Christliche Kirchen Gottes

[261]

 

 

 

Das Gesetz und das Achte Gebot [261]

 

(Auflage 1.1 19981010-19990525)

 

Es steht geschrieben: Du sollst nicht stehlen. Dieser Artikel erklärt die gesamte Struktur des Gesetzes Gottes in seiner Anwendung auf die Gebote, wie es durch die Propheten und die Testamente gemäß der Lesung des Gesetzes in den Sabbatjahren erklärt wurde.

 

 

Christian Churches of God

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(Copyright  ã 1998, 1999 Wade Cox)

(Übers. 2004)

 

 

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Das Gesetz und das Achte Gebot [261]

 


Es steht geschrieben: Du sollst nicht stehlen (Ex 20,15; Deut. 5,19)

 

Levitikus 19,11 vergreift euch nicht an fremdem Eigentum. Belügt und betrügt einander nicht.  (LB)

 

Eigentum, das Gott gehört

 

Alle Sachen sind letztlich Gottes Eigentum. Gott hat Gesetze erlassen, die den richtigen Umgang und die Übergabe seines Eigentums regeln. Gott hat die Schöpfung in Kategorien hinsichtlich des Eigentums geteilt, das wir benutzen dürfen, und des Eigentums, das wir nicht benutzen dürfen. Gott hat die Unterteilungen aufgrund einer Reihe von Regeln vorgenommen, nach deren Maßstäben wir vorgehen müssen.

 

Es gibt Gesetze über die Umwelt und über das, was wir mit ihr tun dürfen. Es gibt Gesetze übrer die Nahrungsmittelkette und was wir davon essen dürfen. Es gibt Gesetze über die Teile der Erzeugnisse der Erde, die wir essen dürfen, und diejenigen Teile, die für Gotteszwecke aufgehoben werden, was sich in der Funktion der Schöpfung zeigt.

 

Im Mittelpunkt der gesamten Schöpfung steht der einzig wahre Gott, und folglich beinhaltet das Erste Gebot das Gesetz über das Eigentum, das Gott als sein eigen ansieht und mit dem Begriff des Zehnten bezeichnet wird (vgl. den Artikel Der Zehnte [Nr. 161]).  

 

Das Erste Gebot und der Zehnte

 

Wenn der Mensch es versäumt, nach dem von Gott aufgestellten System den Zehnten zu leisten, gilt dies als Diebstahl.

 

Maleachi 3,1-12 1 Siehe, ich will meinen Boten senden, der vor mir her den Weg bereiten soll. Und bald wird kommen zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht; und der Engel des Bundes, den ihr begehrt, siehe, er kommt! spricht der HERR Zebaoth. 2 Wer wird aber den Tag seines Kommens ertragen können, und wer wird bestehen, wenn er erscheint? Denn er ist wie das Feuer eines Schmelzers und wie die Lauge der Wäscher. 3 Er wird sitzen und schmelzen und das Silber reinigen, er wird die Söhne Levi reinigen und läutern wie Gold und Silber. Dann werden sie dem HERRN Opfer bringen in Gerechtigkeit, 4 und es wird dem HERRN wohlgefallen das Opfer Judas und Jerusalems wie vormals und vor langen Jahren. 5 Und ich will zu euch kommen zum Gericht und will ein schneller Zeuge sein gegen die Zauberer, Ehebrecher, Meineidigen und gegen die, die Gewalt und Unrecht tun den Tagelöhnern, Witwen und Waisen und die den Fremdling drücken und mich nicht fürchten, spricht der HERR Zebaoth. 6 Ich, der HERR, wandle mich nicht; aber ihr habt nicht aufgehört, Jakobs Söhne zu sein: 7 Ihr seid von eurer Väter Zeit an immerdar abgewichen von meinen Geboten und habt sie nicht gehalten. So bekehrt euch nun zu mir, so will ich mich auch zu euch kehren, spricht der HERR Zebaoth. Ihr aber sprecht: «Worin sollen wir uns bekehren?» 8 Ist’s recht, daß ein Mensch Gott betrügt, wie ihr mich betrügt! Ihr aber sprecht: «Womit betrügen wir dich?» Mit dem Zehnten und der Opfergabe! 9 Darum seid ihr auch verflucht; denn ihr betrügt mich allesamt. 10 Bringt aber die Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus, auf daß in meinem Hause Speise sei, und prüft mich hiermit, spricht der HERR Zebaoth, ob ich euch dann nicht des Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschütten die Fülle. 11 Und ich will um euretwillen den «Fresser» bedrohen, daß er euch die Frucht auf dem Acker nicht verderben soll und der Weinstock auf dem Felde euch nicht unfruchtbar sei, spricht der HERR Zebaoth. 12 Dann werden euch alle Heiden glücklich preisen, denn ihr sollt ein herrliches Land sein, spricht der HERR Zebaoth. (LB)

 

Gott hat ein System aufgestellt, das von uns eine Zahlung (Opfergabe) verlangt, die einerseits seiner Anbetung dient und als Gabe für die Armen gedacht ist, andererseits die Teilnahme seines Volkes an seinen Wegen, seinen Festen und Sabbaten symbolisiert.

 

Gottes Opfer sollen tadellos sein. Gott betrachet ein fehlerhaftes Opfer als einen Greuel.

 

Deuteronomium 17,1-4 1 Du sollst dem HERRN, deinem Gott, kein Rind oder Schaf opfern, das einen Fehler oder irgend etwas Schlimmes an sich hat; denn das ist dem HERRN, deinem Gott, ein Greuel. 2 Wenn bei dir in einer deiner Städte, die dir der HERR, dein Gott, geben wird, jemand gefunden wird, Mann oder Frau, der da tut, was dem HERRN, deinem Gott, mißfällt, daß er seinen Bund übertritt 3 und hingeht und dient andern Göttern und betet sie an, es sei Sonne oder Mond oder das ganze Heer des Himmels, was ich nicht geboten habe, 4 und es wird dir angezeigt, und du hörst es, so sollst du gründlich danach forschen. Und wenn du findest, daß es gewiß wahr ist, daß solch ein Greuel in Israel geschehen ist (LB)

 

Diese Bedingung eines vollkommenen Opfers ohne Fehler oder Makel deutet auf die Auserwählten und das letzte Schicksal der gesamten Menschheit hin.

 

Ebenso wie der Preis des Zehnten soll der Preis für das Zählen der Israeliten bezahlt werden, und wenn man dies versäumt, ist dies ebenfalls Diebstahl.

 

Exodus 30,11-16 11  Und der HERR redete mit Mose und sprach: 12 Wenn du die Israeliten zählst, so soll ein jeder dem HERRN ein Sühnegeld geben, um sein Leben auszulösen, damit ihnen nicht eine Plage widerfahre, wenn sie gezählt werden.13 Es soll aber jeder, der gezählt ist, einen halben Taler geben nach dem Münzgewicht des Heiligtums; ein Taler wiegt zwanzig Gramm. Dieser halbe Taler soll als Opfergabe für den HERRN erhoben werden. 14 Wer gezählt ist von zwanzig Jahren an und darüber, der soll diese Opfergabe dem HERRN geben. 15 Der Reiche soll nicht mehr geben und der Arme nicht weniger als den halben Taler als Opfergabe für den HERRN zur Sühnung für euer Leben. 16 Und du sollst solches Sühnegeld nehmen von den Israeliten und es zum Dienst an der Stiftshütte geben, daß es sei für die Israeliten, zum gnädigen Gedenken vor dem HERRN, zur Sühnung für euer Leben.  (LB)

 

Dieses Sühnegeld wurde vom Messias gezahlt, und das erklärt, warum heute niemand Israel gezählt hat, und niemand weiß, wie weit sich der Glaube ausgedehnt hat, da die Erlösung auch die Heiden einschließt. Der Glaube wurde auch auf die Heiden ausgedehnt, so daß sie jetzt ein Teil von Gottes Tempel werden können (1 Kor. 3,17). Es ist eine logische Schlußfolgerung, daß wenn wir für einen Preis von dem Messias losgekauft wurden, wir nicht das Recht haben, uns vom Tempel zurückzuhalten.

 

Diejenigen, die im Tempel dienen, haben ein Recht darauf, vom Tempel zu essen.

 

1 Korinther 9,9-14 9 Denn im Gesetz des Mose steht geschrieben (5. Mose 25,4): «Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden.» Sorgt sich Gott etwa um die Ochsen? 10 Oder redet er nicht überall um unsertwillen? Ja, um unsertwillen ist es geschrieben: Wer pflügt, soll auf Hoffnung pflügen; und wer drischt, soll in der Hoffnung dreschen, daß er seinen Teil empfangen wird. 11 Wenn wir euch zugut Geistliches säen, ist es dann zuviel, wenn wir Leibliches von euch ernten? 12 Wenn andere dieses Recht an euch haben, warum nicht viel mehr wir? Aber wir haben von diesem Recht nicht Gebrauch gemacht, sondern wir ertragen alles, damit wir nicht dem Evangelium von Christus ein Hindernis bereiten. 13 Wißt ihr nicht, daß, die im Tempel dienen, vom Tempel leben, und die am Altar dienen, vom Altar ihren Anteil bekommen? 14 So hat auch der Herr befohlen, daß, die das Evangelium verkündigen, sich vom Evangelium nähren sollen. (LB)

 

Die Belohnung, wie wir dies in Malachi und den Sprichwörtern erkennen, ist Fruchtbarkeit.

 

Sprichwörter 3,9-10 9 Ehre den HERRN mit deinem Gut und mit den Erstlingen all deines Einkommens, 10 so werden deine Scheunen voll werden und deine Kelter von Wein überlaufen. (LB)

 

Sprichwörter 11,24-26 24 Einer teilt reichlich aus und hat immer mehr; ein andrer kargt, wo er nicht soll, und wird doch ärmer. 25 Wer reichlich gibt, wird gelabt, und wer reichlich tränkt, der wird auch getränkt werden. 26 Wer Korn zurückhält, dem fluchen die Leute; aber Segen kommt über den, der es verkauft. (LB)

 

Es gibt eine Reihe von Verpflichtungen, die zu Segen und einem Platz in der Gesellschaft führen.

 

Das ganze Gesetz Gottes ist auf Barmherzigkeit und  Gerechtigkeit gerichtet, und der Tempeldienst ist nicht bedeutungsloses Reden und Tradition, sondern die Umsetzung von Recht und Gerechtigkeit.

 

Matthäus 23,23 23 Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr gebt den Zehnten von Minze, Dill und Kümmel und laßt das Wichtigste im Gesetz außer acht: Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Treue.

 

Der Tempel unter dem System von Melchisedek empfing die Zehnten von Levi. Mit dem Erscheinen des Messias machte Levi Platz für ein neues System des Priestertums, dessen Teil es werden sollte. Levi zahlte die Zehnten an Melchisedek (= Mein König ist die Gerechtigkeit). Das war ein erblicher Titel der Fürsten von Salem oder Ursallim. Dieser Titel wurde auch als Adoni-Zedek getragen, mit der Bedeutung Mein Herr ist Gerechtigkeit oder Herr der Gerechtigkeit (Jos 10,1). Es ist eine Prophezeiung ihrer Einbeziehung in die neue Ordnung und den neuen Glauben.

 

Hebräer 7,1-10 1 Dieser Melchisedek aber war König von Salem, Priester Gottes des Höchsten; er ging Abraham entgegen, als der vom Sieg über die Könige zurückkam, und segnete ihn; 2 ihm gab Abraham auch den Zehnten von allem. Erstens heißt er übersetzt: König der Gerechtigkeit; dann aber auch: König von Salem, das ist: König des Friedens. 3 Er ist ohne Vater, ohne Mutter, ohne Stammbaum, und hat weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens. So gleicht er dem Sohn Gottes und bleibt Priester in Ewigkeit. 4 Seht aber, wie groß der ist, dem auch Abraham, der Erzvater, den Zehnten gab von der eroberten Beute. 5 Zwar haben auch die von den Söhnen Levis, die das Priestertum empfangen, nach dem Gesetz das Recht, den Zehnten zu nehmen vom Volk, also von ihren eigenen Brüdern, obwohl auch diese von Abraham abstammen. 6 Der aber, der nicht von ihrem Stamm war, der nahm den Zehnten von Abraham und segnete den, der die Verheißungen hatte. 7 Nun ist aber unwidersprochen, daß das Geringere vom Höheren gesegnet wird. 8 Und hier nehmen den Zehnten sterbliche Menschen, dort aber einer, dem bezeugt wird, daß er lebt. 9 Und sozusagen ist auch Levi, der doch selbst den Zehnten nimmt, in Abraham mit dem Zehnten belegt worden. 10 Denn er sollte seinem Stammvater ja erst noch geboren werden, als Melchisedek diesem entgegenging. (LB)

 

Dieser Aspekt wird in dem Artikel Melchisedek [128] ausführlicher behandelt.

 

Gott verlangt, daß die religiösen Riten von Deuteronomium eingehalten werden und daß der Zehnte des dritten Jahres dem HERRN dargebracht werden soll.

 

Deuteronomium 14,28 28 Alle drei Jahre sollst du aussondern den ganzen Zehnten vom Ertrag dieses Jahres und sollst ihn hinterlegen in deiner Stadt. (LB)

 

Dieser Zehnte des dritten Jahres von den sieben Jahren wird aufbewahrt, und das Fest wird innerhalb der Stadt gefeiert. Die gesamten Erträge des zweiten Zehnten werden der Priesterschaft gegeben, um damit die Armen während des Sieben-Jahres-Zeitraums zu versorgen.

 

Amos spricht auch darüber. Das tägliche Opfer wurde mit der Zerstörung des materiellen Tempels beendet. Mit der Vollendung von Ezechiels Tempel wird nur das Morgenopfer wieder eingeführt werden. Diese Opferszene berichtet von der Geschichte des Tempels und der Ernteabgaben. Amos spricht hier über die Zeit bis zur Zerstörung im Jahre 70 n. Chr.

 

Amos 4,4 4 Ja, kommt her nach Bethel und treibt Sünde, und nach Gilgal, um noch viel mehr zu sündigen! Bringt eure Schlachtopfer am Morgen und eure Zehnten am dritten Tage, (LB)

 

Gott sagt, daß er Israel die Reinlichkeit der Zähne in ihren Wohnungen gegeben hat, aber sie sind nicht zu ihm zurückgekehrt. Anders gesagt, er hat ihnen eine Hungernot geschickt, und doch sind sie nicht zu ihm zurückgekehrt (vgl. Amos 4,1-13). Diejenigen, die die Armen bedrückt und die Bedürftigen geschunden haben, wurden wegen ihrer Ungerechtigkeit soweit gebracht und kehrten nicht zu Gott zurück. Das eine scheint zum anderen zu passen. Wenn sie Gott berauben, dann scheinen sie auch sein Volk, die Armen und die Vaterlosen zu bedrücken.

 

Achten Sie darauf, zwischen dem zu unterscheiden, was dem Kaiser gehört, und dem, was Gott gehört (Mat 22,21; Mk 12,17; Lk 20,25).

 

Alle Obrigkeit ist von Gott, und alle sind aufgefordert, mit den verschiedenen Obrigkeiten  zu verkehren, da sie von Gott angeordnet sind.

 

Römer 13,1-10 1 Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit außer von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott angeordnet. 2 Wer sich nun der Obrigkeit widersetzt, der widerstrebt der Anordnung Gottes; die ihr aber widerstreben, ziehen sich selbst das Urteil zu. 3 Denn vor denen, die Gewalt haben, muß man sich nicht fürchten wegen guter, sondern wegen böser Werke. Willst du dich aber nicht fürchten vor der Obrigkeit, so tue Gutes; so wirst du Lob von ihr erhalten. 4 Denn sie ist Gottes Dienerin, dir zugut. Tust du aber Böses, so fürchte dich; denn sie trägt das Schwert nicht umsonst: sie ist Gottes Dienerin und vollzieht das Strafgericht an dem, der Böses tut  5 Darum ist es notwendig, sich unterzuordnen, nicht allein um der Strafe, sondern auch um des Gewissens willen. 6 Deshalb zahlt ihr ja auch Steuer; denn sie sind Gottes Diener, auf diesen Dienst beständig bedacht. 7 So gebt nun jedem, was ihr schuldig seid: Steuer, dem die Steuer gebührt; Zoll, dem der Zoll gebührt; Furcht, dem die Furcht gebührt; Ehre, dem die Ehre gebührt. 8 Seid niemand etwas schuldig, außer, daß ihr euch untereinander liebt; denn wer den andern liebt, der hat das Gesetz erfüllt. 9 Denn was da gesagt ist (2. Mose 20,13- 17): «Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht begehren», und was da sonst an Geboten ist, das wird in diesem Wort zusammengefaßt (3. Mose 19,18): «Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.» 10 Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung. (LB)

 

So haben die Gläubigen eine Reihe von Verpflichtungen, in denen sie Gott, der Priesterschaft und den Obrigkeiten das geben müssen, was ihnen zusteht.

 

Das optimale System ist das direkt unter den Gottespropheten stehende System, indem sie als Richter in Israel regieren. Die Regierungsmonarchie wurde als sekundäres und kostspieligeres System gegründet.

 

1 Samuel 8,10-18 10 Am andern Tage kam der böse Geist von Gott über Saul, und er geriet in Raserei in seinem Hause; David aber spielte auf den Saiten mit seiner Hand, wie er täglich zu tun pflegte. Und Saul hatte einen Spieß in der Hand 11 und zückte den Spieß und dachte: Ich will David an die Wand spießen. David aber wich ihm zweimal aus. 12 Und Saul fürchtete sich vor David; denn der HERR war mit ihm, aber von Saul war er gewichen. 13 Da entfernte ihn Saul aus seiner Nähe und setzte ihn zum Obersten über tausend Mann. Und David zog aus und ein vor dem Kriegsvolk 14 und richtete all sein Tun recht aus, und der HERR war mit ihm. 15 Als nun Saul sah, daß David alles so gut gelang, graute es ihm vor David. 16 Aber ganz Israel und Juda hatte David lieb, denn er zog aus und ein vor ihnen her. 17 Und Saul sprach zu David: Siehe, meine älteste Tochter Merab will ich dir zur Frau geben; sei nur ein tapferer Mann und führe des HERRN Kriege. Denn Saul dachte: Meine Hand soll nicht gegen ihn sein, sondern die Hand der Philister. 18 David aber antwortete Saul: Wer bin ich? Und was ist meine Sippe, das Geschlecht meines Vaters, in Israel, daß ich des Königs Schwiegersohn werden soll? (LB)

Der Herr hört nicht auf Israel, wenn sie unter dieser Belastung leben, und sie sollen die Strafe bezahlen.

 

Zeit ist Geld

 

Die Opfer und Zehnten sollen nicht vorenthalten werden. Eine solche Weigerung, Abgaben zu zahlen, ist Diebstahl.

 

Exodus 22,29-30 29 und ebenso die Erstgeburten eurer Rinder, Schafe und Ziegen. Sieben Tage lang soll das erstgeborene Jungtier bei seiner Mutter bleiben; am achten Tag sollt ihr es mir übereignen. 30 Weil ihr mir als ein heiliges Volk gehört, sollt ihr kein Fleisch von einem Tier essen, das von einem Raubtier gerissen und auf freiem Feld tot gefunden worden ist. (LB)

 

Am achten Tag sollen alle Jungen Israels Gott gegeben werden, die jungen Tiere und die Kinder sollen beschnitten und geweiht werden.

 

Exodus 23,17-19 17 Dreimal im Jahre soll erscheinen vor dem HERRN, dem Herrscher, alles, was männlich ist unter dir. 18 Du sollst das Blut meines Opfers nicht zugleich mit dem Sauerteig opfern, und das Fett von meinem Fest soll nicht über Nacht bleiben bis zum Morgen. 19 Das Beste von den Erstlingen deines Feldes sollst du in das Haus des HERRN, deines Gottes, bringen. Du sollst das Böcklein nicht kochen in seiner Mutter Milch (LB)

 

Wenn man es versäumt, bei diesen drei Gelegenheiten mit einem Opfer vor dem Herrn zu erscheinen, gilt dies als Auflehnung und Diebstahl.

 

Exodus 34,19-20 19 Alle Erstgeburt ist mein, alle männliche Erstgeburt von deinem Vieh, es sei Stier oder Schaf. 20 Aber den Erstling des Esels sollst du mit einem Schaf auslösen. Wenn du ihn aber nicht auslöst, so brich ihm das Genick. Alle Erstgeburt unter deinen Söhnen sollst du auslösen.  

 

Niemand soll mit leeren Händen vor dem Herrn erscheinen. Wenn man sich als Teil Israels verweigert, gilt dies ebenfalls als Diebstahl.

 

Exodus 34,23-26 23 Dreimal im Jahr soll alles, was männlich ist, erscheinen vor dem Herrscher, dem HERRN, dem Gott Israels. 24 Denn ich werde die Heiden vor dir ausstoßen und dein Gebiet weit machen, und niemand soll dein Land begehren, während du dreimal im Jahr hinaufgehst, um vor dem HERRN, deinem Gott, zu erscheinen. 25 Du sollst das Blut meines Opfers nicht darbringen zugleich mit dem Sauerteig, und das Opfer des Passafestes soll nicht über Nacht bleiben bis zum Morgen. 26 Das Beste von den ersten Früchten deines Ackers sollst du in das Haus des HERRN, deines Gottes, bringen.  Du sollst das Böcklein nicht kochen in seiner Mutter Milch. (LB)

 

Numeri 18,20-32 20 Und der HERR sprach zu Aaron: Du sollst in ihrem Lande kein Erbgut besitzen, auch keinen Anteil unter ihnen haben; denn ich bin dein Anteil und dein Erbgut inmitten der Israeliten. 21 Den Söhnen Levi aber habe ich alle Zehnten gegeben in Israel zum Erbgut für ihr Amt, das sie an der Stiftshütte ausüben. 22 Hinfort sollen sich die Israeliten nicht zur Stiftshütte nahen, damit sie nicht Sünde auf sich laden und sterben, 23 sondern die Leviten sollen das Amt ausüben an der Stiftshütte, und sie sollen die Schuld für ihre Verfehlung tragen; das sei eine ewige Ordnung bei euren Nachkommen. Und sie sollen unter den Israeliten kein Erbgut besitzen; 24 denn den Zehnten der Israeliten, den sie dem HERRN als Opfergabe geben, habe ich den Leviten zum Erbgut bestimmt; darum habe ich zu ihnen gesagt, daß sie unter den Israeliten kein Erbgut besitzen sollen. 25 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 26 Sage den Leviten und sprich zu ihnen: Wenn ihr den Zehnten nehmt von den Israeliten, den ich euch von ihnen bestimmt habe als euer Erbgut, so sollt ihr davon eine heilige Abgabe dem HERRN geben, je den Zehnten von dem Zehnten; 27 und diese eure heilige Abgabe soll euch angerechnet werden, als gäbet ihr Korn von der Tenne und Wein aus der Kelter. 28 So sollt auch ihr die heiligen Abgaben dem HERRN geben von allen euren Zehnten, die ihr nehmt von den Israeliten, und sollt diese heilige Abgabe für den HERRN dem Priester Aaron geben. 29 Von allem, was euch gegeben wird, sollt ihr dem HERRN die heilige Abgabe geben, von allem Besten die davon gebührende heilige Gabe. 30 Und sprich zu ihnen: Wenn ihr also das Beste davon als heilige Abgabe nehmt, so soll’s den Leviten angerechnet werden wie ein Ertrag von der Tenne und wie ein Ertrag von der Kelter. 31 Ihr dürft es essen an allen Orten, ihr und eure Kinder; denn es ist euer Lohn für euer Amt an der Stiftshütte. 32 Ihr werdet dabei nicht Sünde auf euch laden, wenn ihr das Beste davon abgebt, und werdet nicht entweihen die heiligen Gaben der Israeliten und nicht sterben. (LB)

 

Das Beste soll geopfert werden, und diese Opfer dürfen nicht entweiht werden. Die Entweihung des Opfers eines anderen oder das Versäumnis, ein reines Opfer bereitzustellen, ist als Diebstahl oder Unterschlagung zu betrachten. Es ist nicht einfach böswillige Beschädigung, wie es erscheint, da der Nutzen und die Sühne eines reinen Opfers gestohlen und das Opfer auch verdorben wurde.

 

Deuteronomium 14,22-29 22 Du sollst alle Jahre den Zehnten absondern von allem Ertrag deiner Saat, der aus deinem Acker kommt, 23 und sollst davon essen vor dem HERRN, deinem Gott, an der Stätte, die er erwählt, daß sein Name daselbst wohne, nämlich vom Zehnten deines Getreides, deines Weins, deines Öls und von der Erstgeburt deiner Rinder und deiner Schafe, auf daß du fürchten lernst den HERRN, deinen Gott, dein Leben lang. 24 Wenn aber der Weg zu weit ist für dich, daß du’s nicht hintragen kannst, weil die Stätte dir zu fern ist, die der HERR, dein Gott, erwählt hat, daß er seinen Namen daselbst wohnen lasse, wenn der HERR, dein Gott, dich gesegnet hat, 25 so mache es zu Geld und nimm das Geld in deine Hand und geh an die Stätte, die der HERR, dein Gott, erwählt hat, 26 und gib das Geld für alles, woran dein Herz Lust hat, es sei für Rinder, Schafe, Wein, starkes Getränk oder für alles, was dein Herz wünscht, und iß dort vor dem HERRN, deinem Gott, und sei fröhlich, du und dein Haus 27 und der Levit, der in deiner Stadt lebt; den sollst du nicht leer ausgehen lassen, denn er hat weder Anteil noch Erbe mit dir. 28 Alle drei Jahre sollst du aussondern den ganzen Zehnten vom Ertrag dieses Jahres und sollst ihn hinterlegen in deiner Stadt. 29 Dann soll kommen der Levit, der weder Anteil noch Erbe mit dir hat, und der Fremdling und die Waise und die Witwe, die in deiner Stadt leben, und sollen essen und sich sättigen, auf daß dich der HERR, dein Gott, segne in allen Werken deiner Hand, die du tust. (LB)

 

Der zweite Zehnte soll für die Abhaltung der verbindlichen Feste Gottes beiseite gelegt werden. Wenn der Ort des Festes – Heiligtum – zu weit weg ist, dann können die Erträge verkauft werden, und bei der Ankunft können mit diesem Geld dann die benötigten Dinge gekauft werden. Heutzutage bringen die Leute keine Erzeugnisse, sondern Geld mit und kaufen im allgemeinen damit alles, was für ein solches Fest wichtig ist. Deshalb wird die Notwendigkeit, daß die Armen gespeist werden müssen, nicht so klar gesehen. Die Gelder ebenso wie die Erzeugnisse müssen am Abend vor dem Festtag eingesammelt werden, damit sie vor Beginn des Festes auch den Armen zugute kommen. Das Versäumnis, diese Opfer oder diese Hilfe den Armen und Bedürftigen zu geben, gilt als Diebstahl.

 

Diebstahl durch das Zurückhalten oder den Loskauf von Zehnten 

 

Das Zurückhalten von Zehnten ist Diebstahl. Wenn einer seinen Zehnten für sich behält, um ihn für seinen eigenen Zweck zu benutzen, soll er dafür die Strafe auf sich nehmen. Wenn  der Zehnte abgelöst oder zurückgehalten wird, soll der Schuldige mit einem Fünftel der abgelösten Summe bestraft werden. So werden verbindlich zwanzig Prozent zu den Zehnten hinzugefügt, die für irgendeinen anderen Zweck benutzt werden.

 

Die Zeit und der Kalender

 

Gott hat einen Kalender im Himmel aufgestellt. Der Kalender als Zeitverzeichnis beruht auf den Mondphasen und ergibt sich klar aus astronomischen Berechnungen und dem  Neumond. Das Versäumnis, dem Kalender zu folgen, wie er ursprünglich war (und nicht nach dem jüdischen Hillel-Kalender), ist ein Diebstahl der Zeit Gottes. 

 

Das Versäumnis, den Sabbat Gott zu weihen, gilt als Diebstahl der Zeit Gottes. Von jedem Menschen wird erwartet, daß er diese Tage dem Studium des lebendigen Gottes und seines Systems widmet. In jedem siebten Jahr soll am Fest des Sabbatjahrs das Gesetz vorgelesen und studiert werden. Das Versäumnis, alle Sabbate und das Gesetz einzuhalten, gilt als Diebstahl der Zeit Gottes und der ihm zukommenden Anbetung. Gott verlangt von allen Menschen, ihn im Geist und in der Wahrheit anzubeten.

 

Gottes Tempel

 

Gott hat den Menschen Fähigkeiten und Reichtum gegeben, damit sie diese Fähigkeiten und Wohltaten seiner höheren Ehre widmen können. Das Versäumnis, die uns von Gott zu seiner Anbetung und für sein System gegebenen Fähigkeiten zu verwenden, gilt auch als Diebstahl.

 

Exodus 36,1-38 1 So sollen denn arbeiten Bezalel und Oholiab und alle Künstler, denen der HERR Weisheit und Verstand gegeben hat zu wissen, wie sie alle Arbeit ausführen sollen zum Dienst des Heiligtums, ganz nach dem Gebot des HERRN. 2 Und Mose berief Bezalel und Oholiab und alle Künstler, denen der HERR Weisheit ins Herz gegeben hatte, alle, die sich freiwillig erboten, ans Werk zu gehen und es auszurichten. 3 Und sie empfingen von Mose alle Opfer, die die Israeliten gebracht hatten, um die Arbeiten zum Dienst des Heiligtums auszuführen. Und man brachte auch weiterhin alle Morgen freiwillige Gaben zu ihm. 4 Da kamen alle Künstler, die am Werk des Heiligtums arbeiteten, ein jeder von der Arbeit, die er machte, 5 und sprachen zu Mose: Das Volk bringt zu viel, mehr als zum Dienst dieses Werkes nötig ist, das der HERR zu machen geboten hat. 6 Da gebot Mose, daß man durchs Lager rufen ließe: Niemand, weder Mann noch Frau, soll hinfort noch etwas bringen als Opfergabe für das Heiligtum. Da brachte das Volk nichts mehr. 7 Denn es war genug gebracht worden zu allen Arbeiten, die zu machen waren, und es war noch übrig geblieben. 8 So machten alle Künstler unter den Arbeitern die Wohnung aus zehn Teppichen von gezwirnter feiner Leinwand, blauem und rotem Purpur und Scharlach, und Cherubim waren eingewebt in kunstreicher Arbeit. 9 Die Länge eines Teppichs war achtundzwanzig Ellen und die Breite vier Ellen, und alle waren von einem Maß. 10 Und er fügte je fünf Teppiche zu einem Stück zusammen, einen an den andern. 11 Und er machte blaue Schlaufen an jedes Stück am Rande, wo die beiden Stücke zusammengeheftet werden sollten, 12 fünfzig Schlaufen an jedes Stück, daß eine Schlaufe der andern gegenüberstünde. 13 Und er machte fünfzig goldene Haken und heftete die Teppiche mit den Haken einen an den andern zusammen, daß es eine Wohnung würde. 14 Und er machte elf Teppiche von Ziegenhaaren zum Zelte über die Wohnung, 15 dreißig Ellen lang und vier Ellen breit, alle von einem Maß 16 und fügte fünf zusammen zu dem einen Stück und sechs zusammen zum andern Stück. 17 Und er machte fünfzig Schlaufen an jedes Stück an dem Rande, wo die Stücke zusammengeheftet werden sollten, 18 und machte je fünfzig Haken aus Kupfer, damit das Zelt mit ihnen zusammengefügt würde. 19 Und er machte eine Decke über das Zelt von rotgefärbten Widderfellen und darüber noch eine Decke von Dachsfellen. 20 Und er machte Bretter für die Wohnung, aus Akazienholz, zum Aufstellen, 21 ein jedes zehn Ellen lang und anderthalb Ellen breit 22 und an jedem zwei Zapfen, damit eins an das andere gesetzt würde. So machte er alle Bretter für die Wohnung, 23 daß zwanzig Bretter nach Süden standen. 24 Und er machte vierzig silberne Füße darunter, unter jedes Brett zwei Füße für seine zwei Zapfen. 25 Ebenso machte er auf der andern Seite der Wohnung nach Norden zwanzig Bretter 26 mit vierzig silbernen Füßen, unter jedes Brett zwei Füße. 27 Und für die Rückseite der Wohnung nach Westen machte er sechs Bretter 28 und zwei andere für die zwei Ecken an der Rückseite der Wohnung, 29 daß beide mit ihren Eckbrettern unten und oben durch Zapfen verbunden wurden, 30 so daß es acht Bretter wurden und sechzehn silberne Füße, unter jedem zwei Füße. 31 Und er machte Riegel aus Akazienholz, fünf zu den Brettern auf der einen Langseite der Wohnung 32 und fünf auf der andern Langseite und fünf auf der Rückseite nach Westen. 33 Und er machte den Mittelriegel, daß er in halber Höhe an den Brettern entlanglief von einem Ende zum andern. 34 Und er überzog die Bretter mit Gold, und ihre Ringe machte er aus Gold, daß man die Riegel hineintäte, und überzog die Riegel mit Gold. 35 Und er machte den Vorhang mit den Cherubim in kunstreicher Arbeit, aus blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter feiner Leinwand, 36 und für ihn vier Säulen aus Akazienholz und überzog sie mit Gold, und ihre Nägel waren aus Gold, und er goß dazu vier silberne Füße. 37 Und er machte eine Decke für den Eingang des Zeltes aus blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter feiner Leinwand, in Buntwirkerarbeit, 38 und dazu fünf Säulen mit ihren Nägeln und überzog ihre Köpfe und Ringbänder mit Gold und machte fünf Füße aus Kupfer daran. (LB)

 

Der Tempel wurde aus bereitwillig gegebenen Dingen errichtet und wies auf ein geistiges System hin, in dem sich die Menschen freiwillig und mit Freude geben könnten. Der Mittelpunkt des Tempels und des Kultsystems war die Bundeslade. Dieser Gegenstand wies auf ein neues System hin, in dem das Gesetz Gottes in die Herzen der Menschen gepflanzt würde. Sie wurden nun wirklich die Bundeslade, und deshalb mußte die Bundeslade weggebracht und versteckt werden (vgl. den Artikel Die Bundeslade [196]). Es wird nicht mehr an sie erinnert.   

 

Exodus 37,1-29 1 Und Bezalel machte die Lade aus Akazienholz, zwei und eine halbe Elle lang, anderthalb Ellen breit und ebenso hoch, 2 und überzog sie mit feinem Golde innen und außen und machte ihr einen goldenen Kranz ringsherum. 3 Und er goß vier goldene Ringe für ihre vier Ecken, für jede Seite zwei, 4 und machte Stangen aus Akazienholz und überzog sie mit Gold 5 und tat sie in die Ringe an den Seiten der Lade, so daß man sie tragen konnte. 6 Und er machte den Gnadenthron aus feinem Golde, zwei und eine halbe Elle lang und anderthalb Ellen breit, 7 und zwei Cherubim aus getriebenem Golde an die beiden Enden des Gnadenthrones, 8 einen Cherub an diesem, den andern an jenem Ende. 9 Und die Cherubim breiteten ihre Flügel nach oben aus und bedeckten damit den Gnadenthron, und sie standen Antlitz gegen Antlitz und sahen auf den Gnadenthron. 10 Und er machte den Tisch aus Akazienholz, zwei Ellen lang, eine Elle breit und anderthalb Ellen hoch, 11 und überzog ihn mit feinem Golde und machte ihm einen goldenen Kranz ringsherum 12 und machte ihm eine Leiste ringsherum, eine Handbreit hoch, und einen goldenen Kranz um die Leiste. 13 Und er goß für ihn vier goldene Ringe und befestigte sie an den vier Ecken an seinen vier Füßen, 14 dicht unter der Leiste, daß man die Stangen hineintun und den Tisch tragen könnte. 15 Und er machte die Stangen aus Akazienholz und überzog sie mit Gold, daß man den Tisch damit trüge. 16 Und er machte auch aus feinem Golde das Gerät für den Tisch: Schüsseln und Schalen, Kannen und Becher, in denen man das Trankopfer darbringen sollte. 17 Und er machte den Leuchter aus feinem, getriebenem Golde. Daran waren der Fuß und der Schaft, Kelche und Knäufe und Blumen. 18 Sechs Arme gingen von seinen Seiten aus, nach jeder Seite drei Arme. 19 Drei Kelche waren an jedem Arm mit Knäufen und Blumen. 20 An dem Leuchter aber waren vier Kelche mit Knäufen und Blumen, 21 je ein Knauf unter zwei von den sechs Armen, die von ihm ausgingen. 22 Und die Knäufe und Arme waren aus einem Stück mit ihm, und alles war aus getriebenem, feinem Gold. 23 Und er machte die sieben Lampen mit ihren Lichtscheren und Löschnäpfen aus feinem Gold. 24 Aus einem Zentner feinen Goldes machte er ihn und all sein Gerät. 25 Er machte auch den Räucheraltar aus Akazienholz, eine Elle lang und ebenso breit, viereckig, und zwei Ellen hoch mit seinen Hörnern 26 und überzog ihn mit feinem Golde, seine Platte und seine Wände ringsherum und seine Hörner, und machte ihm einen Kranz ringsherum von Gold 27 und zwei goldene Ringe unter dem Kranz zu beiden Seiten, daß man Stangen hineintäte und ihn damit trüge. 28 Und die Stangen machte er aus Akazienholz und überzog sie mit Gold. 29 Und er machte das heilige Salböl und das Räucherwerk aus reiner Spezerei nach der Kunst des Salbenbereiters. (LB)

 

Es geht hier nicht um den Gnadenthron. Es geht um den Deckel, und auf diesem Deckel sind zwei Cherubim angebracht, die den Mittelpunkt des Tempels und Gottes Thron darstellen. Einer dieser gesalbten, die Lade bedeckenden Engel war Satan (vgl. Jes. Kap. 14; Ez. Kap. 28). Der andere scheint der Erzengel Michael oder der Messias als Jahova-Elohim (vgl. Judas, 9) gewesen zu sein.

 

Exodus 38,1-31 1 Und er machte den Brandopferaltar aus Akazienholz, fünf Ellen lang und ebenso breit, viereckig, und drei Ellen hoch, 2 und vier Hörner, die mit ihm verbunden waren, auf seinen vier Ecken und überzog ihn mit Kupfer. 3 Und er machte alle Geräte zu dem Altar, Töpfe für die Asche, Schaufeln, Becken, Gabeln, Kohlen­pfannen, alles aus Kupfer. 4 Und er machte am Altar ein Gitterwerk aus Kupfer wie ein Netz ringsherum von untenher bis zur Mitte des Altars 5 und goß vier Ringe an die vier Enden des kupfernen Gitters für die Stangen. 6 Diese machte er aus Akazienholz und überzog sie mit Kupfer 7 und tat sie in die Ringe an den Seiten des Altars, daß man ihn damit trüge. Und er machte ihn so, daß er inwendig hohl war. 8 Und er machte das Becken aus Kupfer und sein Gestell auch aus Kupfer von den Spiegeln der Frauen, die vor der Tür der Stiftshütte Dienst taten. 9 Und er machte den Vorhof: nach Süden Behänge, hundert Ellen lang, von gezwirnter feiner Leinwand, 10 mit zwanzig Säulen und zwanzig Füßen aus Kupfer, aber ihre Nägel und Ringbänder aus Silber; 11 desgleichen nach Norden, hundert Ellen lang mit zwanzig Säulen und zwanzig Füßen aus Kupfer, aber ihre Nägel und Ringbänder aus Silber; 12 nach Westen aber fünfzig Ellen lang mit zehn Säulen und zehn Füßen, aber ihre Nägel und Ringbänder aus Silber; 13 nach Osten auch fünfzig Ellen; 14 fünfzehn Ellen auf einer Seite mit drei Säulen und drei Füßen, 15 und auf der andern Seite auch fünfzehn Ellen mit drei Säulen und drei Füßen, zu beiden Seiten des Tors am Vorhof. 16 Alle Behänge des Vorhofs waren von gezwirnter feiner Leinwand 17 und die Füße der Säulen aus Kupfer und ihre Nägel aus Silber, und ihre Köpfe waren überzogen mit Silber, und ihre Ringbänder waren silbern an allen Säulen des Vorhofs. 18 Und die Decke für das Tor des Vorhofs machte er in Buntwirkerarbeit aus blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter feiner Leinwand, zwanzig Ellen lang und fünf Ellen hoch, nach dem Maß der Behänge des Vorhofs, 19 dazu vier Säulen und vier Füße aus Kupfer und ihre Nägel aus Silber und ihre Köpfe und ihre Ringbänder, überzogen mit Silber. 20 Und alle Zeltpflöcke der Wohnung und des Vorhofs ringsherum waren aus Kupfer. 21 Dies ist die Summe der Aufwendungen für die Wohnung des Gesetzes, die nach dem Gebot des Mose errechnet wurde von den Leviten unter der Leitung Itamars, des Sohnes Aarons, des Priesters. 22 Bezalel aber, der Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamme Juda, hatte alles gemacht, was der HERR dem Mose geboten hatte, 23 und mit ihm Oholiab, der Sohn Ahisamachs, vom Stamme Dan, ein Schmied, Schnitzer, Kunstweber und Buntwirker in blauem und rotem Purpur, Scharlach und feiner Leinwand. 24 Alles Gold, das verarbeitet ist zu diesem ganzen Werk des Heiligtums und das als Gabe gespendet war, beträgt 29 Zentner 730 Lot nach dem Gewicht des Heiligtums. 25 Das Silber aber, das die Zählung der Gemeinde erbrachte, betrug 100 Zentner 1775 Lot nach dem Gewicht des Heiligtums, 26 auf den Kopf ein halbes Lot nach dem Gewicht des Heiligtums von allen, die gezählt wurden von zwanzig Jahren an und darüber, 603 550 Mann. 27 Aus den hundert Zentnern Silber goß man die Füße der Bretter und die Füße des Vorhangs, hundert Füße aus hundert Zentnern, je einen Zentner für einen Fuß.  28 Und aus den 1775 Lot wurden die Nägel der Säulen gemacht und ihre Köpfe und ihre Ringbänder überzogen. 29 Das Kupfer aber, das gespendet war, betrug 70 Zentner 2400 Lot. 30 Daraus wurden gemacht die Füße an der Tür der Stiftshütte und der Altar und das Gitterwerk daran und alle Geräte des Altars, 31 dazu die Füße des Vorhofs ringsherum und die Füße des Tors am Vorhof, alle Zeltpflöcke der Wohnung und alle Zeltpflöcke des Vorhofs ringsherum. (LB)

 

Die Stiftshütte in der Wüste wurde aus den Abgaben oder Opfern der Zählung Israels gebaut. Diese Opfer deuteten auf die Kirche in der Wüste hin und auf die Tatsache, daß der Tempel aus den Kindern Gottes gebildet wurde, die von Jesus erlöst und in den Tempel aufgenommen wurden.

 

Der Altar und die Gerätschaften waren bedeckt, und die Platten waren aus gehämmerter Bronze, aus den Spiegeln der Frauen Israels gefertigt. Das ist ein Hinweis auf den Platz der Frauen im Tempel Gottes, die ebenfalls als Kinder Gottes in der Wüste gesehen werden. Es sollte vierzig Jubeljahre geben, die auf die vierzig Jahre in der Wüste hindeuten.

 

Die Führer der Stämme Juda und Ephraim  warteten mit Vertrauen darauf, bis ihre Zeit gekommen war, ins Gelobte Land zu kommen; sie wurden durch Kaleb und Josua versinn­bildlicht.

 

Exodus 39,1-43 1 Und aus dem blauen und roten Purpur und dem Scharlach machten sie Amtskleider zum Dienst im Heiligtum, und sie machten die heiligen Kleider für Aaron, wie der HERR es Mose geboten hatte. 2 Und sie machten den Priesterschurz aus Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter feiner Leinwand. 3 Und sie schlugen Goldplatten und schnitten sie zu Fäden, daß man sie in Kunstwirkerarbeit unter den blauen und roten Purpur, den Scharlach und die feine Leinwand einweben konnte. 4 Schulterteile machten sie, die an den Schurz angefügt wurden, und an seinen beiden Enden wurde er zusammengebunden. 5 Und seine Binde war von derselben Arbeit, aus einem Stück mit ihm, aus Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter feiner Leinwand, wie der HERR es Mose geboten hatte. 6 Und sie faßten zwei Onyxsteine ringsherum mit Gold ein und gruben darauf ein nach der Weise der Siegelstecher die Namen der Söhne Israels. 7 Und er heftete sie auf die Schulterteile des Schurzes, daß es Steine seien zum gnädigen Gedenken an die Israeliten vor dem HERRN, wie der HERR es Mose geboten hatte. 8 Und sie machten die Brusttasche, kunstreich gewirkt wie der Priesterschurz, aus Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter feiner Leinwand, 9 daß sie viereckig war und doppelt gelegt, eine Spanne lang und ebenso breit, 10 und besetzten sie mit vier Reihen Steinen: die erste Reihe war ein Sarder, ein Topas und ein Smaragd, 11 die andere ein Rubin, ein Saphir und ein Diamant, 12 die dritte ein Lynkurer, ein Achat und ein Amethyst, 13 die vierte ein Türkis, ein Onyx und ein Jaspis, ringsherum eingefaßt mit Gold in allen Reihen. 14 Und die Steine trugen die zwölf Namen der Söhne Israels, eingegraben in Siegel­stecherarbeit, so daß auf einem jeden ein Name stand nach den zwölf Stämmen. 15 Und sie machten an der Tasche Ketten wie gedrehte Schnüre, aus feinem Golde, 16 und zwei Goldgeflechte und zwei goldene Ringe und hefteten die beiden Ringe an die beiden oberen Ecken der Tasche. 17 Und die beiden goldenen Ketten taten sie in die beiden Ringe an den Ecken der Tasche. 18 Aber die beiden andern Enden der Ketten taten sie an die beiden Goldgeflechte und hefteten sie vorne auf die Schulterteile des Schurzes. 19 Und sie machten zwei andere goldene Ringe und hefteten sie an die beiden anderen Ecken der Tasche an ihren Rand innen zum Schurz hin; 20 und sie machten zwei andere goldene Ringe, die taten sie unten an die beiden Schulterteile vorn am Schurz, wo er zusammengeht, oben über der Binde des Schurzes, 21 und knüpften die Tasche mit ihren Ringen an die Ringe des Schurzes mit einer Schnur aus blauem Purpur, daß sie über der Binde des Schurzes anliege und sich nicht von dem Schurz losmache, wie der HERR es Mose geboten hatte. 22 Und dazu machte er das Obergewand zum Priesterschurz, gewirkt, ganz aus blauem Purpur, 23 und seine Öffnung oben in der Mitte und eine Borte um die Öffnung herum wie bei einem Panzerhemd, daß sie nicht einreiße. 24 Und sie machten an seinen Saum Granatäpfel aus blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter feiner Leinwand 25 und machten Schellen aus feinem Golde; die taten sie zwischen die Granatäpfel ringsherum am Saum des Obergewandes, 26 je einen Granatapfel und eine Schelle ringsherum am Saum, für den Dienst, wie der HERR es Mose geboten hatte. 27 Und sie machten auch die Untergewänder aus feiner Leinwand, gewebt, für Aaron und seine Söhne, 28 und den Kopfbund aus feiner Leinwand und die hohen Mützen aus feiner Leinwand und Beinkleider aus gezwirnter feiner Leinwand 29 und den Gürtel in Buntwirkerarbeit aus gezwirnter feiner Leinwand, blauem und rotem Purpur und Scharlach, wie der HERR es Mose geboten hatte. 30 Sie machten auch das Stirnblatt, den heiligen Kronreif, aus feinem Gold und gruben als Schrift ein: «Heilig dem HERRN». 31 Und sie banden eine Schnur aus blauem Purpur daran, daß sie an dem Kopfbund oben angeheftet würde, wie der HERR es Mose geboten hatte. 32 Also wurde vollendet das ganze Werk der Wohnung der Stiftshütte. Und die Israeliten taten alles, was der HERR dem Mose geboten hatte. 33 Und sie brachten die Wohnung zu Mose: das Zelt und alle seine Geräte, Haken, Bretter, Riegel, Säulen, Füße, 34 die Decke von rotgefärbten Widderfellen, die Decke von Dachs­fellen und den Vorhang, 35 die Lade mit dem Gesetz samt ihren Stangen, den Gnadenthron, 36 den Tisch und alle seine Geräte und die Schaubrote, 37 den Leuchter aus feinem Gold mit den Lampen zum Aufsetzen und all seinem Gerät und das Öl für den Leuchter, 38 den goldenen Altar und das Salböl und das wohlriechende Räucher­werk, die Decke für den Eingang des Zeltes, 39 den kupfernen Altar und sein kupfernes Gitter mit seinen Stangen und seinem ganzen Gerät, das Becken mit seinem Gestell, 40 die Behänge des Vorhofs mit seinen Säulen und Füßen, die Decke vor dem Tor des Vorhofs mit seinen Seilen und Zeltpflöcken und alles Gerät zum Dienst der Wohnung der Stiftshütte, 41 die Amtskleider des Priesters Aaron für den Dienst im Heiligtum und die Kleider seiner Söhne für den priesterlichen Dienst. 42 Ganz so, wie der HERR es Mose geboten hatte, hatten die Israeliten alle Arbeiten ausgeführt. 43 Und Mose sah dies ganze Werk an, und siehe, sie hatten es gemacht, wie der HERR geboten hatte. Und er segnete sie. (LB)

 

Das Priestertum wurde einem Hohepriester unterstellt, der alle Stämme Israels vertrat, und seine Brusttasche war mit zwölf Steinen geschmückt, die in vier Reihen angeordnet waren, von denen jede Reihe aus drei Steinen bestand, die auch die zwölf Grundsteine darstellten. Die vier Reihen zu je drei Steinen symbolisieren die Vierer-Unterteilung unter den vier lebendigen Wesen. Zwei von diesen Wesen nehmen die Stelle Elohims ein. Sie werden auch in dem Cherubim als Löwen und in den Wesen mit Menschenkopf an den Wänden vom Ezechiels Tempel gezeigt (Ez. 41,19). Die zwölf Grundsteine vertreten die zwölf Oberhäupter der zwölf Stämme Israels in der Stadt Gottes (vgl. den Artikel Die Stadt Gottes [180]). Die Steine sind in Offenbarung 21,19-20 anders dargestellt. In der Brusttasche wird das Urim und das Thummim aufbewahrt.  Solche Steine gelten als Orakel Gottes (vgl. das Kapitel Die Orakel Gottes [184]). Die Stämme selbst werden im Reich Gottes neu geordnet, mit verschiedenen Verant­wort­lich­keiten und Stellen, und das ist ein anderes Thema. Die Stellen im Reich Gottes werden von Gott zugewiesen und Christus zur Durchführung übergeben.

 

Die Schöpfung

 

Gott gehört die Schöpfung, die Erde und ihr Reichtum, und er hat sie den Menschen gegeben, damit sie über die Schöpfung herrschen und alles, was zu ihr gehört, um sie im Rahmen von Gottes Plan zu nutzen, zu unterwerfen, zu erhalten und zu schützen (Gen. 1,26-31; Ps. 24,1; 50,12; 1 Kor. 10,26-28).

 

Exodus 9,29 29 Mose sprach zu ihm: Wenn ich zur Stadt hinauskomme, will ich meine Hände ausbreiten zum HERRN, so wird der Donner aufhören und kein Hagel mehr fallen, damit du innewirst, daß die Erde des HERRN ist. (LB)

 

Die Völker fürchteten Gott nicht, und daher treten sie bis jetzt ihr Erbe nicht an (vgl. Ex. 9,29-35, und den Artikel Moses und die Götter Ägyptens [105]).

 

Der Wunsch, Götter oder Elohim zu werden, ist das Schicksal des Menschen, aber das soll nach Gottes Willen und nicht durch Diebstahl geschehen. Das war der Kern des Sündenfalls von Adam und Eva (Gen. 3,5). Mystizismus oder das Streben nach Gleichheit mit Gott als Gott ist der gleiche Fehler, den Eva bei der Versuchung durch den Satan beging. Wir alle sind vorausbestimmt, auserwählt, berufen, gerecht gemacht und verherrlicht (Röm. 8,29-30). Wir sind von Gott dazu eingeladen, zu neuen Menschen zu werden und unser Wissen zu erneuern. Das wird uns alles frei gegeben, aber es kann nicht durch Diebstahl erlangt werden (Kol. 3,10).

 

Apg. 2,41-47 41 Die nun sein Wort annahmen, ließen sich taufen; und an diesem Tage wurden hinzugefügt etwa dreitausend Menschen. 42 Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet. 43 Es kam aber Furcht über alle Seelen, und es geschahen auch viele Wunder und Zeichen durch die Apostel. 44 Alle aber, die gläubig geworden waren, waren beieinander und hatten alle Dinge gemeinsam. 45 Sie verkauften Güter und Habe und teilten sie aus unter alle, je nach dem es einer nötig hatte. 46 Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen 47 und lobten Gott und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk. Der Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden. (LB)

 

Es ist die Kreatur, die auf die Offenbarung der Kinder Gottes wartet.

 

Römer  8,19-23 19 Denn das ängstliche Harren der Kreatur wartet darauf, daß die Kinder Gottes offenbar werden. 20 Die Schöpfung ist ja unter­worfen der Vergänglichkeit – ohne ihren Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat –, doch auf Hoffnung; 21 denn auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergäng­lichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes. 22 Denn wir wissen, daß die ganze Schöpfung bis zu diesem Augenblick mit uns seufzt und sich ängstet. 23 Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir den Geist als Erstlingsgabe haben, seufzen in uns selbst und sehnen uns nach der Kindschaft, der Erlösung unseres Leibes.(LB)

 

Erwählt sind diejenigen, die die Worte Gottes nicht verfälscht haben, sondern ehrlich im Anblick Gottes, in Christus gesprochen haben (2 Kor. 5,17). Mehrmals haben die meisten Menschen das Wort Gottes verfälscht, die Zeitrechnung und das Gesetz geändert. Sie haben die Testamente aus ihrer Struktur gelöst und versucht, das Geschenk des ewigen Lebens zu stehlen, das von Gott denjenigen frei gegeben wurde, die Gott nach seinem Plan berufen hatte. 

 

Gott wünscht Gehorsam mehr als Opfer.

 

Exodus 19,5 5 Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein. (LB)

 

Was verlangt Gott von uns?

 

Deuteronomium 10,12-17 12 Nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, noch von dir, als daß du den HERRN, deinen Gott, fürchtest, daß du in allen seinen Wegen wandelst und ihn liebst und dem HERRN, deinem Gott, dienst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, 13 daß du die Gebote des HERRN hältst und seine Rechte, die ich dir heute gebiete, auf daß dir’s wohlgehe? 14 Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel und die Erde und alles, was darinnen ist, das ist des HERRN, deines Gottes. 15 Und doch hat er nur deine Väter angenommen, daß er sie liebte, und hat ihre Nachkommen, nämlich euch, erwählt aus allen Völkern, so wie es heute ist. 16 So beschneidet nun eure Herzen und seid hinfort nicht halsstarrig. 17 Denn der HERR, euer Gott, ist der Gott aller Götter und der Herr über alle Herren, der große Gott, der Mächtige und der Schreckliche, der die Person nicht ansieht und kein Geschenk nimmt (LB)

 

Wir sollen seine Gebote unverändert halten.

 

Pflanzen und Tiere

 

Auch das Vieh gehört Gott, aber es darf vom Menschen genutzt werden. Das wirksame System wurde entworfen, um sich gegen Schäden zu schützen (vgl. Ex. 21,28-32; vgl. den Artikel Das Gesetz und das Sechste Gebot [259]).

 

Wie wir festgestellt haben, entsteht Diebstahl  durch das Vorenthalten einer Sache. Dieses System erstreckt sich von Gott auf die Priesterschaft, auf die Regierung und auf die gesamte Schöpfung bis zu den Tieren. Es steht geschrieben: Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden: und kümmert sich Gott etwa nur um die Ochsen? (vgl. Deut. 25,4; 1 Kor. 9,9; 1 Tim. 5,18).

 

Wer es versäumt, sich um seine Familie zu kümmern, verleugnet den Glauben und ist schlimmer als ein Ungläubiger. Alle solchen Versäumnisse sind Diebstahl.

 

Diebstahl im Hinblick auf die Speisegesetze

 

Die Speisegesetze wurden dafür erlassen, den einzelnen Menschen, die Nahrungs­mittel­kette und die Umwelt zu bewahren. Die Aspekte der Speisegesetze werden in den Artikeln Die Speisegesetze [015] und Das Gesetz und das Sechste Gebot [259] behandelt.

 

Unreine Speisen zu essen ist nicht nur aus gesundheitlichen Gründen dumm, sondern es ist auch Diebstahl an der Struktur, die Gott in dem Weltsystem bestimmt hat. Es gibt absolut keinen Zweifel hinsichtlich der wissen­schaft­lichen Grundlage und der Gültigkeit der Speisegesetze. Die reinen Tiere ernähren sich von einer Nahrungsmittelkette, die wir in Gottes Auftrag schützen solleb.

 

Die Zerstörung der Erde ist das direkte Ergebnis unseres Diebstahls an Gott und an seiner Schöpfung, indem wir Elemente verbrauchen, die wir nicht verbrauchen dürfen.

 

Umweltethik

 

Es gibt eine Reihe von Gesetzen, die sich damit beschäftigen, was wir im Hinblick auf die Umwelt für uns nehmen dürfen und was wir nicht töten sollen. Die Gesetze, die davon handeln, was wir töten dürfen und was nicht, und zwar die Gesetze über die Tiere, die Vögel und ihre Jungen, werden im Artikel Das Gesetz und das Sechste Gebot [259]  behan­delt. Das Versäumnis, die Beschränkungen im Hinblick auf die Natur und ihren Nachwuchs und den Sabbat zu beachten, oder sich um den langfristigen Schutz der Umwelt zu kümmern, ist Diebstahl und soll mit Gefangenschaft bestraft werden. Das Land soll seine Sabbate haben (siehe unten).

 

Öffentliches Eigentum

 

Zusätzlich zur Idee einer freien Umwelt unter Gottes Gesetz gibt es auch die Idee des Eigentums, das der Gesellschaft gehört. Diese Idee vom öffentlichen Eigentum hat zwei Aspekte.

 

Öffentliches Eigentum und Gewohnheits­recht

 

Der erste Aspekt bezieht sich auf das Eigentum, das dem König zu seinem eigenen Zweck gehört. Der zweite Aspekt bezieht sich auf das Gemeineigentum, das der Gemein­schaft zur Verfügung steht. Diese Idee des Gemeineigentums erscheint in der Bibel als Auflistung von Vorstadtbezirken. Das sind Grundstücke innerhalb der Städte des Leviten, auf denen die Tiere zusammen weiden können. Diese Idee hat immer bestätigt, was im englischen Bereich als Gewohnheitsrecht bezeichnet wird. Die Aneignung von Land durch die Krone, das rechtmäßig dem Volk gehört, ist Diebstahl, genau wie dies für Privatpersonen gilt. Deshalb soll der Eigentumserwerb zu gerechten  Bedingungen erfolgen. Es muß auch eine Stadtplanung geben mit Grundstücken, die Gemeineigentum sind und die Wohngebiete unterteilen. Das ist, was im biblischen Sinne als echter Vorstadt­bezirk verstanden wird.

 

Privates Eigentum

 

Die Rechte des Individuums sind mit der Idee des Privateigentums eng verbunden. Das Recht auf Besitz ist im biblischen Gesetz erteilt worden. 

 

Recht auf Eigentum

 

Jeder hat das Recht auf Eigentum, was als Liebe zum Nächsten bezeichnet wird, wie wir schon gesehen haben.

 

Römer 13,8-10 8 Seid niemand etwas schuldig, außer, daß ihr euch untereinander liebt; denn wer den andern liebt, der hat das Gesetz erfüllt. 9 Denn was da gesagt ist (Ex. 20,13- 17): «Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht begehren», und was da sonst an Geboten ist, das wird in diesem Wort zusammengefaßt (Lev. 19,18): «Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.» 10 Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung.

 

Jeder soll sicher sein, und niemand darf  dem anderen Angst machen (Lev. 26,6).

 

Wenn die Nation sich entwickelt hat, werden die Rechte der Menschen auf ihre Erbschaft aufgrund von Grenzbestimmung und Land­vermessung festgelegt.

 

Deuteronomium 19,14 14 Du sollst deines Nächsten Grenze, die die Vorfahren festgesetzt haben, nicht verrücken in deinem Erbteil, das du erbst, im Lande, das dir der HERR, dein Gott, gegeben hat, es einzunehmen.

 

Diese Handlung charakterisiert die Gesetze der Rückgabe mittels der gestohlenen Erzeugnisse, da das Land nicht für immer vergeben wird.

 

Diese Tat bringt einen Fluch mit sich (Deut. 27,17; vgl. Sprich. 22,28; 23,10)

 

Der Abbau der Grenzsteine eines Nachbar­feldes, das einem Vaterlosen gehört, und das Betreten des Feldes gilt als Diebstahl, oder als ein Zeichen für die Absicht zu stehlen. Gott verteidigt die Vaterlosen. Aber die Richter sind dafür verantwortlich, eine solche Tat nach dem Gesetz zu richten. Job machte Gott Vorwürfe, da solche Handlungen geschahen (Ijob 24,2). Doch Gott sieht es und richtet.

 

Beschränkungen des Eigentums innerhalb des Erlaßjahrsystems

 

Levitikus 25,1-11 1 Und der HERR sprach zu Mose auf dem Berge Sinai: 2 Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, so soll das Land dem HERRN einen Sabbat feiern.3 Sechs Jahre sollst du dein Feld besäen und sechs Jahre deinen Weinberg beschneiden und die Früchte einsammeln, 4 aber im siebenten Jahr soll das Land dem HERRN einen feierlichen Sabbat halten; da sollst du dein Feld nicht besäen noch deinen Weinberg beschneiden. 5 Was von selber nach deiner Ernte wächst, sollst du nicht ernten, und die Trauben, die ohne deine Arbeit wachsen, sollst du nicht lesen; ein Sabbatjahr des Landes soll es sein. 6 Was das Land während seines Sabbats trägt, davon sollt ihr essen, du und dein Knecht und deine Magd, dein Tagelöhner und dein Beisasse, die bei dir weilen, 7 dein Vieh und das Wild in deinem Lande; all sein Ertrag soll zur Nahrung dienen. 8 Und du sollst zählen sieben Sabbatjahre, siebenmal sieben Jahre, daß die Zeit der sieben Sabbatjahre neunundvierzig Jahre mache. 9 Da sollst du die Posaune blasen lassen durch euer ganzes Land am zehnten Tage des siebenten Monats, am Versöhnungstag. 10 Und ihr sollt das fünfzigste Jahr heiligen und sollt eine Freilassung ausrufen im Lande für alle, die darin wohnen; es soll ein Erlaßjahr für euch sein. Da soll ein jeder bei euch wieder zu seiner Habe und zu seiner Sippe kommen. 11 Als Erlaßjahr soll das fünfzigste Jahr euch gelten. Ihr sollt nicht säen und, was von selber wächst, nicht ernten, auch, was ohne Arbeit wächst, im Weinberg nicht lesen; (LB)

 

Die Verantwortungen beziehen sich auf den Landbesitz, der letztendlich von Gott gegeben ist. Mit dem Gebrauch des Landes gibt es auch Verantwortlichkeiten.

 

Levitikus 25,23-28 23 Darum sollt ihr das Land nicht verkaufen für immer; denn das Land ist mein, und ihr seid Fremdlinge und Beisassen bei mir. 24 Und bei all eurem Grundbesitz sollt ihr für das Land die Einlösung gewähren. 25 Wenn dein Bruder verarmt und etwas von seiner Habe verkauft, so soll sein nächster Verwandter kommen und einlösen, was sein Bruder verkauft hat. 26 Wenn aber jemand keinen Löser hat und selbst so viel aufbringen kann, um es einzulösen, 27 so soll er die Jahre abrechnen, seitdem er’s verkauft hat, und was noch übrig ist, dem Käufer zurückzahlen und so wieder zu seiner Habe kommen. 28 Kann er aber nicht so viel aufbringen, um es ihm zurückzuzahlen, so soll, was er verkauft hat, in der Hand des Käufers bleiben bis zum Erlaßjahr. Dann soll es frei werden und er wieder zu seiner Habe kommen. (LB)

 

Das Land außerhalb der „ummauerten“ Städte darf nicht für immer verkauft werden. Es gibt auch gewisse Beschränkungen bei der Struktur des Landbesitzes. Diese hängen von den Verantwortlichkeiten ab.

 

Levitikus 25,29-34 29 Verkauft jemand ein Wohn­haus in einer ummauerten Stadt, so besteht das Rückkaufrecht bis zum Ablauf des Jahres, das dem Verkauf folgt; sein Rückkaufrecht ist zeitlich beschränkt. 30 Erfolgt der Rückkauf bis zum Ablauf des Jahres nicht, dann soll das Haus innerhalb der ummauerten Stadt dem Käufer und seinen Nachkommen endgültig verbleiben; er braucht es im Jubeljahr nicht zu verlassen. 31 Aber die Häuser in Dörfern, die nicht von Mauern umgeben sind, werden als Bestandteil des freien Feldes betrachtet; für sie besteht ein Rückkaufrecht, und der Käufer muß es im Jubeljahr verlassen. 32 Für die Städte der Leviten, die Häuser der Städte, die ihr Erbbesitz sind, gilt: die Leviten haben ein zeitlich unbegrenztes Rückkaufrecht. 33 Wenn einer von den Leviten auf Einlösung verzichtet, fällt im Jubeljahr das Haus in der Stadt als Erbbesitz zurück; denn die Häuser in den Städten der Leviten sind deren Eigentum mitten unter den Israeliten. 34 Das Weideland, das zu diesen Städten gehört, kann nicht verkauft werden; denn es ist zeitlich unbegrenzt ihr Eigentum.    

 

Aufgrund der Unterscheidung zwischen befestigten und unbefestigten Städten wird eine Entscheidung darüber getroffen, ob Besitz zurückgekauft werden kann und unter die Rückerstattung im Erlaßjahr fällt. Nur die Häuser in befestigten Städten können für immer verkauft werden. Die Häuser in den Städten der Priester, zu denen offenbar auch die Freistädte gehören, dürfen nicht auf Dauer verkauft werden und können jederzeit von den Priestern zurückgekauft werden. Sowohl die Felder außerhalb der befestigten Städte als auch die Dörfer auf dem Land oder unbefestigte Städte können vom Erlaßjahr­system nicht ausgeschlossen werden. Diese Unterscheidung ist auch im Gesetz über die Wiederherstellung und Rückerstattung von Besitz zu finden. Eine in einer Stadt wohnende Person, die ihr Eigentum auf Dauer verkauft, kann es innerhalb eines Jahres nach dem Verkauf  zurückkaufen. Andernfalls behält der Neubesitzer es für immer. Keine anderen Immobilien können als Eigengut für immer verkauft werden.

 

Die Unversehrtheit der Person

 

Zu allen Zeiten hat der Mensch mit Mitmenschen Handel getrieben und hat sie auch als Diener eingestellt oder als Arbeiter unter Vertrag genommen. Fußballspieler sind eine Variante des vertrag­lichen Arbeits­systems, wenn auch eine sehr teure.

 

Die Menschen machen oft schwierige Zeiten durch und leiden darunter. Es gibt eine Reihe von Gesetzen, die von uns verlangen, die Mitmenschen zu schützen, und das Versäumnis, unseren Verpflichtungen gegen­über den andern nachzukommen, gilt auch als eine Form des Diebstahls.

 

Levitikus 25,35-43 35 Wenn dein Bruder neben dir verarmt und nicht mehr bestehen kann, so sollst du dich seiner annehmen wie eines Fremdlings oder Beisassen, daß er neben dir leben könne; 36 und du sollst nicht Zinsen von ihm nehmen noch Aufschlag, sondern sollst dich vor deinem Gott fürchten, daß dein Bruder neben dir leben könne. 37 Denn du sollst ihm dein Geld nicht auf Zinsen leihen noch Speise geben gegen Aufschlag. 38 Ich bin der HERR, euer Gott, der euch aus Ägypten­land geführt hat, um euch das Land Kanaan zu geben und euer Gott zu sein. 39 Wenn dein Bruder neben dir verarmt und sich dir verkauft, so sollst du ihn nicht als Sklaven dienen lassen; 40 sondern wie ein Tagelöhner, wie ein Beisasse soll er bei dir sein und bis an das Erlaßjahr bei dir dienen. 41 Dann soll er von dir frei ausgehen und seine Kinder mit ihm und soll zurückkehren zu seiner Sippe und wieder zu seiner Väter Habe kommen. 42 Denn sie sind meine Knechte, die ich aus Ägyptenland geführt habe. Darum soll man sie nicht als Sklaven verkaufen. 43 Du sollst nicht mit Härte über sie herrschen, sondern dich fürchten vor deinem Gott. (LB)

 

So kann niemand aus dem Volk ein Leibeigener (Sklave) sein, und niemand von ihnen soll mit Härte behandelt werden. Das hat nun eine weitreichende Wirkung, da die Heiden ins Reich Gottes aufgenommen wurden. Diejengen, die es abgelehnt haben,  ein Teil des Volkes und der Kirche zu werden, können nach dem Gesetz unterworfen werden.

 

Levitikus 25,44-46 44 Willst du aber Sklaven und Sklavinnen haben, so sollst du sie kaufen von den Völkern, die um euch her sind, 45 und auch von den Beisassen, die als Fremdlinge unter euch wohnen, und von ihren Nachkommen, die sie bei euch in eurem Lande zeugen. Die mögt ihr zu eignen haben 46 und sollt sie vererben eur