

Die Ehe ist eine geistige Vereinigung des Fleisches. Christus hat viel dazu zu sagen, und er gab den Auserwählten ein dringendes Gebot für die Ehe und die Scheidung mit auf den Weg:

 

Matthäus 19,1-12 1 Und es begab sich, als Jesus diese Reden vollendet hatte, daß er sich aufmachte aus Galiläa und kam in das Gebiet von Judäa jenseits des Jordans; 2 und eine große Menge folgte ihm nach, und er heilte sie dort. 3 Da traten Pharisäer zu ihm und versuchten ihn und sprachen: Ist‘s erlaubt, daß sich ein Mann aus irgendeinem Grund von seiner Frau scheidet? 4 Er aber antwortete und sprach: Habt ihr nicht gelesen: Der im Anfang den Menschen geschaffen hat, schuf sie als Mann und Frau 5 und sprach (1 Mose 2, 24): „Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden ein Fleisch sein?“ 6 So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden! 7 Da fragten sie: Warum hat dann Mose geboten, ihr einen Scheidebrief zu geben und sich von ihr zu scheiden? 8 Er sprach zu ihnen: Mose hat euch erlaubt, euch zu scheiden von euren Frauen, eures Herzens Härte wegen; von Anfang an aber ist’s nicht so gewesen. 9 Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Frau scheidet, es sei denn wegen Ehebruchs, und heiratet eine andere, der bricht die Ehe. 10 Da sprachen seine Jünger zu ihm: Steht die Sache eines Mannes mit seiner Frau so, dann ist’s nicht gut zu heiraten. 11 Er sprach aber zu ihnen: Dies Wort fassen nicht alle, sondern nur die, denen es gegeben ist. 12 Denn einige sind von Geburt an zur Ehe unfähig; andere sind von Menschen zur Ehe unfähig gemacht; und wieder andere haben sich selbst zur Ehe unfähig gemacht um des Himmelreichs willen. Wer es fassen kann, der fasse es!

 

Manche Menschen sind der Ehre Gottes geweiht. Christus sagt, daß er in dieser Weise geweiht sei. Die Apostel waren alle verheiratet, und Paulus scheint während seiner Priesterzeit ebenfalls verheiratet gewesen zu sein. Christus durfte gar nicht an Heirat denken – nicht nur weil er wußte, daß er später getötet werden würde und eine Witwe zurücklassen würde, sondern auch, weil er der Bräutigam der Kirche ist und diese Symbolik nicht angezweifelt werden sollte. Wenn er Kinder hinterlassen hätte, wäre eine dynastische Situation entstanden. Dies war tatsächlich mit seinen Neffen und Vettern als den desposyni auf ihre Weise der Fall, bis sie von der Römisch-katholischen Kirche ab dem vierten Jahrhundert faktisch ausgerottet wurden (siehe das Kapitel The Virgin Mariam and the Family of Christ [232]).

 

Die Scheidung unter den Auserwählten ist für Christus nicht annehmbar, außer bei Ehebruch (vgl. Mat. 5,32). Sie sollen auch mit ihren nichtgläubigen Ehepartnern zusammen­bleiben, solange die Ehepartner damit einverstanden sind. Wenn der nichtgläubige Ehepartner nicht einver­standen ist, dann ist es erlaubt, sich scheiden zu lassen. Natürlich bestehen auch noch andere Gründe für Scheidung, Nichtigkeitserklärung oder Aufhebung der Ehe – etwa Betrug, Blutsverwandschaft oder Mißhandlung, aber diese Gründe wurden von den Völkern und ihrem Kirchensystem in vielen Fällen und oft mißbraucht.

 

Die Treue der Auserwählten

Die Treue der Auserwählten, der Frau oder des Mannes, erfolgt auf einer geistigen und einer körperlichen Basis, in Wechselwirkung mit dem  Heiligen Geist und mit dem Zehnten Gebot.

 

Matthäus 5,27-32  27 Ihr habt gehört, daß gesagt ist: „Du sollst nicht ehebrechen“. 28 Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen. 29 Wenn dich aber dein rechtes Auge zum Abfall verführt, so reiß es aus und wirf’s von dir. Es ist besser für dich, daß eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen wird. 30 Wenn dich deine rechte Hand zum Abfall verführt, so hau sie ab und wirf sie von dir. Es ist besser für dich, daß eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle fahre. 31 Es ist auch gesagt: „Wer sich von seiner Frau scheidet, der soll ihr einen Scheidebrief geben“. 32 Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Frau scheidet, es sei denn wegen Ehebruchs, der macht, daß sie Ehe bricht; und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe.

 

(vgl. Mk. 10,10-12; Lk. 16,18).

 

Paulus sagte dazu, daß der Gläubige die Ehe und die Kinder heiligt.

 

1 Korinther 7,6-17 6 Das sage ich aber als Erlaubnis und nicht als Gebot. 7 Ich wollte zwar lieber, alle Menschen wären, wie ich bin, aber jeder hat seine eigene Gabe von Gott, der eine so, der andere so. 8 Den Ledigen und Witwen sage ich: Es ist gut für sie, wenn sie bleiben wie ich. 9 Wenn sie sich aber nicht enthalten können, sollen sie heiraten; denn es ist besser, zu heiraten, als sich in Begierde zu verzehren. 10 Den Verheirateten aber gebiete nicht ich, sondern der Herr, daß die Frau sich nicht von ihrem Manne scheiden soll 11 – hat sie sich aber geschieden, soll sie ohne Ehe bleiben oder sich mit ihrem Mann versöhnen – und daß der Mann seine Frau nicht verstoßen soll. 12 Den andern aber sage ich, nicht der Herr: Wenn ein Bruder eine ungläubige Frau hat und es gefällt ihr, bei ihm zu wohnen, so soll er sich nicht von ihr scheiden. 13 Und wenn eine Frau einen ungläubigen Mann hat und es gefällt ihm, bei ihr zu wohnen, so soll sie sich nicht von ihm scheiden. 14 Denn der ungläubige Mann ist geheiligt durch die Frau, und die ungläubige Frau ist geheiligt durch den gläubigen Mann. Sonst wären eure Kinder unrein; nun aber sind sie heilig. 15 Wenn aber der Ungläubige sich scheiden will, so laß ihn sich scheiden. Der Bruder oder die Schwester ist nicht gebunden in solchen Fällen. Zum Frieden hat euch Gott berufen.16 Denn was weißt du, Frau, ob du den Mann retten wirst? Oder du, Mann, was weißt du, ob du die Frau retten wirst? 17 Nur soll jeder so leben, wie der Herr es ihm zugemessen, wie Gott einen jeden berufen hat. Und so ordne ich es an in allen Gemeinden.

 

Die Ehe als materieller Beweis unserer geistigen Beziehung zu  Messias

Israel ist mit Gott getraut. Die Kirche ist mit dem Messias getraut, als dem Jahova-Elohim des Alten Testaments. Alle Völker müssen zu Israel kommen, als dem künftigen Tempel Gottes unter der Leitung des Hohepriesters, Israels Elohim (vgl. Ps. 45,6-7 und Heb. 1,8-9). Diese Allegorien weisen alle auf die Erlösung der Welt unter dem Messias hin, der Gott die Welt als angemessenes Gefäß für Ihn durch den Heiligen Geist übergibt.

 

Jeremia 3,1-9 1 Und er sprach: Wenn sich ein Mann von seiner Frau scheidet und sie geht von ihm und gehört einem andern, darf er sie auch wieder annehmen? Ist’s nicht so, daß das Land unrein würde? Du aber hast mit vielen gehurt und du solltest wieder zu mir kommen? spricht der HERR. 2 Hebe deine Augen auf zu den Höhen und sieh, wo du allenthalben dich preisgegeben hast! An den Wegen sitzt du und lauerst auf sie wie ein Araber in der Wüste, und machst das Land unrein mit deiner Hurerei und Bosheit. 3 Darum muß auch der Frühregen ausbleiben, und kein Spätregen kommt. Aber du hast eine Hurenstirn, du willst dich nicht mehr schämen 4 und schreist jetzt zu mir: „Lieber Vater, du Vertrauter meiner Jugend! 5 Willst du denn ewiglich zürnen und nicht vom Grimm lassen?“ Siehe, so redest du und tust Böses und lässest dir nicht wehren. 6 Und der HERR sprach zu mir zur Zeit des Königs Josia: Hast du gesehen, was Israel, die Abtrünnige, tat? Sie ging hin auf alle hohen Berge und unter alle grünen Bäume und trieb dort Hurerei. 7 Und ich dachte, nachdem sie das alles getan, würde sie zu mir zurückkehren. Aber sie kehrte nicht zurück. Und obwohl ihre Schwester Juda, die Treulose, gesehen hat, 8 wie ich Israel, die Abtrünnige, wegen ihres Ehebruchs gestraft und sie entlassen und ihr einen Scheidebrief gegeben habe, scheut sich dennoch ihre Schwester, das treulose Juda, nicht, sondern geht hin und treibt auch Hurerei. 9 Und ihre leichtfertige Hurerei hat das Land unrein gemacht; denn sie treibt Ehebruch mit Stein und Holz.

 

Die Bedingung für die Scheidung und Wiederherstellung der Ehe ist daran geknüpft,   daß die Frau in der Zwischenzeit mit keinem anderen Mann verheiratet war, denn diese Beziehung weist auch auf den Götzendienst und dessen nachteiligen Einfluß auf die Beziehung mit und zu Gott hin.  

 

Nach der Auferstehung sollen wir wie Engel im Himmel sein, und der Stand der Ehe endet mit dem Tod eines der Ehepartner.

 

Matthäus 22,23-33  23 An demselben Tage traten die Sadduzäer zu ihm, die lehren, es gebe keine Auferstehung, und fragten ihn 24 und sprachen: Meister, Mose hat gesagt: „Wenn einer stribt und hat keine Kinder, so soll sein Bruder die Frau heiraten und seinem Bruder Nachkommen erwecken“. 25 Nun waren bei uns sieben Brüder. Der erste heiratete und starb; und weil er keine Nachkommen hatte, hinterließ er seine Frau seinem Bruder; 26 desgleichen der zweite und der dritte bis zum siebenten. 27 Zuletzt nach allen starb die Frau. 28 Nun in der Auferstehung: wessen Frau wird sie sein von diesen sieben? Sie haben sie ja alle gehabt. 29 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irrt, weil ihr weder die Schrift kennt noch die Kraft Gottes. 30 Denn in der Auferstehung werden sie weder heiraten noch sich heiraten lassen, sondern sie sind wie Engel im Himmel. 31 Habt ihr denn nicht gelesen von der Auferstehung der Toten, was euch gesagt ist von Gott, der da spricht: 32 „Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs”? Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden. 33 Und als das Volk das hörte, entsetzten sie sich über seine Lehre.

 

Unsere ganze Zukunft ist mit der Auferstehung von den Toten verbunden, und alle werden zum Gericht auferstehen, aber das Gericht der Auserwählten wird jetzt gehalten und ihre Auferstehung geschieht als erste bei der Wiederkehr des Messias.

 

Mischehen

Bei der Gesetzgebung zu den Mischehen steht die Reinheit der Lehre im Mittelpunkt, und nicht einfach die Reinheit des Blutes (vgl. Jer. 3,8-10; Jes. 50,1-10). Es war Messias, der denjenigen seinen Rücken zuwandte, die ihn schlugen, wie in Jesaja 50,6 geschrieben steht. Der HERR hat keine Gläubiger, daß er uns verkaufen oder sich von uns scheiden lassen würde. Wo ist die Urkunde für die Scheidung unserer Mutter? Die Töchter des Priesters essen im Haus ihres Vaters, und kein Fremder ißt dort (vgl. 3 Mose 22,13; 2 Mose 34,12-16).

 

Das Volk Israel hat während der Erneuerung von Esra und Nehemia eine große Sünde begangen. Sie wurden dann gezwungen, sich von ihren götzendienerischen Frauen zu trennen (Neh. 9,2; 13,23-31). Hier wird auch eine Beziehung zu Salomon hergestellt.

 

Nehemia 13,23-31  23 Zu dieser Zeit sah ich auch Juden, die sich Frauen genommen hatten aus Aschdod, Ammon und Moab. 24 Und die Hälfte ihrer Kinder sprach aschdodisch oder in der Sprache eines der andern Völker, aber jüdisch konnten sie nicht sprechen. 25 Und ich schalt sie und fluchte ihnen und schlug einige Männer und packte sie bei den Haaren und beschwor sie bei Gott: Ihr sollt eure Töchter nicht ihren Söhnen geben noch ihre Töchter für eure Söhne oder euch selbst nehmen. 26 Hat nicht Salomo, der König von Israel, gerade damit gesündigt? Und es war doch unter vielen Völkern kein König ihm gleich, und er war seinem Gott lieb, und Gott setzte ihn zum König über ganz Israel. Dennoch verleiteten ihn die ausländischen Frauen zur Sünde. 27 Und von euch muß man das hören, daß ihr ein so großes Unrecht tut und unserm Gott die Treue brecht damit, daß ihr euch ausländische Frauen nehmt? 28 Und einer von den Söhnen Jojadas, des Sohnes Eljaschibs, des Hohenpriesters, war der Schwiegersohn des Horoniters Sanballat; aber ich jagte ihn von mir. 29 Gedenke ihrer, mein Gott, daß sie das Priestertum befleckt und den Bund des Priestertums  und der Leviten gebrochen haben! 30 So reinigte ich sie von allem Ausländischen und ordnete die Ämter der Priester und Leviten, für einen jeden nach seinem Dienst, 31 und die Lieferung von Brennholz zu bestimmten Zeiten und die Abgabe der Erstlinge. Gedenke mir’s, mein Gott, zum Besten!

 

Der Götzendienst ließ die Kinder ihre Sprache vergessen, die nötig war, um die Bibel und die Heiligen Schriften zu verstehen, und die Priester wurden entheiligt.

 

2 Korinther 6,14-18 14 Zieht nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit Finsternis? 15 Wie stimmt Christus überein mit Belial? Oder was für ein Teil hat der Gläubige mit dem Ungläubigen? 16 Was hat der Tempel Gottes gemein mit den Götzen? Wir aber sind der Tempel des lebendigen Gottes; wie denn Gott spricht: „Ich will unter ihnen wohnen und wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.” 17 Darum „geht aus von ihnen und sondert euch ab“, spricht der Herr; „und rührt nichts Unreines an, so will ich euch annehmen 18 und euer Vater sein, und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein”, spricht der allmächtige Herr.

 

In der Ehe braucht der nichtgläubige Ehepartner Unterstützung. Man soll in dem Stand bleiben, in den man berufen wurde.

 

1 Korinther 7,20-24 20 Wenn ich aber das, was ich nicht will, ausübe, so vollbringe nicht mehr ich es, sondern die in mir wohnende Sünde. 21 Ich finde also das Gesetz, daß bei mir, der ich das Gute tun will, [nur] das Böse vorhanden ist. 22 Denn ich habe nach dem inneren Menschen Wohlgefallen am Gesetz Gottes. 23 Aber ich sehe ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das dem Gesetz meines Sinnes widerstreitet und mich in Gefangenschaft bringt unter das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist. 24 Ich elender Mensch! Wer wird mich retten von diesem Leibe des Todes?

 

Sie können das Instrument der Errettung Ihres Partners sein. Die Berufung ist noch kein Grund für die Scheidung.

 

Sex außerhalb der Ehe

Gott hat besondere Gesetze gegeben, die sich auf Sex außerhalb der Ehe beziehen. Sex ALLER ART außerhalb der Ehe oder auch das Konkubinat (seit der Zeit der Patriarchen, um Kinder zu gebären) sind ungesetzlich, unabhängig von dem Alter und der Art.

 

Die Institution der Ehe begann mit Adam und besteht bis zum heutigen Tage (1 Mose 5,3-5).

Treue in der Ehe ist von großer Wichtigkeit.

 

Sprüche 5,1-23 1 Mein Sohn, merke auf meine Weisheit; neige dein Ohr zu meiner Lehre, 2 daß du behaltest guten Rat und dein Mund wisse Erkenntnis zu bewahren! 3 Denn die Lippen der fremden Frau sind süß wie Honigseim, und ihre Kehle ist glatter als Öl; 4 hernach aber ist sie bitter wie Wermut und scharf wie ein zweischneidiges Schwert. 5 Ihre Füße laufen zum Tode hinab; ihre Schritte führen ins Totenreich, 6 daß du den Weg des Lebens nicht wahrnimmst, haltlos sind ihre Tritte, und du merkst es nicht. 7 So gehorchet mir nun, meine Söhne, und weicht nicht von der Rede meines Mundes. 8 Laß deine Wege ferne von ihr sein und nahe nicht zur Tür ihres Hauses, 9 daß du nicht andern gebest deine Kraft und deine Jahre einem Unbarmherzigen; 10 daß sich nicht Fremde von deinem Vermögen sättigen und, was du mühsam erworben, nicht komme in eines andern Haus, 11 und müssest hernach seufzen, wenn dir Leib und Leben vergehen, 12 und sprechen: „Ach, wie konnte ich die Zucht hassen, und wie konnte mein Herz die Warnung verschmähen, 13 daß ich nicht gehorchte der Stimme meiner Lehrer und mein Ohr nicht kehrte zu denen, die mich lehreten! 14 Ich wäre fast ganz ins Unglück gekommen vor allen Leuten und allem Volk.” 15 Trinke Wasser aus deiner Zisterne und was quillt aus deinem Brunnen. 16 Sollen deine Quellen herausfließen auf die Straße und deine Wasserbäche auf die Gassen? 17 Habe du sie allein, und kein Fremder mit dir. 18 Dein Born sei gesegnet, und freue dich des Weibes deiner Jugend. 19 Sie ist lieblich wie eine Gazelle und holdselig wie ein Reh. Laß dich von ihrer Anmut allezeit sättigen und ergötze dich allewege an ihrer Liebe. 20 Mein Sohn, warum willst du dich an der Fremden ergötzen und herzest eine andere? 21 Denn eines jeden Wege liegen offen vor dem Herrn, und er hat acht auf aller Menschen Gänge. 22 Den Gottlosen werden seine Missetaten fangen, und er wird mit den Stricken seiner Sünde gebunden. 23 Er wird sterben, weil er Zucht nicht wollte, und um seiner großen Torheit willen wird er hingerafft werden.

 

Ehebruch ist Gewalt, und die Verzeihung ist trotz aller Geschenke nicht leicht zu erhalten. Die Toren werden irregeführt, in den Krieg und in den Tod (vgl. Sprüche 6,20-35; 7,1-27; Mal. 2,14).

 

Es steht geschrieben:

 

3 Mose 18,20 20 Du sollst auch nicht bei der Frau deines Nächsten liegen, daß du an ihr nicht unrein werdest.

 

Unzucht

Der GANZE Glaube besteht darin, sich ALLER Arten der Unzucht zu enthalten (Apg. 15,20, 29; 21,25).

 

1 Korinther 5,1-13 1 Überhaupt geht die Rede, daß Unzucht unter euch ist, und zwar eine solche Unzucht, wie es sie nicht einmal unter den Heiden gibt: daß einer die Frau seines Vaters hat. 2 Und ihr seid aufgeblasen und seid nicht vielmehr traurig geworden, so daß ihr den aus eurer Mitte verstoßen hättet, der diese Tat begangen hat? 3 Ich aber, der ich nicht leiblich bei euch bin, doch mit dem Geist, habe schon, als wäre ich bei euch, beschlossen über den, der solches getan hat: 4 wenn ihr in dem Namen unseres Herrn Jesus versammelt seid und mein Geist samt der Kraft unseres Herrn Jesus bei euch ist, 5 soll dieser Mensch dem Satan übergeben werden zum Verderben des Fleisches, damit der Geist gerettet werde am Tage des Herrn. 6 Euer Rühmen ist nicht gut. Wißt ihr nicht, daß ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert? 7 Darum schafft den alten Sauerteig weg, damit ihr ein neuer Teig seid, wie ihr ja ungesäuert seid. Denn auch wir haben ein Passalamm, das ist Christus, der geopfert ist. 8 Darum laßt uns das Fest feiern nicht im alten Sauerteig, auch nicht im Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern im ungesäuerten Teig der Lauterkeit und Wahrheit. 9 Ich habe euch in dem Brief geschrieben, daß ihr nichts zu schaffen haben sollt mit den Unzüchtigen. 10 Damit meine ich nicht allgemein die Unzüchtigen in dieser Welt oder die Geizigen oder Räuber oder Götzendiener; sonst müßtet ihr ja die Welt räumen. 11 Vielmehr habe ich euch geschrieben: Ihr sollt nichts mit einem zu schaffen haben, der sich Bruder nennen läßt und ist ein Unzüchtiger oder ein Geiziger oder ein Götzendiener oder ein Lästerer oder ein Trunkenbold oder ein Räuber; mit so einem sollt ihr auch nicht essen. 12 Denn was gehen mich die draußen an, daß ich sie richten sollte? Habt ihr nicht die zu richten, die drinnen sind? 13 Gott aber wird, die draußen sind, richten. Verstoßt ihr den Bösen aus eurer Mitte!

 

Unzucht mit der Frau seines Vaters oder seiner Stiefmutter ist nicht einfach nur Unzucht, sondern auch Blutschande. Die Strafe für Unzucht, und besonders in einem solchen Fall, war der Ausschluß aus der Kirche, bis der Betroffene Reue zeigt. Das geschah so, damit das Leben des Unzüchtigen in den letzten Tagen gerettet werden konnte.

 

1 Korinther 5,5 5 Soll dieser Mensch dem Satan übergeben werden zum Verderben des Fleisches, damit der Geist gerettet werde am Tage des Herrn.

 

Auf diese Weise stehen diejenigen, die sich nicht im Geist der Kirche befinden, unter der Autorität des Gottes dieser Welt und werden der zweiten Auferstehung zugeteilt. Wenn man in der Kirche dabei versagt, die erste Auferstehung zu gewinnen, bedeutet dies, daß man für die zweite Auferstehung vorgesehen ist. Je früher dies getan wird und je deutlicher es dem Schuldigen gesagt wird, desto besser sind die Chancen, daß er entweder jetzt oder  später bei der Belehrung in der zweiten Auferstehung Reue zeigt.

 

Der Leib gehört dem Herrn, denn der Mensch ist der Tempel Gottes.

 

1 Korinther 6,12-20 12 Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber es soll mich nichts gefangennehmen. 13 Die Speise dem Bauch und der Bauch der Speise; aber Gott wird das eine wie das andere zunichte machen. Der Leib aber nicht der Hurerei, sondern dem Herrn und der Herr dem Leib. 14 Gott aber hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Kraft. 15 Wißt ihr nicht, daß eure Leiber Glieder Christi sind? Sollte ich nun die Glieder Christi nehmen und Hurenglieder daraus machen? Das sei ferne! 16 Oder wißt ihr nicht: wer sich an die Hure hängt, der ist ein Leib mit ihr ? Denn die Schrift sagt: „Die zwei werden ein Fleisch sein.” 17 Wer aber dem Herrn anhängt, der ist ein Geist mit ihm. 18 Flieht die Hurerei! Alle Sünden, die der Mensch tut, bleiben außerhalb des Leibes; wer aber Hurerei treibt, der sündigt am eigenen Leibe. 19 Oder wißt ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des heiligen Geistes ist, der in euch ist und den ihr von Gott habt, und daß ihr nicht euch selbst gehört? 20 Denn ihr seid teuer erkauft; darum preist Gott mit eurem Leibe.

 

Gott wird die Unzüchtigen und die Ehebrecher bestrafen.

 

Hebräer 13,4 4 Die Ehe soll in Ehren gehalten werden bei allen und das Ehebett unbefleckt; denn die Unzüchtigen und die Ehebrecher wird Gott richten.

 

Beim Gesetz Gottes wird für die Auserwählten in der Kirche ein höherer Maßstab angelegt als das Gesetz, das für das ganze Volk gedacht ist.

 

Matthäus 5,27-32  27 Ihr habt gehört, daß gesagt ist: „Du sollst nicht ehebrechen.“ 28 Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen. 29 Wenn dich aber dein rechtes Auge zum Abfall verführt, so reiß es aus und wirf’s von dir. Es ist besser für dich, daß eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle geworfen werde. 30 Wenn dich deine rechte Hand zum Abfall verführt, so hau sie ab und wirf sie von dir. Es ist besser für dich, daß eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle fahre. 31 Es ist auch gesagt: „Wer sich von seiner Frau scheidet, der soll ihr einen Scheidebrief geben.” 32 Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Frau scheidet, es sei denn wegen Ehebruchs, der macht, daß sie die Ehe bricht; und wer eine Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe.

 

So ermöglicht die Taufe den Empfang des Heiligen Geistes und die Fähigkeit, nach Gottes Gesetzen zu handeln, auf der Grundlage der Vorstellung von der Seele und einer geistlichen Beziehung zu Gott. Dieses höhere Gesetz macht es sehr schwer, nach dem höheren Maßstab zu handeln. Man soll die Scheidungsgesetze nicht anwenden, weil dies andere Menschen zur Sünde verleitet und es schwieriger wird, in das Reich Gottes zu kommen. Es tut der Familie Gewalt an, und Gott haßt die Scheidung (Mal. 2,10-17).

 

Maleachi 2,10-17 10 Haben wir nicht alle einen Vater? Hat uns nicht ein Gott geschaffen? Warum verachten wir denn einer den andern und entheiligen den Bund mit unsern Vätern? 11 Juda ist treulos geworden, und in Israel und in Jerusalem geschehen Greuel. Denn Juda entheiligt, was dem Herrn heilig ist und was er liebhat, und freit eines fremden Gottes Tochter. 12 Aber der HERR wird den, der solches tut, ausrotten aus den Zelten Jakobs mit seinem ganzen Geschlecht, auch wenn er noch dem HERRN Zebaoth Opfer bringt. 13 Weiter tut ihr auch das: Ihr bedeckt den Altar des HERRN mit Tränen und Weinen und Seufzen; aber er mag das Opfer nicht mehr ansehen noch etwas Angenehmes von euren Händen  empfangen. 14 Ihr aber sprecht: „Warum das?” Weil der HERR Zeuge war zwischen dir und dem Weib deiner Jugend, dem du treulos geworden bist, obwohl sie doch deine Gefährtin und die Frau ist, mit der du einen Bund geschlossen hast. 15 Nicht einer hat das getan, in dem noch ein Rest von Geist war. Denn er sucht Nachkommen, die Gott geheiligt sind. Darum so seht euch vor in eurem Geist, und werde keiner treulos dem Weib seiner Jugend. 16 Wer ihr aber gram ist und sie verstößt, spricht der HERR, der Gott Israels, der bedeckt mit Frevel sein Kleid, spricht der HERR Zebaoth. Darum so seht euch vor in eurem Geist und brecht nicht die Treue! 17 Ihr macht den HERRN unwillig durch euer Reden! Ihr aber sprecht: „Womit machen wir ihn unwillig?“ Dadurch daß ihr sprecht: „Wer Böses tut, der gefällt dem HERRN, und an solchen hat er Freude.” oder: „Wo ist der Gott, der da straft?“

 

Unzucht führt zu Schäden, die sich notwendigerweise daraus ergeben. 

 

2 Mose 22,15-17 15 Wenn jemand ein noch nicht verlobtes Mädchen verführt und bei ihm schläft, dann soll er das Brautgeld zahlen und sie zur Frau nehmen. 16 Weigert sich aber ihr Vater, sie ihm zu geben, so soll er Geld darwägen, soviel einer Jungfrau als Brautpreis gebührt. 17 Die Zauberinnen sollst du nicht am Leben lassen.

 

Wer mit einem Mädchen Unzucht begangen hat, soll sie heiraten. Wo die Ehe nicht möglich ist oder von dem Vater des Mädchens verweigert wird, dort soll die Entschädigung mit der Mitgift des Mädchens bezahlt werden. Unzucht auf geistigem Niveau, die mit Magie in Zusammenhang steht, wird mit dem Tod bestraft. Denn jede Sünde richtet sich gegen Gott, und wir sündigen nicht gegen den Menschen, sondern fügen ihnen nur Schaden zu. Wir sündigen gegen Gott, und nur gegen Ihn.

 

Psalm 51,1-6 1 Ein Psalm Davids, vorzusingen, 2 als der Prophet Nathan zu ihm kam, nachdem er zu Batseba eingegangen war. 3 Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte, und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit. 4 Wasche mich rein von meiner Missetat, und reinige mich von meiner Sünde. 5 Denn ich erkenne meine bösen Taten, meine Sünde steht mir immer vor Augen. 6 Gegen dich allein habe ich gesündigt, ich habe getan, was dir mißfällt.

 

Die Strafe für Ehebruch ist der Tod, und die Strafe für Unzucht aller Art ist der Tod, denn die Zehn Gebote und ihr Gesetzessystem basieren alle auf der Todesstrafe. Die Gebote sollen mit Gnade und Mitleid angewandt werden, und niemand darf zum Tode verurteilt werden, ohne die Möglichkeit der Reue zu erhalten.

 

Johannes 8,1-11 1 Jesus aber ging zum Ölberg. 2 Und frühmorgens kam er wieder in den Tempel, und alles Volk kam zu ihm, und er setzte sich und lehrte sie. 3 Aber die Schriftgelehrten und Pharisäer brachten eine Frau zu ihm, beim Ehebruch ergriffen, und stellten sie in die Mitte 4 und sprachen zu ihm: Meister, diese Frau ist auf frischer Tat beim Ehebruch ergriffen worden. 5 Mose aber hat uns im Gesetz geboten, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du? 6 Das sagten sie aber, ihn zu versuchen, damit sie ihn verklagen könnten. Aber Jesus bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde. 7 Als sie nun fortfuhren, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie. 8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde. 9 Als sie aber das hörten, gingen sie weg, einer nach dem andern, die Ältesten zuerst; und Jesus blieb allein mit der Frau, die in der Mitte stand. 10 Jesus aber richtete sich auf und fragte sie: Wo sind sie, Frau? Hat dich niemand verdammt? 11 Sie antwortete: Niemand, Herr. Und Jesus sprach: So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr.

 

Das Gericht liegt in den Händen des Messias, und nur durch unsere Reue können wir vor den Lebendigen Gott als Teil Seines Tempels treten (vgl. 1 Kor. 5,1-13). Die bösen Gedanken kommen aus unserem Inneren, sie zeigen den Zustand unseres Geistes (Mk. 7,21).

 

Der gesamte Denkprozeß der Unzucht und Perversion kommt daher, daß wir uns von Gott entfremden und götzendienerische Vorstellungen entwickeln. Das gesamte Ziel von Römer 1,1-32 besteht darin, zu zeigen, daß Götzendienst und Unwahrheit oder Gottlosigkeit (die die Wahrheit durch Unaufrichtigkeit zurückhält) zu Unzucht und  unnatürlichen Begierden des Fleisches wie Sodomie und Homosexualität und zur Übertretung aller Gebote führt. Denn ebenso wie das Gesetz sind auch alle Gebote aus dem Ersten Großen Gebot abgeleitet. So entsteht auch jede Verdrehung des Gesetzes aus seiner Übertretung.

 

Römer 1,28-32 28 Und wie sie es für nichts geachtet haben, Gott zu erkennen, hat sie Gott dahingegeben in verkehrten Sinn, so daß sie tun, was nicht recht ist, 29 voll von aller Ungerechtigkeit, Schlechtigkeit, Habgier, Bosheit, voll Neid, Mord, Hader, List, Niedertracht; Zuträger, 30 Verleumder, Gottesverächter, Frevler, hochmütig, prahlerisch, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam, 31 unvernünftig, treulos, lieblos, unbarmherzig. 32 Sie wissen, daß, die solches tun, nach Gottes Recht den Tod verdienen; aber sie tun es nicht allein, sondern haben auch Gefallen an denen, die es tun.

 

Der einzige Ausweg aus den Verstrickungen der Unzucht ist die echte Reue.

 

2 Korinther 12,21 21 Ich fürchte, wenn ich abermals komme, wird mein Gott mich demütigen bei euch, und ich muß Leid tragen über viele, die zuvor gesündigt und nicht Buße getan haben für die Unreinheit und Unzucht und Ausschweifung, die sie getrieben haben.

Galater 5,19-21 19 Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches; als da sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, 20 Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, 21 Neid, Saufen, Fressen und dergleichen. Davon habe ich euch vorausgesagt und sage noch einmal voraus: die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben.

 

Niemand kann das Reich Gottes gewinnen, wenn er im Zustand der Unzucht oder einer anderen Unreinheit lebt (Jes. 64,6). Wir werden jedoch nicht durch das Gesetz oder dessen Einhaltung freigesprochen; unsere Gerechtigkeit ist wie ein schmutziger Lumpen. Wir werden nicht durch unser eigenes Handeln nach dem Gesetz gerettet, sondern durch die Gnade; nicht durch die Beschneidung des Fleisches, sondern durch die Beschneidung des Herzens im Heiligen Geist (Gal. 5,1-4). Wenn man vor dem Gesetz freigesprochen wird, dann hat man die Gnade verloren. Bedeutet das, daß man das Gesetz nicht einhalten soll? Dies ist auf keinen Fall und unter keinen Umständen wahr. Insbesondere ist es der Wille Gottes und sogar zu unserem Segen, daß wir uns der Unzucht enthalten sollen (1 Thes. 4,3).

 

Der Lebendige Gott wird diese Welt und die Menschen, die in ihr leben, vernichten, weil sie ihre Taten nicht bereuen, Unzucht treiben  und stehlen.

 

Offenbarung 9,21 21 Und sie bekehrten sich auch nicht von ihren Morden, ihrer Zauberei, ihrer Unzucht und ihrer Dieberei.

 

Denn die Unzucht dieser Welt entsteht aus dem falschen System der Hure, die mit den Königen der Erde Unzucht getrieben hat (Offb. 14,8; 17,2-4; 18,3; 19,2), ihrem falschen System und dem Gott dieser Welt, der die Menschen verblendet hat (2 Kor. 4,4), und sie trieben Hurerei (vgl. Hos. 4,1-19; Ezech. 23,19-21). Gott wird sie alle bestrafen. Er wird den Samen der Zauberer, Übeltäter und derjenigen, die Unzucht treiben, nehmen und mit ihnen abrechnen. Er wird die Aufrichtigen und die Barmherzigen von ihnen trennen, und niemand wird sich dies zu Herzen nehmen. Dann wird er den falschen Samen vernichten, und es wird für sie keinen Frieden geben (vgl. Jes. 57,1-21).

 

Es wird auch niemand nur deshalb gerettet, weil er nicht aus einem Ehebruch geboren ist (Joh. 8,41-42).

 

Die Übertretung der Gebote entsteht durch den Mangel an Wahrheit, an Gnade und an Gotteserkenntnis im Land (Hos. 4,1; vgl. 1 Chronik 5,25).

 

Der Schutz der Frau in der Ehe und in Gütergemeinschaften

Die Möglichkeit, Sklaven zu kaufen, existierte unter dem Gesetz Gottes. Es bestanden jedoch eine ganze Reihe von Schutzbestimmungen nach dem Gesetz, aus denen wir Lehren für die heutige Zeit ziehen können.

 

2 Mose 21,7-11 7 Verkauft jemand seine Tochter als Sklavin, so darf sie nicht freigelassen werden wie die Sklaven. 8 Hat ihr Herr sie für sich genommen und sie gefällt ihm nicht, so soll er sie auslösen lassen. Er hat aber nicht Macht, sie unter ein fremdes Volk zu verkaufen, nachdem er sie verschmäht hat. 9 Hat er sie aber für seinen Sohn bestimmt, so soll er nach dem Recht der Töchter an ihr tun. 10 Nimmt er sich aber noch eine andere, so soll er der ersten an Nahrung, Kleidung und ehelichem Recht nichts abbrechen. 11 Erfüllt er an ihr diese drei Pflichten nicht, so soll sie umsonst freigelassen werden, ohne Lösegeld.

 

Kein Mensch darf aufgrund finanzieller Verhältnisse in eine Situation gebracht werden, daß seine Nationalität oder seine Fähigkeit, eine Ehe als dauerhafte Verbindung einzugehen, in Frage gestellt wird. Keine Person, die aufgrund einer finanziellen Vereinbarung eine Ehe eingeht, kann den langfristigen Wohlstand einer Ehefrau oder einer Schwiegertochter beeinträchtigen oder ihnen die Freiheit vorenthalten.

 

Bestimmungen, die verschiedene Arten der Unzucht umfassen

3 Mose 18,1-18  1 Und der Herr redete mit Mose und sprach: 2 Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen: Ich bin der Herr, euer Gott. 3 Ihr sollt nicht tun nach der Weise des Landes Ägypten, darin ihr gewohnt habt, auch nicht nach der Weise des Landes Kanaan, wohin ich euch führen will. Ihr sollt auch nicht nach ihren Satzungen wandeln, 4 sondern nach meinen Rechten sollt ihr tun und meine Satzungen sollt ihr halten, daß ihr darin wandelt; ich bin der Herr, euer Gott. 5 Darum sollt ihr meine Satzungen halten und meine Rechte. Denn der Mensch, der sie tut, wird durch sie leben; ich bin der Herr.

Unzucht und Blutschande

6 Keiner unter euch soll sich irgendwelchen Blutsverwandten nahen, um mit ihnen geschlechtlichen Umgang zu haben; ich bin der Herr. 7 Du sollst mit deinem Vater und deiner leiblichen Mutter nicht Umgang haben. Es ist deine Mutter, darum sollst du nicht mit ihr Umgang haben. 8 Du sollst mit der Frau deines Vaters nicht Umgang haben; denn damit schändest du deinen Vater. 9 Du sollst mit deiner Schwester, die deines Vaters oder deiner Mutter Tochter ist, sie sei in oder außer der Ehe geboren, nicht Umgang haben. 10 Du sollst mit der Tochter deines Sohnes oder deiner Tochter nicht Umgang haben, damit schändest du dich selbst. 11 Du sollst mit der Tochter der Frau deines Vaters, die deinem Vater geboren ist und deine Schwester ist, nicht Umgang haben. 12 Du sollst mit der Schwester deines Vaters nicht Umgang haben; denn sie ist deines Vaters Blutsverwandte. 13 Du sollst mit der Schwester deiner Mutter nicht Umgang haben; denn sie ist deiner Mutter Blutsverwandte. 14 Du sollst den Bruder deines Vaters nicht damit schänden, daß du seine Frau nimmst; denn sie ist deine Verwandte. 15 Du sollst mit deiner Schwiegertochter nicht Umgang haben, denn sie ist deines Sohnes Frau; darum sollst du nicht mit ihr Umgang haben. 16 Du sollst mit der Frau deines Bruders nicht Umgang haben; denn damit schändest du deinen Bruder. 17 Du sollst nicht mit einer Frau und mit ihrer Tochter Umgang haben, noch mit ihres Sohnes Tochter oder ihrer Tochter Tochter; denn sie sind ihre  Blutsverwandten, und es ist eine Schandtat. 18 Du sollst die Schwester deiner Frau nicht zur Nebenfrau nehmen und mit ihr Umgang haben, solange deine Frau noch lebt.

 

Das einzige dieser Verbote, das zeitspez